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 Schrei nach Liebe (Severus, Harry, Albus) Kein Slash!!

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Sisilia
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BeitragThema: Schrei nach Liebe (Severus, Harry, Albus) Kein Slash!!   Mi Jan 23, 2008 11:44 pm

Schrei nach Liebe


Vor einigen Tagen hatte Professor Dumbledore Harry Potter nach Hogwarts holen lassen. Ich war ihm begegnet, als er die Schule betreten hatte und sofort kam wieder dieser unergründliche Hass auf ihn in mir hoch. Es reichte schon ein Gedanke an ihn und ich spürte diese unsägliche Wut in mir aufflammen, die ich immer fühlte, wenn ich an diesen Jungen dachte oder ihn nur ansah. Doch diesmal passierte etwas sehr Merkwürdiges. Unsere Blicke trafen sich und ich wollte schon wieder eine spitze Bemerkung über ihn fallen lassen, was ich immer gerne tat, denn ich wusste, dass es ihn auf die Palme brachte, doch als ich an diesem Tag in seine Augen sah, war alles plötzlich ganz anders.
Sie strahlten eine so tiefe Traurigkeit aus, eine Leere und Hoffnungslosigkeit, wie ich sie bisher nur einmal in meinem Leben gesehen hatte, vor vielen Jahren. Auch im Gesicht eines Jungen, der wohl ungefähr im gleichen Alter war, wie Harry Potter jetzt. Ich erinnerte mich noch sehr genau an den Tag, als ich in den Spiegel sah und mich selber nicht mehr erkannte. Ja, ich war es gewesen, an den mich Harry nun erinnerte. Ich sah den gleichen Ausdruck in seinen Augen, den mir damals mein Spiegelbild zeigte. Ich erschrak und eine Erinnerung, die ich jahrelang versucht hatte aus meinem Gedächtnis zu löschen, kam je wieder zum Vorschein.
Auch ich hatte einen Menschen verloren, der mir viel, nein so gut wie alles bedeutet hatte. Ich spürte wieder den Schmerz in mir aufflammen und die Erinnerungen übermannten mich. So starrte ich Harry nur an, doch ich erkannte, dass er mich überhaupt nicht wahrnahm und irgendwie war ich in diesem Moment auch sehr froh darüber.
In dem Augenblick kam auch Albus Dumbledore die Treppe herunter und trat auf Harry zu, um ihn zu begrüßen. Ich beobachtete, wie Harry ihn nur sehr böse und verletzt ansah und dann seinen Blicken auswich. Als er sprach, hörte ich, wie wutentbrannt seine Worte waren, die er gegen den Schulleiter richtete.
Ich bemerkte, wie Dumbledore verzweifelt versuchte, an Harry heranzukommen, doch dieser hatte eine dicke Mauer um sich herum aufgebaut und ließ es nicht zu. So ging es auch die nächsten Tage.
Ich saß in meinem Büro vor dem Kamin, sah in die flackernden Flammen und dachte über Harry Potter und den Schulleiter nach. Immer wenn Albus Dumbledore versuchte mit Potter zu reden, ging ihm dieser aus dem Weg. Ich spürte förmlich die Verzweiflung, die im Inneren des Schulleiters toben musste. Er wirkte so hilflos, alt und müde. So hatte ich ihn noch nie zuvor gesehen. Er war für mich immer der weise und starke Magier gewesen, dem ich viel zu verdanken hatte. Ich würde es nie vor anderen zugeben, doch er war jemand, zu dem ich mit Ehrfurcht aufsah. Es tat mir weh, ihn so zu sehen, denn er war der Einzige, der mir nach all dem, was vor vielen Jahren geschehen war, die Hand gereicht und mir sein Vertrauen geschenkt hatte. Ohne ihn wäre ich bestimmt nicht mehr am Leben oder in Askaban, was wohl so ungefähr das Gleiche wäre.
Ich beobachtete die beiden die nächsten Tage genau und mir viel auf, dass sich eine starke Spannung zwischen ihnen aufbaute. Nein, es war mehr als das, ich hatte das Gefühl, sie würden sich voneinander entfernen, jeden Tag einen weiteren Schritt mehr und wenn sich das nicht änderte, fürchtete ich, würde das alles in einem Gefühl enden, dass es eigentlich nicht zwischen den beiden geben dürfte - Hass.
Als ich damals diesen schrecklichen Schmerz erdulden musste, hatte ich niemanden, den es auch nur im Geringsten interessierte, wie es mir ging. Im Gegenteil, als ich Trost suchte, wurde ich nur abgewiesen. Was hätte ich damals für ein nettes Wort, für eine freundschaftliche Geste gegeben. Doch ich war und blieb alleine, der Schmerz fraß mich langsam auf und machte mich zu dem Menschen, der ich heute bin. Ich tat Dinge, die ich mittlerweile sehr bereue, doch was geschehen ist, ist geschehen, das konnte ich nicht mehr rückgängig machen. Und wenn nicht noch etwas passierte, dann würde es Harry Potter auch so ergehen. Ich wusste nicht warum, aber auf einmal tat mir der Junge leid und ich hatte plötzlich das unbeschreibliche Gefühl, etwas tun zu müssen. Ich spürte, dass Harry Potter und Albus Dumbledore zusammengehörten, so wie Vater und Sohn, wie zwei Freunde.
So beschloss ich etwas zu unternehmen, bevor es zu spät war. Und ich hatte auch schon eine Idee. Ich stellte mein Glas auf den Kaminsims und trat zu meinem Schreibtisch.
Ich musste es bewerkstelligen, dass die beiden wieder miteinander reden, sich verzeihen und in die Arme nehmen konnten. Kurz zögerte ich, ich spürte selber, wie dieses Verlangen in mir aufkam, jemanden zu haben, der mich in den Arm nehmen, meine Gedanken mit mir teilen und mich verstehen würde, doch ich wusste, dass diese Chance für mich vertan war.
Ich schüttelte meine trüben Gedanken ab und versuchte, mich auf mein Vorhaben zu konzentrieren. Ich selber hatte wohl keine Chance dazu, aber die beiden hatten es und ich wollte nichts unversucht lassen, ihnen zu helfen, so dass sie wieder zueinanderfinden konnte. Ich schwang meinen Zauberstab und ließ vor mir eine alte Schreibmaschine auf meinem Schreibtisch erscheinen. Mit ihr wollte ich beiden eine Nachricht schreiben, denn Albus hätte mit Sicherheit meine Handschrift erkannt.
Mit einem leichten Schlenker meines Zauberstabes brachte ich die Schreibmaschine dazu meine Gedanken, die ich nun laut formulierte, zu tippen. Es waren Gedanken, die aus meinem tiefsten Inneren heraus kamen, die ich im Grunde jeden Tag auf das Schmerzlichste fühlte und deshalb nur zu gut verstand, was die beiden gerade durchmachen mussten.

Der Schrei nach Liebe ist lautlos,
aber du spürst ihn tief bis ins Mark.
Er zieht hinein in jede noch so kleine
Nervenfaser deines Körpers.
Ein stummer Schmerz,
vernichtender, als jede Klinge …

Als ich den Text noch einmal durchlas, standen Tränen in meinen Augen, Tränen der Erinnerung und der Einsamkeit.
Doch dann gab ich mir einen Ruck, ließ den gleichen Zettel noch einmal tippen, steckte beide Pergamente ein und machte mich auf den Weg in Dumbledores Büro. Ich wusste, dass er gerade nicht da war und schlich mich hinein, legte das Pergament auf seinen Schreibtisch, so dass er es gleich finden musste und verließ so schnell wie möglich wieder den Turm. Keiner durfte mich sehen, aber das war kein Problem, denn ich war ein Meister darin, unentdeckt zu bleiben. Harry die Nachricht zukommen zu lassen war weitaus schwieriger. Doch nach einigem hin und her beschloss ich, eine Eule zu ihm zu schicken. Ich stieg in die Eulerei hoch und suchte die unauffälligste Eule, die es in Hogwarts gab aus, band ihr das Pergament um den Fuß und schickte sie los.
Ich ahnte, dass Harry Potter wie jeden Tag um diese Zeit auf der Bank draußen auf dem Schulgelände sitzen würde. So ging ich ebenfalls dorthin, versteckte mich aber in der Nähe hinter einer Baumgruppe.
Ich sah Harry, wie er mit angezogenen Beinen auf dieser Bank saß, ins Leere starrte und grübelte. Eine ganze Weile stand ich schon so da und beobachtete ihn aus meinem Versteck.
Er war nicht mehr der aufmüpfige und kämpferische Junge, der er noch vor ein paar Monaten war, als ich ihm Unterricht in Okklumantik gegeben hatte. So wie er da auf der Bank saß, wie ein kleines Häufchen Elend, hatte ich Mitleid mit ihm. Das war nicht der Harry Potter, den ich immer extra hart rangenommen hatte, um ihn auf das Leben da draußen vorzubereiten.
Ich überlegte mir gerade zu gehen, als ich eine Gestalt das Schloss verlassen sah. Es war Albus Dumbledore, der mit schweren Schritten auf Harry zuging. Harry schien ihn nicht zu bemerken, als Dumbledore ihn erreicht hatte.
„Harry würde es Dir etwas ausmachen, wenn ich mich zu Dir setze“, fragte ihn der Schulleiter mit leiser Stimme und ich konnte hören, wie unsicher seine Worte klangen.
„Ja, es macht mir was aus! Aber ich glaube nicht, dass Sie es davon abhält, es trotzdem zu tun“, antwortete Harry ihm und seine Stimme klang wie die letzten Tage auch schon recht wütend. Der Schulleiter bewegte sich nicht und die beiden sahen sich gegenseitig an. Ich sah die Verzweiflung in Dumbledores Augen, als er weitersprach.
„Harry bitte, hör mich doch an. Seit Tagen gehst Du mir aus dem Weg, sprichst weder mit Deinen Freunden, noch mit mir. Wir machen uns alle sehr große Sorgen um Dich. Bitte nimm unsere Hilfe doch an, nimm meine Hilfe an!“
Harry setzte sich nun gerade hin und stützte sich mit seinen Händen auf der Bank auf, als er Dumbledore mit aggressiver, lauter Stimme antwortete.
„Helfen wollen Sie mir? Ja? Dann sorgen Sie dafür, dass Sirius wieder lebt und Cedric. Garantieren Sie mir, dass keiner meiner Freunde wegen mir sterben muss, weil sie das Wagnis eingegangen sind, mit dem „Jungen-der-lebt“ befreundet zu sein!“
Dumbledore sah ihn an, während er versuchte, die richtigen Worte zu finden, leise mit fast erstickter Stimme sprach er dann weiter.
„Du weißt, dass ich nichts von dem möglich machen kann, Harry. Ich kann auch keine Garantien geben, dass niemand von Deinen Freunden mehr sterben wird, denn ich weiß nicht, was uns die Zukunft bringt. Was ich weiß ist, dass Deine Freunde Dich nie im Stich lassen werden. Und nicht, weil Du der Retter der magischen Welt bist, sondern weil sie Dich lieben. Oder glaubst Du, Voldemort würde uns in Ruhe lassen, wenn es Dich nicht gäbe? Wahrscheinlich würden dann noch viel mehr Hexen und Zauberer sterben müssen. Du bist nicht alleine Harry, wir unterstützen Dich in dem Kampf, der uns alle betrifft.“
„Na prima“, funkelte er ihn zornig an, „dann lassen Sie mich zu ihm gehen. Jetzt, nicht irgendwann in 1 oder 2 Jahren, wenn er die halbe magische Welt getötet hat!! Er wird mich töten, aber ich werde ihn mitnehmen, das schwöre ich, beim Barte des Merlin. Und ich finde endlich wieder Frieden und sehe die, die ich liebe, wieder.“
Ein Ruck ging durch Dumbledores Körper. „Nein, das kann und werde ich nicht tun“, sprach er entschlossen zu ihm.
„Danke für Ihre „Hilfe“ Professor Dumbledore!!“ schrie Harry voller Wut und dann geschah etwas, womit ich nicht gerechnet hatte. Irgendwie musste Harry wohl Magie mit seinem Wutausbruch freigesetzt haben, denn plötzlich brach ein Sturm nur um die beiden herum los. Blätter wirbelten durch die Luft und Äste knackten, flogen um ihre Köpfe.
Es gab mir einen Stich ins Herz, als ich das sah. Ich machte mir schon Vorwürfe, dass das mit dem Zettel doch ein Fehler war.
Und dann geschah es! Ein dicker Ast traf Dumbledores Kopf und er brach benommen, wie in Zeitlupe zusammen. Ich erschrak sehr, als ich sah, dass heftig Blut aus der Wunde strömte, über sein Gesicht lief und in seinem langen Bart versickerte. Ich war schon drauf und dran mein Versteck zu verlassen und dem Schulleiter zu Hilfe zu eilen, aber etwas hielt mich noch zurück, eine innere Stimme sagte mir, ich solle noch abwarten, was ich dann auch tat.
So plötzlich, wie der Sturm gekommen war, so plötzlich hörte dieser auch wieder auf und Harry begann auf einmal zu weinen und stammelte ... „das wollte ich nicht, Professor, bitte verzeihen Sie mir aber ich habe es nicht gewollt.“
Dumbledore versuchte aufzustehen, doch er schwankte dabei verdächtig, automatisch machte ich einen Schritt nach vorn und rief mich dann aber wieder zur Ruhe. Der Direktor lebte und es schien so, als sei die Verletzung nicht so schlimm, wie es am Anfang ausgesehen hatte. Harry lief zu ihm hin und fing ihn auf, als er wieder schwankte. Er packte ihn und hielt ihn fest. Es dauerte kurze Zeit, aber dann erwiderte Dumbledore Harrys Umarmung und es wurde mir warm ums Herz. Ich sah die Tränen, die beide in ihren Augen hatten und kämpfte selber damit, meine zu unterdrücken.
Harry führte Dumbledore zu der Bank, auf der er vorhin selber gesessen hatte, und riss einen Streifen Stoff von seinem Hemd, das er an der naheliegenden Quelle nass machte und vorsichtig, damit das Blut von Dumbledores Gesicht tupfte.
„Danke Harry, es geht mir schon viel besser. Mach Dir keine Gedanken, es ist nur eine Platzwunde“, sagte Dumbledore und ich konnte hören, wie freundlich und liebevoll seine Stimme dabei klang.
„Es hätte viel schlimmer ausgehen können Professor“, entgegnete Harry Potter leise und sah ihn dabei an, „ich hätte Sie beinahe getötet und dann hätte ich noch jemanden verloren, der mir sehr viel bedeutet.“ Seine Stimme wurde sehr leise und ich konnte mehr ahnen als verstehen, was er zu ihm gesagt hatte.
„Harry, ich lebe noch“, sagte er mit einem aufgrund der Schmerzen missglückten Lächeln zu Harry. „Wenn es Dir jetzt besser geht und Du daraus eine Erkenntnis gezogen hast, dann war es das wert! Ich wünsche mir nichts sehnlicher, dass Du wieder lachst und Freude am Leben hast, dass Du wieder lernst, zu leben. Und das nicht, weil Du Voldemort zu töten hast, sondern weil ich Dich liebe wie einen Sohn, den ich nie hatte!“
„Ich glaube, ich war ein ziemlicher Idiot“, sagte Harry und gab Dumbledore einen Kuss auf die Wange.
„Wir waren beide Idioten Harry, aber wir können gemeinsam versuchen, das zu ändern. Was hältst Du davon?“ fragte er Harry liebevoll und nahm ihn in den Arm.
Ich hörte Dumbledores Worte und ich fühlte etwas, was ich schon lange nicht mehr gefühlt hatte, es war ein wunderbares einmaliges Gefühl der Zufriedenheit. Ich hatte es geschafft, die beiden hatten sich wieder versöhnt. Mich beschlich eine wunderbare Emotion, als ich beide da so auf der Bank sitzen sah und ich musste lächeln. Dann beschloss ich, die beiden alleine zu lassen und schlich mich zurück ins Schloss.
In der Halle traf ich Professor McGonagall, die mich sehr erstaunt ansah und mich dann fragte, warum ich so gut gelaunt sei.
„Ach Minerva“, sagte ich zu ihr und sah sie lächelnd an, „irgendwie ist heute ein besonderer Tag. Schauen Sie nur!!! Die Sonne hat es geschafft, Düsternis und Wolken zu besiegen.“
Ich hob kurz meine Hand, grüßte sie noch einmal und machte mich dann überglücklich, wie schon lange nicht mehr in meinem Leben, auf den Weg in mein Büro, wo ich mir ein Glas von einem guten alten Whisky gönnte.

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Mit Zauberei hat das Geschichtenschreiben eben auch zu tun! Cornelia Funke (Tintenherz)

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