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 Sisilias Geheimnis Teil 1

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Sisilia
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BeitragThema: Re: Sisilias Geheimnis Teil 1   Di Apr 01, 2008 4:24 pm

Harry starrte sie an, sagte aber nichts.
„Punkt drei wirst du verstehen, wenn ich dir folgendes erkläre, was aber unter uns bleiben sollte“, sie überlegte kurz und fügte hinzu, „Ok, Hermine und Ron kannst du es sagen, was du ja sowieso tun wirst“, sagte sie und zwinkerte ihm zu.
„Also, Punkt drei ist, ich gehöre auch zum Phönix-Orden, Harry.“ Sisilia glaubte, Harry wür-de überrascht sein, aber er nickte nur kurz.
„Hermine hat es schon vermutet“, sagte er leise.
„Hat sie, tatsächlich? Wie kam sie denn darauf?“ fragte Sisilia neugierig.
„Sie meinte, Sie würden sehr viel Zeit mit Professor Dumbledore, Professor McGonagall und Professor Snape zusammen verbringen, und da die drei auch Mitglieder des Phönix-Ordens sind...“, erklärte er ihr.
„Ja, Hermine hat eine gute Beobachtungsgabe und kann sehr gut schlussfolgern, das habe ich schon bemerkt“, sie machte eine kurze Pause und überlegte, wie sie Harry den nächsten Punkt klar machen sollte. Doch sie entschied sich dafür, keine großen Umstände zu machen und fuhr einfach fort.
„Und der für mich wichtigste Punkt ist, Harry, ich kenne die Prophezeiung.“
Harry schreckte auf und blickte sie ungläubig an.
„Ja, Harry, ich kenne sie und da ich keinen größeren Wunsch habe, als den, dass du es schaffst, Voldemort entgültig zu vernichten, würde ich alles dafür tun, alles, glaube mir, dich zu beschützen. Deshalb war und ist es für mich wichtig, dass du überlebst und deshalb habe ich mich vor dich gestellt, um dich zu schützen.“
Harry wurde leicht rot und blickte nun verlegen auf seine Hände.
Sie spürte, dass die Last, die er auf seinen jungen Schultern trug, ihm jäh wieder bewusst wurde. Sie fühlte auch die Angst vor der großen Verantwortung, die er hatte. Und auch die Hilflosigkeit, die er empfand und sie versuchte, ihn zu beruhigen und zu bestärken.
„Harry, ich weiß, es wird nicht einfach werden, von dir wird viel erwartet. Aber lass dir eines sagen. Du bist nicht alleine. Ich werde dir zur Seite stehen, nein, wir alle, der ganze Orden wird dir zur Seite stehen und du hast wunderbare Freunde, denen du vertrauen kannst. Wir werden alles tun, alles, verstehst du, dass Voldemort entgültig von dieser Welt verschwindet. Ich glaube an dich, Harry, du wirst es schaffen, wir werden es schaffen. Da bin ich mir ganz sicher.“
Sie blickte Harry an, der nun langsam seinen Kopf hob und ihren Blick erwiderte. Er setzte zum Sprechen an, schloss aber seinen Mund wieder und nickte nur stumm.
Beide hörten, wie sich eine Tür öffnete und drehten den Kopf. Madame Pomfrey trat in den Raum.
„So, junger Mann, jetzt wird es aber Zeit, Professor Sisilia muss sich ausruhen“, sagte sie in einem Ton, der keine Widerrede duldete.
Harry der sichtlich froh war für diese Unterbrechung, erhob sich und ging stumm zur Tür.
„Harry?“, rief Sisilia hinterher und Harry wandte sich noch einmal um.
„Ich würde mich sehr freuen, wenn ihr vier mich morgen noch mal besuchen kommt?“, lä-chelte sie ihn an.
„Natürlich, machen wir“, antwortete er und konnte auch schon wieder etwas zurücklächeln.




*



Sisilia hatte die Zeit im Krankenflügel genutzt, um sich auf ihre Prüfung vorzubereiten. Her-mine war jeden Abend für gut eine Stunde gekommen und hatte sie abgehört. Auch Snape, der fast jede freie Minute bei ihr verbrachte, wenn nicht gerade andere Besucher da waren, arbeitete noch einmal alles mit ihr durch, was er für wichtig hielt.
Eine Woche später war sie schon wieder auf den Beinen. Nun ja, fast. Ihr Bein schmerzte immer noch. Aber das war wenigstens besser, als das Taubheitsgefühl, das sie bisher gehabt hatte. Die Schmerzen waren wenigstens ein Zeichen dafür, dass das Leben in ihr Bein zu-rückkehrte und mit Hilfe einer Krücke konnte sie schon wieder sehr gut herumlaufen.

Sobald Madame Pomfrey sie entlassen hatte, lies sie es sich auch nicht nehmen, ihren Unter-richt wieder selber zu übernehmen, auch wenn das Schuljahr schon fast zu Ende war.
Die Prüfungen für die Schüler waren vorbei und diese freuten sich schon auf die Ferien.
Es war inzwischen schon Sommer geworden und die Sonne zeigte sich von ihrer schönsten Seite. Schüler lagen überall draußen im Gras oder gingen spazieren. Alle genossen die Sonne. Auch Sisilia ließ es sich nicht nehmen und ging jeden Tag ein wenig Spazieren, um ihr Bein etwas zu trainieren, das sie lange hatte schonen müssen und es war immer jemand bei ihr. Einmal ging sie mit Hagrid sogar in den Verbotenen Wald, um nach den Einhörnern zu sehen.

Schließlich waren es nur noch zwei Tage, bis zu ihrer Prüfung und langsam stieg die An-spannung in ihr hoch.
An diesem Abend konnte sie nicht einschlafen. Sie wollte noch ein wenig an die frische Luft gehen. Aber nicht hinaus vors Schloss. Sie wollte auf den Westturm hoch. Sie ging den Flur entlang und stieg dann die Stufen in Richtung Eulerei hoch. Unterwegs begegnete ihr Mr. Filch, der Hausmeister.
„Guten Abend, Professor“, sagte er.
„Guten Abend, Mr. Filch“, antwortet sie ihm. War dann aber froh, dass er sie nicht fragte, wohin sie noch so spät wollte.
Sie ging an der Eulerei vorbei und wandte sich die steinerne Wendeltreppe nach oben. Dann stieg sie durch eine Öffnung aus dem Turm heraus.
Der laue Nachtwind wehte ihr ins Gesicht, als sie sich an die Mauer stellte und hinaussah. Der Mond schien hell. Es war beinahe Vollmond. Sisilia entschloss sich, einen kleinen Rund-flug zu machen. Sie verwandelte sich und hüpfte auf die Mauer, dann breitete sie ihre Flügel aus und flog hoch in den Nachthimmel hinauf. Es war so herrlich angenehm warm. Sie glitt hinunter zum See, überflog ihn einmal, drehte dann wieder um und kehrte zurück zum Schloss. Als sie einmal um den ganzen Komplex herumgeflogen war, sah sie eine Gestalt auf dem Westturm stehen. Sie flog näher heran und erkannte Snape. Er stand da und schien ir-gendwas zu suchen.
Sie flog heran und landete auf der Mauer neben ihm.
Snape erschrak, als sie heranrauschte und trat einen Schritt zurück. Doch dann trat er zu ihr heran. Als er seinen Arm nach ihr ausstreckte, hüpfte Sisilia darauf und kletterte hoch auf seine Schulter, wo sie sich eng an ihn schmiegte.
Da hörten sie beide ein Geräusch, jemand kam die Treppe hochgestiegen.
Snape drehte sich um zu der Öffnung und sah, wie Professor Dumbledore die Treppe hoch-gestiegen kam.
„Oh, Severus, was machen Sie denn hier? Können sie etwa auch nicht schlafen?“, fragte Dumbledore überrascht.
Sisilia gab Geräusch von sich und da erst bemerkte Dumbledore die Eule, die auf Snapes Schulter saß.
Sie wusste, dass es nun wohl an der Zeit war, auch ihrem Onkel zu beichten, dass sie sich in eine Eule verwandeln konnte. Deshalb beschloss sie, es gleich zu tun.
Dumbledore sah sich die Eule an und schaute dann zu Snape.
„Wollten sie noch Post verschicken?“, fragte er ihn erstaunt.
„Ähm, nein, Sir, ich...“, begann er. Doch Sisilia ließ ihn nicht mehr ausreden. Sie breitete ihre Flügel aus und schwebte zum Boden. In dem Moment, als sie ihn berührte, verwandelte sie sich zurück.
Dumbledore sah sie erstaunt an.
„Sisilia!“, rief er erstaunt aus.
„Ja, ich bin es und ich glaube, es wird allerhöchste Zeit für eine Erklärung“, antwortete sie ihm.
„Das denke ich auch. Seit wann bist du ein Animagus?“, wollte Dumbledore wissen und Sisi-lia erzählte auch ihm die ganze Geschichte.
Dumbledore hörte ruhig zu und unterbrach sie nicht. Auch als sie geendet hatte, sagte er noch nicht gleich etwas.
„Du erinnerst mich sehr an deine Mutter, Sisilia.“ Und er sah sie eindringlich an.
„Ich hoffe nur, du hast nicht noch mehr Geheimnisse, die du mir Häppchenweise präsen-tierst“, in seiner Stimme klang ein wenig Enttäuschung mit.
„Nein, das war wirklich das Letzte, es gibt nun absolut keine Geheimnisse mehr. Es tut mir leid, ich weiß ich hätte es schon viel früher sagen sollen. Ich hoffe, Sie sind mir nicht böse, Professor Dumbledore.“
„Nein, Sisilia, böse bin ich dir nicht, nur enttäuscht, dass du mir nicht gleich die Wahrheit gesagt hast.“ Und nach einer kurzen Pause fügte er noch hinzu:
„Aber vielleicht habe ich es auch verdient. Ich habe dich auch nicht von Anfang an ein-geweiht, erst, als sozusagen das Kind schon fast in den Brunnen gefallen war, hab ich dir vom Phönix-Orden und seinen Mitgliedern erzählt. Ich denke, jetzt sind wir quitt“, lächelte er sie über seine Halbmondbrille an.
Sisilia war so froh, dass ihr Onkel nicht böse war und sie konnte nicht anders, als ihm um den Hals zu fallen und ihm einen Kuss auf die Wange zu drücken.
Als sie ihn losließ, blickte er sie an.
„Oh, ungezügelte junge Dame, ich glaube, du hast dich bei der Person geirrt. Ihn solltest du in den Arm nehmen und nicht mich.“ Und er deutete mit einem Augenzwinkern auf Snape.
„Ich werde jetzt in die Küche gehen und mir eine Tasse heiße Milch holen, das ist jetzt genau das, was ich brauche“, sagte er, drehte sich um und ging.
Sisilia und Snape blickten ihm noch hinterher, bis er nicht mehr zu sehen war.
„Was machst du auf eigentlich auf dem Turm?“, fragte Sisilia ihn neugierig.
„Ich habe dich gesucht, und Filch meinte, du wärst in diese Richtung gegangen“, antwortete er.
„Und was machst du so spät noch hier draußen?“, wollte er wissen.
„Ich konnte nicht schlafen und wollte noch ein wenig an die frische Luft“, erklärte sie ihm. „Es ist so eine herrliche Nacht und ich wollte den Wind um meine Nase wehen lassen“, sagte sie, stellte sich an die Mauer und schaute über das Land.
Severus stellte sich hinter sie. Er legte seine Arme um sie und schmiegte seine Wange an die ihre. So standen sie eine Weile da, schauten auf den See und sagten nichts. Dann löste Seve-rus seine Umarmung und ergriff ihre Hand. Sie drehte sich zu ihm um.
Severus sah sie an und streckte auch seine andere Hand aus, die sie ergriff.
„Ich habe dich heute das erste Mal als Eule gesehen und doch war mir war von Anfang an klar, dass du es bist.“
„Woran hast du mich erkannt?“, wollte Sisilia nun wissen.
„An deinen Augen, an deinen wunderschönen grünen Augen“, flüsterte er ihr zu.
Er zog sie zu sich heran und küsste sie leidenschaftlich.
Sisilia stöhnt leise auf und schnappte zart mit den Zähnen nach seiner Zunge, als er sie in ihren Mund gleiten lies. Er erschrak und zog sie kurz wieder zurück, um sie dann aber erneut in ihren Mund zu stoßen. Sisilia biss wieder zart in seine Zunge und presste sich ihren Unter-leib fest gegen den seinen. Er hob nach einiger Zeit seinen Kopf und sah sie an.
„Ich glaube nicht, dass wir hier oben bleiben sollten“, sagte er und deutete zur Treppe.
Sisilia blickte zurück und lächelte ihn an.
„Wieso nicht. Hast du Angst, dass man uns hier erwischt?“ grinste sie nun und ihre Hände wanderten zu seinem Kragen, den sie langsam zu öffnen begann. Er sah sich nachdenklich um.
„Ich weiß nicht“ er zögerte kurz „ wäre doch jetzt auch schon egal oder? Dumbledore weiß es ja sowieso schon“ sagte er und grinste sie an.
„Da hast du recht, aber wenn du unbedingt willst, können wir auch runter gehen“ sagte sie, grinste schelmisch, küsste ihn dann wieder, während ihre Hand nach unten wanderte und for-dernd über seinen Schritt rieb.
Severus stöhnte auf als er Sisilias Hand zwischen den Beinen spürte und sah sie nun gespielt böse, aber mit leuchtenden Augen an.
„Wenn du es noch bis zu einem Bett schaffen solltest“, lächelte sie ihn mit einem un-schuldigen Gesicht an. Sie wusste genau, dass er nun nicht mehr nach unten gehen wollte, dazu war der Weg viel zu weit und sie hatte erreicht was sie wollte.
„Du kleiner Teufel du, du weißt genau was du tun musst, um mich zu überreden“, antwortete er ihr und presste sich gegen sie. Dann schob er sie langsam nach hinten gegen die Wand. Sisilia sah in unentwegt an und rieb weiter mit der Hand über die Beule in seiner Hose. Er blickte sie mit seinen schwarzen Augen fortwährend an, als er seine Hände über ihren Körper wandern ließ. Mit den Fingern fing er an ihren Rock hochzuschieben und ließ dann seine Hände darunter wandern. Sisilia hörte wie sein Atem immer schneller ging, doch sie hörte auch nicht auf über seine Erregung zu massieren. Seine Hände strichen fordernd über ihre Schenkel und dann über ihren Po. Er packte ihr Höschen und zog es ihr herunter, sie half ihm dabei, ohne aber ihre Hände von ihm zu nehmen. Sisilia sah ihn mit einem lüsternen Blick an und spreizte ihre Beine etwas, als er wieder unter ihren Rock griff.
„Erregt? Flüsterte sie heiß gegen sein Ohr und rieb ihn wieder durch seine Hose hindurch.
„Das spürst du doch“, haucht er stöhnend zurück.
„Oh ja ......... allerdings, ich spüre es“, gab sie zurück und öffnete dann schnell seine Hose. Währenddessen waren seine Hände unter ihrem Rock an den Schenkeln nach oben gewandert und streichelten sachte ihre warme Haut.
Sisilia hatte sich schon den ganzen Tag nach ihm gesehnt und bei seiner Berührung, entfuhr ihr nun ein leises Stöhnen. Daraufhin ließ sie ihre Hand in seiner Hose verschwinden und be-gann ihn sanft zu massieren. Auch er stöhnte auf, als er ihre Hand an seinem Schaft spürte und drückte sich ihrer fordernden Hand leicht entgegen.
Als Sisilia erneut aufstöhnte presste er ihr seine Hand auf den Mund. Sie ergriff seine Hand und zog sie weg.
„Lass mich doch stöhnen“, hauchte sie ihm entgegen „ es gibt Leute die das gerne hören“, erklärte sie ihm.
„Ich liebe es auch es zu hören, aber doch nicht hier“ sagte er leicht keuchend.
„Es gibt bestimmt einige, die das hier sehr gerne sehen würden“ versuchte sie Severus zu rei-zen, dabei drückte sie nun etwas fester zu und begann ihn schneller zu massieren. Severus presste nun seine Lippen auf die ihren, um sie am sprechen zu hindern und küsste sie hart. Sisilia stöhnte nun laut in seine Mund, während sie sich mit der anderen Hand an seiner Schulter festklammerte.
Dann ergriff er ihre Hand die ihn massiert hatte, hielt sie fest und sah ihr in die grünen leuch-tenden Augen.
„Was ist?“ fragte Sisilia erstaunt und sah ihn keuchend an.
Severus antwortete nicht, sondern presste sie fester gegen die Wand, nahm eines ihre Beine unter der Kniekehle und hob es hoch.

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BeitragThema: Re: Sisilias Geheimnis Teil 1   Di Apr 01, 2008 4:26 pm

Sisilia sah ihn erregt an, da sie wusste was nun kommen würde und in Erwartung schloss sie die Augen. Severus drückte sich fest an sie und drang dann mit einem harten Ruck in sie ein. Sisilia stöhnte heißer auf und klammerte sich sofort eng an ihn.
„Sieh mich an“, forderte er sie auf und strich mit seiner freien Hand über ihre Gesicht.
„So ungestüm? Bist du so erregt, dass du es kaum noch aushältst mich zu nehmen?“ fragte sie ihn mit funkelnden Augen.
„Du hast mich so verrückt nach dir gemacht“, antwortete er ihr und begann langsam aber kräftig mit seinen Stößen.
„Ich weiß......... ich fühle es und ich liebe es, wenn du fast wahnsinnig wirst vor Lust“, raunte sie gegen sein Ohr und klammerte sich fest an ihn, während sie ihm bei jedem Stoß, mit im-mer lauterwerdendem Stöhnen entgegen kam. Severus spürte ihren warmen Atem in seinem Gesicht und ihre Worte puschten ihn noch zusätzlich auf. Er atmete immer schneller, während Sisilia, die sich ihm entgegen presste, um ihn dadurch noch tiefer in sich zu spüren, das Ge-fühl hatte, seine harten Stöße würden sie verrückt machen.
„Du bist so wunderbar“, hauchte er in ihr Ohr. Sisilia sah ihn mit glänzenden Augen an und antwortete unter Stöhnen:
„Nicht so sehr wie du“, flüsterte sie zurück.
„Nein bin ich nicht“, keuchte er nun wiedersprechend und noch bevor sie wiedersprechen konnte, presste er schnell seine Lippen auf die ihren und küsste sie leidenschaftlich. Sisilia konnte nur noch etwas gegen seine Lippen murmeln und erwiderte seinen Kuss hart. Ihre Nä-gel bohrten sich durch den Stoff seiner Jacke, was er aber dennoch gut spüren konnte. Sie presste ihre Becken fest gegen ihn und beugte sich dann an sein Ohr.
„Liebe mich......... sei grob...... ich brauche das heute“, flüsterte sie ihm zu und fuhr mit ihren Nägeln über seinen Nacken. Er warf den Kopf zurück, als er ihre Nägel auf seiner Haut fühlte.
Er drückte sie daraufhin noch fester gegen die Wand und verstärkte die Kraft seiner Stöße, sein Mund begann ihren Hals daraufhin heftig zu küssen. Dann griff er in ihr Haar und zog so ihren Kopf etwas zur Seite, so dass er besser an ihren Nacken herankam, um dieses zu küssen. Er stöhnte auf ihren Hals, als Sisilia erneut ihre Nägel über seine Nacken gleiten ließ. Sie schob ihm nun das Becken immer schneller entgegen und sie krallte sich erneut an ihm fest. Sie nahm wahr wie ihr Körper zu beben begann und ein Stöhnen kam aus ihrer Kehle. Seve-rus sah sie kurz an, doch dann senkte er wieder seine Blicke auf ihren weißen Nacken und küsste diesen erneut leidenschaftlich. Sisilias Atem ging keuchend und stöhnend. Severus spürte das aufkommende Zittern ihres Körpers und beschleunigte das Tempo noch mehr. Bei jedem seiner Stöße aufstöhnend, klammerte sie sich immer fester an ihn. Inzwischen war es ihm auch egal, wie laut sie waren und er streifte mit seinen Zähnen über ihre Schulter und reizte so ihre Haut. Sisilia fühlte die Zähne auf ihrer Haut, was sie ungemein erregte. Dann begann sie heftiger zu Zittern und ihr Unterleib immer unkontrollierter zu zucken. Severus, der merkte, dass ihr das Spiel mit den Zähnen gefiel, verstärkte es noch etwas und begann erst vorsichtig und dann etwas kräftiger zu zubeißen.
Sisilia schrie leise auf, als sie seine Zähne in Ihrer Haut spürte, dann bäumte sie sich ihm ent-gegen, als sie mit wimmerndem Stöhnen zum Höhepunkt kommt. Er schmeckte plötzlich Blut an seinen Lippen, was ihn wiederum erregte und er begann unwillkürlich an der Wunde zu saugen.
Sisilias Körper zuckte immer noch und sie presste ihm ihren bebenden Körper weiter ent-gegen, während sie leise gegen sein Ohr keuchte und Severus nach ein paar weiteren heftigen Stößen auch ein heftiger Höhepunkt überrollte. Sisilia schlang ihre Arme noch fester um ihn, als sie spürte, das auch er kam, obwohl sie plötzlich merkte, wie ihre Beine vor Erschöpfung und Überanstrengung zu zittern begannen. Als Severus bewusst wurde, dass Sisilia ein-knickte, hielt er sie ganz fest, während sein Atem heftig gegen ihre Haut schlug.
„Dein Herz zerspringt ja fast“ sagte sie zu ihm, als sie fühlt wie schnell sein Herz raste.
„Ja, vor Sehnsucht nach dir“ antwortete er ihr, gab ihr einen Kuss und hielt sich fest um-klammert. Dann viel sein Blick auf ihren Nacken und erst jetzt wurde ihm bewusst, was er getan hatte.
„Es tut mir leid, ich wollte dich nicht verletzten“ sagte er und es tat ihm wirklich leid.
„Shhhh, schon gut, es ist nicht so schlimm. Und soll ich dir was sagen, es hat mir sogar ge-fallen“, antwortete sie und gab ihm erneut eine langen Kuss.
„Ja, hat es dass?“ fragte er überrascht und musste dann grinsen.
„Weißt du was?“, sagte er dann mit einen lächeln „ Schmeckt echt gut dein Blut.“
Sisilia sah ihn kurz verwundert an und grinste dann auch.
„Dankeschön“, antwortete sie und seufzte leicht vor Erschöpfung.
„Möchtest du rein gehen?“ fragte er sie und sah sie an.
„Nein ich möchte noch gerne ein wenig mit dir hier sitzen bleiben, wenn es dir nichts aus-macht“, hauchte sie ihm entgegen. Er nickte und sie setzten sich noch einige Zeit, Arm in Arm an die Mauer und sahen in den klaren Sternenhimmel.




*





Am Nachmittag vor der Prüfung saß Sisilia an ihrem Schreibtisch und studierte das Buch Tausend Magische Kräuter und Pilze. Die Sonne schien inzwischen sehr warm in ihr Büro, sie blickte hoch und schaute hinaus.
Dann klappte sie das Buch zu und beschloss, es gut sein zu lassen. Was sie bisher nicht wuss-te, würde sie in der kurzen Zeit auch nicht mehr lernen. Sie stand auf und als sie die ver-gnügten Schüler auf den Ländereien des Schlosses sah, welche die Sonne genossen, beschloss sie, auch hinauszugehen. Sie ging zum See hinunter. Dort suchte sie sich einen Baum aus, wo keine Schüler waren und setzte sich darunter. Aus der Ferne beobachtete sie nun die Schüler, die schon in Ferienstimmung waren. Einige badeten ausgelassen im See und andere wiederum beschäftigten sich mit irgendwelchen Spielen und saßen in kleinen Gruppen beisammen und unterhielten sich.
Sie sah auch einige Pärchen, die Hand in Hand in der Sonne spazieren gingen oder auf einer Bank saßen.
Mit Schrecken dachte sie wieder an ihre Prüfung. Und das schlechte Gewissen fing an, sie zu plagen. So ging sie, als die Sonne sich dem Horizont näherte, wieder zurück in ihr Büro, um das ein oder andere noch mal nachzuschlagen.



*



Am nächsten Morgen nach dem Frühstück musste Sisilia in den ersten Stock in ein leeres Klassenzimmer kommen. Dort wartete Professor Marchbanks, die Leiterin der Zauberer-prüfungsbehörde auf sie. Sie war eine kleine, gebückte Hexe, die ein sehr faltiges Gesicht hatte. Sie saß am Lehrerpult und hatte einige Pergamente vor sich ausgebreitet.
„Ah, da sind Sie ja, guten Morgen, Professor Sisilia“, sagte die kleine Hexe laut. Sisilia er-widerte ihren Gruß und sah sich um.
Eigentlich hatte Sisilia erwartet, dass auch Snape anwesend war, was ihr aber, nachdem sie das erste Mal richtig darüber nachgedacht hatte, blödsinnig vorkam, denn er hatte ja selber Unterricht.
Professor Marchbanks forderte Sisilia auf, an einem der Pulte Platz zu nehmen.
„So meine Liebe, Sie haben 2 Stunden Zeit, um die Fragen zu beantworten. Bitte fangen Sie an“, sagte sie und legte ihr das Prüfungsblatt hin.
Pergamentrollen, Federkiel und Tinte standen schon auf dem Pult bereit.
Mit leicht vor Aufregung zitternden Händen machte Sisilia sich an die Fragen.
Doch zu ihrer Freude musste sie feststellen, dass die Fragen überhaupt nicht so schwer waren, wie sie befürchtet hatte. Es ging ihr sehr leicht von der Hand.
Sie hatte das vierte Pergament bis unten hin vollgeschrieben und die letzte Frage sehr ausführ-lich beantwortet, als sie auf die Uhr sah. Es waren erst 1 ½ Stunden vergangen und sie war bereits fertig.
Sie beschloss, alles noch einmal durchzulesen und dann ihre Arbeit abzugeben.
„Ähm, Professor Marchbanks“, sagte Sisilia und als diese nicht reagierte, sagte sie noch mal etwas lauter.
„Professor Marchbanks? Ich wäre fertig, kann ich schon abgeben?“
„Wie, oh ja, natürlich, wenn Sie so nett wären und es mir bringen würden. Der zweite Teil der Prüfung wird dann heute Nachmittag um zwei stattfinden. Professor Snape war so freundlich, uns seinen Unterrichtsraum zur Verfügung zu stellen. Bitte seien Sie pünktlich“, sagte sie, während sie die Pergamentrollen zusammenpackte und in ihre Tasche stopfte.
Sisilia verließ das Klassenzimmer. Den ersten Teil hatte sie nun hinter sich. Aber das war auch der leichtere Teil gewesen. Mehr Angst hatte sie vor der praktischen Prüfung.
Sie ging nicht zum Mittagessen hinunter. Sie hatte keinen Hunger und war sich auch sicher, dass sie keinen Bissen hinunter bekommen würde, selbst wenn sie sich dazu zwingen würde.
Sie war stattdessen in die Eulerei hinaufgestiegen, hatte sich an eines der Scheibenlosen Fens-ter gesetzt und schaute hinaus über die Ländereien.
Es war viel passiert in diesem Jahr. Ihr Leben hatte sich von Grund auf verändert. Und sie war eigentlich sehr glücklich hier. Nicht nur, dass sie zurück durfte in die Welt, in die sie eigent-lich gehörte. Sie konnte einen Beruf ausüben, der ihr mehr Freude bereitete, als sie sich je hätte vorstellen können. Sie war ein Mitglied des Phönix-Ordens geworden, sie hatte viele neue Freunde gefunden und... und sie hatte sich verliebt.
Severus Snape war im Grunde ein wunderbarer Mensch, dachte sie. Gut, er hatte seine Fehler und Eigenheiten, und sie verstand immer noch nicht, warum er Harry so unfreundlich, ja fast feindselig behandelte. Denn eigentlich standen sie ja auf der gleichen Seite. Vielleicht würde er es ihr eines Tages erzählen, vielleicht auch nicht.
Während sie so überlegte, hörte sie ein leises ‚schuhu’ und drehte sich um. Sie sah, wie sich eine weiße Eule von ihrem Schlafplatz erhob, ihre Flügel ausbreitete und zu ihr hinunter-schwebte. Die Eule landete auf ihrer Schulter. Sisilia spürte, wie die Eule ihre Beine zweimal kurz fester in ihre Schulter grub.
„Na, Hedwig, kannst du nicht schlafen?“ fragte Sisilia die hübsche weiße Schleiereule.
Hedwig, schmiegte sich sanft an Sisilias Gesicht, die ihren Druck leicht erwiderte.
Sisilia schloss für den Moment die Augen.
Dann fiel ihr plötzlich wieder ein, dass sie noch zur Prüfung musste. Sie schaute auf die Uhr.
Es war 15 min. vor zwei. Sisilia sprang so plötzlich auf, dass Hedwig erschrocken davonflog und lauthals protestierte.
„Entschuldige, Hedwig, ich muss doch zur Prüfung“, rief ihr Sisilia im Hinausrennen noch zu.
Sie sah noch aus den Augenwinkeln, dass Hedwig ganz nach oben in die Turmspitze flog und sich da ein ruhiges Plätzchen suchte.
Sisilia lief, so schnell sie mit ihrem noch immer leicht schmerzenden Bein konnte, die ganzen Stufen hinunter. Völlig außer Atem kam sie vor dem Unterrichtsraum für Zaubertränke an.
Vor der Tür stand ein schon fast aufgelöster Snape.
„Da bist du ja endlich“, begrüßte er sie.
„Ich befürchtete schon, du würdest dich verspäten. Und das vor deiner Prüfung!“
Doch noch bevor sie eine Chance gehabt hätte zu antworten, was nicht so einfach gewesen wäre, da sie immer noch nach Atem rang, nahm er sie in den Arm, wünschte ihr Glück und schob sie in den Unterrichtssaal hinein.

Die Aufgabe, die ihr Professor Marchbanks gestellt hatte, war nicht einfach und hatte es in sich, aber Sisilia arbeitete sehr genau und gewissenhaft, so wie Snape es ihr beigebracht hatte. Und als die vorgegebene Zeit zu Ende war und Professor Marchbanks ihr das abgefüllte Pro-befläschchen abnahm, war sich Sisilia doch ziemlich sicher, dass sie die Prüfung zumindest bestanden haben musste. Sie hoffte nur noch, dass ihre Leistungen ausreichen würden, um sich mit den Noten auch als Auror beim Ministerium bewerben zu können.
Während Sisilia noch ihren Platz saubermachte, trat Professor Marchbanks zu ihr.
„Professor Sisilia, sie werden in ca. 2 Wochen eine Eule mit ihren Prüfungsergebnissen er-halten. Ich wünsche Ihnen noch alles Gute.“ Mit diesen Worten verließ die kleine alte Dame den Unterrichtsraum.
Kaum war diese gegangen, öffnete sich die Türe erneut. Sisilia, welche die letzten Zutaten zurück in den Schrank räumte, sah auf.
Es war Snape, der eingetreten war. Zuerst sah er sie an und schaute dann auf die Tafel, auf der immer noch die Prüfungsaufgabe stand, welche Sisilia zu erledigen hatte. Seine Miene wurde noch härter, als sie es normal schon war.
„Du musstest wirklich diesen Trank herstellen?“, fragte er entsetzt.
„Diese Aufgabe kam das letzte Mal vor über zehn Jahren dran. Ich dachte, man hätte diesen Trank aus den Prüfungsfragen herausgenommen“, erklärte er.
„Ist das dein Ernst?“, fragte Sisilia verdutzt.
„Sicher, sonst hätte ich den doch mit dir geübt“, erklärte er ihr sauer.
„Sie wird schon ihre Gründe gehabt haben, Severus. Es war schon recht schwer, aber ich den-ke, ich habe ihn hinbekommen. Ich hoffe es wenigstens“, beruhigte sie ihn und ging ihm ent-gegen. Als sie vor ihm stand, ergriff sie seine Hände und blickte ihm tief in die Augen.
„Habe ich mich eigentlich schon bei dir bedankt, dass du mir geholfen hast, mich auf die Prü-fung vorzubereiten?“, säuselte sie.
Er schaute sie an und seine Mundwinkel verzogen sich zu einem Lächeln.
„Wenn ich so recht überlege“, meinte er und zog seine Stirn in kraus, als würde er an-gestrengt nachdenken.
„Nein, ich glaube, das hast du bisher noch nicht getan.“
„Dann wird es aber allerhöchste Zeit“, flüsterte sie und schlang ihre Arme um seinen Nacken und ihre Lippen verschmolzen mit den seinen, während auch er seine Arme um sie legte.



*




Es war der letzte Schultag. Wie auch schon die ganze letzte Woche fand kein Nachmittags-unterricht mehr statt. Die Schüler hatten somit genug Zeit, ihre Koffer für die Heimreise zu packen.
Sisilia hatte sich mit Harry, Ron, Hermine und Ginny bei Hagrid zum Tee verabredet,
wie jeden Freitag schon das ganze Schuljahr über. Nur diesmal war es etwas anders, da es das letzte Mal für dieses Schuljahr war.
Hermine wollte alles ganz genau über die Prüfungsfragen wissen, die Sisilia zu beantworten hatte und war ganz geschockt, dass sie eine Prüfungsaufgabe bekommen hatte, die vor über zehn Jahren aus dem Unterrichtsplan genommen worden war.
Harry war mürrisch, weil er wieder mal zu den Dursleys musste. Doch Sisilia versprach ihm, ihn zu besuchen, wenn sie in London war, auch um zu sehen, ob sein Onkel und seine Tante ihn gut behandelten.

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BeitragThema: Re: Sisilias Geheimnis Teil 1   Di Apr 01, 2008 4:28 pm

„Professor Sisilia?“
„Ja, Ginny, was ist denn?“, fragte Sisilia, die gerade Tee von Hagrid nachgeschenkt bekam.
„Hm, ich würde gerne wissen, ob Sie nächstes Jahr auch wieder Verteidigung unterrichten werden?“, fragte sie und alle rundherum wurden still und schauten Sisilia erwartungsvoll an.
Diese blickte von einem zum andern. Denn eigentlich wusste sie selber noch nicht, was sie machen wollte. Zumal sie ja auch nicht wusste, wie ihre Prüfung ausgefallen war.
„Eine gute Frage, Ginny“, antwortete sie und stellte die Tasse zurück auf den Tisch.
„Ganz ehrlich, ich weiß es noch nicht. Es hängt von vielem ab. Ich hatte in den letzen Wo-chen auch gar keine Zeit, darüber nachzudenken. Und dann hängt es ja auch davon ab, wie meine Prüfungsergebnisse sind. Selbst wenn ich bestanden haben sollte, weiß ich nicht, ob ......“, sie unterbrach sich. Es wurde ihr erst jetzt bewusst, was es bedeuten würde, wenn sie sich als Auror bewerben würde. Und sie war sich nicht mehr sicher, ob sie dies noch wollte.
„Wie auch immer, ich habe in den nächsten Wochen genug Zeit, darüber nachzudenken und ihr werdet es schon rechtzeitig erfahren, ob ihr mich noch ein weiteres Jahr ertragen müsst oder nicht.“
Harry, Ron, Hermine und Ginny fingen lauthals an zu protestieren und versicherten ihr, dass sie sich keinen besseren Lehrer für Verteidigung vorstellen könnten als sie.
Selbst Hagrid ließ es sich nicht nehmen, noch ein paar lobende Worte zu sagen.

Als die sechs dann am Abend ins Schloss zurückkehrten, war schon überall hektisches Trei-ben. Viele Schüler strömten bereits in die große Halle, die schon für das Abschlussfest ge-schmückt war. Dieses Mal in leuchtendem Blau.
An der Türe, die in die große Halle führte, standen Malfoy, Grabbe und Goyle. Sie unter-hielten sich angeregt. Doch als die kleine Gruppe sich ihnen näherte, verstummten sie und Malfoy blickte grimmig in die Runde.
Sisilia konnte es sich nicht verkneifen und sprach ihn an.
„Was machen Sie den für ein Gesicht, Mr. Malfoy, freuen sie sich nicht, dass sie morgen heim dürfen, es sind doch Ferien?“
Ohne eine Antwort abzuwarten, schritt sie mit den andern, die allesamt mehr oder weniger zu lachen begannen, in die Halle hinein.
Hagrid und Sisilia gingen vor zum Lehrertisch, wo sie beide Platz nahmen. Auch Snape war schon da und schien schon auf sie gewartet zu haben.
Nach weiteren zehn Minuten waren alle Schüler und Lehrer eingetroffen und Professor Dumbledore erhob sich. Sofort wurde es ruhig in der großen Halle.
„Wieder ist ein Jahr vorüber. Und eure Köpfe sind um einiges voller und wie ich hoffe, nur mit lauter nützlichem Zeug.
Bevor wir unsere Bäuche mit den leckeren Köstlichkeiten füllen können, muss ich nun noch den Hauspokal für dieses Jahr überreichen. Dieses Jahr war es eine sehr knappe Ent-scheidung und es freut mich, den Hauspokal diesmal an ein Haus überreichen zu können, das ihn eigentlich schon lange einmal verdient hat. Aber erst einmal der Punktestand.
Hufflepuff belegt den vierten Platz mit Vierhundertzehn Punkten. Gefolgt von Slytherin mit vierhundertdreizehn Punkten, auf Platz 2 Gryffindor mit vierhunderteinundzwanzig Punkten und dieses Jahr auf Platz eins, Ravenclaw mit vierhundertvierundzwanzig Punkten.“
Die Tischreihe links neben den Gryffindors erhob sich zu einem tosenden Applaus. Selbst Hermine klatschte Beifall. Und als die anderen Gryffindors dies sahen, folgten sie ihrem Bei-spiel. Auch die Schüler aus Hufflepuff schlossen sich dem an. Nur bei den Slytherins gab es einige Lücken, da klatschten nicht alle.
Nachdem Dumbledore Professor Flitwick, stellvertretend für sein Haus, den Pokal überreicht hatte, füllten sich die Teller und Schalen mit einem leckeren Festmahl.



*




Am nächsten Morgen begleiteten Sisilia und Hagrid die Schüler zum Bahnhof nach Hogs-meade.
Sie und Hagrid standen am Bahnsteig und schauten dem bunten Treiben der Schüler zu, die ihre Koffer in den Zug trugen. Auch Harry, Ron, Hermine und Ginny hatte ihr Gepäck in-zwischen verstaut, doch sie kamen noch einmal aus dem Zug heraus, um sich zu verabschieden. Sie standen alle etwas betreten herum.
„Nun ihr, dann würde ich mal sagen, habt schöne Ferien. Und gebt auf euch Acht“, murmelte Hagrid den vieren zu und gab ihnen die Hand. Harry klopfte er auf die Schulter, dass er fast in die Knie ging und sagte ihm augenzwinkernd.
„Stell ja nichts an, und wenn dich die Dursleys ärgern, dann schreib mir, dann bekommen die es mit mir zu tun.“
Harry lachte.
Sisilia wünschte den Mädels eine schöne Zeit und drückte auch Ron die Hand.
Als sie vor Harry stand, sagte sie ihm:
„Pass gut auf dich auf, ja? Ich werde dich besuchen kommen und vielleicht kannst du ja auch noch ein paar Wochen zu den Weasleys. Molly hat jedenfalls gemeint, wenn Dumbledore einverstanden ist, würde sie sich sehr freuen.“
Sisilia reichte ihm die Hand.
Der Hogwarts Express tutete einmal, und die Vier stiegen schnell in den Zug ein. Als sie ihr Abteil erreicht hatten, öffnete Ron das Fenster und sie schauten noch einmal heraus.
Der Zug rollte langsam an und als Sisilia ihnen hinterher blickte, fasste sie einen Beschluss.
„Macht’s gut bis nächstes Jahr!“ und sie winkte noch, bis der Zug um die nächste Kurve ver-schwand.

„Lisa Dorel“, sagte Hagrid, der hinter sie getreten war. Sisilia erschrak, sie hatte den Namen lange nicht mehr gehört. Es war der Name den sie trug, als sie in Hogwarts zur Schule ging.
Sie drehte sich zu Hagrid um und sah ihm ins Gesicht.
„Seit wann weißt du es?“, fragte sie ihn überrascht.
„Seit dem Nachmittag, an dem du’s erste Mal zum Tee bei mir warst. Erinnerst du dich?“, fragte er sie, doch ohne eine Antwort abzuwarten sprach er gleich weiter.
„Ich hatte das Gefühl, du wollt’st nich erkannt werden, deshalb hab ich nich weiter gefragt, auch wegen Harry, Ron und Hermine, die da waren. Aber jetzt sind wir alleine und ich würd gerne wiss’n warum?“
„Ach Hagrid, ich bin irgendwie sehr froh, dass du es weißt. Aber ich kann dir trotzdem den wahren Grund nicht sagen. Dumbledore hält es für zu gefährlich, solange Voldemort noch irgendwo da draußen ist.“
„Nun, wenn Dumbledore es für besser hält, das du’s keinem sagst, wird er schon seinen Gründe für haben.“, entgegnete Hagrid und rieb sich seinen Bart. Sie machten sich auf den Weg zu den Kutschen, mit denen sie zurück zum Schloss fahren wollten.
„Welcher isn’ nun dein richtiger Name?“, wollte Hagrid wissen.
Sisilia musste leise lachen.
„Mein richtiger Name ist Sisilia. Lisa Dorel haben mich meine Eltern nur genannt, um mich zu schützen. Irgendwann, Hagrid, werde ich dir die ganze Wahrheit sagen, das verspreche ich dir. Ich hasse es, nichts sagen zu dürfen“, erklärte sie traurig.
„Is vielleicht auch besser so, ich mit meinem Plappermaul. Was ich nich weiß, kann ich auch nich ausverseh’n ausplappern.“
„Danke Hagrid“, sagte sie sichtlich erleichtert, dass er nicht weiter nachfragen wollte und lächelte ihn an.
Sie stiegen beide in eine der Kutschen ein, und fuhren zurück zum Schloss.

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BeitragThema: Re: Sisilias Geheimnis Teil 1   Di Apr 01, 2008 4:29 pm

Die Sommerferien
Geständnisse



Sisilia kehrte zurück ins Schloss. Es war schrecklich leer, nun, da die Kinder alle nach Hause gefahren waren. Kein Lachen und kein Fußgetrappel waren zu hören. Es schien so, als läge das ganze Schloss in einem tiefen Schlaf.
Sie hatte noch keine bestimmten Pläne für die Ferienzeit. Nur eines stand fest, das hatte sie sich während der Fahrt von Hogsmeade hier rauf zum Schloss sehr gründlich überlegt. Sie würde an der Schule bleiben. Sie wollte weiter unterrichten, die fröhlichen Gesichter der Kin-der weiterhin um sich haben. Die Fortschritte sehen, welche die Schüler machten und die strahlenden Gesichter derjenigen, die wieder etwas zustande gebracht hatten.
Außerdem gab es für sie noch einen wichtigen Grund, warum sie im Schloss bleiben wollte. Ihr Mund verzog sich zu einem Lächeln, als sie an ihn dachte und es wurde ihr warm ums Herz.
Severus hatte sie nie gebeten, ihren Wunsch, Auror zu werden, aufzugeben. Dennoch war ihr klar, dass es ihm überhaupt nicht recht wäre, wenn sie von der Schule gehen würde, auch wenn er nie etwas gesagt hatte. Im Gegenteil, er hatte sie sogar unterstützt. Sie war sich si-cher, dass er zu stolz war, um sie zum Bleiben aufzufordern. Aber vielleicht war es auch ge-rade das, was ihr an ihm gefiel. Ihr Herz machte einen kleinen Luftsprung, als sie sich sein Gesicht vorstellte, wenn er es erfahren würde.
Und sie dachte darüber nach, was Dumbledore wohl sagen würde. Sie war sich zumindest sicher, dass ihr Onkel bestimmt froh darüber war. Es war ihm von Anfang an ein Dorn im Auge gewesen, er hatte immer wieder versucht ihr auszureden ein Auror zu werden.
Sie stand nun in der Eingangshalle und schaute sich um. Sie wusste nicht, was sie nun als Erstes machen sollte. Doch dann entschloss sie sich, zu Dumbledore zu gehen, um ihm ihren Entschuss zu bleiben mitzuteilen.
Als sie gerade den ersten Stock erreicht hatte, kamen ihr Madam Pince und ein junger Mann entgegen. Sie hatte ihn noch nie zuvor hier gesehen. Er war nicht sehr groß, sogar etwas klei-ner als Sisilia, doch mit seinen dunklen lockigen Haaren und der Nickelbrille auf der Nase sah er irgendwie niedlich aus, fand Sisilia auf den ersten Blick.
„Guten Morgen Professor Sisilia. Darf ich Ihnen meinen Neffen Phillip vorstellen. Er ist der Sohn meines Bruders Maximilian. Er wird während der Ferien und der ersten Wochen der Schule hier bleiben, um mich in der Bibliothek vertreten.“ erklärte Madam Pince geschäftig.
Phillip Pince trat zu ihr und reichte ihr die Hand.
„Es ist mir ein Vergnügen, Sie kennen zu lernen“, sagte er und deutete eine leichte Ver-beugung an.
„Das Vergnügen ist ganz auf meiner Seite“, antwortete sie ihm amüsiert und musste ein Grin-sen unterdrücken.
„Professor, Sie müssen wissen, ich muss für ein paar Wochen etwas dringendes erledigen. Familienangelegenheiten. Sie wissen ja, ich lasse nicht gerne Fremde an meine Bücher“, er-klärte die Bibliothekarin ihr nervös.
„Aber Phillip hier kann ich vertrauen. Er liebt Bücher genauso wie ich. Und er wird schon für Zucht und Ordnung in der Bibliothek sorgen. Nicht wahr?“ säuselte sie und klopfte ihm auf die Schulter.
„Prima, dann brauchen wir uns um die Bücher ja keine Sorgen zu machen. Sie können ihre Angelegenheiten klären, Madam Pince und Ihnen wünschen ich dann eine angenehme Zeit hier in Hogwarts“ antwortete Sisilia, die keine große Lust hatte, noch längere Gespräche mit den beiden zu führen. Sie wandte sich ab und ging weiter, in der Hoffnung, dass der Direktor da war und stieg, nachdem der wasserspeiende Brunnen zur Seite gehüpft war, die Wendel-treppe zu seinem Turm hinauf. Oben vor der schweren Eichentür angekommen, klopfte sie an.
„Ja bitte“, ertönte von drinnen einen Stimme.
Sisilia öffnete die Tür und trat ein.
„Störe ich?“, fragte sie ihn, als sie sah, dass er in einige Pergamentrollen vertieft war, die ver-streut auf seinem ganzen Tisch lagen. Ein Federkiel schien wie von Geisterhand auf einem der Pergamente zu schreiben. Und er hörte auch nicht damit auf, als Dumbledore hochblickte und sie anlächelte.
„Nein, Sisilia, du störst nicht, ich bereite nur schon die Briefe vor, für die neuen Schüler, die nächstes Jahr nach Hogwarts kommen, doch das eilt nicht.“
„Oh gut, ich wollte dir nämlich etwas erzählen“, strahlte sie ihn an und schloss die Tür hinter sich.
„Onkel, ich habe einen Entschluss gefasst“, fing sie an und machte eine kleine Kunstpause. Dumbledore schaute sie erwartungsvoll über seine Halbmondbrille an.
„Wenn du weiterhin möchtest, dass ich Verteidigung gegen die Dunklen Künste unterrichte, dann werde ich bleiben.“ Sein Gesicht hellte sich auf und er lächelte sie erfreut an.
„Natürlich möchte ich das, du glaubst gar nicht, wie froh du mich damit machst. Und ich den-ke, nicht nur mich. Was hat dich denn im Endeffekt dazu bewogen? Hat Severus mit dir ge-redet?“, wollte er wissen.
„Nein, er weiß es noch gar nicht, ich wollte es erst dir sagen. Nun ja, der letzte Ausschlag dafür, dass ich mich entschlossen habe zu bleiben, waren die Schüler. Als sie mich am Bahn-hof gefragt haben, ob ich sie nächstes Jahr auch unterrichten würde, fühlte ich mich plötzlich so leer, als ich daran dachte, ich würde sie alle nicht mehr wiedersehen. Ich glaube langsam, dass es meine Bestimmung ist, zu unterrichten. Die Arbeit mit den Kindern macht mir viel mehr Spaß, als ich je erwartet habe. Ich kann mir im Augenblick auch nicht mehr vorstellen, in einem Büro zu arbeiten und langweilige Akten zu wälzen.“
Während Dumbledore sich von seinem Stuhl erhob und auf Sisilia zutrat, konnte sie sehen, dass der Federkiel immer noch fleißig weiterschrieb, ohne seine Arbeit zu unterbrechen.
Bevor der Schulleiter weitersprach, legte er beide Hände auf Sisilias Schultern.
„Ich freue mich wirklich sehr, mein Kind. Ich könnte mir im Augenblick auch keinen besse-ren Lehrer für den Posten hier vorstellen. Ich hatte auch schon Befürchtungen, das Ministe-rium würde wieder einen Lehrer bestimmen, denn ich fürchte, ich hätte auf die Schnelle kei-nen Ersatz für dich gefunden. Aber hier bist du nicht alleine, kennst deine Aufgaben und scheinst dich auch wohl zu fühlen. Gut, Tonks und Kingsley hätten dich bestimmt auch unter-stützt, aber ich glaube immer noch, dass eine gute Ausbildung der Schüler in Verteidigung wichtiger ist, als ein weiterer verbündeter Auror im Ministerium.“ Sisilia nickte.
„Ja, du hast Recht, das habe ich jetzt auch herausgefunden. Aber ich denke es war wichtig, dass ich das selbst erkannt habe. Denn so weiß ich, was ich will und habe nicht das Gefühl, zu etwas gezwungen oder von etwas abgehalten zu werden, das ich unbedingt tun will.“
Dumbledore nickte und schaute Sisilia stolz eine ganze Weile an.
„Ein weiterer, nicht ganz eigennütziger Grund, warum ich mich freue, ist, dass ich dich weit-hin um mich haben kann. Ich liebe diese Nachmittagstees mit dir“, sagte er augenzwinkernd.
Doch dann schien ihm was einzufallen.
„Ach Sisilia, ich hab ganz vergessen, Severus sucht dich, er wollte noch etwas mit dir be-sprechen. Ich habe auch schon zugestimmt, vorausgesetzt ihr bleibt erreichbar“
Sisilia sah in fragend an.
„Frag ihn selber, Sisilia, ich habe sowieso schon zuviel verraten“, erklärte er und deutet zur Tür.
Sisilia verstand den Wink, drückte Dumbledore einen Kuss auf die Wange und eilte aus sei-nem Büro.


Was hatte er wohl damit gemeint? Er hätte zugestimmt, solange sie erreichbar blieben.
Er hatte in Rätseln gesprochen. Doch es hatte wohl keinen Sinn, weiter rumzugrübeln. Sie musste Severus selbst fragen, dann wusste sie es. Und sie wollte ihm natürlich auch gleich ihren Entschluss mitteilen.
Sie vermutete ihn in seinem Büro. Als sie klopfte, hörte sie gleich Schritte, die sich der Tür näherten. Severus öffnete sogleich und als er sie sah, huschte ein Lächeln über sein Gesicht.
„Da bist du ja, ich habe dich schon gesucht. Ich habe mir da etwas überlegt und wollte dich fragen......“ Doch sie ließ ihn nicht ausreden. Als sie ihn sah, verspürte sie plötzlich das un-widerstehliche Verlangen, ihn zu küssen. So achtete sie nicht darauf was er sagte, stellte sich auf die Zehenspitzen, schlang ihre Arme um ihn und drückte ihm einen heftigen und langen Kuss auf seinen Mund.
Zuerst sträubte er sich etwas, da er seinen Satz zu Ende sprechen wollte, doch dann gab er ihr nach und erwiderte ihren Kuss. Als sie ihn dann schließlich los ließ, schaute er sie verdutzt an.
„Was war das denn jetzt?“
„Ein Kuss“, antwortete sie und begann zu lachen.
„Das ist mir schon klar, aber wieso, aus welchem Grund?“, wollte er wissen.
„Einfach, weil ich so glücklich bin, Severus. Ich muss dir auch noch was sagen. Ich habe mich nun entschlossen“, sie strahlte ihn an.
Severus blickte sie fragend an.
„Ich habe mich entschlossen, ich werde hier bleiben und weiter unterrichten“, sprudelte es aus ihr heraus.
„Oh, jetzt verstehe ich“, erwiderte er knapp, sah sie ein paar Sekunden eindringlich an und gab ihr nun seinerseits einen heftigen Kuss.
„Und wofür war das jetzt?“, fragte Sisilia überrascht.
„Dafür, dass du dein Glück mit mir teilst, Sil. Mir hat der Gedanke, dass du ein Auror werden willst, nie sehr behagt. Denn einmal davon abgesehen, dass wir uns nicht mehr sehr oft hätten sehen können, wärst du in ständiger Gefahr gewesen. Nicht, dass ich dir die Arbeit nicht zu-trauen würde, im Gegenteil, aber so ist es mir lieber. Doch wenn es dein Wunsch gewesen wäre, hätte ich mich dir nicht in den Weg gestellt“, erklärte er ihr, doch sichtlich erleichtert über ihre Entscheidung.
„Das weiß ich, Severus, und ich bin dir sehr dankbar dafür. Ich habe erkannt, dass mir die Arbeit mit den Schülern so viel Spaß macht, ich möchte es einfach nicht mehr missen“, strahl-te sie ihn an.
„So und jetzt hab ich auch noch eine Überraschung für dich, Sil“, begann er.
„Ich besitze im Norden Schottlands ein kleines Haus, Morag Manor. Es ist nichts Besonderes und stand auch jetzt sehr lange leer. Aber ich dachte, wenn du möchtest, könnten wir ein paar Tage dort hinfahren. Professor Dumbledore hat nichts dagegen, es gibt nichts zu tun im Au-genblick. Er meinte, es wäre in Ordnung, wenn...“
„.. wenn wir erreichbar bleiben“, fiel sie ihm ins Wort und lachte. Denn nun verstand sie, was Dumbledore gemeint hatte. Snape sah sie überrascht an.
„Professor Dumbledore hat so etwas angedeutet. Ich finde, es ist eine prima Idee. Ich würde sehr gerne mit dir da hingehen“, antwortete sie und strahlte ihn an.
„Gut, dann brechen wir morgen früh auf“, sagte Snape erleichtert.


*


Am nächsten Morgen machten sie sich schon sehr früh auf den Weg. Sie gingen über die Ländereien in Richtung der Tore, um das Schulgelände zu verlassen. Der Morgentau lag noch auf dem Gras, als sie beide mit Reisetaschen bepackt losmarschierten. Die Sonne war schon aufgegangen und tauchte die Landschaft in ein wunderschönes goldenes Licht. Die Vögel zwitscherten munter ihre Lieder.
Als sie das Tor, an dessen beiden Seiten geflügelte Eber standen, passiert hatten, blieb Seve-rus stehen. Er schaute sich kurz nach allen Seiten um.
„Gib mir deine Hand, ich möchte nicht, dass du an einem falschen Ort landest, wenn wir dorthin apparieren.“
„Du hast wohl Angst, ich würde verschwinden?“, lachte Sisilia, „Keine Sorge, das habe ich nicht vor“, zwinkerte sie ihm zu, reichte ihm aber dennoch ihre Hand.
„Bereit?“, fragte er und Sisilia nickte.


Sisilia konzentrierte sich, sie fühlte ein kurzes Reißen, hatte das Gefühl für ein paar Sekunden zu schweben und spürte dann jäh wieder festen Boden unter ihren Füßen.
Sie schaute sich um. Die Gegend hatte sich verändert. Die Hügel waren nicht mehr so hoch wie um Hogwarts, es kam ihr alles etwas grüner vor. Direkt vor ihr ragte ein mindestens drei Meter hohes, schmiedeeisernes Tor auf. Dieses war rechts und links an einer fast genauso hohen Steinmauer angebracht worden, über die sehr viel Unkraut wucherte. Als sie durch das Tor blickte, sah sie einen Schotterweg vor sich, der aber nach 200 Metern einen Knick nach links machte, um eine große Hecke herum, die sehr wahrscheinlich die Sicht auf das Haus versperrte.
Severus zog seinen Zauberstab richtete ihn auf das Tor, das sich daraufhin wie von Geister-hand alleine öffnete.
Sisilia bemerkte erst jetzt, dass er immer noch ihre Hand festhielt, was ihr aber nicht gerade unangenehm war.
Er steckte seinen Zauberstab zurück in die Tasche und machte eine einladende Hand-bewegung. Sisilia und er schritten nun durch das Tor hindurch und als sie die Einfahrt passiert hatten, schloss sich das Tor wieder von selbst.
„Muggel können das Haus nicht sehen. Mein Vater hat diesen Schutzzauber schon vor Jahren auf das Haus gelegt“, erklärte er ihr, als sie um die Hecke herum liefen. Der kleine Garten vor dem Haus war sehr verwildert, doch wuchsen überall die verschiedensten wilden Blumen. Was auf seine Art auch sehr reizvoll und schön aussah. Es musste einmal ein wunderschöner Garten gewesen sein, das konnte man noch sehr gut erkennen.
Dann sah sie das Haus. Es wirkte wunderbar verträumt, so wie es da stand. Es sah aus wie ein kleines Schloss. Der größte Teil des alten zweistöckigen Hauses war mit Efeu und Wein-ranken überwuchert. Es wirkte sehr malerisch mit den an den Seiten aufgesetzten Türmchen.
Sisilia war stehen geblieben und betrachtete das Gebäude.
„Es ist nichts besonderes, auch nicht sehr groß...“, begann Severus.
„Es ist einfach traumhaft. Ich kann nicht verstehen, warum du so lange nicht mehr hier warst. Wenn ich so ein Haus hätte, würde ich wohl jeden freien Tag hier verbringen“, sagte sie wäh-rend sie weiter das Haus ansah.
Doch als er ihr nicht antwortete, blickte Sisilia zu ihm hinüber. Sie sah, wie er das Haus be-trachtete, dabei glaubte sie, dunkle Schatten über sein Gesicht huschen zu sehen. Doch dann schüttelte er unmerklich den Kopf, so als wollte er seine trüben Gedanken abschütteln. Er strich sich eine Haarsträne aus seinem Gesicht und ging weiter auf das Haus zu. Sisilia folgte ihm und überlegte, was ihn wohl für Gedanken bewegten. Sie hätte zu gern mehr gewusst. Doch sie wusste, dass er es nicht mochte, wenn sie ihn ausfragte, doch hoffte sie, er würde es ihr dennoch irgendwann einmal erzählen.

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BeitragThema: Re: Sisilias Geheimnis Teil 1   Di Apr 01, 2008 4:31 pm

„Komm, lass uns hineingehen. Aber erschrick nicht, es müssen inzwischen einige Zentimeter Staub über allem liegen“, sagte er zu ihr, als sie vor der Eingangstür angekommen waren.
„Ach, so schlimm wird es schon nicht sein“, beruhigte sie ihn.
Ein weiteres Mal zog er seinen Zauberstab aus seinem Mantel und richtete ihn auf die Tür. Sisilia hörte keinen Laut über seine Lippen kommen, dennoch sprang die Tür vor ihnen auf. Severus schob die breite Eingangstür ganz auf und ging hinein. Sisilia folgte ihm und trat in eine stilvoll eingerichtet Diele. Direkt vor ihr lag ein alter, blaugemusterter Teppich auf dem steinernen Boden. An dessen Ende befand sich eine weite, nach unten breiter werdende Stein-treppe, die nach oben führte. Durch das halbrunde Fenster über der Tür schien die Sonne hell in den Raum, in dem sich inzwischen in allen Ecken Spinnweben breitgemacht hatten.
Severus nahm Sisilia ihre Tasche ab, die er mit seiner Tasche rechts neben der Tür bei einem Tischchen abstellte.
Dann ging er nach links zu einer Doppeltür, die er nach innen aufdrückte. Sisilia folgte ihm langsam. Dabei kam sie an einer alten Standuhr vorbei, die aber schon lange nicht mehr funk-tionierte, denn auch im Pendelkasten hatten Spinnen ihre Netze gesponnen. Sie betrachtete das kunstvoll geschnitzte Holz an dieser Uhr, bevor sie Severus in das nächste Zimmer folgte.
Dort war es noch dämmerig, denn schwere, dunkle Samtvorhänge hingen noch vor den bei-den Fenstern. Er zog den ersten Vorhang mit einem festen Ruck zur Seite, sodass die Sonnen-strahlen den Raum durchfluteten, dabei wirbelte er so viel Staub auf, dass er husten musste.
„Ich glaube, hier wird es wirklich allerhöchste Eisenbahn, dass mal was getan wird“, sagte Sisilia, während sie versuchte, mit der Hand den Staub zu vertreiben, was ihr bald sehr un-sinnig vorkam, weshalb sie es wieder bleiben ließ.
Als der Staub sich wieder etwas gelegt hatte, sah sie sich um. Sie waren hier in einem sehr nett eingerichteten Salon oder Wohnraum. Rechts von ihr gab es einige Regale mit Büchern, nur unterbrochen von dem Fenster. Davor stand ein Tischchen mit einem gemütlichen Sessel. Das Regal ging auch an der gegenüberliegenden Seite weiter, reichte bis zu dem zweiten Fenster, dessen Vorhang nun auch von Severus auf die Seite gezogen wurde. In der oberen Hälfte des Raumes standen ein dunkelrotes Sofa und zwei passende Sessel um einen kleinen ovalen Palisanderholztisch. Auf der rechten Seite am Ende des Raumes befand sich ein gro-ßer, wundeschöner Kamin aus Marmor. Über ihm hing ein großes Porträt. Es war ein Bild eines Mannes, der Severus etwas ähnlich sah. Er hatte die gleichen dunklen Haare und die gleiche Hakennase wie er. Aber das war auch schon alles. Er wirkte sehr streng, und sein Blick machte Sisilia etwas Angst. Dennoch ging sie ein paar Schritte darauf zu.
„Ist das dein Vater, Severus?“, fragte sie ihn, während sie auf das Bild deutete.
Doch noch bevor er antworten konnte, begann der Mann in dem Bild zu reden.
„Ach, sieh mal an, lässt sich der Herr Sohn auch mal wieder blicken. Ich dachte, du wolltest dieses Haus nicht mehr betreten. Es war dir doch nicht gut genug. Du Wurm, du bist genau so zu nichts nutze wie deine Mutter, ihr beide.........“
Severus hatte seinen Zauberstab gezogen und war vor das Bild getreten.
„HALT DEINEN MUND“, schrie er das Porträt wütend an. Sisilia bemerkte, wie der Zauber-stab in seiner Hand zitterte, sie hatte ihn noch selten so wütend gesehen und erschrak.
„Ich will kein Wort mehr von dir hören“, zischte er das Bildnis seines Vaters an, während er ihm mit dem Zauberstab drohte. Der Zauberer in dem Porträt zuckte zurück und blickte fins-ter auf seinen Sohn herab.
Dieser wandte sich um und glitt mit finsterer Miene auf Sisilia zu.
Er packte sie am Arm und schob sie heftig zurück in die Diele. Als er die Tür hinter ihnen schloss, hörte Sisilia, wie der Mann in dem Porträt aufs Neue zu poltern begann. Doch sie konnte nicht mehr verstehen, was er sagte. Sie hatte noch nie soviel Wut und Hass in Severus’ Augen gesehen. Als er bemerkte, dass sie ihn beobachtete, versteinerte sich seine Miene.
„Es tut mir leid, ich hätte mich erst um dieses Porträt kümmern sollen. Ich hatte nicht mehr daran gedacht. Ich zeige dir wohl besser erst die Küche“, brummte er immer noch zornig.
Sisilia konnte sich nun denken, warum er so lange nicht mehr hier gewesen war. Er hatte sich anscheinend mit seinem Vater nicht sehr gut verstanden, vorsichtig ausgedrückt.
Severus führte sie quer durch die Diele auf die Tür gegenüber zu. Er drückte die Tür auf, die nur angelehnt war.
Sisilia sah sich um. Es war ein sehr geräumiger Raum mit vielen Schränken. Links standen ein ovaler Mahagonitisch und sechs wunderschöne, dazu passende, antike Stühle.
Severus schien in Gedanken zu sein, denn er blickte starr in eine Ecke der Küche und zog seine Stirn kraus.
Sisilia trat auf ihn zu, doch erst als sie ihre Hand auf seine Schulter legte, reagierte er. Er zuckte zusammen und als er sie ansah hatte sie das Gefühl, sie hätte ihn aus einer anderen Welt zurückgeholt.
„Ist alles in Ordnung mit dir?“, fragte Sisilia besorgt.
Er holte tief Luft und versuchte ein Lächeln aufzusetzen, was aber kläglich misslang.
„Es ist nichts. Schon gut. Nur ein paar Erinnerungen, nichts weiter.“
Sisilia überlegte, ob sie nachfragen sollte, ließ es aber dann bleiben. Stattdessen machte sie einen Vorschlag.
„Was hältst du von der Idee? Ich mache hier die Küche sauber und koche dann anschließend etwas zum Mittagessen, und du kümmerst dich um den Wohnraum?“
Severus war einverstanden mit dem Vorschlag, und so machten sich beide ans Werk.
Sisilia sah ihm nach, als er das Wohnzimmer betrat, doch als er keine zwei Sekunden drin war, ging das Geschrei erneut los, sodass Severus schnell die Tür hinter sich schloss. Er woll-te bestimmt nicht, dass sie hörte, was das Portrait seines Vaters von sich gab. Sie hörte nun die beiden sich gegenseitig anbrüllen.
Gedankenverloren drehte sich Sisilia um und überlegte, wo sie am besten anfangen sollte.
Sie zog ihren Umhang aus und legte ihn über eine Stuhllehne. Sie beschloss, erst einmal die ganzen Spinnweben und den Staub aus der Küche zu schaffen. Sie hob den Zauberstab, deute-te in eine extrem verschmutzte Ecke und rief: „RATZEPUTZ.“ Und der Dreck verschwand. So machte sie in der ganzen Küche weiter. Irgendwann fiel ihr auf, dass es ruhig geworden war im Wohnraum. Anscheinend hatte Severus das Bild zum Schweigen gebracht, dachte sie.
Sie hatte fast den ganzen Vormittag damit zu tun, die Küche sauber zu bekommen, aber dann hatte sie es geschafft und es blitzte und funkelte alles.
Inzwischen hatte sie auch schon fast das Essen fertig. Von Severus war nichts mehr zu hören und zu sehen, eine ganze Zeit schon, sodass sie sich Sorgen machte. Sie beschloss, hinüber zu gehen und ihn zum Essen zu holen.
Sie trat an die Tür und lauschte, doch sie konnte nichts hören.
Sie hob die Hand und klopfte an die Tür.
„Severus, darf ich reinkommen?“, fragte sie unsicher.
Doch sie bekam keine Antwort. In dem Augenblick, als sie die Tür öffnen wollte, ging eine andere Tür ihn ihrer Nähe auf, und Severus trat heraus. Sie erschrak und zuckte zusammen.
„Oh, was hab ich mich erschreckt, ich dachte, du bist im Wohnraum“, stieß Sisilia er-schrocken aus.
„Tut mir leid, ich wollte dich nicht erschrecken. Ich habe nur dieses ... Porträt in den Keller gebracht. Alles in Ordnung?“, fragte er besorgt, als Sisilia ihn nun musterte.
„Oh, oh ja, alles in Ordnung, ich wollte nur sagen, dass das Essen fertig ist“, schwindelte sie ein wenig. Denn sie wunderte sich in der Tat. Als er nebenan verschwunden war, war er sehr zornig gewesen, und nun er tat so, als wäre nichts gewesen.

Nach dem Essen räumte Sisilia das Geschirr in das Spülbecken. Als sie anfangen wollte zu spülen, hielt Severus sie auf.
„Nein, lass mich das machen“, sagte er. Doch anstatt aufzustehen und zum Spülbecken zu treten, schwang er nur kurz den Zauberstab, und das Geschirr begann sich selber abzuspülen. Sisilia lachte und legte das Geschirrtuch weg.
„Weißt du, was ich jetzt gerne machen würde?“, fragte sie ihn.
Er schaute sie fragend an.
„Ich würde jetzt sehr gerne etwas spazieren gehen, es ist so wunderbares Wetter. Würdest du mir die Gegend zeigen?“
„Sicher, warum nicht. Hinter dem Haus liegt noch ein kleiner Park, der zum Anwesen dazu-gehört. Er reicht bis zum See hinunter.“
„Oh, es gibt einen See hier, wie Wunderbar“, schwärmte sie.
Severus erhob sich, steckte seinen Zauberstab in den Mantel und sie verließen gemeinsam das Haus.

Sie traten hinaus in die warme Mittagssonne. Um in den kleinen Park zu kommen, der hinter dem Haus angelegt worden war, mussten sie um das Haus herumgehen. Auch hier war alles sehr verwildert. Die Rosenbüsche waren inzwischen zu riesigen Hecken herangewachsen. Selbst wenn kein Zauber das Anwesen vor Muggelaugen versteckt hätte, wäre es doch so gut wie unmöglich gewesen, hier viel zu sehen. Sie gingen nun durch eine Art Allee einen Weg entlang, der zum See führte. Im Schatten der Bäume war es sehr angenehm. Sisilia hatte sich bei Severus eingehängt. So gingen sie stumm eine ganze Weile durch den Garten. Als sie an einem großen Ahornbaum vorbei kamen, unter dem eine Steinbank aufgestellt war, fragte Sisilia.
„Wollen wir uns ein wenig hier hinsetzen?“
Severus nickte und sie gingen hinüber zu der Bank. Sie setzten sich, Sisilia schloss für einen Augenblick ihre Augen. Dann nahm sie allen Mut zusammen, denn sie wollte ihn nun doch nach dem Bild fragen, denn es beschäftigte sie doch mehr, als sie zugeben wollte.
„Severus, ich würde dich gerne etwas fragen, aber wenn du nicht darüber reden willst, kann ich es auch verstehen, doch es verwirrt mich etwas...“
„Ich weiß was du fragen willst, aber ich will nicht darüber reden. Zumindest jetzt noch nicht. Gib mir noch etwas Zeit“, antwortete er ihr, ohne sie dabei anzusehen.
„In Ordnung“, sagte sie auch wenn sie nicht damit zufrieden war.
„Gehen wir jetzt zum See?“ fragte sie nach einigen Minuten, um auf ein anderes Thema zu kommen.
„Sicher, gehen wir zum See“, antwortete er ihr gedankenverloren.
Sie gingen nebeneinander her. Weiter vorne wichen die Büsche zurück und sie hatten einen wunderschönen Blick auf den See. Sisilia blieb stehen und genoss die wunderbare Aussicht.
„Hier drüben unter den Bäumen war immer mein Lieblingsplatz. Hierhin hab ich mich als Kind oft versteckt“, erklärte er mit ruhiger Stimme und deutete auf eine halb verborgene Stel-le.
Nach oben zum Haus hin war, der Platz durch einen kleinen Felsenhügel abgeschirmt und nach unten zum See hin durch einige Büsche und Bäume.
„Lass uns dahin gehen, ja?“, fordere Sisilia ihn auf. Er nickte und ging voran. Er nahm seinen Umhang ab und legte ihn als Decke auf den Boden. Sie setzten sich beide darauf und Sisilia blinzelte hinauf in die Bäume. Sie saßen eine ganze Weile da und sagten kein Wort.
„Ich hab mich hier sehr oft aufgehalten, wenn ich die Streitereien meiner Eltern nicht mehr ertragen konnte. Hier hat mich keiner gesehen, doch konnte ich alles von hier aus be-obachten“, begann er zu erzählen.
„Ihr habt euch nicht sonderlich gut verstanden, du und dein Vater?“
„Das ist nicht so einfach zu erklären. Es ist eine längere Geschichte. Ich werde es mal so aus-drücken, unsere Meinungen gingen irgendwann einmal erheblich auseinander. Woraufhin wir uns nicht mehr gesehen haben. Ich war das letzte Mal hier, kurz nach dem Tod meines Vaters, und das ist jetzt über 12 Jahre her“, sagte er in einem harten verbissenen Ton.
„Du verbindest keine guten Erinnerungen mit diesem Haus?“
„Es gibt auch gute, nur die letzten Erinnerungen haben sich mir zu sehr eingeprägt.“
„Und dennoch wolltest du hierher kommen?“, fragte sie unsicher.
„Es gab mehrere Gründe, warum ich hierher kommen wollte. Ich hoffe, ich kann hier mit ei-nem Teil meiner Vergangenheit abschließen, was ich bisher nicht geschafft habe. Wenn ich ehrlich bin, auch nicht versucht habe. Doch ich glaube, mit deiner Hilfe wird es mir ge-lingen“, sagte er und sah sie an, was er die letzen Minuten vermieden hatte.
„Ein weiterer Grund ist, hier kann ich mit dir alleine sein, ohne die Befürchtung haben zu müssen, dass jemand an die Tür klopft. Ich wollte einfach mit dir für ein paar Tage der Reali-tät entfliehen.“
Sisilia spürte zum ersten Mal eine tiefe Offenheit, die Severus ihr nun entgegenbrachte. Sie freute sich auch über das Vertrauen, das er ihr schenkte.
Sie schaute ihm tief in seine dunkelbraunen Augen und hatte das Gefühl, dass er es nun doch zuließ, dass sie in seine Gefühls- und Gedankenwelt eindrang.
Sie spürte, wie viel Leid, Trauer und Hass, das sich in ihm aufgestaut hatte. Doch fühlte sie auch eine unsagbare Wärme und Zuneigung, wie sie es noch nie zuvor gespürt hatte.
Sisilia schlang ihre Arme um ihn und drückte sich fest an ihn und schloss die Augen. Sie spürte wie er auch seine Arme um sie legte und ihr mit einer Hand sachte durch ihr langes Haar strich.
Sie wusste nicht, wie lange sie so dagesessen hatten, bevor er sie wieder losließ, sie hatte jeg-liches Zeitgefühl verloren.


*



Die Sonne brannte inzwischen sehr heiß vom Himmel, und ihr war ziemlich warm geworden.
Als sie die Augen öffnete und über seine Schulter blickte, sah sie, wie die Sonnenstrahlen auf den Wellen des Sees tanzten. Da überkam sie der Drang, im See baden zu gehen. Sie löste sich aus der Umarmung und kniete sich vor ihn hin.
„Ich habe Lust, schwimmen zu gehen, wie sieht es aus, kommst du mit?“, fragte sie und be-gann schon damit, ihr Kleid aufzuknöpfen.
„Schwimmen? Aber wir haben doch gar keine Badesachen mit“, entgegnete er überrascht.
„Wer braucht denn Badesachen? Ich denke, in das Anwesen kann von außen keiner sehen?“ lachte sie, stand auf und streifte sich das Kleid vom Körper. Severus, der sie mit offenem Mund dabei beobachtet hatte, stand nun auch auf.
„Na was ist, kommst du mit?“, wollte sie wissen, während sie sich den BH auszog.
„Ähm, ich...“, stotterte er verlegen und stierte auf ihre nackte Haut.
Sisilia lachte und streifte sich ihren Schlüpfer ab.
„Also wenn du auch schwimmen willst, solltest du dich schon ausziehen, mit Kleidern schwimmt es sich nicht gut“, zwinkerte sie ihm zu, drehte sich um und lief auf den See zu. Sie tauchte den Zeh in das Wasser, um zu prüfen, wie kalt es war. Es war schon sehr erfrischend, wie es wohl alle Seen in Schottland waren, doch sie schritt mutig voran in das kühle Nass. Sie schaute sich noch einmal kurz nach Severus um, der inzwischen auch begonnen hatte, sich auszuziehen. Dann ging sie Schritt für Schritt voran, in den See hinein, der von der Stelle aus, von der sie ins Wasser ging, nur sehr langsam tiefer wurde.
Als die Wellen ihre Hüften umspielten, ließ sie sich ganz in das Wasser gleiten und schwamm ein paar Züge.

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BeitragThema: Re: Sisilias Geheimnis Teil 1   Di Apr 01, 2008 4:34 pm

Plötzlich spritzte neben ihr das Wasser auf. Severus war über den Steg gegangen, der in den See hineinführte und mit einem Kopfsprung ins Wasser gesprungen. Sie schaute auf die Stel-le, wo er eingetaucht war und wartete darauf, dass er da auch wieder auftauchen würde. Doch er kam nicht. Etwas beunruhigt schaute sie sich um, aber er kam immer noch nicht an die O-berfläche. Nach über einer Minute begann sie sich Sorgen zu machen und wollte gerade zu der Stelle schwimmen, wo er ins Wasser gesprungen war, als sie plötzlich merkte, wie etwas sie an den Beinen berührte. Sie spürte wie irgendwas seitlich, rechts und links an ihrem Kör-per hoch wanderte, und in dem Augenblick tauchte auch schon ein Kopf aus dem Wasser auf. Das alles passierte sehr schnell, und noch bevor sie reagieren konnte, hatte Severus sie um-armt und drückte ihr einen Kuss auf ihre Lippen.
„Du Schuft, du hast mich vielleicht erschreckt“, schimpfte sie los, als er sie wieder los-gelassen hatte. Doch sie konnte ihm nicht wirklich böse sein, es war wohl eher der Schreck, der sie so reagieren lies.
Er lachte, als sie mit den Fäusten leicht gegen seine Brust zu hämmern begann und zog sie an sich heran, so dass sie ihre Hände, die nun zwischen ihnen eingeklemmt waren, nicht mehr groß bewegen konnte.
„Dann muss ich mich wohl schleunigst bei dir entschuldigen“, erwiderte er und hob eine Au-genbraue. Sisilia nickte und konnte sich ein Lächeln nicht mehr verkneifen. Ein weiteres Mal zog er sie an sich heran, sie spürte, wie seine starken Arme sanft über ihren Rücken glitten. Sie bekam einen Gänsehaut, wusste nur nicht, ob es vom kühlen Wasser kam, oder von seinen Berührungen. Sie spürte ein angenehmes Kribbeln in ihrer Magengegend. Doch so einfach würde sie es ihm nicht machen. Als sie merkte, dass er sie wieder los lies, nutzte sie die Ge-legenheit, machte einen Schwimmzug und schwamm ein Stück weiter auf den See hinaus.
„Fang mich!“, neckte sie Severus und begann von ihm fortzukraulen. Sofort schwamm er ihr nach und hätte sie auch fast erreicht, wenn sie nicht plötzlich weggetaucht wäre. Sie tauchte unter ihm weg und wieder auf das Ufer zu. Doch schien er geahnt zu haben, was sie vor hatte und war auch wieder auf das Ufer zugeschwommen. So tauchte sie nur einen Meter von ihm entfernt wieder auf. Die Sekunde, die sie dann zur Orientierung brauchte, nutzte er aus und packte sie.
„Du kannst gut tauchen, wie ich sehe“, sagte er und schien zu überlegen.
„Dann hol mal tief Luft“, forderte er sie unvermittelt auf. Ohne groß zu Überlegen warum, tat sie, was er sagte, und noch ehe sie begriff, was gerade geschah, nahm sie Severus in den Arm und tauchte mit ihr unter Wasser. Sie spürte komischerweise keine Angst. Er gab ihr das Ge-fühl, dass sie sich einfach fallen lassen konnte. Er hielt sie fest, dann merkte sie, wie er sie fester in seine Arme nahm, sie legte ebenfalls ihre Arme um ihn. Dann spürte sie seinen Lip-pen auf den ihren. Sie öffnete leicht ihre Lippen und ihre Zungen begannen mit einem Spiel, als würden sich zwei Schlangen ineinander verknoten wollen. Sie war irgendwie berauscht, ihre Sinne hatten sich nur noch auf seine Berührungen eingestellt. Die vollkommene Stille unter Wasser empfand sie in dem Augenblick als etwas Wunderschönes. Sie hatte das Gefühl, ihre beiden Körper verschmolzen in dem kalten und doch so wunderschönen See. Es gab nur noch sie beide und die Unendlichkeit des Wassers um sie herum. Sie schmiegte sich eng an ihn und fühlte sich sehr geborgen in seinen Armen.
Doch plötzlich wurde sie aus ihren Gedanken gerissen, als sie mit ihrem Kopf wieder aus dem Wasser auftauchte. Reflexartig sog sie die frische Luft in ihre Lungen, und merkte erst jetzt, dass ihr Körper nach frischem Sauerstoff gierte. Severus hatte sie beide zurück an die Ober-fläche gebracht und schaute sie an.
„Das wollte ich immer schon mal machen“, hauchte er ihr ins Ohr. „Aber ich hätte nicht ge-dacht, dass du es solange unter Wasser aushalten kannst“, sagte mit einem erstaunten Ge-sichtsausdruck.
Sisilia blickte immer noch etwas verwirrt. Die Gefühle, die sie unter Wasser hatte, hielten sie immer noch gefangen. Es war ihr, als hätte sie so etwas wunderbares noch nie erlebt. Sie schüttelte den Kopf, um wieder einen klaren Gedanken fassen zu können und blickte Severus an. Mit einer Hand strich sie ihm eine nasse Haarsträhne aus dem Gesicht.
„Ich auch nicht, das war eine ganz neue Erfahrung für mich“, antwortete sie immer noch leicht verwirrt. Aber die frische Luft half ihr, wieder klar zu denken. Dennoch spürte sie im-mer noch, wie ihr ganzer Körper innerlich leicht vor Erregung bebte.
„Langsam wird mir kalt, ich würde gerne wieder rausgehen“, sagte sie, als sie merkte, dass sie leicht zu zittern begann, wobei sie sich nicht sicher war, ob dies von der Kälte kam.
„In Ordnung, schwimmen wir zurück“, erwiderte er.
„Wer zuerst draußen ist“, rief Sisilia, die sich schon einen kleinen Vorsprung verschafft hat-te.
Sie schaffte es ganz knapp, als erste in der kleinen Senke anzukommen und sie legte sich auf seinen Mantel.
Severus setzte sich neben sie und schaute Sisilia an. Er betrachtete ihr Gesicht, während er zu überlegen schien.
„Über was denkst du nach?“, fragte Sisilia ihn neugierig und hob dabei den Kopf.
Er lächelte sie an und begann dann, mit ihrem langen Haar zu spielen.
„Ich versuche zu ergründen, wie du es geschafft hast, aus mir einen komplett anderen Men-schen zu machen. Ich kenne mich selber nicht wieder. In deiner Nähe tue ich Dinge, die ich vorher nie für möglich gehalten habe.“
„Ich hoffe, nur gute Dinge“, strahlte sie ihn an. Er nickte nur zur Antwort.
Sisilia schaute hoch in den Himmel über ihr und beobachte die Blätter der Bäume, die sich leicht im Wind bewegten und raschelten. Auch Severus schien seinen Gedanken nachzu-hängen.

„Es ist wunderschön hier“, sagte sie nach einer kleinen Weile.
„Nein, Sil, du bist wunderschön“, konterte er und beugte sich über sie, um sie zu küssen. Sei-ne Hand strich dabei zart über ihre Haare, wanderte über ihr Gesicht, weiter bis zu ihrer Brust. Seinen Fingerspitzen strichen zart darüber hinweg. Sisilia genoss diese Berührungen, die in ihr das Verlangen immer mehr steigerten. Als seine Fingerkuppen zart über ihre Brust-warzen strichen, war ihr als schoss einen Flamme der Begierde durch ihren ganzen Körper. Dieses Gefühl ließ ihren Körper kurz aufbäumen und leises Stöhnen drang über ihre Lippen. Severus begann nun ihren Hals zu küssen, während seine Hand den Weg immer weiter nach unten fand. Er strich ihr über den Bauch, während er sanft begann ihr Ohr anzuknabbern.
Doch als seine Hand nun weiter nach unten wanderte, wanderte auch sein Kopf tiefer, dabei küsste er jeden Zentimeter ihrer Haut. Sie spürte wie er die Außenseite ihres Schenkels be-rührte und gleichzeitig küsste er ihre Brüste, was ihren Körper wieder zum erzittern brachte. Seine Hand war inzwischen zur Innenseite ihrer Schenkel gewandert, wo er sie zärtlich strei-chelte. Aufgewühlt durch diese Berührung öffnete sie leicht ihre Beine, so dass er keine Mühe hatte seine Hand an der Innenseite ihrer Schenkel wieder nach oben wandern zu lassen. Sisilia strich mit ihren Fingern durch sein noch immer leicht feuchtes Haar. Er hob seinen Kopf und sah sie kurz an. Doch dann begann er von neuem ihre Brüste zu liebkosen. Mit der Zungen-spitze leckte er über ihre Brustwarzen, was sie angenehm erschaudern lies.
Auch Sisilia begann nun mit ihren Fingern seinen Oberkörper zu liebkosen. Als sie über seine Brustwarzen stich, bemerkte sie, ein leichtes zittern, das durch seinen Körper ging.
Er ließ seinen Finger nun bis hin zu ihrer Scham wandern, wo er sehr vorsichtig anfing, die Zone ihrer Lust zu erforschen. Sisilia öffnete ihre Beine noch ein Stück mehr, so dass er sie besser berühren konnte. Ihr Atem ging schwer und sie stöhnte lustvoll auf, in dem Moment als er sie zwischen den Beinen berührte. Sie spürte seinen Atem auf ihrer Haut und fühlte sei-nen heißen Küsse.
Er hob seinen Kopf und glitt zu ihr nach oben, und küsste sie erneut leidenschaftlich. Sisilia presste ihren Körper eng an den seinen und fühlte seine Erregung.
Severus setzte sich auf und zog Sisilia mit sich.
„Komm setzt dich auf mich“, forderte er sie nun auf.
Sie drückte sich auf die Knie und rutschte zu ihm heran. Dann schwang sie ein Bein über die seinen und setzte sich rittlings auf ihn.
Er hatte seine Hände um ihre Hüften gelegt und küsste sie zärtlich auf ihren Bauch. Dann senkte sie langsam ihren Oberkörper nach unten, bis sie seinen harten Schaft spürte.
„Langsam, schön langsam, ich will jeden Zentimeter in dir spüren“; hauchte er ihr zu und sie ließ sich sehr langsam hinuntergleiten. Sie spürte, wie er immer tiefer in sie eindrang, ihr Herz trommelte wie wild vor Begierde. Er nahm sie abermals in den Arm und sie küssten sich heiß. Dabei wanderten seine Hände über ihren Rücken hinunter bis zu ihrem Po, was ihr wohlige Schauer über den ganzen Körper jagte.
Dann war es Sisilia, die seinen Oberkörper nach hinten drückte, so dass er nun auf dem Rü-cken lag, sich über ihn beugte und ihn zu küssen begann. Dann strich sie mit ihren Finger-nägeln von seinem Hals, über die Brust zu seinem Bauch, so dass kleine rote Striemen auf seiner blassen Haut zu erkennen waren, während sie sich dabei wieder etwas aufrichtete. Er schloss die Augen dabei, was ihr zeigte, dass er es zu genießen schien.
Dann begann sie ganz langsam ihren Körper zu heben und zu senken. Severus stöhnte leise auf, seine Hände umklammerten nun ihre Hüften, um sie so bei ihrer Bewegung zu unter-stützten und zu führen.
Sie hatten beide Raum und Zeit vergessen, nur noch sich wahrnehmend, so fixiert auf den anderen, dass sie eins wurden. Das Gefühl der Lust war so mächtig und wundervoll zu gleich. Sie wünschte sich in dem Augenblick, dass es nie wieder enden, und immer so bleiben würde.
„Warte Sil, nicht so schnell“, sagte Severus und drückte sich nach oben, so dass er halb saß.
Er atmete schwer, wie auch Sisilia, die ihn verwundert ansah. Mit sanftem Druck zog er sie an sich und seinen Lippen schmiegten sich auf die ihren.
„Lass uns die Positionen tauschen“, sagte er leise.
„Ich verstehe, du möchtest jetzt auch mal den Boss spielen“, antwortete sie mit einem sanften lächeln.
Doch anstatt einer Antwort, drehte er sich mit ihr ruckartig herum, so dass sie nun auf dem Rücken lag und er über ihr.
Noch während sie sich küssten, begann er da weiterzumachen, wo sie vorher aufgehört hatte.
Sisilia grub ihr Nägel sanft in seinen Rücken, als sie spürte, wie die Lust in ihr immer weiter anschwoll. Sie spürte, dass es nicht mehr lange dauern würde, bis zu dem Punkt, wo die Exta-se ihren Höhepunkt erreichen würde. Sie hörte den keuchenden Atem von Severus, was ihre Gefühlswallungen noch mehr steigerten, was sie nicht mehr für möglich gehalten hatte.
„Severus, ich...“, hauchte sie noch, als die Woge der Lust über sie schwappte und sie auf-stöhnte.
Noch während sie auf dem Gipfel ihrer Lust war, spürte sie wie auch Severus seinen Höhe-punkt erlebte. Sie hatte das Gefühl, beide Körper würden um die Wette vibrieren und beben.
Als das heftige Gefühl langsam abebbte, senkte Severus seinen Kopf und sie küssten sich noch sehr lange.
Dann legte er sich seitlich neben sie und streichelte ihr Gesicht. Auch sie drehte sich auf die Seite, so dass sie sich anblickten.
„Ich bin so glücklich, ich danke dir, dass du mich hierher mitgenommen hast, Severus“, sagte sie später und strahlte ihn an.
„Wenn sich einer bedanken muss, dann ich, Sil. Ich bin so froh, dass du mitgekommen bist. Denn von nun an wird dieses Haus nicht nur schlechte Erinnerungen für mich haben, im Ge-genteil, ich bin mir sicher, die guten werden die schlechten verdrängen“, sagte er und gab ihr einen Kuss auf die Stirn.
Sie verbrachten noch einige Zeit in der Senke, bis die Sonne langsam an Kraft verlor und es frischer wurde.

*


Als sie das Haus betraten, versank die Sonne langsam hinter den Hügeln.
„Ich werde uns ein paar Sandwichs machen“, schlug Sisilia vor, als sie Hand in Hand die Hal-le betreten hatten.
„Das ist eine gute Idee, ich habe Hunger wie ein Wolf“, entgegnete er ihr. Er sog sie an sich heran, dabei bog er sanft ihre Hand hinter ihren Rücken nahm sie so fest in seinen Arm.
Sie presste sich eng an ihn und küsste ihn.
„Wenn ich jetzt aber nicht anfange, werden wir nichts mehr zu essen bekommen“, sagte sie.
„In Ordnung, dann werde ich ein Feuer im Kamin machen“, sagte er, drehte sich um und mar-schierte gutgelaunt in den Wohnraum.
Sisilia sah im noch nach bis er weg war und machte sich dann auf in die Küche.

Als sie mit einem Tablett voll Sandwichs im Wohnraum ankam, war sie überrascht.
Severus hatte überall im Zimmer verteilt Kerzen aufgestellt. Im Kamin brannte ein gemüt-liches Feuer.
Er selbst saß auf dem Teppich vor dem Kamin und schaute in die Flammen.
Er schien sie nicht zu hören, als sie ins Zimmer kam. Sie ging vor und wollte das Tablett auf den Tisch stellen, doch da drehte er sich um.
„Bring die Sachen doch hierher“, forderte er sie auf und sie stellte das Tablett neben ihm auf den Boden. Sie machte es sich auch auf dem Teppich gemütlich, sie setzte sich so, dass einer der Sessel in ihrem Rücken stand und sie sich an dessen Rücken anlehnen konnte. Sie schaute Severus an, der sich eines der Brote genommen hatte und beim Kauen wieder in die Flammen im Kamin schaute. Es war ein wunderschöner marmorner Kamin, der mit viel Liebe auf-gebaut worden war. Die verschnörkelten Säulen an den beiden Seiten und die vergoldeten Rahmen ließen ihr sogar fast königlich aussehen. Auf dem Sims oben stand eine wunderschöne goldene Miniaturpendeluhr, auf deren Spitze ein kleines goldenes Einhorn stand.
Sie wunderte sich, dass sie nirgendwo ein Bild von seiner Mutter gesehen hatte. Auch sonst hatte sie keine Portraits von Verwandten oder Ahnen entdecken können, wie sie normaler-weise immer in solchen Häusern massenhaft vorkamen.
Severus schob das Tablett ein wenig zu Seite und setzte sich neben Sisilia.
„Wie fühlst du dich?“, fragte er sie und strich ihr über das Haar.
„Ich fühle mich wie im Märchen, das alles hier ist wie ein Traum, das Haus, der Garten und dann, dass ich mit dir hier zusammen sein kann. Ich würde am liebsten hier sitzen bleiben und nie wieder aufstehen.“
„Also das fände ich auf die Dauer gesehen zu langweilig, nur hier zu sitzen“, erwiderte er, gab ihr einen Kuss und legte sich hin, wobei er seinen Kopf in ihren Schoß legte.
Sie strich ihm die Haare aus dem Gesicht und lachte.
„So wörtlich habe ich es dann doch nicht gemeint.“ Er ergriff ihre Hand und hielt sie mit sei-nen beiden Händen, die er auf seinen Bauch legte, fest und sah sie an. Das Feuer knisterte munter in Kamin, und draußen war es inzwischen schon dunkel geworden.
„Du hast gesagt, dass dein Vater vor über zwölf Jahren gestorben ist. Was ist mit deiner Mut-ter?“, wagte Sisilia nun zu fragen, da ihr diese Frage schon den ganzen Abend durch den Kopf ging.
Er zögerte kurz, sie hatte das Gefühl, dass es ihm unangenehm war, darüber zu sprechen, trotzdem fing er an zu erzählen. Er sprach sehr leise und langsam, dabei begann er die Finger ihrer linken Hand einzeln zu betrachten.
„Ich werde am Besten von vorn beginnen. Mein Vater war ein sehr stolzer und auf Tradition bedachter Mann. Er mochte nur reinblütige Zauberer, er war immer der Meinung, nur die reinblütige Zaubererrasse sollte das Sagen haben. Das hat er mich auch immer gelehrt.“ Er machte eine kurze Pause.

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BeitragThema: Re: Sisilias Geheimnis Teil 1   Di Apr 01, 2008 4:35 pm

„Er hat mir schon sehr bald das Zaubern beigebracht, schon lange, bevor ich in die Schule kam. Meine Mutter wollte das nicht, sie war immer dagegen, und sie hatten oft Streit des-wegen. Mein Vater hat sich aber durchgesetzt und ich habe viel von ihm gelernt, ...... ich gebe zu, nicht nur erlaubte Dinge. Er war zwar sehr streng, und seine Lehrmethoden waren nicht immer die angenehmsten, aber ich lernte fast alle Flüche von ihm und ich beherrschte sie schon, bevor ich nach Hogwarts ging. Es gab keinen in meinem Alter, der es damals mit mir hätte aufnehmen können. Ich muss gestehen, es hat mir auch gefallen, es war ein wunderbares Gefühl, so viel Macht zu haben. Ich genoss es, vor allem auch in der Schule. Doch brachte es mir am Ende keine wirklichen Freunde ein, das merkte ich aber erst, als es zu spät war.“ Er schaute sie nicht an, sein Blick schien weit in die Ferne gerichtet zu sein, als er weitersprach, doch sie hörte, dass es ihm nicht leicht fiel.
„Mein Vater brachte mich, als ich mit der Schule fertig war, mit den Malfoys zusammen, und ich befreundete mich mit Lucius. Gemeinsam mit ihm schloss ich mich damals dem Dunklen Lord an. Mein Vater sagte immer, wie stolz er sei, doch meine Mutter versuchte mich davon abzuhalten, aber ich hörte nicht auf sie. Ich sah nur das Gesicht meines Vaters und ich wollte ihn nicht enttäuschen.“
Snape setzte sich auf, so dass Sisilia nur noch seinen Rücken sehen konnte, dann sprach er weiter.
„Dann eines Tages hatten meine Eltern einen fürchterlichen Streit deswegen, in dem meine Mutter drohte, meinen Vater zu verlassen..... er hat sie dabei getötet, für ihn wäre es nie in Frage gekommen, verlassen zu werden“, als er das sagte, hörte sie, wie seine Stimme leicht zitterte. Er räusperte sich, bevor er weitersprach.
„Da habe ich erst erkannt, was der Dunkle Lord aus uns allen gemacht hatte. Er hatte uns so weit gebracht, dass wir unsere Freunde, unsere eigene Familie verrieten und sogar töteten. Ich ... ich wollte nicht mehr zu den Todessern gehören. Ich konnte ihm nicht mehr dienen, denn ich erkannte, dass nichts Menschliches in ihm steckte.
Ich habe Albus Dumbledore Informationen angeboten über den Dunklen Lord, denn einfach aussteigen kann man nicht, das würde der Dunkle Lord nie zulassen. So wollte ich wenigstens versuchen, auf diese Weise meine Schuld zu begleichen, indem ich der anderen Seite half. Und ich fühlte mich sehr schuldig. Ich hatte oft das Gefühl, ich hätte selbst meine Mutter ge-tötet.“ Er drehte sich zu ihr um, und sie erkannte, dass seine Augen glänzten.

„Nachdem der Dunkle Lord verschwunden war, hat Dumbledore für mich ausgesagt, vor dem Ministerium, und ihnen erklärt, dass ich nicht mehr auf der Seite des Dunklen Lord stehe, sondern für Albus Dumbledore als Spion gearbeitet hätte. Als ich freigesprochen wurde, gab er mir eine Stelle als Lehrer in Hogwarts.
Mein Vater hat mich dafür gehasst, als er herausfand, dass ich die Seite gewechselt hatte, .... doch nicht so sehr wie ich ihn gehasst habe, für das was er meiner Mutter angetan hatte.
Ich hasste ihn so sehr, dass ich ihn am liebsten auch hätte leiden sehen. In meinen Gedanken stellte ich mir immer vor, wie es sein würde, wenn er nach Atem ringend vor mir auf dem Boden lag und mich anflehte ihn zu retten.“ Es klang sehr viel Bitterkeit und Hass in seiner Stimme mit. Sisilia lief es eiskalt den Rücken hinunter. Und sie musste einfach diese Frage stellen.
„Hast du...?“, wollte sie nun wissen. Er drehte sich zu ihr um.
„Nein. Auch wenn ich es mir innerlich gewünscht habe, hätte ich es doch nie tun können. Denn damit hätte ich mich auf die gleiche Stufe mit ihm gestellt.“ Sisilia wusste nicht, was sie sagen sollte, aber sie glaubte ihm.
„Ich habe ihn nie wieder gesehen. Man hat mir erzählt, er wurde in einem Duell getötet.“ Sie sprachen einige Minuten nichts.
„Du hast deine Mutter sehr geliebt“, folgerte Sisilia nach einiger Zeit, und Severus nickte un-merklich.
„Warum gibt es hier ihm Haus keine Bilder von ihr?“, fragte sie ihn neugierig.
„Mein Vater hat alle verbrannt nach ihrem Tod. Vielleicht konnte er es nicht ertragen, sie an-zusehen, mit der Schuld, die er auf sich geladen hatte. Ich weiß es nicht.“ Es entstand eine kurze pause.
„Nicht nur ihre Bilder hat er verbrannt, auch alle anderen Bilder, die hier im Haus aufgehängt waren“, erklärte er finster.
„Dann gibt es kein Bild mehr von ihr?“, fragte Sisilia ungläubig.
„Doch, es gibt noch ein Foto, das ich versteckt habe, es ist meine einzige Erinnerung, die ich an sie habe.“
Er stand auf und ging zum Kamin, dort nahm er die goldene Uhr herunter. Er drehte sie um und öffnete das Uhrwerk. Er zog eine Fotographie daraus hervor, und stellte die Uhr wieder an ihren ursprünglichen Platz zurück.
Als er sich wieder neben sie gesetzt hatte, reichte er ihr das Bild. Sisilia sah eine wunder-schöne Frau mit langen, dunklen, lockigen Haaren. Sie hatte wunderschöne, leuchtende, dunkle Augen, die Sisilia an Severus erinnerten. Sie hielt ein kleines Kind auf ihrem Arm, das mit seinem Ärmchen winkte. Sie strahlte und schaute immer wieder voller Stolz auf das Kind.
„Sie war eine wunderschöne Frau“, sagte Sisilia und sah Severus an, der das Bild ebenfalls betrachtete und Sisilia erkannte ein leuchten in seinen Augen.
„Bist du das?“ Sisilia deutete auf das Kind. Er nickte. Sie reichte ihm das Bild zurück, und er sah es sich noch eine Augenblick an, bevor er es zur Seite legte.
„Du bist die einzige, der ich das erzählt habe“, erklärte er ihr und sah sie überlegend an, doch er sagte nichts mehr.

Sie saßen einige Minuten stumm da, hingen ihren Gedanken nach und schauten ins Feuer, als Severus sie ansah.
„Sil, darf ich dich etwas Persönliches fragen?“
„Sicher, was möchtest du wissen?“
„Es geht um den Abend, vor deiner Prüfung, auf dem Turm. Du bist Professor Dumbledore damals um den Hals gefallen. Was ich damit sagen will ist, ich glaube es gibt da mehr, was euch...“,
„Ich weiß, was du meinst. Und ich finde, du solltest es erfahren.“ Sie sah ihn einen Augen-blick lang an. Sie beschloss, dass es an der Zeit war, ihm ihre Herkunft zu verraten. Sie liebte ihn und ihr was es sehr wichtig, er musste es nun erfahren. Sie holte tief Luft.
„Professor Dumbledore ist, nun, er ist mein Großonkel. Ich bin die Enkelin von Aberforth Dumbledore, Albus Dumbledores Bruder.“
„Sie haben mir den Namen Lisa Dorel gegeben. Lisa, die vier Buchstaben aus meinem Vor-nahmen und Dorel ist der Mädchennahme meiner Mutter. Meine Familie wollte nicht, dass irgendjemand erfährt, dass ich eine Dumbledore bin, zu meinem Schutz. Aber du bist für mich nicht nur irgendjemand und ich möchte, dass du alles von mir weißt“, erklärte sie ihm, und er schaute sie überrascht an.
„Das sind ja Perspektiven, die sich da auftun“, antwortete er ihr und grinste nun, nachdem er sich vom dem Schreck erholt hatte.
„Was willst du damit sagen?“, fragte sie, da sie nicht verstand, was er damit meinte, schwang sich auf die Knie und sah ihn abwartend an.
„Sagen? Ich will damit gar nichts sagen“, konterte er. Doch Sisilia gab sich nicht damit zu-frieden. Sie warf sich nach vorn und drückte seinen Oberkörper mit ihren Händen nach hinten auf den Boden, so dass er umfiel und sie nun über ihm kniete.
„Nun sag schon, was hast du damit gemeint?“, wollte sie von ihm wissen.
„Eine Dumbledore und ich. Das hätte ich mir in meinen kühnsten Träumen nicht vorgestellt“, lachte er süffisant.
„Ist das von so großer Bedeutung?“ wollte sie nun verunsichert wissen. Sein Blick wurde wieder ernst.
„Für mich nicht, es spielt für mich keine Rolle, welchen Namen du trägst, denn ich liebe dich, Sil. Nur das ist für mich wichtig“, hauchte er und zog sie zu sich hinunter, nahm sie in seine Arme und sie küssten sich.


*



Sisilia wachte auf, als sie merkte, dass sie geküsst wurde.
„Guten Morgen, du Schlafmütze. Langsam wird es Zeit aufzustehen“, sagte er zu ihr.
Sisilia streckte sich, setzte sich dann auf und sah Severus an. Er musste schon eine Weile wach sein, denn er machte bereits einen fitten Eindruck.
„Ich habe Frühstück gemacht“, sagte er, nahm ein Tablett von dem kleinen Tischchen, das neben dem Bett stand und stellte es auf ihren Schoss. Während er ihr Tee in ihre Tasse schenkte, sah sie, dass zwischen der Tasse und dem Teller mit dem Toast darauf eine rote Wildrose lag. Sisilia nahm sie und roch an ihr. Sie duftete herrlich und sie schloss für einen Moment die Augen. „Die duftet wunderbar“, sagte sie und sah dann, dass nur für einen ge-deckt war.
„Willst du nichts essen?“, fragte sie ihn erstaunt und nahm einen Schluck von ihrem Tee.
„Ich hab schon gefrühstückt, ich bin schon eine ganze Weile wach.“
„Und dann hast du mich nicht geweckt?“, sagte sie in einem gespielten empörten Ton.
„Du hast so schön geschlafen, da hab ich es einfach nicht über mich gebracht, dich früher aufzuwecken“, antwortete er ihr und setzte sich zu ihr aufs Bett.
Während Sisilia frühstückte, bemerkte sie wie Severus sich immer wieder kurz über seinen linken Arm rieb. Zuerst dachte sie sich nichts weiter dabei, aber als es immer häufiger wurde, wurde sie doch neugierig.
„Was hast du? Hast du dich am Arm verletzt?“, wollte sie wissen.
„Nein, es...“, begann er unsicher, doch anstatt weiterzusprechen rollte er den Ärmel hoch. Dann drehte er den Arm mit der Innenseite nach oben. Sisilia stach sofort das Mal, das auf seinem Arm zu sehen war, ins Auge. Es leuchtete dunkelrot. Sie wusste gleich, was dies zu bedeuten hatte.
Es war das Signal für die Todesser, sich beim Dunklen Lord einzufinden. Sisilia wurde krei-deweiß, sie blickte abwechselnd von Severus Arm, in sein Gesicht und wieder auf seinen Arm.
„Nein!“ begann Sisilia mit einer leicht zitternden Stimme. „Könntest du das nicht einfach ignorieren?“
Sein Gesichtsaudruck wurde steinern.
„Sil, du weißt, dass ich das nicht tun......“, fing er zu erklären an. Doch Sisilia, die sich erst jetzt bewusst wurde, was sie da gesagt hatte unterbrach ihn.
„Es tut mir leid, vergiss was ich gesagt habe, natürlich musst du zu diesem Treffen gehen. Es... es kam nur so überraschend. Es war töricht von mir.“ Sisilia war klar, dass er nicht feh-len durfte. Das wäre zu verdächtig, vor allem da er auch keine Ausrede hatte, denn es waren ja Ferien und da konnte er nicht sagen, dass er nicht vom Unterricht weg gehen konnte.
Sisilia merkte zum ersten Mal, dass sie Angst um ihn hatte. Es war auch das erste Mal, dass sie wirklich mitbekam, wie er gerufen wurde. Sie stellte den Rest vom Frühstück auf die Seite und setzte sich neben ihn.
„Mach dir keine Sorgen, ich kann auf mich aufpassen“, versuchte er sie zu beruhigen.
Er legte seine Hand auf ihre Schulter und sah sie an. Sie erwiderte seinen Blick.
„Sil, ich weiß nicht, wie lange ich weg sein werde. Ich habe mir deshalb überlegt, ob es nicht besser wäre, wenn ich dich solange in den Grimmauldplatz bringe. Dann wärst du nicht allei-ne, und wenn ich zurück bin, können wir überlegen, ob wir vielleicht noch mal her kommen. Was meinst du?“, fragte er. Doch Sisilia hatte das Gefühl, dass es eigentlich schon be-schlossene Sache war und da sie keine Lust hatte, alleine hier zu bleiben, nickte sie.
Sie hatte nicht daran gedacht, dass dies passieren könnte, der gestrige Tag war einfach zu schön gewesen. Sie hatte wirklich für einen Tag alles um sich herum vergessen. Nun war sie abrupt und unsanft wieder auf den Boden der Tatsachen geknallt.
„Es tut mir leid, ich hatte auch gehofft, wir könnten hier länger bleiben“, sagte Severus be-treten.
„Du kannst doch nichts dafür“, seufzte Sisilia und blickte betreten auf ihre Hände. Denn erst jetzt wurde ihr so richtig bewusst, wie dumm sie doch war. Severus konnte es auch nicht än-dern. Er wäre bestimmt ebenso gerne hier geblieben wie sie. Sie sah wieder auf und blickte ihn an.
Er packte sie und drückte sie fest an sich. Seine Hand strich über ihr Haar. Sisilia legte ihren Kopf auf seine Schulter und sie hatte den Wunsch, ihn nie wieder loszulassen.
„Es wird langsam Zeit, wir müssen aufbrechen“, sagte er nach ein paar Minuten.
Sisilia nickte nur, denn sie hatte das Gefühl, ihr würde ein Kloß im Hals sitzen.
Sie zog sich wortlos um und packte ihre paar Sachen zusammen. Dann verließen sie das Grundstück und apparierten nach London.

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BeitragThema: Re: Sisilias Geheimnis Teil 1   Di Apr 01, 2008 4:36 pm

Überraschende Besuche



Als sie in London angekommen waren, verabschiedete sich Severus sehr schnell. Er ging nicht mit zum Grimmauldplatz 12, er schien es ziemlich eilig zu haben.
Als Sisilia vor dem Haus ankam, sah sie sich noch mal um und als sie sicher war, dass sie keiner beobachtete, ging sie auf die Stelle zu, wo das Haus stand. Nach ein paar Sekunden sah sie, wie die beiden anderen Häuser wie von selbst auf die Seite wichen und dem Haus mit der Nummer 12 Platz machten. Als es komplett vor ihr aufgetaucht war, ging Sisilia die Stufen hinauf und klopfte.
Es dauerte nicht lange, und die Tür würde geöffnet. Lupin war derjenige, der in der Tür stand und sie nun herzlich begrüßte.
„Sisilia, was für eine Überraschung. Komm herein. Ich wusste gar nicht, dass du kommen wolltest?“
„Ich wusste es bis vor einer halben Stunde auch noch nicht. Ich hoffe, ich komme nicht un-gelegen?“, fragte Sisilia und betrat die große Eingangshalle.
„Ach was redest du da, Molly wird sich freuen. Vor allem auch Ron und Ginny. Es gibt kei-nen Tag, an dem die beiden nicht von dir reden. Du musst sie mächtig beeindruckt haben in der Schule“, konterte Lupin mit einem Augenzwinkern, nahm ihr die Tasche ab und schob sie in die Küche.
„Leute, seht mal, wen wir da haben“, verkündete Lupin strahlend, als sie die Küche betraten.
„Miss Sisilia, das ist eine freudige Überraschung. Wir haben gedacht, Sie haben für Dumble-dore etwas in Schottland zu erledigen?“, wollte Mrs. Weasley wissen, während sie ihr die Hand, die sie zuvor an ihrer Schürze abwischte, zur Begrüßung reichte.
Sisilia merkte, wie ihr leicht die Röte ins Gesicht stieg. Das war es also, was Dumbledore den anderen erzählt hatte.
„Severus musste plötzlich dringend weg, und da er nicht wusste, wie lange, habe ich gedacht, ich schaue mal hier vorbei“, erwiderte sie, in der Hoffnung, dass keiner gemerkt hatte, dass sie leicht rot geworden war.
„Das war eine gute Idee. Ich hoffe Sie bleiben, Sie können oben das kleine Gästezimmer ha-ben, das ist frei und hergerichtet“, bot ihr Mrs Weasley an.
Sisilia nahm dankend an. Sie ging erst mal nach oben und machte sich frisch. Als sie nach einer guten Stunde wieder nach unten in die Küche ging, waren ein paar Leute mehr da. Tonks war gekommen, aber auch Ron und Ginny saßen am Tisch. Sisilia sah, dass der Tisch zum Essen gedeckt war. Alle drehten sich um, als Sisilia die Küche betrat. Ron grinste von einem Ohr zum anderen.
„Professor Sisilia, toll, dass Sie uns besuchen“, rief Ron als er sie sah.
„Hallo Ron, Ginny, Tonks, schön euch zu sehen“, antwortete sie ihnen.
„Setzen Sie sich, es gibt gleich was zu essen“, forderte Mrs Weasley Sisilia auf.
Sisilia setzte sich neben Ginny.
„Ginny, mein Schatz, würdest du bitte die drei zum Essen runterholen?“, bat Mrs Weasley ihre Tochter, die gleich aufstand und die Küche verließ.
„Sisilia, hat man dir schon erzählt, dass wir für morgen ein Treffen mit den Kindern und ihren Eltern geplant haben? Die drei hatten solche Sehnsucht nach ihnen“, erklärte Tonks.
„Dumbledore hat einiges auf die Füße gestellt, um das zu organisieren“, fügte Lupin hinzu.
„Dank Severus sind die Anhänger von Du-weißt-schon-wem damit beschäftigt, die Kinder woanders zu suchen, sodass wir eine Gefahr für die Kinder minimieren konnten. Wir hatten zwar noch nicht so früh mit einer Gelegenheit gerechnet, aber Hauptsache es hat geklappt“, erklärte ihr Tonks.
Innerlich zuckte Sisilia zusammen. Jetzt war ihr klar, warum er weg musste. Sie hoffte nur, er würde keine Probleme bekommen, wenn sie merkten, dass das ganze nur eine Finte war. Ihr Herz krampfte sich zusammen, als sie daran dachte, wie Voldemort mit seinen Anhängern umging, wenn sie nicht zu seiner Zufriedenheit arbeiteten.
Tonks berichtete Sisilia von der ganzen Aktion. Auch, dass sie Ginny und Ron zu Fred und George bringen wollten für die Zeit, in der sie unterwegs sein würden.
„Dumbledore meinte, dass es für die drei wichtig sei, ihr Eltern vor der Schule noch einmal zu sehen und bei der Gelegenheit können sie auch gleich ihre Sachen einkaufen, die sie für das erste Schuljahr brauchen. Ich finde, da hat er vollkommen Recht“, erklärte Mrs Weasley, als sie einen großen Topf mitten auf den Tisch schweben ließ.
Die Kinder freuten sich sehr, Sisilia wiederzusehen. Sie redeten wild auf sie ein, und erzähl-ten ihr, dass sie ihre Eltern treffen würden. Sie strahlten dabei so, als ob morgen Weihnachten wäre.
„So jetzt ist aber genug, setzt euch endlich, das Essen wird ja kalt“, wies Mrs Weasley die drei zurecht.
Sie setzten sich zwar und begannen zu essen, aber sie schafften es trotzdem zwischen jedem Bissen noch ihrer Freude Ausdruck zu verleihen.
„Miss Sisilia, darf ich Sie was fragen?“ Jakob schaute sie neugierig an.
„Ja sicher, frag doch“, forderte Sisilia ihn auf.
„Ginny meinte, Sie würden in Hogwarts bleiben, als Lehrern in Verteidigung gegen, gegen..., wie auch immer, sie meinte, Sie hätten am Bahnhof so etwas gesagt. Stimmt das?“, wollte er wissen und sah sie mit großen Augen an.
Sisilia blickte kurz zu Ginny, die sie nun auch erwartungsvoll ansah. Sisilia legte ihre Serviet-te, mit der sie sich gerade den Mund abgewischte hatte auf den Tisch.
Als sie Ron ansah, der sie mit offenem Mund und großen Augen anschaute, musste Sisilia grinsen.
„Ja, Ginny hat recht, ich werde weiter an der Schule unterrichten“, bestätigte sie ihnen. Wor-aufhin ein wildes Geschrei los brach.
Mrs Weasley hatte alle Mühe, sie wieder zur Ruhe zu rufen.

Nach dem Essen schickte Mrs Weasley Ron, Ginny und die drei Kinder nach oben, sie sollten ihre Sachen packen für morgen.
Tonks musste noch mal weg, wegen irgendwelcher Vorbereitungen.
„Ich helfe Ihnen beim Abspülen“, bot Sisilia Mrs Weasly an.
„Lassen wir doch das Förmliche, sagen Sie Molly zu mir“, forderte Mrs Weasley Sisilia auf.
„Einverstanden, dann sagen Sie einfach Sisilia zu mir“, entgegnete sie ihr.
Nachdem sie alles aufgeräumt hatten, ging Mrs Weasley hoch zu den Kindern, um ihnen beim Packen zu helfen.
Lupin legte die Pergamentrollen, die er gerade gelesen hatte, zur Seite und sah Sisilia an, die sich zu ihm an den Tisch setzte.
„Du bist so schweigsam, Sisilia?“, fragte er sie besorgt.
„Ich war nur in Gedanken, es gibt ein paar Dinge, die ich nicht ganz verstehe“, erklärte sie, doch sie war sich nicht sicher, ob sie wirklich mit ihm darüber reden sollte. Aber sie wusste, dass Remus Severus seit der Schulzeit kannte. Und er hatte ja auch ein Jahr in Hogwarts un-terrichtet. Und sie würde so gerne wissen, warum Severus Harry so behandelte. Vielleicht konnte er ihr mehr sagen.
„Welche Dinge?“, wollte er wissen.
„Ich weiß, dass du, Sirius Black und Harrys Vater, nun, dass ihr drei gute Freunde wart. Das hat Harry mir erzählt. Und ich weiß auch, das Severus in eurem Jahrgang war, und dass ihr euch, nun ja, nicht so gut verstanden habt. Die Gründe kenne ich nicht, aber darum geht es mir auch eigentlich nicht. Um auf den Punkt zu kommen, was ich nicht verstehe ist, warum Severus Harry so Unfair behandelt. Was hat er ihm getan, oder was ist passiert?“ Sisilia schaute Remus fragend an. Dieser blickte auf seine Hände und sie sah wie er angestrengt nachdachte.
Dann antwortete er, er tat es aber sehr bedächtig, so als ob er sich genau überlegte, was er antworten sollte.
„Ja es stimmt, James und Snape haben sich nie gemocht und das ging irgendwann auch über das Nicht-Mögen hinaus, woran Sirius und wahrscheinlich auch ich nicht ganz unschuldig waren. Es sind einige unschöne Sachen vorgefallen, auf die ich nicht eingehen will. Das musst du Snape schon selber fragen.“ Er sah Sisilia an und als sie nichts sagte, fuhr er fort.
„Du kanntest James nicht. Harry wird ihm immer ähnlicher, je älter er wird. Und das fällt nicht nur mir auf. Snape projiziert seine Antipathie, die er gegen James hegte, nun wohl auf Harry. Vermute ich mal. Ich weiß nicht, ob zwischen den beiden etwas vorgefallen ist, was sein Handeln rechtfertigen könnte, aber ich kann es mir nicht vorstellen. Ich möchte mich dazu auch nicht weiter äußern, da ich voreingenommen bin“, gestand er ihr ehrlich.
Sisilia sah ihn an und nickte nur. Das hatte sie nicht gewusst. Konnte es wirklich sein, dass er im Grunde gar nicht Harry meinte, wenn er so wütend wurde, sondern seinen Vater? Es wäre gut möglich, oder gab es doch einen anderen Grund?
„Wie kommt es, dass eine so nette junge Dame Interesse an diesem Mann hat?“, fragte Remus nun gerade heraus.
Sisilia erschrak, hatte sie sich zu weit vorgewagt mit ihrer Fragerei?
„Wie kommst du denn darauf, ich war nur ... neugierig“, versuchte sie, die Sache herunterzu-spielen. Doch Remus schaute sie weiterhin an.
„Ich habe dich vorhin beobachtet, als Tonks erzählt hat, dass Snape eine falsche Fährte gelegt hat für die Todesser, da hab ich einen Moment Angst in deinen Augen gesehen. Wenn du dir nichts aus ihm machen würdest, hättest du keinen Angst um ihn“, erklärte er ihr offen. Sie schaute ihn an, und sie merkte, dass sie ihm nichts vormachen konnte.
„Du hast eine bemerkenswerte Beobachtungsgabe Remus, ja, du hast recht“, gab sie nun zu und wendete ihren Blick in Richtung Kamin.
„Ich konnte von Anfang an nicht recht glauben, dass er ein so unangenehmer Mensch sein sollte, wie alle immer behaupteten. Und inzwischen weiß ich, dass er es nicht ist. Auch wenn es noch viele Dinge gibt, die ich noch nicht weiß und nicht verstehe.“
Sie sah ihn mit flehenden Augen an.
„Remus, ich bitte dich, erzähle niemanden von unserem Gespräch. Das muss unbedingt unter uns bleiben, versprich es mir.“
„Keine Angst, Sisilia, wenn es dir so wichtig ist, werde ich schweigen, von mir erfährt nie-mand etwas“, antwortete er und Sisilia hatte das Gefühl, dass er es ehrlich meinte.
„Danke, ja, das ist es, ich vertaue dir, Remus.“
In dem Moment hörten sie, wie jemand die Treppe heruntergerannt kam und Ron erschien in der Küche mit einem Pergament in der Hand.
„Ich habe gerade eine Brief von Harry bekommen“, begann er aufgeregt.
„Was schreibt er denn, ist was passiert?“, wollte Remus wissen.
„Nicht direkt. Er schreibt, die Dursleys würden für eine Woche verreisen, und er fragt, ob er nicht, anstatt zu Mrs. Figg zu gehen, für ein paar Tage mich besuchen könnte. Mum meinte, das wäre eine gute Idee, aber erst wenn das Treffen vorbei ist. Solange müsste er eben noch bei Mrs. Figg bleiben.“
Sisilia hatte eine Idee.
„Hör mal Ron, jetzt bin ich doch da, wir könnten Harry doch holen, ich wollte ihn sowieso besuchen und hier wäre er doch besser aufgehoben.“
„Sisilia, das ist eine gute Idee. Ich werde dich begleiten, dann können wir ihn zusammen ab-holen“, erwiderte Lupin.
„Das ist ja klasse, ich werde gleich Mum bescheid geben“, jubelte Ron und rannte wieder nach oben.
„Hoffe, Dumbledore ist einverstanden damit“, fragte Sisilia laut, mehr sich selber als zu Lu-pin, doch antwortete ihr dieser.
„Ich denke schon, ist immer noch sicherer als bei der alten Figg, die kann ihn nicht be-schützen, wenn es hart auf hart kommt. Hin können wir ja apparieren, aber zurück müssen wir wohl mit der U-Bahn, da wir am helllichten Tag auch nicht fliegen können. Wir ziehen uns am besten erst einmal um“, sagte Lupin und ging zur Tür.
„Ja, gute Idee“ Sisilia folgte ihm, und gemeinsam machten sie sich auf nach oben.
Nachdem sie sich Muggelkleider angezogen hatten und Lupin noch mit Molly geredet hatte, machten die beiden sich auf den Weg.
Sie apparierten in den Ligusterweg. Und als sie sich überzeugt hatten, dass keinem auf-gefallen war, dass zwei Leute plötzlich in der Straße aus dem Nichts aufgetaucht waren, schritten sie auf das Haus der Dursleys zu.
„Am Besten, du lässt mich reden, Sisilia, dieser Dursley ist ein komischer Zeitgenosse“, er-klärte ihr Lupin.
Doch noch bevor sie an der Haustür angekommen waren, hörten sie ein Rufen hinter sich.
„Professor Lupin, Professor Sisilia. Was machen sie denn hier?” Es war Harry, der mit sehr vielen Tüten bepackt auf sie zukam. Sie konnten nicht viel von ihm sehen, so voll beladen war er, hätten nicht die schwarzen zerzausten Haare oben herausgeschaut.
„Was machst du denn da?“, fragte Lupin ihn überrascht.
„Ich musste für die Dursleys noch eine `Kleinigkeit´ einkaufen gehen“, grinste er sie an und hob bei dem Wort `Kleinigkeit´, die vielen Tüten etwas höher.
„Aber was wollen Sie hier? Ist etwas passiert?“, wollte Harry wissen.
„Nein, Harry, alles in Ordnung. Ron hat vorhin deinen Brief erhalten und da haben wir ge-dacht, wir holen dich einfach gleich ab. Zumal ich für ein paar Tage auch in London bin“, erklärte ihm Sisilia freudig.
„Ach, nicht in den Fuchsbau?“ fragte er, und Sisilia merkte, dass ihn etwas bedrückte. Doch Lupin legte ihm die Hand auf die Schulter und erwiderte.
„Ich verstehe schon was du meinst, Harry, aber Molly muss zurzeit in London bleiben. Es geht leider nicht anders. Und es ist nun mal immer noch einer der sichersten Orte“, versuchte Lupin ihn zu überzeugen.
„Ja, natürlich, Sie haben recht“, versuchte Harry ihn zu bestätigen, doch es klang nicht sehr überzeugend.
„Und? Kommst du mit?“, fragte Lupin ihn, als er da stand und seinen Gedanken nachzu-hängen schien.
„Sicher komme ich, nur muss ich die Dursleys noch darauf vorbereiten“, sagte Harry und ver-zog das Gesicht.
„Soll ich das für dich übernehmen?“, fragte Lupin augenzwinkernd.
„Nein, schon gut, das mach ich schon, Sie kennen ja meinen Onkel, der rastet sowieso immer so schnell aus.“
„Ach, Harry, packe nur das notwendigste, es kann gut sein, dass du noch mal hier her zurück musst. Wir konnten Dumbledore auf die Schnelle nicht fragen, ob er einverstanden ist, aber wir haben uns gedacht, im Grimmauldplatz ist es sicherer, als bei der guten Mrs. Figg.“
Harrys Gesicht wurde wieder länger.
„Ach, nun komm schon, so schlimm wird es schon nicht werden“, versuchte Sisilia ihn auf-zumuntern, während er auf das Haus zuging. Bevor Harry die Haustür erreicht hatte, drehte er sich noch einmal um.
„Ach, wie kommen wir denn zum Grimmauldplatz?“, wollte er wissen
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BeitragThema: Re: Sisilias Geheimnis Teil 1   Di Apr 01, 2008 4:38 pm

„Ganz einfach Harry, mit Bus und Bahn“, erklärte Sisilia lachend. Harry nickte kurz und ver-schwand mit den vielen Tüten im Haus. Sisilia und Lupin lehnten sich gegen die Gartenmauer und warteten.
„Was hatte Harry vorhin?“, wollte Sisilia wissen.
„Es fällt ihm immer noch schwer, in das Haus seines Paten zu gehen, zu viele Erinnerungen, verstehst du?“
„Das Haus am Grimmauldplatz gehörte seinem Paten? Das heißt, Sirius Black war sein Pa-te?“, fragte Sisilia erstaunt.
„Wusstest du das nicht?“
„Nein, davon hatte ich keine Ahnung. Ich wusste, dass er sehr an ihm gehangen hat, aber nicht, dass er sein Pate war.“
Plötzlich hörten sie lautes Gebrülle und Gepolter im Haus hinter ihnen. Mr Dursley schien gerade erfahren zu haben, dass vor seinem Haus jemand auf Harry wartete.
„Sollen wir reingehen?“, fragte Sisilia unruhig.
„Nein, lass mal, wenn Harry Hilfe braucht, wird er sich schon melden. So wie ich weiß, ist das der normale Umgangston hier“, erklärte Lupin gelassen.
„Das kann doch nicht dein Ernst sein, oder doch?“, fragte Sisilia nun etwas unsicher und drehte sich um, um einen Blick auf das Haus zu werfen, aus dem immer noch das Gebrüll eines Mannes zu vernehmen war.
„Na, dann kann ich verstehen, warum Harry in den Ferien nicht hierher will“, sagte Sisilia, und bedauerte Harry sehr.
Sie hörten, wie sich die Tür öffnete. Als sie sich umdrehten, sahen sie, wie Harry mit einer Tasche in der Hand heraus kam. Hinter ihm kam polternd sein Onkel an die Tür.
„Die hätten sich wenigstens vorher anmelden können. Sie können dich doch nicht immer ein-fach abliefern und abholen, wie es ihnen passt, wir sind doch keine Pension. Und sag denen, dass wir nicht vor Freitag nächster Woche zurück sein werden, ist das klar.“ Mit hochrotem Kopf stand er in der Tür. Als er Lupin und Sisilia erblickte, schlug er prompt die Haustür mit lautem Krachen zu.
„So ich bin soweit, wir können“, strahlte Harry übers ganze Gesicht.
Sisilia und Lupin sahen sich überrascht an, und dann mussten beide laut loslachen.
„Was ist?“, fragte Harry unsicher, „hab ich was falsches gesagt?“ Harry blickte von einem zum anderen, und dann schaute er auf sich, konnte aber nichts Ungewöhnliches feststellen.
Lupin, der als erster wieder fähig war zu sprechen, antwortete ihm unter Lachen.
„Nein, wir haben uns nur Sorgen gemacht, bei dem Geschrei und Krach der im Haus zu hören war, und du kommst hier rausmarschiert, fröhlich, als sei nichts geschehen.“
„Ach so, das, man gewöhnt sich an fast alles“, sagte er und lachte mit den beiden mit.

Sie marschierten zum Magnolienring hinüber, wo die nächste Bushaltestelle war. Als sie an der Haltestelle warteten, spürte Sisilia plötzlich etwas auf ihrer Schulter, als ob jemand seine Hand darauf gelegt hatte. Doch als sie hinsah, war da nichts. Und dann vernahm sie eine Stimme neben ihrem Ohr.
„Hallo, ihr drei, wo wollt ihr denn hin?“ Sisilia erschrak und machte einen Schritt auf die Sei-te und griff fast automatisch nach ihrem Zauberstab.
„Alastor? Bist du das?“ fragte Lupin und schaute dahin, wo er ihn vermutete.
„Ja in der Tat, könnte mir mal einer von euch verraten, was ihr vorhabt?“, fragte Alastor, der jetzt zwischen Harry und Sisilia stehen musste. Denn sehen konnten sie ihn nicht, da er sei-nen Tarnumhang um hatte.
„Ach du meine Güte, Alastor, dich habe ich ja total vergessen. Das tut mir leid. Wir holen Harry ab, er kommt mit uns zum Grimmauldplatz für ein paar Tage, solange die Dursleys weg sind“, erklärte er mit erschrockener Miene.
„Schön, dass mir das auch einer sagt“, brummte er etwas verstimmt.
„Braucht ihr mich noch?“, wollte er nun wissen.
„Du kannst uns gerne zum Grimmauldplatz begleiten“, sagte Sisilia, die merkte, dass Mad Eye doch etwas sauer war, weil sie ihn vergessen hatten.
„Ich würde mich lieber noch ne Weile aufs Ohr hauen, wenn ihr mich entbehren könnt, wird morgen ein anstrengender Tag werden“, brummte er und Sisilia hörte, wie er sich unter sei-nem Umhang bewegte.
„Gut, Alastor, wir werden das auch alleine hinbekommen, es scheint ja alles ruhig zu sein“, sagte Lupin zu ihm.
„Dann bis morgen“, murmelte Moody und mit einem dumpfen Plopp war er disappariert.
„Sagen Sie bloß, Sie lassen mich immer noch überwachen?“, fragte Harry und schaute miss-mutig drein.
„Harry, ich glaube, das müssen wir nicht mehr diskutieren“, sagte Lupin nun in einem etwas schärferen Ton.
In dem Augenblick kann der Bus, sodass es Harry erspart blieb, darauf zu antworten.
„Sisilia, dein Zauberstab!“, sagte Lupin und deutete auf ihre Hand. Sie hatte vergessen, dass sie ihn immer noch in der Hand hielt und steckte ihn schnell wieder zurück in ihre Tasche, bevor der Bus sie erreicht hatte. Sisilia ließ die beiden zuerst einsteigen und übernahm dann das Zahlen.
Sie setzten sich fast nach ganz hinten, sodass sie in der Nähe der Ausgangs waren.
Sie mussten nicht weit fahren, bis sie den Bus wieder verließen. An dem kleinen Bahnhof angekommen, kaufte Sisilia für sie drei Fahrkarten und sie warteten auf den nächsten Zug der sie bis zur Viktoria Station bringen sollte. Sie suchten sich ein leeres Abteil, in dem sie Platz nahmen. Es war sehr ruhig auf der Strecke und sie blieben die ganze Fahrt alleine in dem Ab-teil, bis sie den Bahnhof im Zentrum erreicht hatten. Für die restliche Strecke nahmen sie die U-Bahn. Dort war es inzwischen recht voll, da langsam der Feierabendverkehr losging. Dies-mal mussten sie die ganze Strecke überstehen, so voll war es. Sisilia und Lupin nahmen Harry zwischen sich und beobachten die Leute um sie herum, doch sie konnten nichts Verdächtiges erkennen.
„Wie weit ist es noch?“, wollte Lupin wissen, als sie bereits eine halbe Stunde unterwegs wa-ren.
„Nur noch zwei Stationen, dann müssen wir raus“, erklärte Sisilia.
„Ron freut sich schon sehr, dass du kommst. Er hat schon gejammert, dass ihm langweilig ist, weil nur Ginny und die drei Kleinen da sind“, erzählte Lupin ihm, um ihn etwas aufzuheitern, da er doch einen sehr nachdenklichen Eindruck machte.
„Das kann ich mir vorstellen“, grinste Harry nun.
An der übernächsten Station stiegen sie aus. Über die Rolltreppe gelangten sie nach oben auf die Straße. Es waren sehr viele Leute unterwegs, die meisten wohl auf dem Nachhauseweg von der Arbeit.
Sie mussten noch ein paar Straßen gehen, um den Grimmauldplatz zu erreichen. Je weiter sie sich von der U-Bahn-Station entfernten, umso ruhiger wurde es auf den Straßen. Sisilia und Harry gingen voran, und Lupin lief hinter den beiden, eine Hand in der Jackentasche, wo er seinen Zauberstab festhielt.
Aber es blieb alles ruhig und sie wurden auch nicht angegriffen.
Endlich hatten sie Grimmauldplatz 12 erreicht und als sie anklopften, wurde die Tür von Ron so schnell geöffnet, als ob er hinter ihr gewartet hätte.
„Hallo, Harry, da bist du ja endlich“, begrüßte er ihn überschwänglich.
Die zwei Jungs machten sich sogleich auf den Weg nach oben, wo sie in ihrem üblichen Zimmer verschwanden.

*


Sisilia sah Harry und Ron noch nach, wie sie nach oben gingen und leise miteinander dis-kutierten.
„Ich werde mich dann auch mal wieder umziehen gehen, in den Sachen hier fühle ich mich einfach nicht so wohl“, erklärte er ihr und ging auch nach oben.
Sisilia hatte keine Lust sich umzuziehen, ihr machte es nichts aus in Jeans und Bluse rumzu-laufen. Sie betrat die Küche. Molly stand am Herd und war gerade dabei, das Abendessen vorzubereiten.
„Hallo, Molly, wir sind wieder da“, begrüßte Sisilia sie.
„Oh, hallo, Sisilia, ich habe euch gar nicht kommen hören. Ist alles gutgegangen?“ Sie sah sie mit besorgter Miene an.
„Es lief eigentlich alles problemlos“, antwortete Sisilia und trat zu Molly an den Herd.
„Eigentlich?“, wollte Molly nun wissen.
„Nun ja, wir hatten vergessen, Alastor Moody Bescheid zu geben, dass wir Harry holen. Er ist uns ein Stück hinterher gegangen und hat uns gefragt, was wir da eigentlich machen würden. Er war, glaub ich, ziemlich sauer“, erklärte sie Molly, die vor Erleichterung einen Seufzer von sich gab.
„Ach, das ist nicht so schlimm, das hat der morgen sowieso wieder vergessen, mach dir da mal keine Gedanken“, beruhigte Molly sie.
„Wo ist Harry überhaupt?“ fragte sie und blickte zur Tür.
„Er und Ron sind gleich nach oben auf ihr Zimmer. Ich glaube Ron wollte ihm etwas Wichti-ges zeigen.“
„Na dann, muss ich wohl meine Begrüßung noch etwas verschieben“, sagte sie sichtlich ent-täuscht.
„Kann ich dir beim Kochen helfen, Molly?“, fragte Sisilia, der beim Anblick des Essens schon das Wasser im Munde zusammen lief.

Eine Halbe Stunde später, als ein leckerer Eintopf über dem Feuer kochte, ging die Tür auf und Ron kam gefolgt von Harry in die Küche.
„Wenn es nach Essen riecht, bist du natürlich immer der erste, Ron“, lachte Mrs Weasley.
„Immer“, strahlte er. „Du, Mum, gerade kam ein Brief von Hermine, sie ist in Frankreich.
Sie schreibt, sie machen einen Campingurlaub am Meer“, sprudelte es aus ihm heraus.
Doch Mrs Weasley antwortete ihm nicht, sondern trat zu Harry und umarmte ihn zur Be-grüßung.
„Hallo, Harry, mein Guter, schön, dich wieder zu sehen. Geht’s dir gut?“, wollte sie wissen und betrachtete ihn von oben bis unten.
„Hallo, Mrs Weasley, ich freue mich auch, Sie wiederzusehen. Es geht mir bestens, danke“, antwortete er und strahlte sie an.
„Hm, hier riecht es schon so gut, wann gibt’s denn essen, Mum?“, fragte Ron und schaute in den Topf hinein.
„Sobald du Ginny, Elisabeth, Diana und Jakob bescheid gesagt hast“, erklärte Molly ihrem Sohn und stützte die Hände in die Hüften.
Ron verzog das Gesicht, machte sich aber ohne einen weiteren Kommentar auf, die anderen zu holen.
In dem Moment, als Ron hinausgehen wollte, betrat Lupin die Küche. Er hatte wieder seine üblichen Sachen an, sowie auch seinen schon sehr schäbigen Umhang, den er immer trug.

Lupin und Molly standen neben dem Herd und besprachen etwas wegen dem morgigen Tag.
Sisilia bemerkte, wie Harry, der sich an den Tisch gesetzt hatte, gedankenverloren auf einen der leeren Stühle starrte. Seine Augen wirkten sehr traurig.
„Harry. Alles in Ordnung mit dir?“, fragte Sisilia besorgt, doch er antwortete nicht.
„Harry?“, versuchte sie es noch einmal. Er wandte langsam den Kopf, und ihr war es, als habe sie ihn soeben aus einer anderen Welt zurückgeholt. Er sah sie an.
„Ist alles in Ordnung mit dir?“, wiederholte sie nun ihre Frage.
„Ja“, murmelte er, was aber nicht sehr glaubwürdig klang. Sisilia konnte sich denken an was, bzw. an wen er gerade gedacht hatte. An Sirius Black. Vielleicht war das immer sein Platz gewesen, an dem er gesessen hatte, überlegte sie.
Als sie ihm in die Augen sah, fühlte sie seine Trauer und die Leere, die in ihm war. Sie spürte, er vermisste ihn sehr. Sie setzte sich neben Harry an den Tisch.
„Du hast ihn sehr gern gehabt, nicht war?“, fragte sie ihn und Harry nickte nur.
„Ich hätte ihn auch gerne kennengelernt“, gestand sie ihm und Harry schaute sie mit großen Augen überrascht an.
„Woher wissen Sie, dass ich an Sirius gedacht habe?“
„Du hast so traurig auf diesen Stuhl geschaut, da habe ich vermutet, dass dies vielleicht im-mer sein Platz gewesen war“, erklärte sie ihm. Sie wollte ihm nicht sagen, dass sie in seine Gedanken eingedrungen war und seine Gefühle erkannt hatte. Sie konnte sich vorstellen, dass er dann ziemlich wütend werden würde.
Harry nickte und noch bevor er etwas antworten konnte, kam eine Schar Kinder, gefolgt von Ron und Ginny in die Küche gestürzt.
„Hallo, Harry, schön, dass du da bist!“, rief Ginny.
In dem Moment, als die drei elf Jährigen Harry erblickten, verstummten sie und schauten ihn mit großen Augen an.
„Ist er das?“, fragte Diana schüchtern und zupfte Ginny an ihrem Umhang.
„Ja, das ist Harry Potter, Diana“, erklärte ihr Ginny.
Harry, der es anscheinend gewohnt war, angestarrt zu werden, hob nur die Hand und sagte:
„Hallo, ihr drei.“
Die drei gingen um den Tisch herum, ohne einen Blick von Harry zu lassen und setzten sich ihm gegenüber hin. Sie begannen immer wieder miteinander zu tuscheln und stupsten sich auch immer wieder mit den Ellenbogen an.
Harry versuchte, sie zu ignorieren.
Die Tür ging erneut auf und Mr Weasly betrat die Küche.
„Guten Abend, alle zusammen“, sagte dieser und machte einen müden Eindruck.
Er gab seiner Frau einen Kuss zur Begrüßung, und sie nahm ihm seinen Umhang ab und hängte ihn an die Wand neben die Tür.
„Oh, Professor Sisilia, das ist schön, dass sie uns besuchen“, sagte Mr Weasley, als er sie er-blickte.
„Sie wird bei Ron und Harry bleiben, solange wir unterwegs sind, Arthur“, erklärte Molly ihrem Mann.
„Harry?“, fragte er und erst jetzt bemerkte er, dass auch Harry am Tisch saß. Er begrüßte ihn und wollte wissen, warum er hier sei. Ron erklärte es seinem Vater.
„Wann geht es denn morgen los?“ fragte Sisilia nun.
„Morgen Vormittag, wir werden in drei Gruppen gehen“, erklärte Lupin, der sich inzwischen neben Sisilia gesetzt hatte. „Professor Dumbledore hält es für besser, wenn wir alles getrennt machen. Sodass sich die drei nicht zur selben Zeit am selben Ort aufhalten werden.“
„Keine schlechte Idee und wann werdet ihr zurück sein?“, wollte Sisilia noch wissen, wäh-rend sie Molly half die Teller und das Besteck auf dem Tisch zu verteilen.
„Erst übermorgen Nachmittag. Die Kinder werden die Nacht über bei ihren Eltern bleiben“, fuhr Lupin mit seiner Erklärung fort.
Sisilia sah zu den Kindern, und die strahlten sie an. Sie schienen sich schon sehr zu freuen, was Sisilia nur zu gut verstehen konnte.
Das Abendessen verlief sehr ruhig und wurde nur ab und zu vom Gekicher der kleinsten un-terbrochen.

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BeitragThema: Re: Sisilias Geheimnis Teil 1   Di Apr 01, 2008 4:39 pm

Während Molly dann Diana, Elisabeth und Jakob nach oben brachte, mit ihnen die restlichen Sachen packte und noch einiges besprach, kümmerten sich Sisilia und Ginny um den Ab-wasch.
Harry und Ron verschwanden auch nach oben, sie wollten Seidenschnabel füttern gehen, dem Sirius, als er in das Haus hier zurückkehrte, einen Raum eingerichtet hatte.
Ginny verabschiedete sich auch recht schnell, als sie alles Geschirr aufgeräumt hatten, sodass nur noch Sisilia, Mr Weasley und Lupin in der Küche waren. Und als die Kinder im Bett wa-ren, kam auch Molly wieder herunter und setzte sich zu den übrigen.
Sie unterhielten sich den ganzen Abend noch über die nächsten beiden Tage. Doch gingen alle an dem Abend sehr bald schlafen.


*



Sisilia schlief sehr unruhig. Sie träumte viel wirres Zeugs, was sie mehrmals in der Nacht aufwachen ließ. Erst in der zweiten Hälfte der Nacht fand sie endlich tiefen Schlaf.
Als sie am nächsten Morgen aufwachte, war es schon nach neun und sie zog sich rasch an und ging nach unten.
Hier herrschte schon jede Menge geschäftiges Treiben. Es waren schon eine Menge Leute angekommen. Unter ihnen Kingsley Shecklebolt, Tonks und Alastor Moody. Molly schien Recht zu behalten, denn er machte nicht den Eindruck, als ob er noch sauer wäre, im Gegen-teil. Als er das, was gestern passiert war, Tonks und Kingsley erzählte, war er derjenige, der am lautesten lachte.
Sisilia hatte das Gefühl, dass er froh war, endlich mal wieder was Richtiges zu tun zu haben.
Jede der drei Gruppen bestand aus fünf Personen. Einem der Kinder und vier Leuten aus dem Orden, die sie beschützen sollten.
Sisilia hatte bemerkt, dass in der Halle drei steinerne Figuren aufgestellt worden waren, die jeweils einen Elfen darstellten. Sie waren vielleicht einen Meter groß. Sie hatte sich schon gewundert, was die hier zu suchen hatten.
Doch als sich die erste Gruppe, bestehend aus Lupin, Tonks, Bill Weasley und Sturgis Pod-more mit Diana um eine der Statuen aufstellten, war ihr sofort klar, dass es sich um Port-schlüssel handeln musste.
„Alles bereit?“, fragte Lupin in die Runde und die vier anderen nickten. Lupin schaute noch einmal zu den übrigen, wünschte allen viel Glück und begann dann, auf drei zu zählen. Alle fünf berührten zugleich die Statue und sie verschwanden. Eine halbe Stunde später, gegen halb elf, machte sich die zweite Gruppe auf den Weg. Jakob, Kingsley, Hestia Jones, Emme-line Vance und Mundungus Fletcher stellten sich nun um ihren Portschlüssel auf und waren als Kingsley auf drei gezählt hatte auch verschwunden.
„Sisilia, wir werden als erstes in die Winkelgasse gehen, deshalb nehme ich Ginny mit, sie wird dann zu ihren Brüdern in den Laden gehen“, erklärte Molly ihr.
„Sie hätte aber auch gerne hier bleiben können Molly“, sagte Sisilia überrascht.
„Das weiß ich, Sisilia, aber sie hat sich schon darauf gefreut, ihren Brüdern im Laden zu hel-fen und das wollte ich ihr nicht nehmen, wenn wir schon die ganze Zeit in diesem Haus hier festsitzen“, sagte Molly entschuldigend.
„Schon gut, das kann ich auch verstehen“, antwortete Sisilia ihr.
„So, Molly, ich denke es wird Zeit für uns. Kommt ihr bitte?“, forderte er die letzten Fünf auf.
„Viel Glück Dad, Mum.“, sagte Ron zu seinen Eltern und machte kein sehr glückliches Ge-sicht dabei.
„Mach dir keine Sorgen, Junge, Professor Dumbledore hat alles gut geplant, es wird schon nichts schief gehen“, beruhigte Mr Weasley seinen Sohn und legte ihm die Hand auf seine Schulter. Mrs Weasley nahm Elisabeth und Ginny an den Händen und trat mit ihnen zu der Statue. Moody und Elphias Doge folgten ihnen.

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BeitragThema: Re: Sisilias Geheimnis Teil 1   Di Apr 01, 2008 4:40 pm

Erschreckende Erkenntnis





Als auch sie, nachdem Mr Weasley auf drei gezählt hatte, verschwunden waren, kam Sisilia das Haus so richtig ruhig und verlassen vor.
Harry sah Ron an, der ein sehr besorgtes Gesicht machte.
„Sollen wir eine Runde Zauberschach spielen?“, fragte Harry ihn schließlich. Scheinbar woll-te er ihn etwas ablenken.
Ron nickte und drehte sich schon zur Treppe hin.
„Habt ihr was dagegen, wenn ich euch zusehe?“, fragte Sisilia, die keine große Lust hatte, allein zu bleiben.
„Sicher doch, warum denn nicht? Können Sie Schach spielen?“, fragte Harry neugierig.
„Nein, nicht wirklich. Ich hatte nie jemanden, der es mir richtig beigebracht hat“, erklärte sie ihnen, während sie die Treppe nach oben stiegen und in die Bibliothek gingen, wo das Schachbrett aufgestellt war. Während die beiden schon mit dem Spiel begannen, schaute sich Sisilia noch etwas bei den Büchern um. Sie fand ein sehr altes Buch mit dem Titel ‚Das Buch der tausend Visionen’. Sie zog es heraus und setzte sich in die Nähe von Harry und Ron. Sie konnte gerade noch sehen, wie nach einem Zug von Ron, sein Pferd, bzw. dessen Reiter, ei-nem von Harrys Bauern den Kopf abschlug.
„Irgendwie brutal das Spiel“, sagte sie und schüttelte den Kopf. Ron grinste sie an.
Nachdem sie eine Weile den beiden beim Spielen zugesehen hatte, nahm sie das Buch, und schlug es auf.
Doch noch bevor sie sich richtig auf die erste Seite konzentrieren konnte, begann es ihrem Kopf zu brummen und ihr wurde merkwürdig schwindlig. Sie schloss die Augen.

Sie sah Hermine in einem dichten Wald herum laufen, mit zwei anderen erwachsenen Perso-nen, einem Mann und einer Frau. Das mussten ihre Eltern sein, vermutete Sisilia, denn es war zu beiden eine gewisse Ähnlichkeit vorhanden.
Plötzlich tauchten drei Gestalten in schwarzen Umhängen hinter ihnen auf. Sie sah, dass die drei jeder einen Zauberstab in ihren Händen hielten. Sisilia schrie, wollte Hermine warnen, aber sie hörte sie nicht. Die Gestalten kamen immer näher. Doch dann sah sie, dass Hermine die Männer entdeckt hatte und ihren Zauberstab ziehen wollte. Aber noch bevor sie ihn be-nutzen konnte, hatte einer der Männer sie schon geschockt und Hermine stürzte zu Boden. Die Frau hinter ihr schrie auf, wollte zu ihrer Tochter laufen, doch die Männer hielten sie auf und sagten etwas zu ihnen, was Sisilia nicht hören konnte.
Sie beobachtete nun, wie einer der drei Hermine aufhob und über seine Schulter legte wie einen Sack Kartoffeln. Dann befahlen die anderen beiden Hermines Eltern, hinter dem Mann, der ihre Tochter trug, hinterher zu gehen, was diese dann sehr verängstigt auch taten. Die Gruppe verschwand nun im dunklen Wald.

*


„Professor? Was haben Sie?” Sie spürte, wie jemand an ihrer Schulter rüttelte. Sie brauchte einige Sekunden, bis sie wieder wusste, wo sie war. Sie blickte auf und sah Harry vor sich stehen, der ein sehr besorgtes Gesicht machte.
„Was ist passiert, Sie haben das Buch fallen lassen und dann haben sie nach Hermine ge-rufen“, erklärte ihr Harry, der sie überrascht ansah.
Sisilia wurde sofort klar, dass sie wieder eine Vision gehabt hatte. Doch sie war sich nicht sicher, ob es etwas war, das erst noch passieren würde oder ob es gerade eben passiert war, als sie es gesehen hatte.
Sie setzte sich in dem Sessel auf.
„Harry, ich hatte gerade eine Vision“, erklärte sie ihm noch immer etwas durcheinander.
„Ron, hast du nicht gestern einen Brief von Hermine bekommen?“ fragte sie, da sie sich er-innerte, dass er etwas von Frankreich erzählt hatte.
„Ja sicher, aber warum?“, wollte Ron wissen, der nicht mehr zu verstehen schien. Auch Harry schaute sie ungläubig an.
„Ich habe gerade gesehen, wie Hermine und ihre Eltern entführt worden sind“, erklärte sie den beiden. Die sahen sie an, als ob sie glaubten, dass sie nun verrückt geworden war.
„Ihr müsst mir glauben, ich sage die Wahrheit“, beteuerte sie.
„Ron, hat sie geschrieben, wo sie genau sind?“
„Ja, ich glaube schon, es war irgendwo in Frankreich, am Meer. Ich hole den Brief mal“, ant-wortete er und rannte aus dem Zimmer. Harry sah sie immer noch an, als ob er dachte, dass sie nun verrückt geworden war.
„Harry, du musst mir glauben, ich habe nicht geträumt“ beteuerte sie ihm.
Sisilia stand auf und schaute bei den Büchern nach, ob sie einen Atlanten finden konnte. Sie hatte Glück, es stand tatsächlich einer dabei. Zwar schon eine etwas ältere Ausgabe, aber sie hoffte, die würde genügen.
Ron kam auch schon mit dem Brief in der Hand zurück. Er rollte ihn auf und begann zu lesen.
„Ah, hier steht es:

Wir sind in Frankreich auf einem Campingplatz, in der Nähe von St. Malo. Der nächste Ort heißt Porspoder. Es ist hier wunderschön und sehr interessant. Hier gibt es viele Megalith-stätten. Die größten Steine hier sind bis zu 5 Meter hoch, das ist echt gigantisch hier.
Morgen werden wir ein noch sehr wenig unerforschtes Gebiet besuchen, wo es diese Dalmen geben soll, das sind so Steine die aussehen wie Tische. Und in dem Wald soll es auch noch Höhlen geben, die diese Dalmen als Eingang haben. Ich werde Dir mehr berichten, wenn wir wieder zurück sind.

„Das ist eigentlich alles, was sie geschrieben hat, reicht das?“, wollte Ron wissen.
„Lass mal sehen“, sagte Sisilia, die schon den Atlas aufgeschlagen hatte und mit dem Finger die Westküste absuchte.
„St Malo, St Malo? Ah ja, ich hab’s”, und sie deutete auf einen roten Punkt auf der Karte. Und dann suchte sie noch Porspoder, das war aber auf dieser Karte nicht eingezeichnet. Sie suchte eine heraus, welche die Gegend größer zeigte und da fand sie auch den Ort.
„Aber was sollen wir den jetzt machen?“, fragte Ron.
„Vom Orden sind alle unterwegs, wir können niemand um Hilfe bitten. Sind Sie sich sicher, dass das, was Sie gesehen haben, echt war?“, fragte er noch mal und Sisilia merkte die Angst in seiner Stimme.
„Harry, ich fürchte schon und wenn ich den Brief richtig verstanden habe, wollten sie heute in diesen Wald gehen und diese Höhlen suchen. Genau das habe ich gesehen, diesen Wald mit den großen Felsen. Das passt alles zusammen. Ich muss irgendwas unternehmen“, sagte Sisi-lia, doch sie hatte keine Ahnung, was. Sie konnte theoretisch ja dahin apparieren. Aber dann musste sie Harry und Ron hier zurück lassen. Aber sie wären ja trotz allem gut aufgehoben. Das wäre wohl das Beste, die beiden könnten dann ja den anderen Bescheid geben, wenn sie zurückkommen, überlegte sie nun.
„Was haben Sie vor?“, fragte Ron.
„Ich werde nach Frankreich gehen und nach dem Rechten sehen, Ron. Ihr sagt den anderen, was los ist, falls ich nicht vor ihnen zurück bin“, erklärte sie ihnen.
„Sie können das doch nicht ganz alleine machen, wir wollen mitgehen und Ihnen helfen“, verlangte Ron und sah Harry hilfesuchend an.
„Sicher“, antwortete dieser. „Sie ist schließlich unsere Freundin und wenn sie in Gefahr ist, werden wir ihr helfen“, bestätigte er seinen Freund.
„Das ist viel zu gefährlich, ihr könnt nicht mit und außerdem könnt ihr noch gar nicht ap-parieren, wie wollt ihr dann dorthin kommen?“
„Wir fliegen, mit dem Besen“, konterte Ron.
„Nein, es geht wirklich nicht, zum Einen würde es zu lange dauern, und zum Zweiten ist es tagsüber viel zu gefährlich, mit dem Besen zu fliegen“, versuchte sie die beiden zu über-zeugen.
„Wenn sie uns nicht mitnehmen, werden wir in der Nacht mit dem Besen hinterherkommen“, drohte Ron nun wütend und Harry stimmte ihm mit einem Kopfnicken zu.
„Seid nicht albern, ihr zwei.“
„Was heißt hier albern. Hermine ist ihn Gefahr, Sie glauben doch nicht, dass wir hier sitzen bleiben und Däumchen drehen“, schrie Ron sie entrüstet an. Sisilia wurde wütend.
„Jetzt ist aber genug, Ron, reiß dich zusammen“, mit einem Knall schloss sie den Altlas.
„Ron hat recht, Professor, Sie können uns hier lassen, aber Sie können nicht verhindern, dass wie auf eigene Faust etwas unternehmen werden“, erklärte Harry erstaunlich ruhig. Doch als er einen Blick gegen die Decke richtete, wusste sie sofort an was er dachte. Seidenschnabel, den Hippogreif, der oben in einem der Zimmer untergebracht war. Zwei Leute konnte er ohne Probleme tragen. Sie blickte beide an und sah ihre entschlossene Gesichter und sie erkannte, dass die beiden sich nicht umstimmen ließen. Was sollte sie tun? Es drauf ankommen lassen. Sie konnte die beiden nicht nachts alleine über den Kanal fliegen lassen. Es würde ihr wohl nichts anderes übrig bleiben, als hier zu bleiben oder die beiden mitzunehmen. Sisilia resi-gnierte. Es blieb also nur eine Möglichkeit.
„Ein Flugzeug. Dann haben wir nur eine Möglichkeit, wir müssen mit einem Flugzeug da-hin“, erklärte sie ihnen.
„Heißt das, Sie nehmen uns mit?“, wollte Ron wissen.
„Es bleibt mir ja nichts anderes übrig, ich kann euch nicht alleine über den Kanal fliegen las-sen. Auf alle Fälle sollten wir Dumbledore eine Eule schicken. Ich hab nur keine Ahnung, wo er sich aufhält. In der Schule ist er, so wie ich weiß, nicht. Ron könntest du Pigwidgeon damit beauftragen? Ich schreibe eine Nachricht.“ Sisilia ging zum Sekretär und nahm eines der Per-gamente die darauf lagen, tauchte die Feder in die Tinte und begann zu schreiben.

Professor Dumbledore,

Heute Morgen hatte ich eine Vision. Hermine und ihre Eltern wurden in Frankreich, in der Nähe von St. Malo, bei dem Ort Porspoder, von Zauberern entführt. Da ich niemand um Hilfe bitten kann, werde ich mit Harry und Ron erst einmal selber nach dem Rechten sehen. Ich melde mich, sobald ich mehr weiß.

Sisilia


„Das muss reichen“, Sisilia rollte das Pergament zusammen und versiegelte es magisch mit ihrem Zauberstab. Sie reichte Ron den Brief, der blieb noch einen Moment stehen.
„Und wie wollen Sie das bezahlen, ich meine ein Flugzeug zu benutzen kostet doch Geld?“, fragte Harry nun etwas unsicher.
Sie griff in ihre Tasche und zog eine Geldbörse heraus. Sie öffnete sie und fingerte kurz darin herum. Dann zog sie eine Karte heraus und hielt sie die Luft.
„Hiermit, mit meiner Kreditkarte, ganz einfach. Die hab ich noch, aus meiner Zeit, als ich bei den Muggeln lebte, und ich dachte ich behalte diese Dinge, man weiß nie, wann man es brau-chen kann“ Harry nickte, doch Ron und schaute verdutzt auf das Plastikteil.
„Einer was?“, fragte Ron.
„Harry soll es dir erklären. Ron, vergiss den Brief nicht. Geht euch schon mal umziehen, ich werde versuchen, einen Flug zu bekommen, aber dazu muss ich telefonieren. Ihr wartet hier, habt ihr verstanden?“
„Und sie kommen sicher zurück und gehen nicht ohne uns?“
„Sicher, ich habe keine Lust, euch nachher aus dem Kanal zu fischen. Also beeilt euch.“ Har-ry und Ron verließen die Bibliothek.
Sisilia war froh, dass sie heute schon ihre Muggelkleider angezogen hatte, so musste sie sich nicht erst noch umziehen. Aber sie wollte noch eine Nachricht für die anderen hier lassen, falls doch jemand früher zurückkam.
So nahm sie noch ein Pergament und hinterließ ihre Nachricht darauf und legte sie an-schließend in die Küche auf den Tisch.
Dann verließ sie das Haus und suchte nach der nächsten Telefonzelle. Sie musste nicht weit gehen, bis sie eines der roten Häuschen fand.
Sie hatte Glück, es gab tatsächlich einen Flug mit einer kleinen Chartermaschine nach St. Ma-lo. Sie buchte gleich 3 Plätze und kehrte schnellstens wieder zum Grimmauldplatz.
Zurück im Haus ging sie in ihr Zimmer und packte sich noch ein paar Sachen ein. Dann nahm sie ihren Muggelpass aus ihrem Mantel und steckte ihn vorne in ihre Reisetasche. Da fiel ihr ein, dass Ron und Harry gar keine Pässe hatten. Als sie in der Küche ankam, waren Harry und Ron schon unten und warteten.
„Wir haben schon mal ein paar belegte Brote gemacht für unterwegs“, erklärte Ron und hob eine große Tasche in die Luft. Sisilia grinste.
„Gut, Ron. Aber ihr braucht noch Pässe, sonst lassen sie Euch an der Passkontrolle nicht durch“, erklärte sie ihnen. „Ich werde euch wohl welche zaubern müssen“, murmelte sie und sah sich in der Küche suchend um. Da sah sie den Tagespropheten, der noch vom Morgen auf dem Tisch lag, nahm ihn und teilte ihn in zwei Teile. Dann tippte sie mit dem Zauberstab kurz jeweils gegen die zwei Zeitungshälften, und auf dem Tisch erschienen zwei Muggelpässe.
Harry und Ron griffen danach und schauten sie sich erstaunt an.
„Sehen die auch wirklich echt aus?“, frage Ron mit offenem Mund.
„Echter als echt“, grinste Sisilia.
„So habt ihr sonst alles, wir sollten gleich gehen, der Flug geht in gut einer Stunde, wir hatten Glück, der Pilot musste wegen technischer Probleme seinen Flug um 2 Stunden verschieben. Sonst wäre er schon weg.“
Sie machten sich auf den Weg. Sie nahmen die U-Bahn bis zur Viktoria Station, wo sie um-steigen mussten in den Zug, der nach Heathrow weiterfuhr.
Auf dem Flughafen angekommen, hatten sie gerade noch 10 Minuten Zeit, um ihre Maschine zu erreichen. Ron staunte nicht schlecht, als er die große Abfertigungshalle sah. Auch Harry sah sich neugierig um, da er noch nie auf einem Flughafen gewesen war. Sisilia drängte beide, schneller zu gehen.
Als sie an der Passkontrolle waren, legte Sisilia ihren Pass auf das Pult und der Zollbeamte schaute ihn sich genau an.
„Mrs Dorel?“, sagte er und als sie nickte, gab er ihr ihren Pass zurück und sagte:
„Sie können passieren.“
Auch die Pässe von Harry und Ron sah er sich an und gab sie dann beiden zurück.
Sie gingen weiter zu ihrem Gate. Als Ron durch die Scheiben auf das Rollfeld sehen konnte, blieb er stehen, und sein Mund klappte auf.
„Was ist, Ron? Komm, wir können schon einsteigen“, sagte Sisilia ungeduldig
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BeitragThema: Re: Sisilias Geheimnis Teil 1   Di Apr 01, 2008 4:42 pm

„Sollen wir etwa mit dem Ding da fliegen? Sind Sie sicher, dass dieses Ding da draußen flie-gen kann?“, fragte er nun sehr ängstlich und deutete immer wieder auf die kleine Verkehrs-maschine, die vor dem Gate draußen stand und wartete.
„Natürlich kann das fliegen, Ron. Du wirst doch jetzt nicht etwa kneifen wollen?“, fragte Sisi-lia amüsiert, die sich nicht vorstellen konnte, dass Ron Angst vor dem Fliegen haben könnte.
Ron bewegte sich immer noch nicht und starrte immer noch auf das kleine Flugzeug vor ihm.
„Ron, nun komm schon, es geht um Hermine“, sagte Harry und schob ihn voran. Als ob der Name Hermine ein Startsignal war, bewegte sich Ron und ging hinter Sisilia her, die ihre Ti-ckets einer Stewardess reichte, die an der Tür wartete.
Sie gingen ein Stück über das Rollfeld und erreichten die Maschine. Es war kein großes Flug-zeug, es passten gerade mal 8 Passagiere hinein. Harry und Ron setzen sich auf der rechten Seite in die vorletzte Reihe. Harry schob Ron ans Fenster, während er sich in den Gang setzte. Sisilia nahm hinter den beiden Platz, nachdem sie ihnen gezeigt hatte, wie das mit dem An-schnallen funktionierte.
Ron war immer noch ganz blass um die Nase. Und Sisilia konnte hören, wie er immer wieder fragte, ob das Ding auch wirklich sicher sei.
Es dauerte nicht lange, und sie rollten zur Startbahn.
Sisilia konnte beobachten, dass Ron sich ganz klein auf seinem Sitz zusammen duckte und die Augen schloss, als die Maschine abhob. Erst nachdem sie eine fast eine halbe Stunde in der Luft wahren, fing Ron an, sich zu entspannen, und schaute dann sogar aus dem Fenster. Ir-gendwann meinte er sogar: „Harry, eigentlich ist es auch nicht viel anders als mit dem Ford Anglia, weißt du noch?“
Harry nickte. Nur Sisilia verstand nicht, was er meinte. Harry erzählte ihr, dass sie zum Be-ginn des zweiten Schuljahres mit Mr Weasleys Auto zu Schule geflogen waren, weil sie nicht mehr durch die Absperrung am Bahnhof kommen konnten.
Nach einer weitern halben Stunde hatten sie den Flugplatz bei St. Malo erreicht. Es war nur ein sehr kleiner Flugplatz, mit einer kleinen Abfertigungshalle. Hier landeten keine großen Verkehrsmaschinen. Da sie kein großes Gepäck hatten, mussten sie nicht auf Koffer warten und konnten gleich durch die Abfertigung gehen. Auch hier gab es keine Probleme mit den Pässen.
Sisilia ging zu einer Autovermietung, die ihren Stand auch in der kleinen Halle hatte, wo sie einen kleinen Renault Clio mietete.
Als sie beim Auto angekommen waren, reichte sie Harry eine Karte von der Gegend hier, die sie sich noch besorgt hatte.
Ron setzte sich hinten ins Auto, während Harry vorn einsteigen wollte. Sisilia, die ihre Ta-schen in den Kofferraum packte, fing plötzlich an zu lachen.
„Willst du fahren, Harry?“, fragte sie ihn amüsiert. Harry schaute sie verdutzt an und blickte in das Innere des Fahrzeugs. Erst jetzt erkannte Harry, dass er auf der Fahrerseite einsteigen wollte. Er hatte nicht daran gedacht, dass in Frankreich kein Linksverkehr herrschte. Auch er musste nun lachen.
„Nein, lieber nicht“, antwortete er und ging schnell um das Auto herum und stieg auf der an-deren Seite ein.
Sie fuhren los. Mit der Hilfe von Harry, der sich nicht mal so ungeschickt anstellte beim Kar-tenlesen, fanden sie den Weg zu dem Campingplatz sehr schnell. Sie mussten eine ganze Wei-le an der Küsten entlang fahren. Die Gegend war wunderschön und Sisilia wünschte sich, sie würden sich irren und die Grangers gemütlich vor ihrem Wohnwagen sitzend antreffen. Doch sie war sich sicher, dass dies nicht der Fall sein würde.
Als sie die kleine Ortschaft Breles hinter sich gelassen hatten, fuhren ziemlich lange an einem großen, dichten Waldstück entlang.
Es war inzwischen schon später Nachmittag geworden, als sie nun endlich den Campingplatz bei Prospoder erreichten.
Sisilia fragte an der Rezeption nach, wo sich der Stellplatz, der Grangers befand. Es dauerte eine Weile, bis sie endlich wusste wohin sie mussten, da ihr Französisch nicht sonderlich gut war und der Mann einen fürchterlichen Akzent hatte.
Ihren Wagen mussten sie draußen stehen lassen und so machten sie sich zu Fuß auf dem Weg.
Es war hier ein wunderschöner idyllischer Ort. Mit seinen sehr hohen Kiefern, die typisch für diese Landschaft waren, wirkte es fast malerisch.
Rechts und links ihres Weges standen schön säuberlich geordnet viele Wohnwagen und Zelte, die alle ihre eigenen eingezäunten Parzellen hatten. Manchen sah man an, dass sie gehegt und gepflegt wurden, dort gab es viele Blumen, kleine Teiche mit Springbrunnen oder eine An-sammlung von Gartenzwergen. Manche hatten sich auch kleine Bassins aufgestellt.
Sie mussten ein ganzes Stück gehen, ehe sie den Teil erreichten, wo die Grangers einen gro-ßen Wohnwagen gemietet hatte.
„Das müsste es sein, Nummer 17.“ Sisilia ging zur Tür und klopfte an. Wie sie es erwartet hatte, bekam sie keine Antwort. Da trat aus dem Wohnwagen neben an ein Mann um die vier-zig, der nur mit Badehose und T-Shirt bekleidet war. Er hatte eine Tasche mit Badesachen in der Hand, wahrscheinlich wollte er schwimmen gehen.
„Guten Tag, wollen sie zu den Grangers?“, fragte er auf Englisch. Sisilia ging ihm ein Stück entgegen.
„Ja, wir wollten sie besuchen. Wissen sie vielleicht wo sie sind?“, fragte Sisilia den blonden Mann, der seinen Wohnwagen abgeschlossen hatte und nun zu ihnen trat.
„Sie wollten heute ein paar Megalithenstätten besichtigen. Aber nicht die normalen Touris-tenanziehungspunkte. Sie habe irgendwas von einem Wald gesagt. Aber sie müssten bald wieder zurück sein. Wir wollten heute Abend zusammen grillen“, erklärte er ihnen.
„Oh danke, dann werden wir warten“, antwortete Sisilia ihm. Der Mann verabschiedete sich und verschwand in Richtung Meer. Als er außer Sichtweite war, zog Sisilia ihren Zauberstab aus ihrer Tasche und richtete ihn gegen das Türschloss.
„Alohomora“; flüsterte sie und dann sie öffnete die Tür des Wohnwagens.
Sie stiegen hinein und schlossen die Tür von innen.
„Seht euch mal um, vielleicht finden wir irgendwelche Hinweise, wo genau sie hin wollten“, forderte sie die beiden nun auf.
Es dauerte nicht lange, als Harry mit einem Buch in der Hand aus Hermines Schlafecke
zurückkam.
„Ich glaube, ich habe etwas gefunden“, sagte er und legte ein Buch auf den Tisch, der in der Mitte des Wohnwagens aufgestellt war.
„Hier steht etwas von diesen Megalithenstätten, ist das nicht so etwas Ähnliches wie
Stonehenge?“, fragte Harry.
„Ja, stimmt, Harry, es stammt alles aus der gleiche Zeit, manche vermuten, es stamme aus der Zeit der Kelten, aber niemand weiß wirklich, was es bedeuten soll. Manche sagen sogar, es wurde von Aliens errichtet. Und Hagrid hat mal behauptet, es seien Grabsteine von Riesen. Wie auch immer. Seht mal, hier ist eine Karte und da ist auch etwas eingezeichnet, genau hier.
Sie sind wohl bis hier mit dem Auto gefahren und von hier aus wollten sie da oben hin laufen. Hier hat Hermine ein weiteres Kreuz gemacht“ Sisilia zeigte auf einen Punkt auf der Karte.
„Wir sollten keine Zeit mehr verlieren, kommt“, trieb sie die beiden an. Und sie machten sich wieder auf den Weg zum Auto.

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