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 Sisilias Geheimnis Teil 4

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Sisilia
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BeitragThema: Re: Sisilias Geheimnis Teil 4   Mi Apr 02, 2008 8:06 pm

„Ist dir kalt?“, fragte er, als er spürte, wie sich die Härchen auf ihren Armen aufstellten.
„Etwas“, gab sie zu und schlang leicht fröstelnd die Arme um sich.
„Möchtest du zurück, oder soll ich noch etwas Holz nachlegen?“, fragte er und deutete auf das schon heruntergebrannte Feuer neben ihnen.
„Ich würde gerne noch hier bleiben, wenn du das Feuer wieder in Gang bringst“, erklärte sie ihm. Er nickte und stand auf. Etwas Holz lag noch bereit, welches er vorhin gesammelt hatte und dieses legte er auf die Glut. Sofort begann das sehr trockene Holz Feuer zu fangen und schnell breitete sich eine wohlige Wärme aus.
Sie saßen noch einige Zeit da, tranken noch etwas Wein und redeten über die letzten Tage, als es plötzlich einen lauten Knall gab und sie beide vor Schreck zusammen zuckten. Doch schon im selben Moment, sahen sie, als sie nach oben in den Himmel schauten ein rotes Leuchten über ihnen erstrahlen. Sie sprangen auf, doch noch ehe sie was sagen konnten, krachte es erneut und ein weiteres Mal. Aber diesmal erstrahlte ein grünes Licht über ihnen, welchem dann viele andere Lichter folgten. Mit einem Male war der ganze Himmel erleuchtet von Raketenfeuer und überall knallte und heulte es auf, während die bunten Leuchtfeuer vom Himmel regneten.
Sisilias Blick entspannte sich, als ihr klar wurde was das war. Sie sah zu Severus und legte ihre Arme um seinen Nacken.
„Ich wünsche dir ein gutes neues Jahr“, sagte sie und gab Severus einen Kuss. Er brauchte ein paar Sekunden länger, bis er begriff, dass es sich hier um Silvesterfeuerwerk handelte, doch dann erwiderte er ihren Kuss und seine Arme, die er um sie geschlungen hatte, drückten sie fest an sich.
„Happy New Year“, hauchte er, als er seine Lippen wieder von den Ihren löste.


Sie hatten bis weit in den Vormittag geschlafen, nach einem sehr ausgiebigen Frühstück, und nachdem sie ihr Hotel bezahlt hatten, apparierten sie ungesehen zu der Fischerhütte am Strand. Kurz vor zwölf Uhr waren sie dort. Sisilia zog den Krug unter dem Schrank hervor und stellte ihn auf den Tisch, der einsam und verloren neben dem Schrank in dem Raum stand. Severus musterte sie dabei, nahm dann ihre Hand und zog sie zu sich her.
„Danke für die unbeschreiblich schönen Tage“, haucht er und nahm sie in den Arm. Sie ergriff seine linke Hand und verschränkte ihre Finger mit den seinen, während sie sich gegen ihn lehnte. Noch ehe Severus begriff, hatte sie ihre beiden Hände gegen den Portschlüssel gepresst und beide wurden zusammen von Griechenland zurück nach Schottland zurückgeschickt, wo sie, immer noch sich umarmend, in Albus Dumbledores Büro wieder auftauchten. Sie hörten ein Räuspern hinter sich und lösten sich voneinander. Neben Albus konnten sie noch einige andere Personen erkennen, die sich in dem Büro aufhielten. Severus machte einen erschrockenen Schritt zurück und blickte in die grinsenden Gesichter von Harry, Ron und Hermine. Severus warf Sisilia einen kurzen tadelnden Blick zu, doch dann entspannte er sein Gesicht wieder.
„Ein gutes neues Jahr“, sagte er dann und sah fragend zu Albus.
„Das wünsche ich euch auch“, antwortete Albus und ging auf Sisilia zu, die er kurz in den Arm nahm. Severus reichte er die Hand.
„Ich sehe, euer Urlaub ist ...“, er zögerte kurz, „... wohl so verlaufen, wie ihr es Euch vorgestellt habt“, beendete er den Satz und lächelte.
„Ja, doch. Kann man so sagen“, grinste Sisilia ihn an, dann sah sie zu den dreien.
„Ich wünsche euch auch ein gutes neues Jahr!“
Alle drei gaben die Neujahrs Wünsche zurück und sahen dann irgendwie betreten zu Albus.
„Wir wollten gerade zum Mittagessen gehen. Wollt ihr uns nicht begleiten?“, fragte der Schulleiter die beiden daraufhin.
„Danke Onkel, wir haben erst gefrühstückt. Und außerdem sollten wir uns wohl auch erst einmal umziehen“, sie deutete auf ihr leichte Kleidung. Aus den Augenwinkeln sah sie, wie Hermine Ron mit ihrem Ellenbogen einen Stoß verpasste, als dieser grinsend zu Severus, der natürlich noch immer Muggelkleidung trug, blickte.
Auch er hatte den Blick bemerkt und verzog, seine Lippen aufeinander gepresst, etwas das Gesicht, dann ging er zu dem Regal, in dem sie ihre Umhänge abgelegt hatten, als sie abgereist waren, zog diese heraus und warf sich seinen über. Als er wieder zu den anderen trat, legte er Sisilia ihren über die Schulter.
„Nun, dann hoffe ich doch, dass wir uns zum Tee sehen werden. Ich bin schon ganz gespannt auf euren Bericht, wie es in Athen war und was ihr alles gesehen habt“, er zwinkerte ihnen kurz zu und sein warmes Lächeln, welches er ihnen schenkte, zeigte ihnen, dass er ihre Eule bekommen haben musste, wo sie ihm alles in Kürze mitgeteilt hatten.
„Sicher doch, Albus. Warum treffen wir uns nicht gegen drei bei uns, dann werden wir alles berichten“, bot Severus Dumbledore an und dieser nickt.
„In Ordnung, dann sehen wir uns zum Tee“, er wandte sich dann um und deutete auf die Türe.
„Nun Harry, Ron, Hermine, ich denke es wird Zeit fürs Essen!“, die drei gingen aus dem Büro, gefolgt von Albus. Severus und Sisilia gingen hinter ihnen, wendeten sich dann aber in ihre Zimmer, wo sie sich wieder umzogen und ihre Sachen auspackten.

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BeitragThema: Re: Sisilias Geheimnis Teil 4   Mi Apr 02, 2008 8:08 pm

Das gelüftete Geburtstagsgeheimnis




Die kommenden Tage vergingen wie im Flug. Die Schule hatte wieder angefangen und für die Abschlussklasse ging es jetzt zum Endspurt, denn sie würden bald ihre Prüfungen ablegen müssen, und die Ergebnisse dieser Prüfungen waren entscheidend für ihre berufliche Laufbahn. Harry hatte den Wunsch, Auror zu werden, nicht aufgegeben, im Gegenteil, er wollte es mehr, als je zuvor und so wie Sisilia es von ihren Kollegen wusste, hatte er auch gute Chancen dazu. In ihrem Fach, war er unschlagbar der Beste seines Jahrgangs und so wie Minerva erwähnt hatte, gab er sich in Verwandlung die allerbeste Mühe, mit Erfolg. Auch die anderen Fächer waren soweit ausreichend, bis auf eines und das konnte Sisilia nicht verstehen. Es haperte bei ihm immer noch an dem Fach Zaubertränke. Sie hatte es durch Zufall herausbekommen, als sie Severus’ Unterlagen auf seinem Schreibtisch gesehen hatte, von dem sie ihm ein Pergament bringen sollte.
Gut, Harry hatte sich mit Sicherheit gebessert, aber mit der Note, die ihm bis jetzt blühte, würde es ihm nicht reichen und das Ministerium würde ihn so sicher nicht nehmen. Mit nachdenklichem Gesicht ging sie wieder nach oben, in den Wohnraum und sah dann zu Severus, der schon auf das Schreiben gewartet hatte und seine Hand danach ausstreckte.
Doch Sisilia achtete nicht darauf, sondern setzte sich ihm gegenüber in einen Sessel und blickte ihn nachdenklich an.
„Was hast du?“, fragte Severus überrascht und sah sie fragend an.
„Warum hat Harry bei dir nur ein A, ist er wirklich so schlecht? Oder hat das andere Gründe?“, fragte sie ihn direkt, Severus stöhnte auf und lehnte sich in seinem Sessel zurück.
„Du hast die Notenliste gesehen“, brummte er jetzt.
„Ja allerdings, sie lag auf deinem Schreibtisch. Sag mir doch, ist er wirklich so schlecht?“
„Ganz ehrlich?“
„Sicher, ganz ehrlich, sonst würde ich nicht fragen!“, gab sie etwas schroff zurück.
„Gut. Ich will es mal so ausdrücken“, begann er und beugte sich leicht nach vorn auf Sisilia zu.
„Wenn ich wollte, könnte ich ihm, ohne schlechtes Gewissen, ein "E" geben, sagen wir, wenn ich locker ein Auge zudrücken würde. Das werde ich aber nicht. Ich weiß, dass in dem Jungen mehr steckt und wenn er das "Erwartungen übertroffen" haben will, dann muss er auch meine Erwartungen übertreffen“, erklärte er knallhart und seine Augen strahlten eine starke Entschlossenheit aus.
„Severus, ist dir klar, was du da tust? Wegen deiner..., wie ich finde, zu hohen Anforderungen, könnte Harry es nicht schaffen, seinen Berufswunsch nachzugehen!“, erklärte sie entrüstet.
„Sicher, das ist mir durchaus bewusst. Nur scheint es Mr Potter noch nicht bewusst zu sein, denn bisher hat er noch keine Anzeichen dafür gezeigt, dass er es ernst meint und er wirklich mehr tun will“, seine Miene blieb hart bei diesen Worten und Sisilia sah ihn nur an und schüttelte den Kopf.
„Ich bin bereit ihm zu helfen, aber nur, wenn er es will und er zu mir kommt und mich darum bittet!“, erklärte er nun und sah auf das Pergament, welches Sisilia noch immer in ihren Händen hielt.
„Verdammt Severus, du weißt, dass Harry das nicht tun wird. Er wird nicht zu dir kommen!“, protestierte Sisilia und sprang aus ihrem Sessel.
„Wenn er zu stolz ist und nicht um Hilfe bittet?“, Severus hob seine Schulten und schob mit einem bedauernden Blick, die Schuld auf Harry.
„Das ist nicht in Ordnung Severus, das weißt du. Warum kannst du nicht die alten Dinge endlich vergessen. Lass deine Wut, die du auf seinen Vater hast, nicht an ihm aus. Harry hat das nicht verdient, sein Leben ist schon schwer genug, er braucht nicht noch von dir Steine in den Weg gelegt zu bekommen“, schnaubte sie und sah ihn sehr wütend an. Er wollte gerade etwas erwidern, doch sie ließ ihn nicht zu Wort kommen und fuhr mit auf ihn erhobenen Finger fort.
„Gut, gut. Wenn du ihm nicht deine Hilfe anbietest, dann werde ich es tun. Ich werde nicht mit ansehen, wie Harry durch deine Unfähigkeit ihn zu unterstützen, auf der Strecke bleibt, mein Lieber!“, fauchte Sisilia sehr böse und ging mit schnellen Schritten auf die Türe zu, doch dann sah sie in ihrer Hand immer noch das Pergament, welches sie für Severus geholt hatte und ging zum Tisch zurück, auf den sie, mit einer fahrigen Bewegung, das Stück Papier warf. Dann drehte sie sich mit funkelnden Augen wieder um und wollte den Raum verlassen.
„Du bist süß, wenn du so wütend bist!“, rief Severus ihr nun mit einem Grinsen hinterher, was Sisilia aber nur noch wütender machte. Sie machte auf dem Absatz kehrt und sah ihn jetzt direkt in die Augen.
„Severus Snape, wenn du dich jetzt auch noch über mich lustig machst, bekommst du gewaltigen Ärger mit mir!“, zischte sie ihm zu und deutete wieder drohend mit dem Finger auf ihn. Severus hob eine Augenbraue und sah von ihrer Hand wieder zu ihrem Gesicht.
„Ich mache mich ganz und gar nicht über dich lustig“, erklärte er mit einem ernsten Blick, „es war nur die einzige Möglichkeit, dich jetzt daran zu hindern, einfach so davon zu stürmen, ohne mich anzuhören“, fuhr er fort und stand nun ebenfalls auf.
Erstaunt und mit offenem Mund starrte sie ihm entgegen, sie hatte immer noch ihre Hand drohend erhoben, als er diese ergriff und sie dann festhielt.
„Sil, ich will Harry nichts Böses. Doch er muss lernen, dass er auch einmal von seinem hohen Ross heruntersteigen muss. Es kann ihm nicht alles nachgetragen werden, wenn er wirklich Auror werden will...“, begann er und Sisilia zuckte ungläubig zusammen, „Ja, Minerva hat es mir erzählt, ich weiß schon lange von seinem Berufswunsch. Hör zu, wenn er das wirklich vor hat, dann muss er auch lernen, für etwas zu kämpfen und einzustehen. Nur das will ich von ihm. Ein Wort genügt und...“
„Aber ich kann mir nicht vorstellen, dass er das tun wird. Harry ist kein Typ, der um Hilfe bittet, solange er glaubt, dass er es alleine oder anderweitig schaffen wird“, versuchte Sisilia ihm klar zu machen.
„Das weiß ich, aber ich bin auch nicht der Typ, der ihm alles hinterher trägt. Er bekommt das, was er sich erarbeitet. Ich denke nicht, dass es so falsch ist, was ich tue. Lass Harry Potter noch ein wenig Zeit, sollte ich mich irren, kannst du ihm von mir aus deine Hilfe anbieten“, bat er sie.
Sisilia sah ihn skeptisch an, sie wusste nicht so recht, was sie davon halten sollte. Das war ganz und gar nicht ihre Lebensphilosophie und sie konnte nicht verstehen, warum Severus das tat.
„Bitte, nur noch ein wenig Zeit?“, wiederholte er seine Worte und sah sie eindringlich an.
Erst zögerte sie noch und wollte den Mund zum Protest öffnen, doch dann seufzte sie und gab nach.
„Gut in Ordnung, ich bin zwar absolut nicht deiner Meinung, dass du das weißt, aber ich vertraue dir, deshalb gebe ich nach“, sagte sie zögerlich.
„Danke“, er hauchte ihr einen Kuss auf die Wange und setzte sich dann wieder in seinen Sessel, nahm das Pergament und machte seine Arbeit, die er vorhin begonnen hatte weiter. Sisilia sah ihm noch einen Augenblick dabei zu, wie er Zahlen und Daten von dem einen Pergament auf das andere übertrug, doch dann schüttelte sie unmerklich den Kopf und setzte sich wieder in ihren Sessel zurück, wo sie weiter an einer Decke häkelte.



*



Am folgenden Tag, suchte Sisilia nach einem Buch von Severus, das er für einen Zaubertrankversuch brauchte. Er hatte sie darum gebeten, danach zu sehen, da er dort vor einigen Jahren einige wichtige Notizen gemacht hatte. Er wollte einen Versuch von damals wiederholen und ihn mit dem Wissen, das er in Athen erworben hatte, etwas verändern. Er arbeitete jetzt schon ein paar Tage an der Sache und es schien ihm keine Ruhe mehr zu lassen.

Severus war noch beim Unterricht, als Sisilia begann die Schränke nach diesem gewissen Buch abzusuchen. Doch so sehr sie sich auch bemühte, sie konnte es einfach nicht finden.
Dann ging sie ins Schlafzimmer, welches früher Severus Raum war, weil ihr eine Truhe eingefallen war, die ganz hinten in einer Ecke des Raumes stand. Sie trat zu der Truhe und überlegte kurz, eigentlich war sie nicht jemand, der in den persönlichen Sachen von jemand andern rumstöberte, doch andererseits wusste sie, wie dringend er das Buch suchte, so warf sie alle Vorbehalte über den Haufen. Sie wollte ja nur nach einem Buch sehen, auf die anderen Dinge würde sie einfach nicht achten, nahm sie sich vor.
Kraftvoll versuchte sie die Truhe aufzukappen, aber sie ließ sich nicht öffnen. Sisilia wollte ihr Vorhaben schon aufgeben, als sie bemerkte, dass nur ein kleiner Riegel die Truhe verschloss. Diesen drückte sie kurzerhand zur Seite und die Truhe sprang sofort auf. Überrascht klappte sie den Deckel ganz auf.
Vor sich fand sie eine ganze Sammlung an Dingen, die Severus hier hinein getan hatte. Sie schob zuerst einen alten schwarzen Umhang zur Seite, als daraus eine helle Maske viel. Überrascht starrte sie auf diese, wissend, was das für eine Maske war. Trotzdem fuhr ihr der Schreck in die Glieder, als diese zu ihren Füßen auf den Boden fiel. Es dauerte eine ganze Zeit, bis sie sich danach bückte, sie wieder aufhob und zurück in den Umhang steckte. Mit einem weiteren Blick und tief durchatmend, begann sie nach dem Buch zu suchen. Sie legte einige Bücher auf die Seite, bis ihr ein kleines Notizbuch in die Hände fiel. Sie nahm das kleine, in schwarzes Leder gebundene Buch heraus und schlug es auf. Es war ein über dreiviertel mit persönlichen Notizen vollgeschriebenes Buch. Hauptsächlich Vermerke über die Wirkung von verschiedenen Zaubertrankzutaten und wie man sie verarbeiten sollte. Das musste es sein, sie hatte es tatsächlich gefunden. Ein Lächeln huschte über ihr Gesicht, als sie es noch einmal kurz von hinten nach vorn durchblätterte. Auf der ersten Seite blieb es offen vor ihr liegen und sie sah auf den Eintrag dort.

Severus Snape
Morag Manor
Schottland HP 5
Geb. 1.9.1959


Sisilia starrte auf den Eintrag. Konnte es wirklich sein. Severus hatte sich bisher strickt geweigert, ihr seinen Geburtstag zu verraten. Doch wenn das stimmte, kannte sie nun den Tag an dem er zur Welt kam. Ein Lächeln huschte über ihr Gesicht und sie presste grinsend das Buch an ihre Brust.
Sie räumte die Dinge wieder in die Truhe zurück, die sie zuvor heraus gelegt hatte, als ihr ein kleiner roter süßer, aber auch schon sehr abgegriffener Teddybär ins Auge fiel. Sie zog ihn unter den Büchern heraus und betrachtete ihn einen Moment lang. Er war ziemlich verstaubt und eines der Knopfaugen war lose und hing nur noch an einem Faden am Kopf des Stofftieres. Sie legte den Teddybär und das Buch auf das Tischchen neben sich, räumte den Rest wieder in die Truhe zurück, verschloss sie wieder sorgfältig und nahm dann wieder die beiden Dinge. Sie hatte vor, den Teddy zu säubern und das Auge wieder anzunähen. Also packte sie erst einmal den Teddybär zu ihren Handarbeitssachen, da sie jetzt zum Unterricht musste. Das Notizbuch, legte sie auf Severus’ Schreibtisch mit einer kleinen Notiz dabei und machte sich auf, nach oben zu ihrer Klasse.


Zwei Tage später, es war der neunte Tag des noch jungen Jahres, ein Freitag, kam Sisilia nach dem Unterricht erschöpft zurück ins Wohnzimmer, als es auch gleich an der Tür klopfte.
Zu ihrer Überraschung war es Albus, der sie kurz sprechen wollte.
„Was verschafft mir die Ehre?“, wollte Sisilia wissen und bat ihrem Großonkel einen Platz an.
„Danke mein Kind. Ich wollte wissen, wie du das mit dem Unterricht weiter halten willst. Ich meine es sind jetzt nur noch gut zweieinhalb Monate, bis das Kind kommen wird. Hast du dir schon Gedanken gemacht, wie lange du unterrichten möchtest? Ich frage das nur, dass ich mich schon etwas darauf vorbereiten kann, wann ich dann übernehmen muss“, erklärte er und lächelte sie an.
„Hm, also am liebsten würde ich so lange es geht unterrichten. Von mir aus, auch bis zur letzten Minute. Vorausgesetzt, es geht mir weiterhin so gut, wie bis jetzt“, ihre Worte sprudelten nur so heraus, und es war auch ihr Ernst. Sie fühlte sich so gut, dass sie gar nicht ans Aufhören dachte.
„Bist du dir sicher? Ich meine, du wirst anschließend mit dem Kind sehr beschäftigt sein, ich dachte du willst vielleicht vorher noch ein paar Tage ausspannen?“, bot er ihr nun an, doch sie schüttelte den Kopf.
„Nein, das brauch ich im Augenblick nicht. Mir geht es wirklich gut und wenn sich das ändern sollte, werde ich dir als erstes Bescheid geben“, zwinkerte sie ihm zu.
„Es soll mir recht sein. Ich habe auch noch so genug Arbeiten zu erledigen, aber wie gesagt, wenn du meinst, dass es nicht mehr geht oder du noch ein paar Tage brauchst, dann sag es mir bitte“, forderte er seine Großnichte auf.
„Das werde ich, keine Sorge“, lächelte sie ihn an.
„Albus, sag mal hast du heute Abend Zeit?“, wollte Sisilia nun wissen.
„Ich könnte mich frei machen, sicher. Um was geht es denn?“, wollte er wissen und Sisilia erzählte ihm von ihrem Plan. Albus blickte sie kurz skeptisch an doch dann nickte er.
„Gut ich komme gerne, wenn du dir sicher bist“, erklärte er dann und erhob sich.
„Dann gehe ich jetzt, ich habe noch zu einiges zu erledigen. Wir sehen uns dann heute Abend“, er umarmte kurz Sisilia, die ebenfalls aufgestanden war und erwiderte seine Umarmung.
Als Albus gegangen war, machte sich Sisilia an die Vorbereitungen, sie hatte zwar nur zwei Stunden Zeit, aber das würde reichen.

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BeitragThema: Re: Sisilias Geheimnis Teil 4   Mi Apr 02, 2008 8:11 pm

Und es hatte gereicht! Sie hatte alles hergerichtet, jetzt war sie umgezogen und wartete darauf, dass Severus von seinem Nachmittagsunterricht zurückkommen würde.
Da hörte sie schon Schritte von unten, die Treppe nach oben steigen. Sie erhob sich und stellte sich mit den Händen hinter ihrem Rücken mitten im Zimmer auf und sah ihm lächelnd entgegen.
Severus blickte sie erstaunt an und musterte sie fragend von oben bis unten.
„Habe ich etwas vergessen oder verpasst?“, fragte er, während er seine Bücher in dem Regal rechts von sich ablegte und dann auf Sisilia zuging, deren Lächeln noch breiter wurde. Als er vor ihr stand, nahm sie seine Hand und sah zu ihm auf.
„Alles liebe zum Geburtstag!“
Severus sah sie erstaunt an.
„Woher weißt du...?“, wollte er wissen. Bisher hatte er es erfolgreich geschafft seinen Geburtstag zu verheimlichen, warum er das auch immer getan hatte. Aber Sisilia hatte es trotzdem herausgefunden und überraschte ihn jetzt damit.
„Hast du schon wieder vergessen, wen du geheiratet hast? Ich bin eine...“
„... Dumbledore, ich weiß“, beendete er ihren Satz. Zuerst sah er sie etwas zerknirscht an, doch dann schien ihm ein Licht aufzugehen.
„Das Notizbuch“, schlussfolgerte er knapp und Sisilia nickte leicht verschüchtert.
„Schlimm?“, fragte sie vorsichtig, doch dann schüttelte er den Kopf und ein Lächeln huschte über seine Augen.
„Nein, im Gegenteil, wenn ich je mit jemandem meinen Geburtstag feiern wollte, dann mit dir“, erklärte er, lege seine Arme um sie und hauchte ihr ein „Danke“ in ihr Ohr.
Sie genoss diesen Moment und als er sie nach gut einer Minute wieder los ließ, nahm sie ihre andere Hand noch vorn, in der sie ein kleines Päckchen hielt, welches sie in ein grünes Geschenkpapier gepackt hatte und hielt es ihm unter die Nase.
„Für mich?“, fragte er ungläubig und zögerte. Erst, als sie es ihm mit Nachdruck hinhielt, nahm er es, und nach einem weiteren Kopfnicken von Sisilia entfernte er das Papier von der kleinen, vielleicht fünfmal fünf Zentimeter großen quadratischen Schachtel. Er öffnete den Deckel und seine Augen wurden größer, als er den Inhalt erblickte.
„Severus, bei den Muggeln ist es Brauch, wenn sie heiraten, dass sie Ringe tauschen. Das heißt, der Mann gibt der Frau einen Ring und die Frau dem Mann einen. Damals, als wir geheiratet haben, hab ich einen von dir bekommen, aber ich konnte dir keinen geben“, begann sie zu erklären, nahm den Ring aus der kleinen Schachtel, ergriff seine rechte Hand und schob ihn auf seinen Finger. Er starrte auf den silbernen rechteckigen Ring. In dessen Mitte seine Initialen standen, allerdings in Form von zwei Schlangen. Um diese zwei Schlangen-S waren noch einmal vier Bilder angebracht, was leicht an das Hogwarts Wappen erinnerte. Links oben in der Ecke war ein gekippter Kolben zu sehen, aus dem ein Tropfen gegossen wurde, was an seinen Beruf erinnerte. Rechts oben, war ein Zauberstab abgebildet mit einem Drachenkopf im Hintergrund, was zeigen sollte, was sich im inneren seines Zauberstabes befand, nämlich, eine Faser eines Drachenherzens. Links unten fand sich das Wappen der Snapes und in dem vierten und letzten Feld ein Herz in dessen Mitte sich zwei ineinanderschlingende S’ befanden, was ihre Verbindung zeigen sollte.
„Gefällt er dir?“, fragte Sisilia, weil Severus kein Wort sagte. Er sah von dem Ring zu Sisilia und wieder auf den Ring.
„Sil, er ist wundervoll. Ich kann mich nicht erinnern, jemals so ein persönliches Geschenk bekommen zu haben“, erklärte er sichtlich gerührt. Sisilias Augen begannen zu leuchten, als sie merkte, dass ihm das Geschenkt zu gefallen schien.
„Sieh, das letzte Bild soll unsere beiden Initialen darstellen. Und hier...“, sie drückte seitlich auf den Ring, und der Deckel sprang auf. Im inneren des Ringes war ein kleiner Hohlraum und auf der Rückseite des Deckels ein kleines Bild, von seiner Mutter.
„Wie hast du das gemacht?“, er sah sie erstaunt an.
„Weißt du noch, damals in deinem Haus in Schottland? Du hast das Bild deiner Mutter mitgenommen, in einem Buch. Mir ist es zufällig in die Hände gefallen vor ein paar Monaten, als ich nach einem Buch gesucht habe. Ich hab es kopieren und verkleinern lassen. Jetzt hast du eine Erinnerung an sie, welche du mit dir herumtragen kannst, ohne dass es jemand anderes sehen wird, wenn du es nicht willst. Und in den Hohlraum hier, kannst du etwas geben. Was auch immer, ein Gift, oder ein Gegengift oder was dir eben so einfällt“, endete sie und beobachtete ihn.
Er warf noch einmal einen Blick auf das Bild, schloss den Deckel des Ringes und sah sie erneut sprachlos an. Mit einer überraschenden Bewegung packte er Sisilia und zog sie zu sich heran, er schlang seine Arme um sie und hielt sie einfach nur fest. Bevor er sie dann wieder los ließ, gab er ihr einen Kuss und blickte ihr dann in die Augen.
„Ich danke dir, er ist einfach wundervoll“, hauchte er ihr entgegen, als es in dem Moment an der Türe klopfte und Severus überrascht dorthin sah.
„Erwartetst du jemanden?“, fragte er leise und löste sich von ihr. Sisilia sah ihn mit einem leichten Grinsen an und wich dann seinem Blick aus.
„Ja bitte!“, rief sie und die Türe ging auf und herein traten Remus und Tonks. Remus sah einem erstaunten Severus entgegen, so dass dieser einen Moment lang stutzte und zu Sisilia sah, die ihm jetzt lächelnd entgegen ging.
„Remus, Tonks! Schön, dass ihr gekommen seid“, sagte sie und begrüßte beide mit einer kurzen Umarmung.
„Hast du Severus nichts davon gesagt?“, fragte Remus sie sehr leise, als er seinen fragenden Blick gesehen hatte und Sisilia schüttelte kurz den Kopf.
„Das ist aber ganz schön gemein“, grinste Remus und sah zu Severus, der immer noch fragend zu den dreien sah.
„Was ist gemein?“, fragte dieser jetzt und ging ebenfalls auf Remus und Tonks zu.
„Nichts, es ist lediglich eine Überraschung!“, verteidigte sich Sisilia jetzt und nickte Remus aufmunternd zu.
„Auf deine Verantwortung, Sil“, gab dieser mit einem kurzen Zwinkern zurück, doch in diesem Moment klopfte es erneut und als Sisilia die Tür geöffnet hatte trat der Schulleiter ein.
„Haben wir ein Treffen hier?“, fragte Severus sichtlich nervöser, denn er ahnte schon etwas und sah eindringlich zu Sisilia, die nun ein Grinsen nicht mehr unterdrücken konnte.
„So ähnlich. Na, alter Junge komm schon“, sagte Remus und ging auf Severus zu, er wollte ihm auf die Schulter klopfen und ihm die Hand reichen, doch bei seinen Worten wich Severus kurz zurück. Remus zuckte erschrocken leicht zusammen, bei der Reaktion von Severus und sah ihn unsicher an.
„Nimm das alt sofort zurück!“, drohte er ihm, doch dann zogen sich seinen Mundwinkel nach oben. Er ging einen Schritt auf ihm zu und legte eine Hand auf seine Schulter. Remus schüttelte erleichtert den Kopf und reichte Severus erneut die Hand.
„Du schaffst es immer wieder mich reinzulegen, Severus. Aber nichts desto trotz, alles Gute!“, sagte er immer noch kopfschüttelnd.
„Danke Remus, auch wenn es seit sehr, sehr langer Zeit, das erste Mal ist, dass...“, er sagte den Satz nicht zu Ende und sah dann wieder zu Sisilia, die ihn verlegen anstrahlte.
Remus reichte ihm ein Buch, welches Severus verdutzt ansah.
„Das ist die neueste Ausgabe, wir hoffen, dass du das noch nicht hast“, erklärte er mit einem kurzen Blick zu Tonks und Severus warf einen Blick auf den Titel.
‚Seltene Zaubertränke aus der Antike und ihre Wirkungen’, lautete er und Severus hob eine Augenbraue.
„Nein, das Buch kenne ich noch nicht. Ich danke euch“, sagte er sichtlich erfreut über das Geschenk.
Albus, der inzwischen ebenfalls ins Wohnzimmer getreten war lächelte sanft und sah den Beiden wohlwollend zu.
„Ich freue mich, dass ihr Beiden euch mittlerweile so gut versteht“, erklärte er mit einem Augenzwinkern, doch dann trat er ebenfalls nach vorn und reichte Severus seine Hand.
„Auch von mir die besten Wünsche“, sagte er mit einem Augenzwinkern und Severus wurde sichtlich verlegen, was keiner von ihm so kannte.
„Nun, ich hoffe Sisilia hat wenigstens auch dafür gesorgt, dass etwas zu Essen und Trinken da ist, wenn sie mich schon so überrascht“, er sah Sisilia fragend an, die jetzt heftig zu nicken begann. Sie zog ihren Zauberstab aus der Tasche und machte einen Schlenker damit. In dem Moment tauchten an Wänden und Decken Luftschlangen auf und eine Girlande an der Wand auf der „Happy Birthday“ drauf stand. Keine Minute später ging die Türe auf und zwei Elfen kamen mit vollgeladenen Tabletts in den Raum, welche sie auf einen extra Tisch stellten und nachdem sie die Tücher davon abgenommen hatten, verschwanden sie ganz schnell wieder.
„So, jetzt bin ich aber dran“, erklärte Tonks, die bisher nur stumm bei den anderen gestanden hatte und ging auf Severus zu. Sie legte ihre Arme um seinen Nacken, zog ihn etwas zu sich herunter und gab ihm einen Kuss auf die Wange.
„Ich wünsche dir auch alles Gute. Und eines muss ich noch loswerden. Ich mochte dich früher überhaupt nicht leiden, Severus. Doch seit du und Sisilia... na du weißt schon...“, sie sah ihn irgendwie hibbelig an und blickte dann hilfesuchend zu Remus, doch der hob nur kurz seine Hände und sie wusste, dass sie das jetzt selber fertig sagen musste.
„Wie auch immer. Inzwischen mag ich dich“, beendete sie ihre kleine Rede und stemmte dann ihre Hände in die Hüften.
„Was ist das für ein trockener Laden, bekommt man hier nichts zu trinken?“, fragte sie und sah nun von Severus zu Sisilia.
„Danke, Tonks“, gab er leise zurück und sah dann zu der Bar, auf der einige Getränke standen.
„Was hättest du denn gern?“, fragte er und deutete auf die Auswahl. Tonks sah hinüber und fragte dann frech heraus.
„Gibt es keinen Sekt zum Anstoßen?“
Sisilia reagiert als Erste.
„Sicher, gut dass du mich daran erinnerst“, sagte sie und holte hinter der Bar zwei Flaschen Sekt heraus, wovon sie auch sogleich eine öffnete. Mit einem Knall sprang der Korken aus der Flasche und schnell musste Sisilia einschenken, dass nicht zuviel daneben ging. Als sie alle Gläser gefüllt hatte, reichte sie jedem ein Glas davon.
Severus nahm sein Glas und sah dann von einem zum anderen. Er ergriff Sisilias Hand und zog sie zu sich heran, dabei schaute er ihr in die Augen.
„Nun nachdem, meine liebe Frau gemeint hat, mich mit einer kleinen Feier überraschen zu müssen, bleibt mir wohl nichts anderes übrig, als gute Miene zum bösen Spiel zu machen“, begann er und als Sisilia protestieren wollte, stoppt er sie.
„Lass mich ausreden, Sil!“
„Ich habe viele Jahre keine Geburtstage gefeiert, nun vielleicht auch deshalb, weil es sich eben alleine nicht so gut feiern lässt. Aber das hat sich ja jetzt geändert“, erklärte er und sah mit leuchtenden Augen auf Sisilia, die seinen Blick erwiderte.
„Ach wisst ihr was, ich mag keine Reden, ich wollte euch nur danken und vor allem dir“, bei den letzen Worten sah er zu Sisilia, legte einen Arm um sie und gab ihr einen Kuss und dann hob er sein Glas.
„Auf dich Severus“, sagte Remus und auch er hob sein Glas an. Tonks und Albus taten es ihm nach und mit Sisilia stieß er an.
„Auf dich, mein Leben“, hauchte sie ihm entgegen und nahm einen Schluck von ihrem Glas, das sie dann aber wieder wegstellte.
„Ist das eine Stehparty?“, fragte sie jetzt und forderte die anderen auf sich zu setzten, als es erneut an der Tür klopfte.
„Wen hast du noch eingeladen?“, wollte Severus wissen und sah neugierig von ihr zu Tür.
„Das wird Minerva sein“, gab Sisilia zurück und ging zu Tür, sie hatte Recht.
„Bin ich zu spät?“ fragte sie und sah in die Runde.
„Du hast nur Severus wunderschöne Rede verpasst, aber das Essen haben wir noch nicht angerührt“, sagte Albus und grinste sie über seine Halbmondbrille hinweg an.
Minerva presste kurz ihre Lippen aufeinander und musterte ihn tadelnd, doch verkniff sie sich einen Kommentar dazu, dann ging sie auf Severus zu und wünschte ihm ebenfalls alles Gute. Sie übergab Severus eine Flasche von dem Whisky, den ihre Familie selber brannte.
„Ich dachte, nachdem er Ihnen das letzte Mal so gut geschmeckt hat, Severus. Bringe ich Ihnen eine Flasche davon mit“, erklärte sie ihm mit einem Augenzwinkern.
„Ich werde ihn mir für besondere Gelegenheiten aufheben, Minerva“, nickte er, mit der Erinnerung daran, wie verdammt scharf der erste Schluck damals von dem Zeugs war.
Dann reichte Sisilia Minerva ebenfalls ein Glas Sekt.


Es wurde ein netter gemütlicher Abend. Tonks bewunderte noch Severus Ring, der ihr aufgefallen war, als dieser ihr einen Teller reichte. Doch nach einiger Zeit verplapperte sich Tonks dann doch und es kam heraus, dass sie ihn für Sisilia beim Juwelier abgeholte hatte und ihn eigentlich schon kannte.
„Ich hatte keine Zeit mehr dazu und da Tonks sowieso noch in der Winkelgasse zu tun hatte, hat sie ihn eben für mich abgeholt“, erklärte Sisilia während sie Minerva etwas zu Essen auf ihren Teller reichte.
„Das ist doch in Ordnung“, gab Severus zurück und musterte die Beiden jetzt, „ich weiß nicht, warum ihr darum so ein Drama macht.“ Woraufhin sich Sisilia und Tonks ebenfalls ansahen, mit den Schultern zuckten und beide losprusteten.
„Ich ehrlich gesagt auch nicht“, presste Sisilia unter Lachen hervor und Tonks schüttelt unter Lachtränen nun ebenfalls den Kopf.

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BeitragThema: Re: Sisilias Geheimnis Teil 4   Mi Apr 02, 2008 8:13 pm

Als nun die letzten, Remus und Tonks sich verabschiedet hatten, war es schon fast Mitternacht. Sisilia schloss die Türe und lehnte sich dann mit dem Rücken dagegen. Severus der hinter ihr gestanden hatte, sah sie mit einem Lächeln an.
„Danke. Danke für diesen schönen Abend!“, sagte er dann, ging auf sie zu und nahm sie in seine Arme. Müde ließ sie sich gegen ihn sinken und schlang ebenfalls ihre Arme um ihn.
„Es freut mich, wenn du glücklich bist“, hauchte sie gegen seine Brust und schmiegte sich eng an ihn.
„Ich bin sehr glücklich und verdammt müde“, erklärte er nun lachend und Sisilia sah in sein Gesicht. Doch als sie sein Grinsen bemerkte, konnte sie nicht anders, als ebenfalls ihr Mundwinkel nach oben zu ziehen, doch dann schüttelte sie den Kopf und sah ihn tadelnd an.
„Du bist unmöglich, weißt du das?“, entfuhr es ihr, doch dann sah sie zur Treppe, die nach unten zu ihrem Schlafzimmer führte.
„Nun, wenn du müde bist, sollten wir schlafen gehen?“, sie sah ihn mit einem unschuldigen Blick an und versuchte nicht zu lachen, was ihr wirklich nicht leicht viel.
„Gut, gehen wir schlafen“, erwiderte er, nahm ihre Hand und ging dann, mit Sisilia im Schlepptau, nach unten ins Schlafzimmer.
Neugierig beobachtete Sisilia ihren Mann, als sie das Schlafzimmer betraten und sein Blick auf das Bett fiel.
Dort mitten auf dem Bett saß der rote Teddybär, den Sisilia gefunden und wieder gerichtet hatte. Das Rot leuchtete wieder fast wie am ersten Tag, und das Auge hatte sie auch wieder angenäht. So saß das kleine Stofftier mitten auf dem Bett und grinste in ihre Richtung.
In dem Moment, als Severus ihn erblickte, blieb er abrupt stehen, ließ Sisilias Hand los und starrte darauf.
„Was... woher...“, begann er und drehte sich zu Sisilia um, welche ihn anlächelte.
Doch plötzlich war sie sich nicht mehr so sicher, ob es richtig war, was sie getan hatte, als sie sein Gesicht sah.
„Ich dachte, du würdest dich vielleicht darüber freuen? Ich meine ...“, sie stockte und presste die Lippen aufeinander. Severus hingegen, sah von ihr zu dem Stofftier und dann wieder zu Sisilia. Mit einer fahrigen Bewegung nahm er den Teddybär vom Bett und im ersten Moment hatte sie das Gefühl, er würde ihn ihr gleich um die Ohren hauen. Doch dann hielt er ihn einfach fest und ließ sich selber auf die Bettkante hinunter sinken.
„Severus, es tut mir leid. Ich hätte ihn nicht einfach aus der Truhe nehmen sollen“, entschuldigte sie sich jetzt, doch er streckte seine Hand nach ihr aus und zog sie neben sich auf das Bett, wo sie sich ebenfalls hinsetzte und Severus fragend ansah.
„Es war wirklich lieb von dir gemeint, Sil“, begann er den Teddybären betrachtend und er zögerte jetzt, bevor er weiter sprach.
„Das hier ist eine meiner einzigen Erinnerungen an meine Kindheit. Ich weiß nicht, ob ich mich darüber freuen soll, oder ob ich wütend sein soll. Zuviel verbinde ich damit“, dann sah er Sisilia in die Augen, die ihn nun besorgt ansah.
„Meine Mutter hatte ihn mir, als ich drei Jahre alt war, von einer Reise mitgebracht. Ich weiß noch, sie hatte eine Menge Ärger mit meinem Vater, der ihn mir nicht geben wollte. Er wollte ihn verbrennen, doch meine Mutter konnte ihn gerade noch davon abhalten. Von da an durfte ich ihn behalten, nur wenn mein Vater in der Nähe war, musste ich ihn wegpacken. Meistens versteckte ich ihn unter meiner Bettdecke, doch irgendwann war er dann einmal verschwunden. Ich denke ich war fünf oder sechs. Mein Vater hatte ihn fortgeschmissen und nur durch Zufall hatte ich ihn wiedergefunden, von da an hatte ich ihn gut versteckt, auf dem Dachboden hinter einem losen Holzbrett einer Wand“, erzählte er und mustert dabei das Stofftier eindringlich.
„Ich hab gar nicht mehr gewusst, dass es ihn noch gibt. Wo hast du ihn gefunden?“, fragte er während er von dem Teddybär, den er in seinen Fingern hielt, zu ihr blickte.
„In der Truhe dahinten, wo ich auch dein Buch gefunden habe“, erklärte sie und deutete auf besagtes Möbel.
„Oh, die alte Truhe?“, fragte Severus überrascht und sah in die Ecke.
„Stimmt, jetzt erinnere ich mich wieder.“
Er nahm den Teddybär und drückte ihn Sisilia in die Hand.
„Weißt du was? Wenn du willst, kannst du ihn haben, ich schenke ihn dir“, sagte er und lächelte sie an.
„Das ist lieb gemeint Darling. Aber wenn du ihn jemanden geben willst, dann...“, sie senkte ihren Kopf und sah auf ihren Bauch. Dann legte sie den Kopf schief und lächelte zu Severus.
„Das ist eine gute Idee. Und er darf ihn solange behalten und mit hinnehmen, wo er nur will“, beschloss er und setzte ihn auf ihren Bauch, dass es so aussah, als würde der Teddy ihn streicheln und dann fest umklammern. Das wirkte so echt, dass Sisilia nun lachen musste.
„Ich denke ‚sie’ wird sich sehr darüber freuen“, ihre Augen leuchteten, Severus schüttelte den Kopf und nahm Sisilia in den Arm, dabei flüsterte er ihr ins Ohr.
„Er wird sich freuen!“, noch bevor sie protestieren konnte, presste er seine Lippen auf die ihren und gab ihr einen langen Kuss.

Nach einigen Minuten drückte Sisilia ihn etwas von sich weg und rang nach Atem, ihre Augen blickten in die seinen. Wieder tief schwarz funkelnd waren sie, nahmen sie gefangen und zogen sie mit sich in eine andere wunderbare Welt. In eine Welt der Liebe und der Leidenschaft, fern von den Dingen des Alltags und den Problemen.
Sie versank vollkommen in seinem Blick und als er sie langsam nach hinten aufs Bett drückte, sich über sie beugte, um sie erneut zu küssen, war es um sie geschehen. Sie hatte das Gefühl auf einer Wolke zu schweben, nahm nur noch ihn wahr, seine Augen, seine Wärme und seinen Geruch. Das alles zusammen war für sie schöner und berauschender, als es jede Droge hätte sein können.
Langsam ließ sie sich nach hinten gleiten, als er sich über sie beugte und seine Lippen die ihren berührten, zuerst sehr zart und über ihre streichend, doch dann verlangender und endlich presste er sie fest auf die ihren. Dann öffnete er seinen Mund und drängte seine Zunge in den ihren. Sie tat es ihm gleich und so begann ein wildes Spiel mit ihren Zungen, während seine Hand in ihren Nacken fuhr und sie dort zu streicheln begann. Sisilia stöhnte kurz gegen seine Lippen, als sie merkte, wie seine Hand nach vorn gewandert war und über ihre Brust strich. Leicht bäumte sich ihr Oberkörper ihm entgegen, was ihn veranlasste das Ganze noch einmal zu wiederholen. Der Teddybär, der immer noch auf ihrem Bauch gelegen hatte, rutsche jetzt herunter und landete neben ihr auf der Bettdecke, doch keiner von beiden achtete mehr auf ihn.
Sisilia streifte Severus mit einer kurzen Bewegung den Umhang von den Schultern und warf ihn achtlos irgendwo neben sich, bevor sie begann die Knöpfe seiner Jacke zu öffnen. Dies war aber nicht so einfach, da er teilweise auf ihr lag und als sie sich dabei beinnahe einen Nagel abgebrochen hätte, reichte es ihr und sie verwendete Magie, um sie mit einem Wink ihrer Hand, alle auf einmal zu öffnen. Sofort wanderten ihre Hände unter den Stoff und strichen über seine warme Haut, dabei erzitterte sie leicht und sie fühlte, wie sie immer erregter wurde. Sie streifte die Jacke über seine Schultern nach hinten und als Severus dies bemerkte, löste er seine Hände von ihr und half ihr schnell, die Jacke abzulegen, die irgendwo auf dem Boden neben dem Bett landete.
Sofort zog er sie wieder an sich heran und drehte sich leicht zur Seite, um an den Reisverschluss ihres Kleides zu kommen, den er dann mit zwei Fingern aufzog. Immer ihre Lippen an den seinen, versuchte sie sich das Kleid von den Schulten zu streifen, doch das gelang nicht so recht, und so musste sie sich wohl oder übel von Severus kurz lösen. Sie zog es ganz aus, wobei er ihr half und auch das Kleid landete auf dem Boden. Schnell drückte Sisilia sich wieder an ihn, schlang ihre Arme um seine Schultern und hauchte ihm erneut Küsse auf seine Lippen.
Ihre Hände wanderten über seine Rücken, die Wirbelsäule entlang nach unten bis zum Hosenbund und dann nach vorn. Ohne zu zögern öffnete sie die Hose und schob sie ihm über seine Hüften nach unten, fast ungeduldig dabei werdend, weil er nicht sofort mithalf, dieses, im Augenblick lästige Stück Stoff, zu entfernen.
Doch dann schließlich hatte sie es geschafft. Mit einem zufriedenen Seufzen wanderte ihr Hand dann sofort zwischen seine Beine und ergriffen seinen Schaft, den sie auch gleich zu massieren begann.
Er löste seine Lippen von den ihren mit einem Aufstöhnen und sah sie mit funkelnden Augen an.
„Da hat es heute aber jemand verdammt eilig“, hauchte er ihr entgegen und seine Lippen kräuselten sich kurz, bevor er, sich ihren Berührungen hingebend wieder zu ihr beugte und ihren Hals mit Küssen und leichten Knabbern verwöhnte. Seine Hände strichen über ihre nackte Haut unter sich und wanderten immer tiefer bis zu ihren Beinen.
Unter seinen Berührungen öffnet sie leicht ihre Beine und stellte eines dann auf. Sie wollte ihn spüren und zwar gleich, sie wollte nicht länger warten und unwillkürlich begann sie ihn schneller und fordernder zu massieren.
Er nahm ihre Hand, die sie um seinen Schaft gelegt hatte und hielt sie einen Moment lang fest, dabei suchte er ihren Blick.
„Bitte!“, hauchte sie ihm keuchend entgegen und sah ihn flehend mit glühenden Augen an. Ohne eine Antwort zu geben, legte er sich quer übers Bett auf den Rücken und zog sie einfach mit sich. Sofort setzte sie sich über ihn, ihre Augen leuchteten vor Lust, als sie ihn ansah und sich langsam auf seine Erregung hinuntergleiten ließ. Keuchend stieß sie die Luft aus, als er sie auszufüllen begann. Nur kurz wartete sie, um ihn in sich zu genießen, als sie dann begann, langsam ihre Hüften nach oben und unten zu bewegen. Mit ihren Händen stützte sie sich leicht auf seiner Brust ab, während er mit seinen Fingerkuppen zart über ihre Knospen rieb. Sie erschauderte unter seinen Berührungen und immer wieder entrang ein Stöhnen ihrer Kehle. Sie war inzwischen so erregt, dass sie unwillkürlich immer schneller und ihre Bewegungen immer fordernder wurden. Severus keuchte nun ebenfalls, während sein Atem flach und schnell unter ihr ging. Nach einiger Zeit beugte sie sich leicht nach vorn, während er ihr mit seinen Bewegungen im gleichen Rhythmus entgegenkam, hob und senkte sie ihr Becken immer heftiger auf ihm. Mit ihren Fingern und abwechselnd mit ihren Nägeln strich sie über seine Brust. Jedes Mal, wenn sie mit den Nägeln eine rote Spur auf seiner Haut hinterließ, stöhnte er erneut auf und presste sich ihr noch mehr entgegen.
Sisilia spürte, dass sie es nicht mehr lange aushalten würde. Eine heiße Woge durchbrach ihren Unterleib, der in dem Moment zu beben und zu zittern begann. Wie ein Feuerblitz durchzuckte der Höhepunkt ihren Körper und sie zog sich heftig um ihn zusammen. Ohne es wirklich zu wollen, ja ohne es am Anfang überhaupt zu bemerken, hatte sie ihre Nägel in Severus Schulten gebohrt, was diesen jetzt aufstöhnen ließ, doch fast zur gleichen Zeit überrollte ihn der Orgasmus und so ging das Stöhnen des Schmerzes in das Stöhnen des Höhepunktes über und er ergoss sich kurz darauf zitternd und bebend in ihr.
Sisilia bemerkte es und presste sich ihm erneut entgegen, immer noch ihre Hüften leicht kreisen lassend, während sie sich immer noch heftig um ihn zusammenzog. Sie beugte sich über ihn, spürte wie ihre beiden Körper um die Wette vibrierten, während ihr Atem heftig ging und sie ihr Herz bis oben hin zu ihrem Hals schlagen spürte.
Immer noch ganz langsam bewegte sie sich auf ihm weiter, wie in Zeitlupe hob und senkte sie ihr Becken, bis sie merkte, dass das Zittern seines Körpers verebbt war, dann erst hielt sie inne und sah ihm in die Augen.
Er erwiderte ihren Blick, seine Hand strich über ihr Gesicht und als er mit dem Daumen über ihre Lippen wanderte, küsste sie diesen. Langsam stieg sie von ihm herunter und legte sich nun neben ihn, dabei schmiegte sie ihren Kopf auf seine Brust und schlang einen Arm um ihn. Sie konnte sein Herz in seiner Brust schlagen hören, welches nun langsamer wurde und sich wieder zu beruhigen begann.
Er strich mit seinen Fingern durch ihre Haare und dann über ihren Arm.
„Mein kleiner Wildfang“, flüsterte er und legte eine Hand unter ihr Kinn. Sisilia sah zu ihm auf, als sie dann erst bemerkte, dass er nicht nur leichte Striemen auf der Brust hatte, sondern auch an der Schulter leicht blutete, wo sie ihm die Nägel hineingedrückt hatte.
„Oh Gott, das wollte ich nicht“, erschrocken richtete sie sich wieder auf und sah von der Verletzung zu ihm.
„Ist halb so schlimm, schon gut“, beschwichtigte er sie, doch sie schüttelte den Kopf.
„Ich werde wohl besser meine Nägel schneiden, dass ich dich nicht wieder aus Versehen verletze“, sagte sie und sah ihn schuldbewusst an.
„Das wirst du schön bleiben lassen, hörst du“, ermahnte er sie und sie sah ihn überrascht an.
„Na, du hast wohl schon vergessen, dass ich es mag, wenn du das machst“, grinste er sie nun an, hielt ihr Kinn mit der Hand fest und zog sie so zu sich heran. Er hauchte ihr erneut einen Kuss auf die Lippen und lächelte dann. Zuerst sah sie skeptisch von der Verletzung zu ihm, doch dann zogen sich leicht auch ihre Mundwinkel wieder nach oben.
„Stimmt, ich erinnere mich dunkel. Sagtest du nicht, dann hast du länger etwas davon?“
„Dein Gedächtnis ist wie immer ausgezeichnet, Sil“, ein sarkastisches Grinsen überflog nun sein Gesicht, bevor er sie fest in seine Arme schloss und sie einige Zeit einfach nur festhielt.
„Nichts desto trotz, werde ich dir jetzt noch etwas Salbe darauf geben“, erklärte Sisilia knapp, kletterte aus dem Bett um die Salbe zu holen.
Als sie zurückkam, hatte er sich schon eine Schlafanzughose angezogen und im Bett aufgesetzt. Sisilia versorgte seine Verletzung mit dem Mittel, welches dafür sorgte, dass sich die Wunden sofort verschlossen und nur noch leichte rote Stellen zu erkennen waren.
Leicht vor Kälte zitternd, zog Sisilia sich dann auch schnell ein Nachthemd über und rutschte zu Severus ins Bett. Sie zog sich die Decke bis ans Kinn und kuschelte sich eng an ihn, der seinen Arm um sie legte und ganz fest hielt, bis sie beide eingeschlafen waren.

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BeitragThema: Re: Sisilias Geheimnis Teil 4   Mi Apr 02, 2008 8:14 pm

Schlechte Nachrichten aus Deutschland





Inzwischen waren fünf Wochen vergangen und der Schnee des Winters war schon fast weggeschmolzen. Nur noch vereinzelt sah man kleine Schneeinseln auf den Wiesen liegen. Doch auch diese würden mit Sicherheit in den nächsten Tagen ganz verschwinden, da für die kommende Woche, Sonne und warme Temperaturen vorhergesagt worden war.
Sisilia stand am Fenster und blinzelte in die nachmittägliche Sonne. Sie hatte ihren Unterricht bereits beendet und wartete nun auf Severus, der sie gebeten hatte, im Wohnraum zu warten, bis er kam.
So stand sie nun am Fenster und war gespannt, was er von ihr wollte. Eigentlich konnte sie es sich denken, denn heute war der 14. Februar und Valentinstag. Sie war sich ziemlich sicher, dass es damit etwas zu tun hatte, aber trotzdem war sie neugierig, was er sich ausgedacht hatte.
Doch auch sie war nicht untätig gewesen und hatte sich etwas einfallen lassen. Sie war in ihrer Freistunde unten in der Küche gewesen und hatte einen Kuchen gebacken, nach einem Rezept von ihrer Tante. Oben drauf hatte sie aus rotem Zuckerguss ein Herz drauf gemalt und ihn dann mit Pfefferminzblättern und Cocktailkirschen verziert.

Als die Türe aufgerissen wurde zuckte Sisilia zusammen und drehte sich abrupt um.
Severus stand in der Türe und grinst sie über beide Ohren an.
„Wie sieht es aus, bist du bereit für einen kleinen Ausflug?“, fragte er sie und hob abwartend eine Augenbraue.
„Einen Ausflug? Wohin willst du denn?“, wollte Sisilia überrascht wissen, und dachte dabei an den Kuchen, den sie gemacht hatte.
„Nur nach Hogsmeade. Zuerst wollte ich mit dir etwas einkaufen gehen und dann zu Madam Puddifood“, schlug er vor. Sisilia starrte ihn überrascht an, doch dann ließ sie Kuchen, Kuchen sein, ging ihm entgegen, langte nach ihrem warmen Umhang und lächelte ihn an.
„Da sag ich nicht nein“, erklärte sie und hakte sich bei Severus ein. Wer wusste schon, wann wieder so eine Gelegenheit kommen würde, dass Severus sie in ein Cafe einladen würde. Deshalb konnte sie nicht anders, als mit ihm zu gehen.
So gingen sie zusammen nach Hogsmeade und Sisilia schleifte Severus von einem Geschäft zum anderen, ihn immer wieder musternd, wann er Anzeichen dafür aussenden würde, dass er genug hatte, von der Shopping Tour. Aber zu ihrer Verwunderung, schien er sogar Spaß daran zu haben.
Sisilia probierte einige Hüte auf und stellte sich vor den Spiegel damit.
„Was hältst du von diesem hier?“, fragte sie ausgelassen, und zog ihn sich noch tiefer ins Gesicht. Severus schüttelte den Kopf.
„Nein, der steht dir nicht. Warum versuchst du nicht diesen hier?“, fragte er und reichte ihr einen violetten Spitzhut, mit langen weißen und schwarzen Federn daran. Sisilia sah ihn erstaunt an, tauschte aber die Hüte und setzte den auf, welchen Severus ihr gereicht hatte.
Überrascht sah sie in den Spiegel. Er sah nicht mal so schlecht aus, überlegte sie. So unscheinbar er auf der Hutablage ausgesehen hatte, so sehr gefiel er ihr, als sie ihn auf dem Kopf hatte.
„Na, hab ich’s nicht gesagt?“, fragte Severus, der ihren Gesichtsausdruck gesehen hatte.
„Er ist zauberhaft“, gab Sisilia leise zurück und setzte ihn etwas schräger auf ihren Kopf, was dem Ganzen noch eine besondere Note gab.
„Dann soll er dir gehören“, sagte Severus, stellte sich hinter sie und betrachtete sie lächelnd im Spiegel. Doch dann machte er ein sehr ernstes Gesicht und deutete auf ihr Spiegelbild.
„Was ist los?“, fragte Sisilia irritiert, als er nicht gleich etwas sagte.
„Hm. Also, so geht das auf keinen Fall!“, brummte er und drehte Sisilia zu sich herum, die ihn nun noch irritierter anblickte.
„Was meinst du denn?“, fragte sie nun leicht ungeduldig, da er sie nur weiterhin nachdenklich anstarrte.
Doch in dem Moment, als er antworten wollte, trat die Verkäuferin auf die beiden zu.
„Haben Sie etwas gefunden?“, fragte die große schlanke dunkelhaarige Frau sie freundlich.
„Ja, haben wir! Diesen Hut können Sie für uns einpacken“, erklärte Severus reichte ihr den Hut und das Geld dafür. Diese verschwand dann hinter der Theke mit beidem und machte sich daran den Hut in eine Schachtel zu packen.
Als Sisilia der Frau folgen wollte, hielt Severus sie fest.
„Also, der Hut ist ja wirklich schön, aber irgendwas fehlt da noch“, erklärte er der nun noch mehr verwunderten Sisilia und als diese Severus nur mit offenem Mund anstarrte, sprach er weiter.
„Jetzt weiß ich, was es ist. Du brauchst noch unbedingt ein passendes Kleid dazu!“, sagte er und schnippte dabei mit den Fingern, als wäre es ihm wirklich erst in dem Moment eingefallen.
„Ein Kleid? Severus, ist das nicht zu übertrieben? Und außerdem, mit meinem Bauch passe ich doch sowieso in nichts Gescheites“, wehrte sie ab.
„Bauch? Ich finde deinen Bauch süß, und wir werden schon was finden, womit wir ihn noch schön verpacken können“, erklärte er, nahm der Verkäuferin die Schachtel und das Wechselgeld ab, ergriff Sisilias Hand und zog sie aus dem Laden.
„Sag mal, ist in deinem Unterricht vielleicht ein Trank daneben gegangen? Verstehe das bitte nicht falsch, aber dein Verhalten ist doch sehr merkwürdig“, sagte sie vorsichtig und musterte Severus dabei.
„Nein keine Sorge, kein Trank ging daneben, ich habe keine Drogen genommen und es ist auch sonst nichts Ungewöhnliches geschehen. Ich möchte dir einfach nur eine keine Freude machen, das ist alles“, erklärte er grinsend und zog sie in ein Kleidergeschäft.
Noch immer perplex schüttelte Sisilia den Kopf und sah auf Severus, der nun auf die ganzen Kleider deutete.
„Nun, such dir was Schönes aus, bevor ich meine Meinung doch noch ändere“, grinste er, stellte die Hutschachtel auf einen Stuhl und nickte Sisilia noch einmal aufmunternd zu.
„Gut, du hast es nicht anders gewollt, dann werde ich mir jetzt ein Kleid aussuchen, das zu dem Hut passt“, gab sie zurück und ging immer wieder einen Blick auf Severus werfend durch die Reihen und schaute sich die Kleider an.
Nach einiger Zeit hatte sie ein paar ausgewählt und mit zu einer Umkleidekabine genommen, wo sie begann, eines nach dem anderen anzuprobieren.
Sie führte Severus jedes Kleid vor, welches sie angezogen hatte, doch immer wieder schüttelte er skeptisch den Kopf. Bei jedem Teil hatte er was auszusetzen und als sie gerade das Letzte anprobieren wollte, kam er und reichte ihr ein Kleid in die Umkleidekabine herein.
„Zieh das mal an, ich glaube es könnte gut passen“, erklärte er der wiederum verblüfften Sisilia, die es stumm entgegen nahm und dann einfach hinein schlüpfte.
Schon beim anziehen, hatte sie ein gutes Gefühl und als sie in den Spiegel sah, war sie, genauso wie bei dem Hut, positiv überrascht. Das Kleid sah aus, wie eines, das man im 18. Jahrhundert getragen hatte. Der Fliederfarbene Stoff, war unter der Brust gerafft und hatte somit keine Taille und dennoch war es so geschnitten, dass es nicht auftrug. Im Gegenteil Sisilia hatte sogar das Gefühl das Kleid würde ihren Bauch sogar etwas verstecken.
Schon beim ersten Blick hatte sie sich in das Kleid verliebt. Sie schob den Vorhang der Umkleide auf die Seite und trat mit einem Strahlen aus der Kabine heraus. Sie ging mit eleganten, fast modelmäßigen Schritten auf Severus zu, drehte sich zweimal um die eigene Achse vor ihm und marschierte wieder zurück, dann lehnte sie sich locker mit dem Ellenbogen gegen die Kabinenwand und sah Severus mit einem Augenaufschlag an.
„Du... es ist einfach...“, stotterte er und sah immer wieder von dem Kleid in ihr Gesicht.
„Gefällt es dir?“, fragte Sisilia begeistert, doch Severus schüttelte den Kopf.
„Nein, es gefällt mir nicht. Ich bin einfach begeistert. Warum lässt du es nicht einfach gleich an. Wir können dein altes Kleid einpacken lassen“, sagte er, während er sie immer noch anstarrte.
Sisilia warf einen Blick auf das Preisschild des Kleides und erschrak.
„Oh nein. Das geht nicht, das ist viel zu teuer!“, sagte sie dann und wollte wieder in die Umkleidekabine verschwinden, doch Severus ging zu ihr und hielt sie auf.
„Nichts da, der Preis spielt heute keine Rolle. Ich möchte es dir kaufen und ich werde es dir kaufen“, sagte er und als Sisilia erneut protestieren wollte, legte er seine Finger auf ihren Mund.
„Keine Wiederrede“, sagte er streng und lächelte dann. Sisilia sah noch einmal kurz in den Spiegel und dann wieder zu Severus, legte ihre Arme um seinen Nacken und hauchte ihm einen Kuss auf die Lippen.
„Du bist unmöglich! Danke!“, hauchte sie ihm entgegen.
„Dann musst du aber auch den Hut dazu tragen“, erklärte er und holte die Hutschachtel.
Sisilia zog solange ihre Schuhe an und reichte dem Verkäufer ihr altes Kleid, welches er für sie einpacken wollte. Severus, der ihr den Hut reichte, sah dann auf den Boden und Sisilia folgte seinem Blick.
„Was ist? Hast du es dir doch überlegt?“
„Nein, aber mir ist etwas aufgefallen“, erklärte er und deutete auf ihre Füße. Mit einem fragenden Blick folgte sie seinem Fingerzeig.
„Diese Schuhe passen nicht zu dem Kleid, unmöglich! Das müssen wir noch ändern. So kann ich dich nicht zu Madam Puddifood mitnehmen“, erklärte er und ohne eine Antwort abzuwarten ging er zur Ladentheke des Geschäftes, reichte dem Mann die Galleonen und nahm die Schachtel mit dem Kleid, die er unter seinen Arm klemmte.
„Severus, du bist verrückt. Die Schuhe sieht sowieso niemand unter dem Kleid. Es ist doch total unnötig...“, wehrte Sisilia ab, doch Severus legte wiederum seine Finger auf ihren Mund, nahm dann ihre Hand und zog sie mit sich in das nächste Geschäft.
Sisilia versuchte noch ein paar Mal zu protestieren, doch dann gab sie auf und ließ sich in den Schuhladen bugsieren. Doch diesmal setzte sie sich einfach auf einen Stuhl und sah Severus abwartend an.
„Du hast die beiden anderen Sachen gefunden, also kannst du mir auch gleich die passenden Schuhe dazu aussuchen, dann geht es schneller“, erklärte sie und versuchte ein ernstes Gesicht zu machen. Kurz zögerte Severus, doch dann nickte er und marschierte durch die Regalreihen, deutete kurz auf die Größe, um zu fragen, ob er richtig war, und als Sisilia nickte ging er zwei mal die Reihen entlang, bevor er in das Regal griff und lächelnd ein Paar herauszog.
Severus trat zu Sisilia, kniete sich vor sie und streifte ihr die Schuhe über ihre inzwischen von Schuhen befreiten Füße.
„Das könnte mir gefallen!“, grinste Sisilia nun, als sie auf Severus hinunter blickte.
„Das glaub ich dir sofort“, zwinkerte er, erhob sich und reichte ihr die Hand, um ihr beim Aufstehen zu helfen.
„Und?“, fragte er gespannt. Sisilia ging ein paar Schritte und wiederum war sie überrascht, wie gut auch die Schuhe passten. Severus sah ihr hinterher, als sie den Gang entlang ging.
„Wie angegossen“, erklärte sie, als sie ihn wieder erreicht hatte. Ein zufriedenes Lächeln huschte über sein Gesicht, er bückte sich nach ihren alten Schuhen und reichte ihr seinen Arm.
„Madam, wenn Sie mir gestatten?“, sagte er und deutete eine leichte Verbeugung an.
Sisilia ergriff seinen Arm und hängte sich ein. So gingen sie beide zur Kasse, Severus bezahlte die Schuhe und sie verließen den Laden.
Draußen vor der Türe blieb Sisilia stehen und sah Severus an.
„Ich weiß zwar nicht, womit ich das verdient habe, aber vielen Dank. Die Sachen sind einfach wundervoll“, sagte sie begeistert und hauchte ihm einen Kuss auf die Lippen.
„Es freut mich, wenn sie dir gefallen“, gab er leise zurück und blickte ihr dabei in die Augen, während seine Finger zart über ihre Wange strichen.
„So und jetzt noch einen Tee?“, fragte er, ergriff ihre Hand und ohne eine Antwort abzuwarten zog er sie mit sich zu dem kleinen Cafe. Er führte sie durch eine kleine Seitenstraße auf das kleine Gebäude zu. Über dem Eingang war ein Schild angebracht. „Madam Puddifood, Tea Coffee, Cake and more.” Und in die Fenster waren rote und pinke Herzen gehängt worden.
Severus hielt ihr die Tür auf und ließ sie in das kleine gemütliche Lokal eintreten.
Überall hingen Rüschen und Schleifen, die das ganze Cafe zierten und über den Tischen flogen vereinzelt kleine goldene Engelchen die hin und wieder rosa Konfetti über die Köpfe der Gäste warfen.
Severus deutete auf einen Tisch an einem Fenster und als Sisilia zustimmend nickte, setzten sie sich dorthin.
Nachdem sie sich Tee bestellt hatten, blickte Sisilia Severus musternd an.
„So und jetzt raus mit der Sprache, es war doch kein Zufall, dass du gerade diese Sachen für mich ausgesucht hast?“
„Dir kann ich nichts vormachen, das merke ich schon. Ich gebe zu, ich habe diese Dinge schon vorher ausgesucht, und ich habe gehofft, dass sie dir gefallen und passen. Doch ich hätte nicht gedacht, dass sie dir so gut stehen würden“, gab er sehr zufrieden zurück.
„Sie sind wirklich wundervoll. Doch das ist doch viel zu viel, für so einen einfachen Anlass. Wenn ich Geburtstag hätte, würde ich es noch verstehen, aber so...?“, sie sah auf ihr neues Kleid und dann wieder zu ihrem Mann.
„Ich wollte es aber, und, dass heute Valentinstag ist, war eher nur eine zusätzliche günstige Fügung“, erklärte er und nahm ihre Hand, die er kurz drückte, aber nicht losließ.
„Nun gut, dann sage ich einfach noch einmal Danke für die Sachen, sie sind wirklich wunderbar“, hauchte sie, beugte sich nach vorn und gab ihm, über den Tisch hinweg einen langen Kuss. Erst als sie etwas auf ihre Köpfe rieseln spürten, nahmen sie ihre Köpfe zurück. Sisilia lachte los, als sie die vielen rosa Konfettis in Severus Haaren sah.
„Glaub nicht, dass du besser aussiehst!“, brummte Severus und versuchte sich das Konfetti aus den Haaren zu schütteln.
„Gib es auf, das wird nicht das einzige Mal bleiben, heb dir die Mühe bis später auf, wenn wir wieder gehen“, sagte sie lachend, doch dann legte sie den Kopf leicht schief.
„Irgendwie steht dir diese Farbe“, sagte sie und konnte sich das Grinsen nicht mehr verkneifen.
„Das ist aber jetzt nicht dein Ernst?“, fragte er entrüstet und wischte die Papierschnipsel vom Tisch.
„Nein, nein nicht wirklich“, gab Sisilia dann zurück, doch musste sie immer noch grinsen über seine Reaktion.
„Nun, eigentlich hatte ich auch etwas für dich heute, doch es ist natürlich nicht so wundervoll wie das hier...“, begann sie und deutete auf ihre neue Garderobe.
„Sagst du mir, was es ist?“, fragte Severus neugierig.

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BeitragThema: Re: Sisilias Geheimnis Teil 4   Mi Apr 02, 2008 8:16 pm

„Warum nicht. Ich habe dir einen Kuchen gemacht, den hatte ich eigentlich vor mit dir heute Nachmittag zu essen“, erklärte sie und seufzte leise.
„Der schmeckt später bestimmt auch noch“, gab er zurück und griff erneut nach ihrer Hand.
„Stimmt auch wieder“, er läuft nicht weg. In dem Moment wurde ihnen der Tee gebracht, der heute in rosaroten Tassen serviert wurde auf dem lauter rote Herzchen drauf waren. Severus betrachtete die Tassen skeptisch und schüttelte leicht den Kopf.
„Sag nichts, du wolltest hier her gehen“, kicherte Sisilia, die nun bemerkte, dass sich Severus, je länger sie hier waren, immer unwohler zu fühlen begann.
„Habe ich irgendwas gesagt?“, fragte er und warf dann einen kurzen Blick zu einem der anderen Tische, an dem ein Paar saß, welches nicht aufhören wollte sich zu küssen, während inzwischen drei der kleinen Goldenen Engel immer mehr Konfetti über deren Köpfe verstreuten. Sisilia bemerkte, wie er leicht seine Augen zusammenkniff und drehte sich ebenfalls kurz um, da sie wissen wollte, warum er so ein Gesicht machte.
„Die sollen nur nicht wagen noch einmal über mir das Zeugs zu verteilen“, brummte er, doch genau in dem Moment, hatte sich einer der kleinen Engel ihm von hinten genähert und ihn erneut mit einer ganzen Ladung Konfetti beworfen. Er wollte zuerst laut los protestieren, doch Sisilia nahm seine Hand und schüttelte leicht den Kopf. Severus presste die Lippen aufeinander und verkniff sich einen Kommentar.
„Lass uns den Tee trinken und dann wieder zurück ins Schloss gehen“, sagte Sisilia leise und nippte an ihrer Tasse.
„Nichts lieber, als das. Ich hatte keine Ahnung, wie übertrieben das hier alles ist“, brummte er nun leicht missmutig, nahm seine Tasse, um vom Tee zu trinken, als er sah, dass auf dem Tee eine ganze Ladung von den Konfetti schwamm. Brummend stellte er die Tasse zurück auf den Tisch und fischte in seiner Tasche nach Geld. Er warf einige Münzen auf den Tisch, ergriff Sisilias Hand und zog sie mit.
„Gehen wir lieber, bevor ich ausfällig werde“, brummte er und ging mit Sisilia im Schlepptau hinaus auf die Straße, wo er versuchte sich von dem restlichen Konfetti zu befreien.
„Ich hätte meinen Tee aber noch gerne getrunken“, protestierte sie, als die Türe hinter ihnen zugefallen war.
„Dein Tee schmeckt doch viel besser. Lass uns ins Schloss zurückgehen und deinen Kuchen versuchen und du machst uns einen von deinen Tees“, sagte Severus und klopfte von seinem Umhang immer noch einzelne Konfettis.
Sisilia seufzte, nickte aber dann, zog kurzerhand ihren Zauberstab aus ihrem Umhang und befreite Severus von den Überresten der Papierschnipsel und anschließend sich selber.
„Danke.“ Leicht zerknirscht blickte Severus zu Sisilia.
„Bitte“, gab sie knapp zurück und ging dann wieder zurück auf die Hauptstraße von Hogsmeade. Severus sah ihr kurz hinterher, folgte ihr aber dann sofort und hatte sie auch gleich wieder eingeholt.
„Es tut mir leid, ich wollte dir nicht den Nachmittag verderben. Ich kann das übertriebene Gehabe nur nicht ausstehen“, versuchte er sich zu rechtfertigen.
„Schon gut. Ist nicht so schlimm. Wir können bei uns genauso gut noch Tee trinken.“
Ihre Stimme klang leicht beleidigt und sie sah ihn nicht an, was ihm zeigte, dass er sie doch etwas gekränkt hatte.
Sie war auch leicht sauer, nicht wegen der Tatsache, dass er so schnell gegangen war, sondern wegen der Art und Weise, wie fluchtartig er aus dem Cafe gestürmt war, ärgerte sie.
So gingen sie einige Zeit schweigend den Pfad zur Schule hoch.
Erst als sie die Auffahrt zum Eingang der Schule erreicht hatten, ergriff Severus ihre Hand und sah sie an, doch er sagte weiter nichts. Kurz warf Sisilia ihm einen Blick zu, doch hatte sie in dem Moment ebenfalls keine Lust etwas zu sagen. Aber dennoch hielt sie seine Hand fest, um ihm zu zeigen, dass sie nicht wirklich böse auf ihn war.
Sie betraten die Einganshalle in dem Moment, als Harry Potter sie verlassen wollte.
„Hallo Harry“, begrüßte Sisilia ihn freundlich und lächelte ihn an. Er hatte seinen Besen in der Hand und lächelte nun auch zu Sisilia.
„Hallo, Professor Sisilia“, begrüßte er sie und als er kurz zu Severus sah:
„Sir“, nickte er nur knapp.
„Geht’s zum Training?“, fragte Sisilia nun und deutete auf seinen Besen.
„Ja, genau! Ron und Ginny warten schon, wir wollten noch ein paar Manöver üben und sie noch etwas ausfeilen, so dass wir gegen Ravenclaw, nächstes Wochenende auch eine Chance haben“, erklärte er mit einem Augenzwinkern.
„Wenn sie nur einen Bruchteil Ihrer Begeisterung, die Sie für Quidditch aufbringen, auch in das Fach Zaubertränke stecken würden, Potter, hätten Sie vielleicht auch eine Chance ihre ZAGs zu schaffen“, warf Severus ein und musterte Harry bei seinen Worten genau. Dieser schluckte kurz, öffnete den Mund, um etwas zu sagen, doch dann schien er es sich wieder zu überlegen und presste seine Lippen zusammen.
„Severus, das eine hat mit dem anderen gar nichts zu tun. Du bist ungerecht. Harry ist ein sehr guter Spieler, wenn nicht einer der besten Sucher, die Hogwarts je gehabt hat. Ich finde das nicht fair von dir“, erklärte sie empört.
„Ach hat es das nicht? Nun, wenn er es sich leisten kann, anstatt zu lernen, mit seinem Besen stundenlang Draußen herum zu fliegen, dann soll er eben seine ZAGs in Quidditch machen und Profispieler werden, da braucht er keine guten Noten in Zaubertränke“, erklärte er spitz und sah von Sisilia zu Harry, den er nun mit hochgezogener Augenbraue musterte. Ohne ein weiteres Wort zu sagen, drehte sich Severus auf dem Absatz um und marschierte mit großen Schritten und wehendem Umhang in den Flur hinein, der zu ihren Zimmern führte.
Mit wütendem Gesicht, sah Sisilia ihm hinterher und dann wieder zu Harry.
„Ich glaub, heute darfst du ihn nicht so ernst nehmen, irgendwie scheint ihm eine Laus über die Leber gelaufen zu sein“, versuchte Sisilia sich für sein Verhalten zu entschuldigen, doch Harry schüttelte den Kopf.
„Schon gut Professor. Irgendwie hat er ja auch Recht. Ich habe doch sowieso noch vor für Zaubertränke zu lernen. Später mit Hermine. Sie hat mir angeboten mir zu helfen“, erklärte er leicht zerknirscht.
„Das ist doch super. Du wirst das schon schaffen“, lächelte Sisilia ihm aufmunternd zu und dann fügte sie noch leise hinzu:
„Und falls du doch noch Probleme oder Fragen haben solltest, dann komm einfach zu mir. Jederzeit“, zwinkerte sie kurz.
„Danke, Professor! Ach übrigens Ihr Kleid ist echt krass.“ Harry grinste jetzt wieder und ging dann mit einem weiteren dankenden Nicken aus dem Schloss und lief hinunter zum Quidditch Stadion.
Sisilia sah ihm noch kurz lächelnd hinterher und folgte dann seufzend Severus.
Nachdem sie das Wohnzimmer betreten hatte, warf sie mit einem lauten Knall die Türe ins Schloss, stemmte die Hände in die Hüften und starrte auf Severus, der mit einem Buch in der Hand vor dem Regal stand und so tat, als würde er etwas darin lesen.
Als er nicht reagierte, nicht einmal auf die Türe, die mehr als laut ins Schloss gefallen war, ging sie auf ihn zu. Wütend nahm sie ihm das Buch aus der Hand und knallte es auf das Tischen vor ihnen.
„Hey, was soll das!“, protestierte Severus und sah zuerst das Buch und dann sie an.
„Das wollte ich dich fragen. Warum greifst du Harry immer wieder ohne Grund an. Er muss nicht nur immer für die Schule büffeln, was er sowieso tut, er ist kein schlechter Schüler“, sie sagte das lauter als sonst und ihre Stimme vibrierte bei ihren Worten.
„Zum Ersten, habe ich ihn nicht angegriffen, sondern ihm nur noch mal seinen Stand in Zaubertränke wachgerufen. Und zum anderen warst du es, die mich vor ihm da draußen bloßgestellt hat. Meinst du ich finde das lustig, wenn du meine Autorität vor einem Schüler in Frage stellst“, gab er nun wütend zurück und ergriff wieder das Buch.
„Deine Autorität. Severus, wenn ich dir nicht zustimme, dann stelle ich noch lange nicht deine Autorität in Frage.“
„Und warum kannst du mir das nicht unter vier Augen sagen, wo wir das ausdiskutieren können, sondern wiedersprichst mir vor den Augen der andern?“
Sisilia starrte ihn nun mit großen Augen und offenem Mund an.
„Severus, bist du noch zu retten? In welchem Jahrhundert leben wir? Ich habe genau so wie du das Recht meine Meinung zu sagen. Und außer wir beide und Harry, war da draußen keiner. Und Harry ging das schließlich genauso an, wie uns beide. Ich verstehe dich einfach nicht“, zischte Sisilia nun sehr wütend, drehte sich um und ging ein Stück von ihm weg in Richtung des Tisches. Ihr Blick fiel auf den Kuchen, der noch mitten auf dem Wohnzimmertisch stand, ohne ihn allerdings wirklich wahrzunehmen.
„Und ich verstehe nicht, warum alle immer um diesen Harry Potter herumschleichen, als wäre er der Held des Jahrhunderts. Was hat er bisher schon groß gemacht. Es war doch alles nur Zufall und eine riesen Portion Glück, dass er bis jetzt überhaupt überlebt hat“, zischte Severus nun ebenfalls wütend durch seine zusammengebissenen Zähne.
Auf einmal kochte die Wut in Sisilia über, sie ergriff den Kuchen vom Tisch und warf ihn mit voller Wucht nach Severus.
Dieser konnte im letzen Moment ausweichen, so dass der Kuchen ihn nur leicht an der Wange streifte und dann mit einem Platsch gegen die Bücherwand krachte.
Zuerst sah Severus auf die Überreste des Kuchens, die zwischen den Büchern kleben geblieben waren und dann überrascht auf Sisilia, die schnaubend mit geballten Fäusten vor ihm stand.
Mit den Fingern wischte er sich die Sahne von seiner Wange, die dort hängen geblieben war und steckte den Finger dann in den Mund.
„Hm, schade drum, schmeckt nicht mal so schlecht“, sagte er mit leicht gekräuselten Lippen.
„Hrrrr“, brummte Sisilia immer noch wütend und drehte sich wieder um.
„Warum machst du das immer. Harry hat dir doch nichts getan“, sagte sie nun leise und starrte gegen die Wand. Severus hatte das Buch, weggelegt und war gerade im Begriff auf Sisilia zuzugehen als sie eine Eule bemerkten, welche aufgeregt vor dem Fenster auf und ab flatterte.
Sisilia hatte das Fenster als Erste erreicht und es geöffnet. Die Eule flog in das Zimmer und landete mitten auf dem Wohnzimmertisch, wo Severus ihr den Brief abnahm. Er blickte auf den Umschlag und reichte ihn dann Sisilia.
„Scheint von deiner Tante zu sein“, sagte er knapp, während Sisilia ihm den Brief abnahm und auch gleich öffnete.
Sie begann zu lesen, doch dann ließ sie sich in dem Sessel nieder und ihr Blick wurde betrübt.
„Was ist?“, fragte Severus vorsichtig.
„Mein Onkel hatte einen Herzinfarkt“, erklärte Sisilia leise und reichte Severus den Brief.
„Das ist lieb gemeint, aber ich kann immer noch kein Deutsch“, gab er zurück und schob ihr den Briefbogen wieder zu.
„Entschuldige, da hab ich gerade nicht daran gedacht“, gab sie zurück und begann ihn ihm zu übersetzten.

Liebe Lisa,

Diesmal habe ich leider keine guten Nachrichten für dich Kleines. Dein Onkel Heinz hatte vor drei Tagen einen schweren Herzinfarkt. Es geht ihm nicht gut und die Ärzte machen uns auch nicht viel Hoffnung.
Ich weiß ja, dass du eigentlich sehr beschäftigt bist und sicherlich nicht weg kannst, doch ich dachte, du würdest es mir nie verzeihen, wenn ich dir nicht Bescheid sage, vielleicht kannst du es ja doch möglich machen und ein paar Tage kommen. Heinz würde sich mit Sicherheit freuen, dich noch einmal sehen zu können.

Deine Tante Margret


Langsam lies Sisilia den Brief sinken und starrte dann zu Severus.
„Ich möchte zu ihnen fahren“, sagte sie entschlossen.
„Ich werde Albus fragen, ob er mich für ein paar Tage vertreten kann“, erklärte sie und erhob sich vom Sessel. Severus nickte nur und sah ihr hinterher, wie sie das Wohnzimmer verließ, um zu ihrem Großonkel zu gehen.
Der hatte sich auch sofort bereit erklärt, ihren Unterricht für ein paar Tage zu übernehmen.
„Nimm dir soviel Zeit, wie notwendig ist“, hatte er ihr erklärt.
„Ich danke dir“, antwortete sie knapp, „Ich werde Severus die Pläne geben, wo wir waren im Unterricht, er soll sie dir bringen. Ich melde mich, sobald ich etwas Neues weiß“, ihre Stimme klang traurig und ängstlich, als sie Albus einen Kuss auf die Wange drückte und sich wieder auf nach unten machte, um ihre Sachen zu packen.

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Mit Zauberei hat das Geschichtenschreiben eben auch zu tun! Cornelia Funke (Tintenherz)

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BeitragThema: Re: Sisilias Geheimnis Teil 4   Mi Apr 02, 2008 8:17 pm

„Du willst sofort abreisen?“, fragte Severus sie, als sie zurückgekommen war und begann ihre Sachen zusammen zu packen.
„Ja, ich will so schnell wie möglich dort sein. Und zu apparieren, ist mir inzwischen in meinem Zustand zu gefährlich, zumal es auch noch so eine weite Strecke ist. Ich werde wohl von London aus fliegen und dann bis Heidelberg den Zug nehmen. Dann bin ich heute Abend schon dort“, erklärte sie während sie ihre Sachen nicht gerade sorgfältig in ihre Tasche stopfte. Severus beobachtete sie einen Moment dabei, wie sie ihre Sachen fahrig in ihre Reisetasche warf, dann packt er sie an den Schultern, drehte sie zu sich herum und legte, nachdem sie es vermied ihn anzusehen, seine Finger unter ihr Kinn und drehte ihren Kopf zu sich. Sisilia kämpfte mit den Tränen, und als er sie ansah, konnte sie diese nicht mehr zurück halten. Traurig schlang sie ihre Arme um ihn und legte ihren Kopf gegen seine Schulter. Er legte ebenfalls seine Arme um sie und hielt sie einfach nur einen Moment lang fest, ohne etwas zu sagen.
Als sie ihren Kopf hob und sich mit dem Ärmel die Tränen aus dem Gesicht wischte, sah er sie an.
„Es tut mir leid Sil. Kann ich irgendwas für dich tun?“, fragte er und musterte ihr Gesicht.
„Du kannst doch nichts dafür“, gab sie zurück und erwiderte seinen Blick.
„Das weiß ich, das hab ich doch auch nicht gemeint, sondern unseren Streit vorhin“, erklärte er leise.
„Vergiss es, es ist nicht so wichtig“, gab sie zurück und fuhr fort Dinge zusammen zu sammeln, die sie mitnehmen wollte. Severus stand nur irgendwie hilflos da und sah ihr dabei zu, weil er nicht wusste, was er tun sollte.
Unsicher blickte Sisilia sich um, als ihr etwas einfiel. Sie ging zu einer Kiste, in der sie ein paar persönliche Sachen aufbewahrte, öffnete sie und zog ein kleines Handy und einen dazugehörigen Akku heraus, den sie in das Handy hineinlegte.
Severus beobachtete sie neugierig dabei.
„Was ist das? Eine Muggelerfindung?“, fragte er erstaunt.
„Ja, das ist so eine Art Telefon, man nennt es auch Mobiltelefon“, erklärte sie kurz, denn sie wollte von Hogsmeade aus den Flughafen in Glasgow anrufen und den nächsten freien Platz in einem Flugzeug buchen, den sie nach Deutschland bekommen konnte. Von dort war es ein leichtes einen Zug nach Heidelberg zu bekommen.
„Eigentlich ganz schön praktisch dieses, wie sagtest du Mobiltelefone?“, gab er positiv überrascht zurück.
„Ja, sind sie. Bis auf die Tatsache, dass sie mit Strom immer wieder aufgeladen werden müssen.“
„Du meinst diese Elektrizität?“, fragte er nach.
„Ja, genau. Und da wir hier keine haben, bringen uns diese Handys hier auch nicht weiter“, schloss sie das Thema und sah dann fragend zu Severus.
„Bringst du mich noch zum Bahnhof?“, wollte sie wissen, als sie das Telefon in ihre Handtasche gepackt hatte.
„Natürlich, ich lasse dich doch nicht alleine da runtergehen. Wenn ich könnte, würde ich auch ganz mitgehen, doch ich kann den Unterricht nicht ausfallen lassen“, gab er zurück, nahm ihre Tasche vom Bett und trug sie ihr nach oben.
„Schon gut, das weiß ich“, sagte sie und folgte ihm.
Oben im Büro zog sie noch ein paar Pergamente aus einem Stapel Zettel hervor und legte sie auf den Tisch.
„Würdest du diese bitte Albus geben? Er weiß schon Bescheid“, erklärte sie kurz. Severus nickte und als Sisilia nach ihrem Umhang griff, hielt er sie zurück.
„Ich denke du solltest lieber einen normalen Mantel anziehen, mit dem Umhang könntest du bei den Muggel auffallen“, gab er leise zu bedenken.
„Du hast recht“, sagte Sisilia und schlug sich mit der Hand gegen die Stirn.
„Meinst du, dass du das schaffen wirst? Ich meine nicht, dass du nachher noch in eine Flugmaschine nach Afrika oder sonst wohin einsteigst. Das wäre mir nicht so recht“, versuchte er zu flachsen, doch er erntete nur einen missbilligenden Blick, worauf er nur kurz die Hände hob.
„Schon gut, war nicht so gemeint.“
Nachdem Sisilia ihren Mantel angezogen hatte und ihren Zauberstab in ihrer Handtasche verstaut hatte, machten sie sich sofort wieder auf nach Hogsmeade.
Sie erreichten den Bahnhof, nur ein paar Minuten, bevor der Zug eintraf und so blieb ihnen nicht mehr viel Zeit sich zu verabschieden. Als der Zug sich mit einem Pfeifen in der Ferne ankündigte, nahm Severus Sisilia in seine Arme und legte seine Wange gegen die ihre.
„Pass auf dich auf, versprich mir das!“, hauchte er an ihr Ohr und sie nickte leicht, presste ihre Lippen auf die seinen und küsste ihn leidenschaftlich.
„Keine Sorge, ich werde acht geben“, flüsterte sie ihm zu, löste sich dann von ihm und stieg in den Zug, der inzwischen hinter ihr gehalten hatte ein. Er reichte ihr die Tasche nach und hielt für einen Moment noch ihre Hand fest, bis der Schaffner in seine Pfeife stieß. Dann musste er sie loslassen, da sich der Zug in Bewegung setzte und die Türen sich schlossen.
Sisilia ging sofort zu einem Abteilfenster und öffnete es. Leicht beugte sie sich heraus und winkte noch einmal, während der Zug langsam anfuhr. Sie konnte sehen, dass Severus solange am Bahnsteig stehen geblieben war und ihr nach sah, bis der Zug hinter einer Kurve verschwunden war.

Nachdem sie in Glasgow angekommen war, musste sie nur eine knappe Stunde warten, bevor der Flieger nach Frankfurt abhob. Vom dort war es eine Kleinigkeit, einen passenden Zug zu bekommen, der sie nach Heidelberg brachte, da dort halbstündlich einer abfuhr. So erreichte sie Heidelberg kurz vor acht Uhr.
Nachdem sich bei ihrer Tante zu Hause keiner am Telefon meldete, schloss sie daraus, dass diese wohl noch im Krankenhaus sein musste und entschied sich dann einfach, auch dorthin zu gehen. Sie verließ den großen Bahnhof und stieg in ein Taxi, welches vor dem langgezogenen Bahnhofsgebäude auf Fahrgäste wartete.
Der Fahrer setzte sie, keine 10 Minuten später, vor der Tür der Uniklinik ab und Sisilia ging zur Information und wollte sich sofort nach ihrem Onkel erkundigen.
Die ältere vollschlanke Dame hinter der Scheibe warf einen kurzen Blick auf Sisilia und deutete dann in den Gang hinein.
„Gehen Sie geradeaus nach hinten zu den Aufzügen, die Frauenklinik ist im ersten Stock, dort wird man sich sofort um Sie kümmern“, erklärte sie Sisilia sehr freundlich, die dann aber kurz schmunzeln musste.
„Nein, ich habe noch fünf bis sechs Wochen zur Geburt. Ich wollte zu meinem Onkel, der soll hier liegen. Heinz Dom“, erklärte Sisilia der Dame an der Information, welche daraufhin leicht rot wurde, sich murmelnd entschuldigte und in ihrem Computer nachsah.
„Ja, der ist hier. Im 5. Stock, auf der Intensivstation. Abteilung 56. Ich fürchte da müssen Sie vorher mit den Ärzten reden, ob sie zu ihm können“, erklärte die freundliche Frau, deren Name ‚Frau Mayer’ war, wie Sisilia auf einem kleinen Schildchen an dem Fenster entdeckt hatte.
„Vielen Dank, Frau Mayer. Ich werde mit den Ärzten reden“, bedankte sich Sisilia und betrat dann den Flur, in dem sich die Aufzüge befanden. Kurz überlegte sie, ob sie nicht doch vielleicht die Treppen nehmen sollte, doch in dem Moment hielt einer der Aufzüge und so stieg sie einfach in die Kabine und drückte den Knopf mit einer Fünf darauf.
Oben angekommen, musste sie sich nach rechts wenden. Nachdem sie durch eine große blaue Tür getreten war, die auf Knopfdruck von alleine aufschwang, sah sie sich suchend nach jemanden um, den sie fragen konnte.
Sie wollte schon gerade im Schwesternzimmer, ihr schräg gegenüber anklopfen, als eine Türe ganz in ihrer Nähe aufging und ihre Tante Margret heraus trat. Die schlanke und hochgewachsene Frau, die ihre langen blonden Haare, die inzwischen schon einige weiße Strähnen aufwiesen, zu einem Zopf geflochten hatte, starrte auf den Boden und wirkte sehr müde. Ihr normalerweise immer strahlendes Gesicht wirkte eingefallen und ihre Augen zeigten einen Ausdruck von Hoffnungslosigkeit.
Sisilia, lies die Hand, die sie schon erhoben hatte, um an die Tür zu klopfen, wieder sinken und drehte sich zu ihrer Tante, die genauso groß war wie sie selber, um. Doch irgendwie schien es ihr, als wäre sie kleiner und hagerer, als sie sie in Erinnerung hatte.
„Tante Margret?“, sprach sie die Frau nun leise an, welche sofort den Kopf hob und überrascht zu ihr blickte.
„Lisa. Oh, du meine Güte, wo kommst du denn so schnell her?“, fragte sie, doch sie ließ ihr keine Zeit zum antworten, sondern zog sie sofort in ihre Arme und drückte sie fest.
Dann nahm sie ihren Kopf zwischen ihre Hände und musterte Sisilia von oben bis unten.
„Du siehst gut aus, Kleines. Meine Güte und... ich kann es noch immer nicht fassen. Du wirst Mutter. Oh, wie alt komme ich mir dabei vor“, sprudelte es aus ihr heraus, und Sisilia konnte sehen wie ihre Augen zu glänzen begannen.
„Du bist doch nicht alt, Tante Margret. Ich glaube, du kannst nie alt werden“, antwortete Sisilia ihr und nahm die Hände ihrer Tante in die ihren, doch dann sah sie, wie das Gesicht ihrer Tante wieder ernst wurde.
„Wie geht es Onkel Heinz?“, fragte sie jetzt und Margret Dom schüttelte leicht den Kopf. Sie zog Sisilia zu ein paar Stühlen, die an der Wand standen und setzte sich.
„Nicht sehr gut. Gar nicht gut“, erklärte sie und senkte den Kopf.
„Er ist heute Nachmittag ins Koma gefallen. Die Ärzte haben keine große Hoffnung. Das Einzige was ihm noch helfen könnte, wäre ein Spenderherz, und das auch nur, wenn er wieder aufwacht, sonst können sie ihn nicht operieren.“ Ihre Stimme klang kraftlos und sie ergriff die Hand von Sisilia und drückte diese, bevor sie wieder zu ihr aufsah.
Sie wusste nicht, was sie sagen sollte, sie konnte sich das einfach nicht vorstellen. Ihr Onkel war immer so ein kräftiger gesunder Mann gewesen. Ihn konnte nichts so schnell von den Beinen hauen und jetzt lag er dort in dem Zimmer und sollte keine Chance haben? Eine einsame Träne rann über Sisilias Wange, als die Worte ihrer Tante hörte und sie legte erneut tröstend ihre Arme um sie.
„Wenn es einer schaffen kann, dann er“, sagte sie aufmunternd und löste sich dann wieder von ihr. Ihr Tante nickte unmerklich, doch hatte sie das Gefühl, sie würde nicht so recht daran glauben.
„Denkst du, ich kann zu ihm?“, fragte sie jetzt nach einer kurzen Pause.
„Warte kurz hier, ich werde mit einem Arzt reden, ich denke es gibt keinen Grund, warum du nicht zu ihm gehen dürftest. Eine Grippe, Erkältung hast du ja nicht, oder?“, fragte sie.
„Nein, ich bin vollkommen gesund“, gab Sisilia zurück.
Tante Margret erhob sich und ging zielstrebig auf eine der Türen zu, klopfte kurz und streckte dann den Kopf in das Zimmer.
Gleich darauf kam sie zurück und brachte noch einen dieser blauen sterilen Kittel mit, die jeder hier anziehen musste, der auf die Intensivstation wollte und reichte ihn ihr.
„Er hat nichts dagegen, komm gehen wir rein“, sagte sie nun und half ihr, den Kittel hinten zu schließen und führte sie dann in das Zimmer.
Dieses war sehr groß und es standen vier Betten in dem Raum, doch nur eines war im Augenblick belegt.
„Sie haben ihn extra gelegt. Der Arzt meinte, das ginge aber nur so lange sie kein weiteres Bett hier brauchen würden. Doch ich bin schon froh, wenn er hier etwas Ruhe hat. Das Gepiepse und die anderen Geräusche von den Maschinen der anderen Patienten, machen einen verrückt mit der Zeit“, erklärte sie und ging mit Sisilia zu dem Bett.
Ihr Blick fiel auf ihren Onkel, der da lag, als würde er einfach nur einen Mittagschlaf halten, was er früher regelmäßig getan hatte, wenn er mittags die Apotheke geschlossen hatte.
Um ihn herum standen einige Apparate, die seine Lebensfunktionen überprüften. Kurz starrte Sisilia auf diese und musterte, wie sich der Sinusrhythmus seines Herzens auf dem Gerät abzeichnete. Dann zog Sisilia einen Stuhl zum Bett heran, setzte sich und ergriff die Hand ihres Onkels.
„Hallo, Onkel Heinz“, sagte sie leise uns sah ihn an. „Kann man dich nicht mal für ein paar Monate alleine lassen? Hör mal, das geht aber nicht, dass du dich aus dem Staub machst. Ich meine, mein Kind will dich doch auch noch kennen lernen, auf deinem Schoß sitzen und sich von dir Gutenachtgeschichten vorlesen lassen“, sagte Sisilia zu ihm und musste sich sehr zusammennehmen, um nicht erneut zu weinen. Sie warf einen kurzen Blick zu ihrer Tante, die ein Taschentuch aus ihrer Tasche gezogen hatte, sich über die Augen wischte und dann zum Fenster trat, aus dem sie dann hinaussah.
Sisilia blickte wieder zu Heinz, als ihr etwas durch den Kopf schoss. Ja, warum nicht, ein Versuch war es doch wert.
Schnell stand sie auf und trat zu ihrer Tante, die sich verwundert zu ihr umdrehte.
„Tante Margret“, begann sie sehr ernst.
„Ich möchte etwas versuchen, doch ich will dein Einverständnis dafür.“
„Was hast du vor?“, fragte diese und musterte Sisilia mit ihren grünen Augen.
„Ich möchte einen Heiler bitten, sich Onkel Heinz anzusehen“, erklärte sie jetzt ernst.
„Einen... Lisa, ich weiß nicht. Glaubst du ein Heiler könnte etwas für ihn tun, mal vorausgesetzt du findest einen, der bereit ist, einen gewöhnlichen Muggel, so sagt ihr doch, nicht wahr, zu behandeln?“
„Bitte Tante, lass es mich wenigstens versuchen. Schaden wird es Onkel Heinz auf keinen Fall. Bitte!“, sie sah ihre Tante flehend an.
„Gut, von mir aus. Versuch es. Du lässt dich sowieso nicht davon abhalten“, gab sie nun zurück und versuchte ein Lächeln, was ihr aber völlig misslang.
„Danke.“ Sisilia hauchte ihr einen Kuss auf die Wange und überlegte kurz.
„Kannst du dafür sorgen, dass in den nächsten 15 – 20 Minuten keiner hier ist? Ich denke bis dahin bin ich zurück“, bat sie ihre Tante noch.
„Ich werde sehen, was ich tun kann“, versprach diese und nickte Sisilia zu.
„Gut, dann bis gleich!“, gab Sisilia zurück und disapparierte auch gleich im nächsten Moment.

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BeitragThema: Re: Sisilias Geheimnis Teil 4   Mi Apr 02, 2008 8:19 pm

Keine zwei Sekunde später apparierte sie in St. Marion, einem Krankenhaus für Zauberer, gar nicht mal so weit weg von Heidelberg. Sie brauchte auch nicht lange, bis sie einen Heiler gefunden hatte, der sich mit der Materie auskannte. So klopfte sie an die Türe von Heiler Morducus Plank und als sie ein ‚Herein’ vernahm betrat sie sein Büro.
„Guten Abend. Entschuldigen Sie bitte die Störung, aber ich brauche dringend die Hilfe eines Heilers“, begann sie zu erklären.
Der Heiler, es war ein Mann um die fünfzig, schätzte sie, betrachtete sie einen Moment und erhob sich dann von seinem Schreibtisch.
„Tut mir leid, aber ich fürchte da sind Sie bei mir falsch. Um Geburten kümmert sich mein Kollege im 2. Stock“, begann dieser zu erklären und Sisilia verzog kurz das Gesicht.
„Es geht nicht um mich, ich habe noch sechs Wochen bis zur Geburt. Nein es geht um meinen Onkel. Er hatte einen Herzinfarkt und es geht ihm wirklich sehr schlecht“, erklärte sie ihm und er trat sofort zu ihr.
„Wo ist er, warum haben Sie ihn nicht mitgebracht?“, fragte er und musterte sie.
„Nun, weil es da ein kleines Problem gibt“, fuhr sie zögernd fort.
„Und das wäre?“, bohrte der Mann, der Sisilia um mindestens einen Kopf überragte, nach.
„Nun, mein Onkel ist in einem Muggelkrankenhaus.“
„Na und? Holen Sie ihn da raus und bringen Sie ihn hier her“, fuhr er fort und schüttelte verständnislos den Kopf, dass seine halblangen, lockigen, dunkelbraunen Haare um seinen Kopf flogen.
„Ich glaube, Sie haben mich nicht ganz verstanden. Er ist nicht nur in einem Muggelkrankenhaus, sondern er ist ein Muggel“, erklärte sie jetzt und musterte ihn abwartend.
„Wenn das so ist, dann ist er doch in guten Händen, unter seines gleichen“, erwiderter er nun knapp und seine Haltung wurde ihr gegenüber kühler.
„Die haben ihn aber aufgegeben. Bitte Herr Plank, er wird sterben, wenn Sie ihm nicht helfen“, flehte sie ihn nun an.
„Es tut mir leid, wir dürfen uns nicht in die Dinge einmischen, welche die Muggel sich da ausgedacht haben“, gab er konsequent zurück. Und Sisilia überlegte fieberhaft, wie sie ihn dazubringen konnte, doch mitzukommen und nach ihrem Onkel zu sehen.
„Herr Plank. Ich kann Sie nur noch mal bitten, es wird auch keiner erfahren, bitte! Was halten Sie davon, wenn ich ihnen das Doppelte von dem bezahle, was sie normalerweise bekommen?“, fragte sie hoffnungsvoll.
Der Heiler zögerte immer noch und blickte sie nachdenklich aus seinen schmalen Augen an.
„Das dreifache?“, versuchte sie es noch einmal.
Diesmal zog er die Luft pfeifend durch die Nase ein und nickte dann.
„In Ordnung, ich komme mit, das bleibt aber unter uns, verstanden?“, sagte er, ergriff seine Arzttasche, packte noch ein paar Dinge hinein und trat dann zu Sisilia.
„Wohin müssen wir?“, fragte er nun.
„Danke. In die Uniklinik Heidelberg“, gab sie ihm zur Antwort und erklärte ihm genau, wo sie hinmussten. Sie hoffte, ihre Tante hatte es geschafft, und keinen in das Zimmer ihres Onkels gelassen.

So apparierten sie sofort dorthin und als sie in dem Zimmer mit einem Plopp wieder auftauchten, stieß Margret, die sich erschreckt hatte, einen leisen Schrei aus.
Auch Heiler Plank zuckte zurück, als er die Frau erblickte, doch Sisilia beruhigte ihn sofort wieder und erklärte, wer sie war. Er reichte ihr kurz zögerlich die Hand und sah dann wieder zu Sisilia.
„Tante, würdest du bitte vor der Tür aufpassen, dass wir keinen Besuch bekommen. Wenn jemand hier rein will, dann wimmle sie ab. Sag ihnen einfach, ich will einen Moment mit ihm alleine sein, oder so was. Und falls es gar nicht geht, dann klopf drei Mal gegen die Türe“, bat Sisilia ihre Tante und schob diese zur Türe. Doch sie sah, dass sie sich nicht sehr wohl dabei fühlte.
„Ich bin ja hier, ich werde aufpassen“, sagte sie sehr leise zu ihr, so dass nur sie es hören konnte.
„Ich werde tun, was ich kann“, gab Margret unsicher zurück und ging dann, nachdem sie noch einen kurzen Blick auf ihren Mann und den Heiler geworfen hatte, nach draußen.
Dieser begann, als sie den Raum verlassen hatte, mit seiner Untersuchung. Er zog die Decke etwas zur Seite und richtete seinen Zauberstab auf dessen Körper.
Leise murmelte er Zaubersprüche und legte dann eine Hand auf den Brustkorb von Heinz Dom. Sisilia beobachtete den Mann, der sich nicht daran zu stören schien und nach ein paar Minuten sah er zu ihr hoch.
„Warum kommen Sie erst so spät damit, er könnte schon längst wieder gesund zu Hause sitzen“, brummte er und suchte in seiner Tasche nach etwas.
„Weil ich es auch erst seit ein paar Stunden weiß“, gab Sisilia nun leise und zögerlich zurück.
„Sagen Sie! Wird er wieder gesund werden?“
„Wenn er in den nächsten vier Stunden aus dem tiefen Schlaf wieder erwacht, wovon ich eigentlich ausgehe, wird er am Sonntag wieder zu Hause bei Ihnen am Tisch sitzen können und sie können zusammen eine Geburtstagstorte essen. Denn wenn Sie mich nicht geholt hätten, hätte er diese Nacht auf keinen Fall überlebt“, erklärte er und schüttelte, mit einem missmutigen Blick auf die Gerätschaften neben ihm, den Kopf.
„Die Muggel erfinden immer komischere Geräte, die leuchten und merkwürdige Geräusche von sich geben, aber gegen die einfachsten Krankheiten haben sie keine Mittel“, brummte er, während er wieder seine Tasche einräumte.
„Ich danke Ihnen, Heiler Plank“, sagte Sisilia nun und zog aus ihrer Handtasche eine Visitenkarte, die sie ihm reichte. Sie hatte sie erst einige Zeit zuvor in Hogsmeade anfertigen lassen.
„Schicken Sie doch einfach ihre Rechnung an diese Adresse“, erklärte sie knapp.
Er nahm sie ihr ab und blickte darauf.
In der rechten oberen Ecke war eine kleine Abbildung von Hogwarts und über das restliche Papier flog immer wieder eine Eule, die mal groß zu sehen war und dann aber wieder hinter dem Schloss, als kleiner Punkt verschwand, um anschließend wieder von der Seite über das Blatt zu fliegen.
Und mit verschnörkelten alten Buchstaben stand darauf:

Professor
Sisilia Dumbledore Snape
Hogwarts
Großbritannien


Mit offenem Mund starrte er sichtlich überrascht auf das kleine Stück Papier in seiner Hand.
„Sie sind Professor Sisilia Snape?“, fragte er und starrte von dem Papier auf sie.
„Warum haben Sie das nicht schon gesagt, als Sie mein Zimmer betreten haben?“, fragte er etwas aufgebracht, was Sisilia nun irritierte.
„Es tut mir leid, ich hatte es vorhin in der Aufregung vergessen“, gab sie nun unsicher zurück.
„Woher kennen Sie mich?“, fragte sie jetzt unsicher.
„Oh, ganz einfach. Meine Nichte geht nach Hogwarts auf die Schule. Sie müssen wissen, meine Schwester hat einen Schotten geheiratet und ist nach Aberdeen gezogen. Ihre Tochter Kathy Johnes ist jetzt in der 4. Klasse“, erklärte er und er tat das nicht ohne einen gewissen Stolz in seinen Augen.
„Kathy Johnes?“, überlegte Sisilia kurz. „Ja, das ist doch die Kleine aus Ravenclaw, mit den süßen Zöpfen, die sie jeden Tag anders trägt?“, erinnerte sich Sisilia nun.
„Stimmt, das ist gerade ein Spleen von ihr“, lachte der Heiler jetzt auf.
„Aber sie ist eine sehr gute Schülerin, ich habe auch von den Kollegen nur das Beste von ihr gehört“, fügte Sisilia jetzt an.
„Ja, das ist sie und bis jetzt hat sie auch vor, in die Fußstapfen ihres Onkels zu treten“, zwinkerte er kurz. „Und nachdem Ihr Mann nun nicht mehr ganz so...“, er zögerte kurz, da er nicht wusste wie er es sagen sollte, ohne sie vielleicht zu beleidigen.
„... ein Ekel ist, sagen Sie es ruhig“, lachte Sisilia jetzt und der Heiler begann seinen Nacken zu reiben.
„Nun, so wollte ich es eigentlich nicht ausdrücken“, sagte er, doch dann musste er grinsen, als er Sisilias aufmunterndes Lächeln bemerkte.
„Was wollten Sie sagen?“, hakte Sisilia jetzt noch einmal nach.
„Oh, ja. Ich wollte sagen, dass sich die Noten von Kathy in Zaubertränke sehr verbessert haben und darüber freue ich mich wirklich sehr. Ich werde sie nach der Schule zu mir in die Ausbildung nehmen“, erklärte er nun sehr begeistert.
„Sie wird bestimmt eine wunderbare Heilerin werden, davon bin ich überzeugt“, unterstützte sie ihn.
„Ich muss sagen, ich beneide Sie, dass Sie an so einem wunderbaren Ort arbeiten können“, erklärte er und starrte kurz auf das Bild von Hogwarts auf ihrer Visitenkarte.
„Waren Sie schon einmal in Hogwarts?“, wollte Sisilia nun wissen und musterte den Heiler.
„Ja, vor gut vier Jahren, zu dem Trimagischen Turnier. Mein Schwager, war beruflich unterwegs und hatte keine Zeit, so hat meine Schwester mich gefragt, ob ich nicht kommen wollte. Ich war an dem Tag dabei, als der Wettkampf im See stattgefunden hatte“, erklärter er und seine Augen glänzten.
„Es ist einfach wundervoll dort“, wiederholte er gedankenverloren, doch dann sah er zu Sisilia.
„Das mit der Rechnung vergessen Sie einfach“, sagte er jetzt, zwinkerte kurz und steckte ihre Visitenkarte in seine Kitteltasche.
„Aber das kann ich doch nicht annehmen“, protestierte sie jetzt auf, doch er winkte ab.
„Haben Sie einfach ein Auge auf meine Nichte, das genügt mir schon. Und außerdem war es mir eine Ehre, Ihnen zu helfen. Meine Nichte hat mir alles erzählt, was Sie zustande gebracht haben“, sagte er nun mit einer gewissen Hochachtung in seiner Stimme.
„Ach hören Sie auf, ich habe gar nichts getan, außer mich in den Mann zu verlieben, der Rest kam ganz von alleine“, wiedersprach sie und wurde leicht rot.
„Nur nicht so bescheiden! Ach, wenn Sie möchten, können Sie jederzeit zu mir kommen, wegen ihrem...“, er deutet auf ihren Bauch und nickte ihr aufmunternd zu.
„Danke, das ist sehr nett von Ihnen, aber mir geht es wirklich sehr gut. Ich glaube nicht, dass ich Hilfe brauchen werde“, erklärte sie ihm und ging dann um das Bett herum auf ihn zu.
„Ich danke Ihnen für alles, Heiler Plank“, sagte sie und streckte ihm ihre Hand hin.
Er ergriff sie und hielt sie einen Moment lang fest.
„Schade eigentlich“, sagte er dann plötzlich, als er sie musterte.
„Was ist schade?“, fragte sie irritiert.
„Nun, dass Sie schon vergeben sind, Sie würden mir gefallen“, lachte er nun und Sisilia stimmte dann mit ein.
„Man kann nicht alles haben, nicht wahr?“
„Leider nicht. Ich wünsche Ihnen alles Gute und passen Sie auf, dass Ihr Onkel noch zwei Tage liegen bleibt, danach dürfte er wieder ganz gesund sein“, dann reichte er ihr eine kleine Dose.
„Hiervon soll er jeden Tag eine nehmen, bis sie aufgebraucht sind, dann wird sein Herz mindestens hundert Jahre alt werden“, zwinkerte er ihr zu, trat einen Schritt zurück und war mit einem kurzen Kopfnicken und einem leisen Knall verschwunden.
Erleichtert sah Sisilia wieder zu ihrem Onkel und dann zu dem Gerät, welches seine Herztöne aufzeichnete und sie erkannte, dass diese nun schon viel kräftiger waren, als vorhin.
Sie strich ihm kurz mit den Fingern über die Wange und ging dann zur Türe, um ihre Tante wieder hereinzuholen.
Mit kurzen Worten erklärte sie ihr, was der Heiler getan und gesagt hatte. Margret hielt ihre Nichte an den Schultern fest und starrte sie fassungslos an.
„Soll das heißen, er wird wieder gesund werden?“, fragte sie hoffnungsvoll und sah kurz zu ihrem Mann und dann wieder zu Sisilia.
„Wenn er in den nächsten Stunden aus dem Koma aufwacht, wird er wieder ganz gesund werden. Das waren die Worte des Heilers. Er meinte, wenn er diese Pillen die kommenden Tag regelmäßig nimmt, könnte er locker 100 Jahre alt werden“, lächelte sie ihre Tante hoffnungsvoll an und zeigte ihr das Döschen mit den Pillen.
Margret wollte etwas darauf erwidern, als aber eine Krankenschwester den Raum betrat.
„Guten Abend. Lassen Sie sich nicht stören, ich muss nur kurz nach dem Patienten sehen“, erklärte sie und ging zu dem Bett. Sie kontrollierte die Geräte und drückte an einigen Knöpfen herum, bevor sie zu Heinz Dom blickte.
„Aber hallo, wen haben wir denn da?“, sagte sie plötzlich überrascht, doch auch erfreut.
„Da scheint wieder jemand aufgewacht zu sein“, fügte sie noch an und Sisilia, die mit dem Rücken zum Bett gestanden hatte, drehte sich zu ihrem Onkel um und trat sofort, zusammen mit ihrer Tante an sein Bett.
„Onkel Heinz!“, rief sie erfreut aus und griff nach seiner Hand. Dieser lächelte zu ihr und sah dann in das Gesicht seiner Frau, der Freudentränen über die Wange liefen, welche sie schnell versuchte abzuwischen.
„Ich werde den Doktor informieren“, erklärte die Schwester und verließ das Zimmer. Margret stellte sich auf die andere Seite des Bettes, wo zuvor noch die Schwester gestanden hatte und hauchte ihrem Mann dann einen Kuss auf die Wange, bevor sie seine andere Hand nahm und drückte.
„Wie fühlst du dich?“, fragte sie ihn und musterte sein Gesicht.
„Mir geht es schon viel besser, vor allem, wenn meine Kleine nun hier ist“, gab er zurück und drückte Sisilias Hand, und sah von ihr zu seiner Frau.
„Sie ist ein Engel“, nickte Margret jetzt und griff nach Sisilias Hand. Doch als diese weiter erzählen wollte, schüttelte Sisilia kurz den Kopf. Sie wollte nicht, dass sie ihm von dem Heiler erzählte, zumindest jetzt noch nicht.
Dann betrat ein Arzt das Zimmer, nickte den beiden Frauen kurz zu und betrachtete die Messergebnisse der Gerätschaften, dabei schüttelte er erstaunt seinen Kopf.
„Es ist fast unglaublich. Ihr Herz hat sich wieder leicht erholt, es schlägt viel kräftiger, als noch vor ein paar Stunden. Das grenzt fast an ein Wunder“, erklärt er, als er an sein Bett trat. Margret machte ihm Platz und wechselte auf die Seite von Sisilia, während er begann Heinz noch einmal genauer zu untersuchen. Als Margret Sisilia mit aus dem Zimmer ziehen wollte, winkte der Arzt ab.
„Bleiben Sie ruhig hier“, sagte er kurz und nahm sein Stethoskop wieder von den Ohren.
„Ich weiß zwar nicht warum, aber es geht Ihnen wieder viel besser. Aber nichts desto trotz, sollten Sie viel schlafen und sich weiterhin schonen. Das würde ich Ihnen auch raten“, wandte er sich mit seinem letzten Satz an Margret.
„Ich denke Sie brauchen sich keine Sorgen mehr zu machen. Gehen Sie heim, ruhen Sie sich aus. Es reicht, wenn Sie morgen früh wiederkommen. Ihr Mann braucht noch sehr viel Ruhe“, erklärte er noch.

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BeitragThema: Re: Sisilias Geheimnis Teil 4   Mi Apr 02, 2008 8:21 pm

„Wenn sich was ändern sollte, werden wir Sie selbstverständlich anrufen, doch damit rechne ich nicht. Er ist im Augenblick wirklich vollkommen stabil“, fügte er noch an, wünschte ihnen eine gute Nacht und verließ das Zimmer wieder.
„Ich denke er hat Recht“, sagte Margret mit einem Blick auf Heinz. Ging zu ihm und verabschiedete sich mit einem Kuss von ihm.
„Wir kommen morgen früh wieder. Schlaf dich gesund. Ich will dich bald wieder mit nach Hause nehmen, verstanden“, drohte sie ihm mit einem Lächeln und Heinz nickte leicht, während er ihre Hand drückte, dann sah er zu Sisilia.
„Lisa, du kommst doch auch morgen?“, fragte er sie fast ängstlich.
„Natürlich, was glaubst du denn? So schnell werdet ihr mich nicht los. Ich bleibe, bis du wieder ganz gesund und zu Hause bist“, erklärte sie schnell und hauchte ihm, mit einem Zwinkern auch einen Kuss auf die andere Wange.
So verließen die beiden Frauen, einige Minuten später die Klinik und Margret fuhr sie beide, mit ihrem kleinen Ford, nach Hause.


*



Als Sisilia aus dem Auto stieg, warf sie einen Blick auf die kleine Doppelhaushälfte, in der sie aufgewachsen war.
Es hatte sich so gut wie nichts verändert in dem zweistöckigen Haus. Der Anstrich war immer noch ein helles Flieder und die weißen Rankengitter, neben der Haustüre, an denen im Sommer rote und weiße Rosen wuchsen, standen auch noch wie eh und jeh.
Sie gingen, nachdem sie das kleine Gartentor geöffnet hatten durch den kleinen Vorgarten, mit Blumenbeeten, rechts und links von ihnen, auf die weiße mit Glas besetzte Haustüre zu, welche Margret aufschloss. Sofort machte sie Licht und betrat den großen Hausflur, von dem aus auf der rechten Seite eine Treppe nach oben und nach unten ging. Gegenüber war die Küche und geradeaus ging es ins Wohnzimmer.
Neben der Treppe, stellte Sisilia ihre Reisetasche ab und sah sich um.
„Hier hat sich gar nichts verändert“, sagte sie und grinste, als ihr Blick auf ein Puzzle fiel, welche sie als Kind einmal gemacht hatte und von ihrer Tante im Flur aufgehängt worden war.
„Es gab auch keinen Grund, etwas zu verändern“, zwinkerte Margret zurück.
„Willst du nicht deinen Mantel ausziehen?“, fragte sie und deutete auf die Garderobe.
Sisilia nickte und hängte ihren Mantel auf einen Haken dort, dann folgte sie ihrer Tante in die gemütliche Wohnküche.
„Auch einen warmen Kakao?“, fragte diese und nahm eine Milch aus dem Kühlschrank.
„Ja, gerne“, gab sie zurück und setzte sich dann in die Eckbank an den Tisch.
Margret, begann die Milch in einem kleinen Topf zu erwärmen, holte zwei große Tassen aus dem Schrank und bereitete den Kakao zu.
„Wie lange, dauert es noch?“, fragte sie dann und deutete auf ihren Bauch.
„Ich denke noch ca. sechs Wochen oder auch sieben“, erklärte sie und legte eine Hand auf ihren Bauch.
„Weißt du schon was es wird?“, fragte sie dann neugierig, als sie sich zu ihr an den Tisch setzte und ihr auch eine Tasse hinstellte.
„Nein, ich hab keine Ahnung, ich will mich aber auch überraschen lassen. Severus wünscht sich glaube ich eher einen Sohn, doch ich hätte wohl lieber gern ein Mädchen. Aber egal was es wird, ich freue mich schon sehr“, strahlte sie nun und ihre Tante nickte.
„Nun, ihr werdet auch das nehmen müssen, was kommt“, lachte sie nun.
„Da hast du wohl recht“, auch Sisilia stimmte in das Lachen mit ein.
„Wie ist er denn so?“, wollte ihre Tante nun wissen.
„Wer? Oh, Severus. Hm, es ist nicht einfach ihn zu beschreiben. Er ist etwas Besonderes. In jeder Hinsicht, würde ich sagen“, begann Sisilia und lachte erneut, doch als sie ihre Tante fragend ansah, versuchte sie ihn zu beschreiben.
„Nun, ich weiß nicht, wie es erklären soll. Er ist ein Mensch, der schon viel erlebt hat, und auch schon viel Leid erfahren hat. Das hat ihn sehr geprägt. Nach außen hin wirkt er für die meisten, sehr kühl und abweisend, vielleicht sogar schroff. Doch in seinem Herzen ist er ein wunderbarer Mensch und ich bin mir sicher, er wird ein fantastischer Vater werden. Auch wenn er es sich selber vielleicht noch gar nicht richtig vorstellen kann.“
„Das hört sich sehr mysteriös an. Ich würde ihn zu gerne einmal kennen lernen. Warum kommt ihr nicht irgendwann mal gemeinsam zu uns?“, bot sie ihr an.
„Ich würde es sehr gerne. Doch leider hatten wir nicht genug Zeit, in den letzten Monaten, du weißt ja...“ Sisilias Blick wurde wieder ernst und sie starrte auf ihre Tasse mit dem Kakao darin.
„Nun auf jeden Fall bin sehr froh, dass du hier bist. Ich weiß nicht, was ohne dich passiert wäre, ich fürchte...“, begann sie, doch dann versagte ihr die Stimme und sie presste ihre Hände vor das Gesicht, um ihre aufkommenden Tränen zu verbergen.
Sofort stand Sisilia auf, trat von hinten an ihre Tante, die auf einem Stuhl saß heran und legte tröstend ihre Hände um sie.
„Hauptsache ist doch, dass er wieder gesund wird“, sagte sie leise beruhigend zu ihr.
„Ich danke dir, ich weiß wirklich nicht, was ich...“
„Shhhh, du musst mir nicht danken, das war selbstverständlich. Ich muss euch danken, was ich bis jetzt noch nicht getan habe, dass ihr mich bei euch aufgenommen und mir eine Familie wart und eigentlich immer noch seid“, flüsterte Sisilia nun an ihr Ohr, während sie sie immer noch festhielt und ihre Wange gegen die ihrer Tante gelegt hatte.
„Das wiederum, war für uns selbstverständlich“, gab diese nun zurück und streichelte über Sisilias Wange. Dann nahm sie ihre Hand und zog sie wieder nach vorn, wo sie sie besser sehen konnte. Sisilia setzte sich nun neben sie auf den Stuhl und nahm ihre Tasse, von der sie nun einen großen Schluck trank.
„Wie geht es Albus?“, fragte sie nun, um ein anderes Thema anzufangen.
„Oh, dem geht es soweit ganz gut. Er hat meinen Unterricht übernommen, solange ich weg bin, und er will ihn auch weiter übernehmen, wenn das Kind da ist. Ich hoffe aber, ich kann so bald wie möglich wieder anfangen zu Arbeiten. Vielleicht gleich wieder nach den Sommerferien. Wenn ich jemanden gefunden habe, der sich während meines Unterrichts um das Kind kümmert.“
„Du willst weiterarbeiten?“, fragte Margret erstaunt.
„Ja, sicher will ich das. Ich glaube, ich könnte ohne diese Arbeit nicht mehr leben. Sie macht mir so unendlich viel Freude. Wenn nur diese ganze Sache mit Voldemort nicht wäre, dann wäre ich der glücklichste Mensch auf der Welt.“
„Das glaube ich dir sogar. Deine Augen strahlen so viel Glück und Freude aus“, bei diesen Worten strich sie kurz über Sisilias Hand und warf dann einen Blick auf die Uhr.
„Oh du meine Güte, wir sitzen hier und reden und reden, dabei sollten wir längst in unseren Betten liegen“, erschrocken sprang sie von ihrem Stuhl auf.
„Ich gehe selten vor 12 ins Bett, aber du hast Recht, der Tag heute war sehr anstrengend für mich. Ich sollte wirklich auch schlafen gehen“, erklärte Sisilia und gähnte in dem Moment.
„Ja, wir haben morgen noch den ganzen Tag zum Reden, und noch ein paar Tage, mehr. Du bleibst doch noch ein paar Tage?“, wollte sie nun wissen.
„Ja, auf jeden Fall bis Sonntag. Und dann sehen wir weiter.“
„Gut. Du kannst in dein Zimmer hoch gehen. Ich habe nichts verändert dort. Es ist alles immer noch so wie vorher“, erklärte sie mit einem Augenzwinkern.
So machten sich die beiden Frauen auf nach oben. Margret wünschte ihrer Nichte eine gute Nacht und verschwand dann selbst in ihrem Schlafzimmer.
Sisilia betrat ihr ehemaliges Zimmer und war sehr erstaunt. Es war in der Tat immer noch alles so, wie sie es vor gut zwei Jahren zurück gelassen hatte.
Das etwas breitere Französische Bett mit den vielen Kissen stand in der linken Ecke und war frisch bezogen, so als hätte ihre Tante darauf gewartet, dass sie kommen würde. Ein Lächeln huschte über ihre Lippen, als sie das sah. So war sie eben, ihre Tante Margret.
Sie stellte ihre Reisetasche auf dem Stuhl vor ihrem früheren Schreibtisch ab und zog ihr Nachhemd daraus hervor. Sie hatte keine Lust mehr die Tasche auszuräumen und beschloss, das am nächsten Morgen zu machen.
So zog sie sich nur kurz um. Verschwand noch kurz im Bad, bevor sie sich wieder auf den Weg zurück in ihr Zimmer machte.
Als sie über den Flur lief, sah sie noch Licht im Schlafzimmer ihrer Tante und überlegte, ob sie noch einmal klopfen sollte. Aber dann beschloss sie es doch zu lassen und ging direkt ins Bett, wo sie auch zu ihrer eigenen Verwunderung, sofort einschlief.


*




Am nächsten Morgen wurde sie von einem Klopfen wach und musste erst einen Moment überlegen, bis sie wieder wusste, wo sie war.
„Frühstück ist fertig!“, rief ihre Tante durch die geschlossene Türe.
„Ich komme gleich!“, gab Sisilia zurück und richtete sich in dem Bett auf. Müde rieb sie sich den Schlaf aus den Augen und erschrak, als sie auf die Uhr blickte. Es war bereits kurz nach acht, solange hatte sie gar nicht vorgehabt zu schlafen. Schnell schwang sie die Beine aus dem Bett und stand auf. Sie suchte in ihrer Reistasche etwas zum Anziehen heraus und ging damit schnell ins Bad.
Nur eine Viertelstunde später, betrat sie dann frisch geduscht und angezogen die Küche. Sisilia hatte sich ein weites blaues T-Shirt und einen schwarzen bequemen Rock angezogen und betrat dann mit einem Lächeln die Küche.
„Guten Morgen“, begrüßte Sisilia ihre Tante und nahm sie kurz in den Arm.
„Hast du gut geschlafen?“, wollte diese wissen und stellte eine Kanne mit Tee auf den Tisch.
„Wie ein kleines Baby. Gleich eingeschlafen und erst wieder aufgewacht, als du mich geweckt hast“, erklärte sie und setzte sich an den Tisch.
„Das freut mich, und was macht das Kind?“, fragte sie nun und schenkte ihnen beiden Tee in die Tassen.
„Oh, es tritt feste, vor allem wenn ich mal meine Ruhe möchte. Doch wenn ich auf den Beinen bin und was zu tun habe, scheint es zu schlafen.“
„Das ist normal und gut so. Solange es geschaukelt wird, schläft es und wenn das aufhört, protestiert es“, lachte Margret.
„Ach ja, ich habe heute Morgen schon mit Peter und Michael telefoniert, sie wollen heute Mittag auch ins Krankenhaus kommen“, warf Margret ein, bevor sie in ihr Brötchen biss.
„Sie werden wohl nicht so erfreut sein, wenn ich wieder da bin?“
„Ach was, sag doch nicht so was. Sie mögen dich im Grunde sehr, auch wenn sie es nie zugeben würden. Sie fragen jedes Wochenende, wenn sie zum Essen kommen nach dir und ob du wieder geschrieben hast“, zwinkerte sie ihr zu.
„Wirklich? Das wundert mich, aber auf der anderen Seite freut es mich. Wie sieht es bei den beiden jetzt aus, denkt noch immer keiner von ihnen daran zu heiraten?“, fragte Sisilia.
„Nein“, seufzte Margret jetzt, „ich fürchte sie werden erst vor den Traualtar treten, wenn mal was Kleines unterwegs ist und selbst da bin ich mir nicht sicher. Aber Hauptsache die beiden sind zufrieden, und das scheinen sie zumindest zu sein.“
„Stimmt, da hast wohl Recht. Ich weiß nicht, ob ich verheiratet wäre, wenn ich nicht schwanger geworden wäre. Obwohl ich zugeben muss, dass ich Severus wirklich sehr liebe“, wieder kam ein Leuchten in ihre Augen und ihre Tante musste nun grinsen.
„Ich würde wirklich gern den Mann kennen lernen, der es schafft, so einen Glanz in deine Augen zu zaubern, nur wenn du schon seinen Namen nennst.“
„Tun sie das? Ich meine, meine Augen, glänzen sie?“, fragte Sisilia jetzt überrascht.
„Und wie. Aber vielleicht fällt mir das auch nur auf, weil ich dich so gut kenne. Die Augen deiner Mutter hatten den gleichen Ausdruck, als sie deinen Vater geheiratet hat“, erklärte sie jetzt Sisilia musternd.
„Ich vermisse sie sehr. Auch wenn sie eine... Hexe war, war sie doch meine Schwester und ich hab sie sehr gemocht. Vielleicht war ich sogar etwas eifersüchtig auf sie, weil sie so tolle Dinge konnte und ich nicht. Ich war ja im Gegensatz zu ihr nur ein ganz gewöhnlicher langweiliger Muggel“, erzählte sie nachdenklich.
„Aber der liebste und netteste Muggel, den ich kenne“, gab Sisilia zurück und drückte kurz ihre Hand.
„Danke Kleines“, antwortete ihre Tante nun leise.

Nachdem sie fertig gefrühstückt hatten, machten sie sich wieder auf den Weg in die Klinik. Sie gingen direkt auf die Intensivstation und betraten, nachdem sie sich wieder diese nervigen aber notwendigen Kittel angezogen hatten das Zimmer. Doch wie vom Donner gerührt blieben sie stehen, als sie das leere Bett sahen. Noch ehe einer von beiden etwas sagen konnte, betrat eine Schwester das Zimmer.
„Oh, guten Morgen Frau Dom. Sie suchen bestimmt ihren Mann. Wir haben ihn auf ein normales Zimmer verlegt. Ihm ging es heute Morgen so gut, dass der Arzt meinte, es würde keine akute Gefahr mehr bestehen. Gehen Sie einfach in die Abteilung 58, auf die andere Seite dieses Stockwerks und dort in das Zimmer 5818, da habe ich ihn heute Morgen hingebracht“, erklärte sie mit einem freundlichen Lächeln.
„Das... das ist ja wunderbar. Danke“, entgegnete Margret der Schwester und sie verließen sofort wieder den Raum.
Vorsichtig linste Margret Dom in das Zimmer 5818 hinein und als sie ihren Mann im Bett sitzen sah öffnete sie Tür ganz und trat ein.
„Heinz!“, rief sie freudig aus und ging direkt zu seinem Bett. „Wie es aussieht, geht es dir schon viel besser?“, fragte sie und lächelte ihn an.
„Ja, das tut es in der Tat. Als der Arzt mich heute Morgen untersucht hatte, murmelte er nur noch was von einem Wunder und dass ihm so etwas in seiner Laufbahn noch nicht passiert sei und dann hat er veranlasst, dass ich hierher gebracht werde“, erklärte er schon wieder putzmunter.
Auch Sisilia lächelte nun sehr erleichtert und froh und trat an das Bett. Sie nahm die Hand ihres Onkels und gab ihm einen Kuss auf die Wange zur Begrüßung.
„Lis? Lass dich ansehen. Gut siehst du aus. Aber den hattest du doch gestern noch nicht?“, fragte er und deutete verschmitzt auf ihren Bauch.
„Doch, doch lieber Onkel, den trage ich schon eine ganze Weile mit mir herum“, lachte sie nun.
„Das kann nicht sein, der wäre mich doch gestern aufgefallen“, flachste Heinz, lies ihre Hand aber nicht los.
„Hm, vielleicht ist er ja über Nacht etwas gewachsen“, überlegte Sisilia jetzt laut und musste dann lachen, als sie in das Gesicht ihres Onkels blickte. Auch er stimmte in das Lachen mit ein.

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BeitragThema: Re: Sisilias Geheimnis Teil 4   Mi Apr 02, 2008 8:22 pm

„Eigentlich ist es ja ganz schön gemein von dir“, fuhr er dann fort, doch Sisilia wusste nicht was er meinte und sah ihn fragend an.
„Na, du machst mich bald zu so etwas wie einen Opa, da fühle ich mich so verdammt alt“, erklärte er mit einem Schalk in den Augen.
„Wenn dann höchstens zu einen Großonkel, mein Lieber. Für die Sache mit dem Opa sind deine Söhne verantwortlich, aber da tut sich ja gar nichts“, mischte sich nun Margret in das Gespräch mit ein.
„Das klingt genauso schrecklich. Großonkel. Es reicht schon, dass ich Lisa dieses 'Onkel' nie abgewöhnen konnte“, brummte er kurz.
„Wenn du aber nun mal ihr Onkel bist“, gab Margret zurück.
„Trotzdem hätte es auch gereicht, wenn sie nur Heinz sagen würde und nicht immer Onkel Heinz“, protestierte er los.
„Seid ihr beiden wohl ruhig jetzt? Ihr werdet doch deshalb nicht anfangen zu streiten“, jetzt war es Sisilia, die sich in das Gespräch einmischte, woraufhin Margret und Heinz sie überrascht ansahen, dann sich anblickten und loslachte.
„Wir streiten doch gar nicht, Kleines“, erklärte Margret und nahm Sisilias Hand, die sie kurz drückte.
„Das will ich auch hoffen. Schließlich hat Heiler Plank gesagt, dass er sich noch zwei Tage schonen muss“, erklärte Sisilia und zuckte zusammen, als sie in das Gesicht ihres Onkels blickte, nachdem sie vom Heiler erzählt hatte.
„Es tut mir leid Onkel, ich konnte nicht anders. Die Ärzte hatten die Hoffnung aufgegeben und... ich konnte doch nicht mitansehen... ich musste es einfach versuchen und habe einen Heiler gebeten dir zu helfen. Er konnte dir ja auch...“
„Shhhh, beruhige dich, ich hab doch gar nichts gesagt“, fuhr er ihr ins Wort, als sie angefangen hatte, wie ein Wasserfall zu reden und eine Begründung für ihr Tun anzuführen.
„Aber...“, versuchte sie erneut, doch sie verstummte, als Heinz den Kopf schüttelte.
„Lis, ich danke dir, dass du den Heiler geholt hast. Schließlich will ich doch noch sehen, wie der kleine Racker hier groß wird“, er blickte kurz auf ihren Bauch und grinste dann.
„Ach du glaubst also auch, dass es ein Junge wird? Wie kommen Männer immer nur darauf zu wissen, dass die Babys immer Jungs werden?“, fragte sie nun gespielt empört ihre Tante.
„Weil ich zweimal damit recht hatte“, antwortete Heinz und grinste über beide Ohren.
„Das stimmt allerdings. Doch weißt du noch, wir haben damals ein Pendel befragt, wir haben es über den Bauch gehalten. Das war übrigens die Idee deiner Mutter gewesen. Und sie war es, die uns gesagt hatte, dass es Jungs werden würden, beide Male“, erklärte ihre Tante.
„Vielleicht sollen wir es bei ihr auch mal versuchen?“, fragte Heinz neugierig.
„Ein Ultraschall wäre sicherer“, erklärte Margret.
„Gar nichts davon werde ich tun. Ich will mich überraschen lassen“, protestierte Sisilia jetzt und sah sie beide streng an.
„Schon gut, muss ja nicht sein, in ein paar Wochen wissen wir es sowieso“, hob Heinz abwehrend seine Hände und grinste dann.

Als Sisilia und Margret nach dem Mittagessen wieder in die Klinik kamen, trafen sie am Eingang Michael, der wohl auf die beiden gewartet hatte.
Der mindestens ein Meter neunzig große und kräftige Mann, um die Ende dreißig, der die gleiche Haarfarbe hatte wie seine Mutter, kam ihnen entgegen, als er sie entdeckt hatte. Er gab seiner Mutter kurz einen Kuss auf die Wange und blickte dann zu Sisilia.
„Ist das unsere Lisa?“, fragte er erstaunt, nahm ihre beiden Hände und betrachtete sie von oben bis unten.
„Sag mal, was haben sie da drüben in England mit dir gemacht?“, fragte er sie.
„Wieso, was meinst du?“, fragte Sisilia ihn irritiert.
„Na, du bist noch hübscher geworden, das meine ich“, erklärte er lachend und nahm sie dann in seine Arme. Überrascht von dieser Reaktion ihres Cousins, sah sie kurz ihre Tante an, die ihr nur aufmunternd zu lächelte.
„Und wo ist derjenige, der dir das eingebrockt hat?“, fragte er, nachdem er sich von ihr gelöst hatte. Kurz sah Sisilia auch auf ihren Bauch, auf den er gedeutet hatte, bis sie begriff, was er meinte.
„Ach, du meinst meinen Mann? Severus muss leider arbeiten, er konnte nicht mitkommen“, gab sie ihm als Erklärung.
„Schade, ich hätte ihn zu gern kennen gelernt“, antwortete er.
„Nicht nur du“, grinste Sisilia mit einem Blick auf ihre Tante.
In dem Moment kam noch ein Mann auf die kleine Gruppe zu. Peter, er war fast genauso groß wie sein Bruder, doch hatte dieser dunklere Haare und wirkte etwas hagerer. Was vielleicht daran lag, dass er ein absoluter Sportfreak war, der immer, wenn er nur konnte, irgendeine Sportart betrieb. Sein Körper war wirklich wunderbar durchtrainiert und seine Haut, wie sagt man so schön, Sonnenbank verwöhnt, denn er war trotz der Winterzeit, braungebrannt. Seine blauen Augen leuchteten in dem markanten Gesicht und als er Sisilia erblickte, weitete sich sein Blick.
„Jetzt sag nur nicht, dass das unsere kleine Cousine ist“, begrüßte er sie. Kurz reichte er seiner Mutter die Hand und ging dann zu Sisilia, die er noch einmal ausgiebig musterte und dann kurz in den Arm nahm.
„Wow“, fügte er noch kurz an.
„Jetzt hört aber auf, ich glaube euch beiden kein Wort!“, protestierte Sisilia, bei den übertriebenen Äußerungen ihre Cousins. Und als sie sah, wie ihre Tante den beiden einen tadelnden Blick zuwarf, war ihr klar, dass sie von dieser angehalten worden waren, besonders nett zu ihr zu sein.
„Wir haben es versucht, Mama. Aber ich habe dir gesagt, sie merkt das sofort“, erklärte Peter ihr und grinste.
„Na, zumindest bist du ehrlich, das schätze ich an dir“, sagte Sisilia an ihren Cousin gewandt.
„Und du nimmst immer noch kein Blatt vor den Mund, das gefällt mir an dir“, antwortete er ihr. „Waffenstillstand?“, fragte er dann und reichte ihr die Hand.
„Warum nicht“, lächelte sie und nahm seine Hand, welche sie kurz drückte.
„Dann lasst uns jetzt nach oben gehen, euer Vater wartet bestimmt schon!“, forderte Margret jetzt ihre Söhne auf.

Gegen Abend verließen sie die Klinik, mit dem Wissen, dass der Arzt Heinz, wenn die Untersuchungen morgen ohne Befund verlaufen würden, übermorgen, am Samstag nach Hause gehen lassen würde.
Margret und Sisilia gingen überglücklich nach Hause zurück. Zur Feier des Tages beschlossen die beiden Frauen, zusammen zu kochen. Sie setzten sich gemütlich ins Wohnzimmer, ließen es sich dann anschließend mit einem leckeren Eis mit heißer Schokoladensoße gut gehen.
So wurde es ein wunderschöner Abend, für beide, wo sie alte Erinnerungen austauschten, aber auch über die erste Zeit nach der Geburt redeten und Sisilia viele gutgemeinte Tipps von ihrer Tante bekam.

Der nächste Morgen verlief sehr ruhig, da Heinz vormittags seine Untersuchungen hatte, und es keinen Sinn gehabt hätte ihn zu besuchen.
Margret kümmerte sich dann kurzentschlossen um die Wäsche und Sisilia hatte überlegt Severus einen Brief zu schreiben. So saß sie in ihrem Zimmer und hatte schon die zweite Seite begonnen, als es hinter ihr plötzlich ein leises Plopp gab. Erschrocken drehte sie sich um und starrte auf eine dunkle Gestalt hinter sich. Die Person trug eine schwarze Hose und eine dunkle Lederjacke. Erst, nachdem sie den Kopf gehoben und nach oben gesehen hatte, in sein Gesicht, erkannt sie ihn.
„Severus! Wie... was... wo kommst du denn her?“, fragte sie überrascht und stand auf.
„Hallo Sil“, grinste er nur.
„Freust du dich nicht?“ fragte er, als sie ihn immer noch anstarrte und nicht reagierte.
„Natürlich freue ich mich, ich hatte nur überhaupt nicht mit dir gerechnet“, erklärte sie und dann löste sich ihre Starre, sie ging auf ihn zu und schlang ihre Arme um ihn.
Auch er legte seine Arme um sie und hauchte ihr dann einen Kuss auf die Lippen und drückte sie an sich.
„Bis du eigentlich noch böse?“, fragte er vorsichtig und Sisilia sah ihn irritiert an, doch dann fiel ihr wieder ein, dass sie einen Streit gehabt hatten, bevor sie abgereist war.
„Nein, ich bin dir nicht mehr böse, ich glaube, ich war dir auch nie wirklich böse. Ich habe dich vermisst“, hauchte sie ihm gegen seine Lippen.
„Ich dich auch. Was glaubst du, warum ich mich in diese Muggelkleider gepackt habe und hierher gekommen bin?“, fragte er leise und suchte ihren Blick.
„Ich liebe dich!“, hauchte Sisilia und legte wieder ihre Lippen auf die seinen, um ihn leidenschaftlich zu küssen.
In der Sekunde hörten sie ein Klopfen und im gleichen Moment wurde auch schon die Türe aufgestoßen.
„Lisa ich habe dir hier frische Handtücher...“, begann sie und stockte dann, als sie Severus wahrnahm. Dieser ging einen kleinen Schritt von Sisilia zurück, stellte sich neben sie und sah ebenfalls überrascht auf die Frau, welche den Raum betreten hatte.
„Oh, Tante Margret“, begann Sisilia und hängte sich bei Severus ein.
„Darf ich dir meinen Mann vorstellen“, lächelte sie nun. „Severus, das ist meine Tante Margret“, stellte sie die beiden vor. Margret ging zu ihm, reichte ihm die Hand und sah genau musternd an.
„So. Sie sind also der Mann, der das Herz meiner Nichte erobert hat?“, begrüßte sie ihn auf Englisch und Severus warf Sisilia einen kurzen Blick zu.
„Ich denke es war wohl eher anders herum, Sil hat mich erobert“, gab er zurück ohne ihrem Blick auszuweichen.
„Wenn Sie es so sehen wollen“, zwinkerte sie ihm zu und lächelte dann.
„Ich hoffe, Sie werden ein paar Tage bleiben?“, fragte Margret ihn.
„Ich weiß nicht?“, antwortete er zögerlich und blickte fragend zu Sisilia.
„Bitte, bleib doch!“, bat auch sie ihn.
„Wenn ich so gebeten werde, kann ich nicht nein sagen“, antwortete er und streichelte Sisilia sanft über den Rücken.
„Gut, dann sehen wir uns heute Abend. Ich werde uns was gutes Kochen. Oh, Lisa, vergiss nicht, ich bin jetzt bei dem Geburtsvorbereitungskurs und dann gehe ich in die Klinik, deinem Onkel seine Anziehsachen bringen. Ich denke ich bin gegen fünf oder halbsechs wieder da“, erklärte sie noch. Dann verabschiedete sie sich von den beiden und ließ sie mit einem Lächeln wieder alleine.
Severus nahm Sisilias Hände und sah sie an.
„Sie ist nett“, sagte er leise, „Deine Tante meine ich.“
„Ja, das ist sie, ich hab sie sehr gern“, antwortete sie ebenso leise und sah ihn an.
„Was machen wir bis heute Abend?“, fragte Sisilia ihn und lehnte sich gegen ihn.
„Schlag du was vor.“ Er näherte sich ihrem Gesicht und hielt ein paar Zentimeter vor ihren Lippen inne.
„Ich weiß nicht“, hauchte sie gegen seine Lippen.
„Warum zeigst du mir nicht erst mal das Haus?“, schlug er vor während er zarte Küsse auf ihren Lippen verteilte.
„Gut, fangen wir im Haus an“, gab sie zurück, küsste ihn noch einmal und ergriff seine Hand und zog ihn dann hinter sich her. Severus folgte ihr überrascht in den Flur hinaus und sah sich neugierig um.
„Also, das war vorhin mein Zimmer, und hier ist das Schlafzimmer von meiner Tante und meinem Onkel“, erklärte sie und deutete auf in das Zimmer hinein, wo sie ein Bett sahen, aus Mahagoni und einen passenden Schrank. Es war alles sehr ordentlich und extrem gut aufgeräumt, doch wirkte es sehr gemütlich, dann zog sie ihn zum Badezimmer.
„Das ist da Bad. Und diese Superluxus-Wirlpoolbadewanne ist der einzige Luxus, den sich die beiden in den letzten Jahren gegönnt haben“, sie deutete auf die große Wanne in dem großzügigen Raum. Die hellen cremefarbenen Kacheln an den Wänden und am Boden und die eichefarbene Holzdecke, ließen den Raum sehr harmonisch und warm wirken.
„Eine Superluxus-Wirlpoolbadewanne?“, fragte er und starrte auf selbige.
„Ja, siehst du diese Löcher da, da kommt Luft raus und dann blubbert das Wasser, und massiert die Haut. Es prickelt sehr schön und ist sehr gut zum entspannen“, erklärt sie ihm und als sie seinen skeptischen Blick sah, musste sie grinsen.
„Vielleicht magst du sie ja mal testen“, sagte sie nun leise und ging auf ihn zu. Direkt vor ihm blieb sie stehen und strich ihm über die Wange.
„Ich weiß gar nicht, ob ich das wirklich will“, erklärte er mit einem skeptischen Blick.
„Nein? Gut dann gehen wir mal nach unten“, flüsterte sie und zog ihn wieder mit sich. Sie ging die Stufen vor nach unten und wartete dort auf ihn.
„Hier ist die Küche“, erklärte sie und schob die Türe weiter auf, dass er hineinsehen konnte, dann ging sie weiter ins Wohnzimmer.
„Und hier ist das Wohnzimmer!“, erklärte sie und beobachtete, wie Severus sich umsah.
„Willst du eigentlich nicht die Jacke ausziehen?“, fragte sie ihn dann und nahm ihm die schwere Lederjacke ab, welche sie kurz im Flur auf einen Bügel hängte.
„Es ist sehr gemütlich hier“, erklärte Severus, als Sisilia wieder zurückkam.
„So, und hier bist du also aufgewachsen?“, fragte Severus, doch es war mehr eine Feststellung als eine Frage.
„Ja, bin ich. Warum setzt du dich nicht?“, fragte Sisilia und schob ihn zu dem Sofa, auf das sie ihn drückte.
Severus ließ sich darauf nieder und verfolgte aber gespannt jede ihrer Bewegungen. Langsam folgte Sisilia und setzt sich neben ihn, dann legte sie eine Hand auf seinen Oberschenkel und strich langsam darüber, dabei verfolgte sie ihre Hand mit ihrem Blick.
„Was hast du vor?“, fragte er überrascht und sah auch auf ihre Hand.
„Ich? Nichts, ich habe dich nur vermisst“, erklärte sie jetzt und grinste ihn an. Für einen Moment musterte er sie und hob dann eine Augebraue.
„Wann wollte deine Tante wieder kommen?“
„Nicht vor fünf Uhr, eher später, warum?“
Doch Severus antwortete nicht, sondern schlang einfach seine Arme um sie und presste seine Lippen auf die ihren, langsam drückte er sie tiefer nach hinten in das Polster des Sofas und lehnte sich über sie.
Mit einem Seufzer ließ sich Sisilia nach hinten sinken und erwiderte seinen fordernden Kuss. Zögernd ließ sie ihre Hände unter seinen Pullover gleiten und strich dann über seine Haut.
In dem Moment, als Severus beginnen wollte, ihr das Shirt nach oben zu schieben, hörten sie, wie jemand die Haustüre aufschloss und in den Flur trat.
Sofort richtete Severus sich auf und setzte sich gerade hin. Auch Sisilia kam wieder nach oben und blickte zur Tür.
„Lasst euch nicht stören, ich habe nur die Kleidung für Heinz vergessen!“, kam es aus dem Flur und noch ehe sie etwas antworten konnten, hörten sie auch schon wieder wie die Türe ins Schloss fiel.
„Oha, das war knapp“, grinste Sisilia jetzt und sah ihn an.

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BeitragThema: Re: Sisilias Geheimnis Teil 4   Mi Apr 02, 2008 8:24 pm

„Das zum Thema nicht vor fünf wiederkommen“, murmelte Severus und stricht ihr durch die Haare.
Sisilia grinste ihn an und setzte sich einfach rittlings über seine Beine.
„Das war mit ganz großer Sicherheit eine Ausnahme. Sie wird nicht wiederkommen vor fünf“, erklärte sie und strich mit ihren Fingern über seine Gesichtskonturen.
„Das sagtest du vorhin auch schon“, hauchte er ihr gegen die Lippen und begann sie immer wieder leicht zu küssen.

„Ich glaube wir sollten vielleicht doch besser nach oben gehen?“, grinste Severus sie fragend an, doch als sie nur mit den Schultern zuckte und keine Anstallten machte aufzustehen, schob er seine Hände unter ihren Po, packte sie und drückte sich mit ihr nach oben.
Vor Überraschung stieß sie einen kurzen Schrei aus und klammerte sich an Severus fest.
„Du bist verrückt, ich bin doch viel zu schwer. Lass mich runter“, protestierte sie, doch erst, als sie durch die Wohnzimmertür in den Flur gekommen waren, ließ er sie er sie wieder auf ihre Beine runter.
Nachdem sie wieder festen Boden unter den Füßen hatte, ging sie langsam rückwärts auf die Küche zu und grinste Severus an. Dieser folgt ihr, jeden Schritt, den sie zurückging, ging er wieder auf sie zu, ohne sie aus den Augen zu lassen.
„Was hast du vor?“, fragte sie, doch in ihren Augen funkelte es verdächtig.
„Das wirst du gleich merken“, murmelte er und verengte seine Augen leicht. Noch einen Schritt ging Sisilia zurück und stieß dann gegen den Küchentisch, worauf Severus eine Augenbraue hob und sie angrinste. Er ging weiter auf sie zu und blieb nur Zentimeter vor ihr stehen. Streckt eine Hand aus uns strich mit den Fingerspitzen ihre Gesichtskonturen nach, dann legte er eine Hand hinter ihren Nacken und zog sie zu sich heran. Fordernd presste er nun seine Lippen auf die ihren und sie kam ihm sofort entgegen, legte ihre Hände auf seine Hüften und zog ihn noch enger zu sich heran. Langsam ließ sie ihre Hände auf seinen Seiten nach unten wandern und schob ihre Finger immer weiter in seine Mitte. Dann strich sie zuerst kaum merklich über seinen Schritt, nur um es kurz darauf noch einmal kräftiger zu wiederholen. Sie merkte, wie er leise in ihren Mund stöhnte, als sie seinen Schaft durch die Hose zu massieren begann, die sich immer weiter ausbeulte. Doch noch bevor sie begriff, was los war, hatte er seine Hände über ihren Rücken wandern lassen, bis zu ihrem Rock, von dem er den Reisverschluss aufgezogen hatte und ihn dann einfach von ihren Hüften schob. Langsam, fast wie in Zeitlupe rutsche er zu Boden. Doch das genügte Severus noch nicht, er schob seine Hände zu ihrem Slip, den er nun ebenfalls nach unten schob. Dabei ging er in die Knie und Sisilia musste ihre Hände von ihm nehmen. Langsam zog er das Stück Stoff nach unten und streifte es ihr ab, dann ließ er seine Hände an den Seiten ihrer Beine wieder nach oben gleiten bis zu ihrem Po. Er packte diesen und setzte Sisilia kurzerhand auf den Küchentisch. Überrascht schlang Sisilia ihren Arm um seinen Nachen und hielt sich fest. Doch dann strich sie mit ihren Händen über seinen Pullover, den sie ihm dann in Windeseile über den Kopf streifte und ihn einfach auf den Boden fallen ließ.
Sanft fuhr sie mit den Fingern über seine Brust hinunter zu seinem Bauch und schob ihre Hand in seinen Hosenbund, während sie in seinen Nacken griff und seinen Kopf zu sich heranzog, um ihn zu Küssen. In dem Moment, als ihre Hand seinen Schaft umschloss, stöhnt er laut und überrascht gegen ihre Lippen, doch Sisilia ließ ihn nicht los.
Langsam begann sie über seine Erektion zu reiben, während sie ihn weiterhin fordernd küsste.
Dann nahm sie ihre Hand wieder heraus und öffnete mit einem schnellen Handgriff seine Hose. In dem Moment machte Severus einen Schritt zurück, grinste sie an und zog sich dann mit einer geübten Bewegung die Hose aus. Doch dann blieb er gut einen Meter von ihr entfernt stehen, musterte sie einen Moment, stricht sich mit seiner Hand über seinen Schaft und hob leicht grinsend eine Augenbraue.
Sisilia streckte ihm leicht eine Hand entgegen und spreizte leicht ihre Beine, doch Severus schüttelte nur grinsend den Kopf, worauf Sisilia ihn fragend anblickte. Er jedoch lächelte weiterhin und rieb sich immer noch leicht über seine Erektion.
„Bitte, Severus. Ich will dich spüren“, flehte sie leise und öffnete auffordernd ihre Beine noch ein Stück. Doch wiederum schüttelte Severus den Kopf und irritiert sah Sisilia zu ihm. Langsam rutschte sie nun von dem Tisch herunter und ging auf ihn zu. Knapp vor ihm blieb sie stehen und musterte ihn.
„Was soll das werden?“, fragte sie vorsichtig, doch er schüttelte erneut leicht den Kopf. Sisilia griff nach seiner Hand, die er immer noch um seinen Schaft gelegt hatte und den er immer noch leicht rieb. Doch er schob ihre Hand mit seiner anderen Hand weg und hob, sie weiterhin ansehend, eine Augenbraue. Sisilia verstand nicht, was das sollte und blickte ihn irritiert an. Doch irgendwie erregte sie das auch wahnsinnig. Immer wieder überlegte sie, was er damit bezweckte. Sie legte ihre Hände an seine Hüften und ließ sich nun einfach, mit einem kurzen Blick auf ihn, auf ihr Knie sinken und begann ohne zu zögern die Spitze seines Schaftes zu küssen, den er immer noch umfasst hielt.
Diesmal wehrte er sich nicht und so machte sie weiter. Ihre Hände umklammerten seine Hüften und leicht drückte sie ihre Nägel in seine Haut, während sie ihre Lippen um ihn stülpte und ihre Zunge über die Spitze leckte.
Da spürte sie seine Hand in ihren Haaren, zuerst strich er mit seinen Fingern nur durch die langen Haare, doch dann packte er diese und griff fester hinein, während er kurz aufstöhnte. Auch Sisilia stöhnte leicht auf, als er so fest zupackte, doch sie ließ sich nicht davon abbringen, weiter zu machen. Sie versuchte erneut, seine Hand wegzuschieben und diesmal ließ er es ohne Gegenwehr zu.
So nahm sie ihn noch tiefer in den Mund und begann kräftiger zu saugen, im Wechsel dazu, dass sie ihre Zunge über die Unterseite seiner Erregung gleiten ließ.
Doch dann stoppte Severus sie, und zog sie, nicht ganz unsanft nach oben, presste seine Lippen auf die ihren und küsste sie verlangend. Dabei schob er sie wieder zurück, auf den Tisch zu und hob sie erneut darauf. Doch diesmal zögerte er keine Sekunde, drückte ihre Beine auseinander und schob sich zwischen diese. Kraftvoll drängte er sich in sie und sie spürte sofort, wie er sie auszufüllen begann. Leise keuchte sie in dem Moment auf und stützte sich dann mit beiden Händen auf dem Tisch ab. Sogleich begann er, sich in ihr zu bewegen, immer wieder zog er sich fast quälend langsam aus ihr zurück, um dann wieder kraftvoll zuzustoßen. Seine Augen funkelten und sie blickten ihn ebenfalls tief erregt an, während sie sich ihm entgegenpresste. Doch nach kurzer Zeit reichte ihr das nicht mehr und sie schlang ihre Arme um seinen Nacken, wo sie sich festhielt, um ihn näher bei sich zu haben. Er hingegen hatte ihre Hüften gepackt und hielt diese umklammert, da er seinen Bewegungsfreiraum haben wollte. Aber Sisilia wollte mehr, mehr Nähe und schlang kurzerhand ihre Beine um seine Hüften, mit denen sie ihn zu sich heranzog.
In dem Moment stoppte Severus seinen Bewegungen und sah sie nur mit schwarzfunkelnden Augen an. Noch ehe Sisilia etwas sagen konnte, drückte er ihre Beine nach unten, zog sich aus ihr zurück und trat zwei Schritte nach hinten.
Überrascht starrte Sisilia auf ihn, rutschte vom Tisch herunter und trat neben ihn.
„Was hast du, was soll das?“, fragte sie völlig durcheinander und nahm seine Hand, doch er antwortete nicht, was sie in dem Moment sehr wütend machte. So schnaubte sie kurz auf, ließ ihn los und drehte sich wieder weg.
„Dann eben nicht, dann lassen wir es“, brummte sie und wollte sich umdrehen, um ihre Kleider zu holen, als er ihren Arm ergriff und sie ruckartig zu sich heranzog. Er hatte sie fest gepackt und sah ihr in die Augen, welche ihn böse und funkelnd ansahen.
„Seit wann gibst du so schnell auf“, flüsterte er zu ihr und hob eine Augenbraue. Für einen Moment war Sisilia mehr als perplex, doch dann war ihr klar, was das Ganze sollte. Machtspiele!
Der Gedanke daran erzeugte ein Kribbeln in ihrem Körper und ein Grinsen huschte über ihr Gesicht.
„Wer sagt denn, dass ich aufgegeben habe“, gab sie sehr selbstsicher zurück und während ihr Grinsen noch breiter wurde, strich sie kurz über Severus Schaft und beobachtete dabei seine Reaktion. Dieser, überrascht von ihrer Tat, stöhnte kurz auf, doch dann drehte er sie, immer noch an einem Arm festhaltend um, so dass sie jetzt mit dem Rücken gegen ihn lehnte und kurz aufstöhnte, weil er ihr den Arm dabei umgedreht hatte.
„Das ist nicht fair“, keuchte sie kurz auf, „du bist viel stärker als ich“, protestierte sie dann. Aber er ließ sich nicht von ihren Worten beeindrucken und schob sie hinaus in den Flur. Während seine Hand unter ihr Shirt fuhr und begann ihre Haut zu streicheln, betraten sie den geräumigen Hausflur und gingen bis zur Treppe. Sisilia hatte geglaubt Severus, wollte mit ihr nach oben gehen, umso überraschter war sie, als er sie zum Geländer schob, ihren Oberkörper nach vorn drückte und dann von hinten an sie heran trat.
Er drückte leicht ihre Beine auseinander, während sie mit den Händen nach dem Geländer griff um sich dort festzuhalten, in dem Moment, als er von hinten in sie eindrang. Keuchend stieß sie die Luft aus und drehte ihren Kopf zu ihm, doch er grinste nur. Sie funkelte ihn gespielt böse an, bevor sie leise zischend zu ihm sprach.
„Wenn du nicht endlich anfängst, lasse ich dich gleich hier, einfach so stehen“, drohte sie ihm und spürte selber, wie sie ihre eigenen Worte erregten.
„Du drohst mir?“, fragte er und sein Gesichtausdruck wirkte ernst, doch noch während er sprach, zog er sich aus ihr zurück und stieß wieder in sie. Beide stöhnten auf in dem Moment und nur noch mühsam konnte sie ihm antworten.
„Ja, das... das tue ich“, doch schon wiederholte er das Ganze und ihre letzten Worte gingen in ein weiteres Stöhnen, ja fast schon genüssliches Wimmern über. Severus bewegte sich nun rhythmisch und doch sehr fordernd in ihr. Immer wieder stöhnte sie auf und als er sich gegen ihren Rücken lehnte und seine Hände unter das Shirt wanderten, zuerst über den Rücken, und dann aber nach vorn, wo er ihre seine Fingerspitzen über ihre Brüste wandern lies, um dann ihre Brustwarzen zu massieren, fühlte sie sich, als würden unzählige kleine Strömschläge durch ihren Körper rasen, die alle nur ein Ziel hatten, ihren Schoß.
Dort schien sich das Feuer geballt zu sammeln und schon spürte sie, wie ihr Körper begann zu beben und zu zucken. Sie war so erregt, dass sie nicht mal mehr ihr eigenes lautes Stöhnen wahrnahm, sie fühlte nur noch diesen verlangende verzehrende Feuer in sich, was sie unaufhörlich mitriss, auf einen Höhepunkt zu, der sie förmlich überrollte. Mit einem keuchenden Aufschrei kam sie und krallte ihre Hände in das Geländer, bis nur noch ein Wimmern zu hören war und Severus sich nur noch langsam in ihr weiterbewegte. Schweratmend hob und drehte sie den Kopf, suchte Severus Blick. Dieser kam ihr entgegen und hauchte ihr kurz einen Kuss auf die Lippen und presste dann seine Wange gegen die ihre.
So verharrten sie für eine Minute, als Severus sich dann aufrichtete und sich aus ihr zurückzog. Sisilia drehte sich zu ihm, legte ihre Arme um seinen Nacken und presste sich seinem Körper entgegen.
„Vielleicht sollten wir doch noch dieses ‚Superluxus-Whirlpoolbad’ ausprobieren?“, fragte er. Dabei kräuselten sich seine Lippen leicht und er deutet mit dem Kopf nach oben.
Sisilia sah ihn überrascht an und warf einen kurzen Blick auf seinen immer noch harten Schaft.
„Es dauert aber mindestens zehn Minuten bis das Wasser drin ist“, erklärte sie vorsichtig.
„Ich denke, uns wird schon was einfallen, um die Wartezeit zu überbrücken“, gab er grinsend zurück. Da lächelte Sisilia, nahm seine Hand und zog ihn mit sich.
„Wie du willst!“
Mit schnellen Schritten gingen sie nach oben. Sisilia marschierte gleich ins Badezimmer und öffnete den Wasserhahn, nachdem sich vorher gleich die richtige Temperatur eingestellt hatte.
Als sie bemerkt hatte, dass Severus ihr nicht ins Bad gefolgt war, ging sie wieder hinaus, um nach ihm zu sehen. Sie fand ihn sogleich in ihrem Zimmer, er saß auf ihrem Bett mit dem Rücken schräg an die Wand gelehnt. Grinsend ging Sisilia jetzt auf ihn zu und musterte ihn von unten bis oben.
„Und was will der Herr nun tun, bis das Wasser eingelaufen ist?“ fragte sie spitzbübisch.
„Ich dachte, das überlasse ich voll und ganz dir“, erklärte er nun und legte sich ihr ergebend seine Hände neben sich und sah sie abwartend an.
„Hm, das ist natürlich ein Angebot“, erwiderte sie und stützte sich, neben seinen Beinen, mit den Händen auf dem Bett ab. Langsam rutschte sie auch auf das Bett, strich mit ihrer Hand an der Innenseite seiner Schenkel nach oben und ohne zu zögern ergriff sie seine Erregung, und begann diese erneut zu massieren.
„Ich darf machen was ich will?“, fragte Sisilia jetzt mit einem Grinsen und Severus sah sie skeptisch an, so dass Sisilia lachen musste.
„Keine Angst, ich tue nichts, was dir nicht auch gefallen würde“, fügte sie nun zu seiner Erleichterung an, worauf er nur kurz nickte und mit seinen Fingern durch ihr Haar strich.
Während sie immer noch weitermassierte, nur etwas fordernder, näherte sie sich seinem Gesicht und hauchte Küsse darauf, die sie überall verteilte. Und als sie bei seinen Lippen angekommen war, begann sie ihn leidenschaftlich zu küssen, was er sofort erwiderte.
Kurzentschlossen, schwang sie ihre Beine über die seinen und setzte sich auf ihn. Als er sie erneut auszufüllen begann, stöhnte sie in seinen Mund.
Mit einer schnellen Bewegung streifte Severus ihr das Shirt vom Körper und sie suchte sofort wieder seine Lippen. Ohne zu zögern begann sie sich auf ihm zu bewegen, immer wieder hob und senkte sie ihren Körper, dabei hörte sie nicht auf, mit seiner Zunge zu rangeln. Es war fast wie ein kleiner Kampf, den sie ausfochten und bei dem keiner aufgeben wollte. Severus hatte seine Hände auf ihre Hüften gelegt und wollte ihre Bewegungen etwas einschränken, doch sie schob seine Hände einfach weg und beschleunigte sogar noch den Rhythmus. Immer wieder stöhnte Severus in ihren Mund und ihr war klar, dass er nicht mehr lange brauchen würde. Doch genau das war es, was sie wollte.
„Sil, warte bitte!“, keuchte er, als er sich von ihren Lippen gelöst hatte.
„Nein, ich will spüren, wie du in mir kommst“, hauchte sie und küsste ihn erneut fordernd.
„Jetzt, bitte!“, flehte sie selbst schon wieder sehr aufgewühlt. Sie steigerte noch einmal ihre Bemühungen und schlang dann noch ihre Arme um ihn. Immer wieder spürte sie, wie Severus ihr entgegen kam, ihr seine Hüften entgegenpresste und sein Stöhnen immer lauter wurde.
Mit einem Mal bäumte sich sein Körper unter ihr auf und er ergoss sich bebend in ihr. Sie fühlte das heftige Pochen und die Wärme, die sich in ihr ausbreitete und sie genoss es, zu spüren, wie er unter ihr zuckte und sich ihr keuchend entgegenpresste, während sein ganzer Körper zu vibrieren schien.
Langsam bewegte sie sich noch etwas weiter auf ihm, bis er sich wieder beruhigt hatte und legte dann erneut ihre Lippen auf die seinen.
„Ich liebe dich“, hauchte sie gegen seine Haut und legte ihre Wange gegen die seine, doch in dem Moment fiel ihr was ein.
„Oh, verdammt! Das Wasser!“, rief sie aus, kletterte von Severus herunter und ging schnell ins Bad um das Wasser abzustellen.

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BeitragThema: Re: Sisilias Geheimnis Teil 4   Mi Apr 02, 2008 8:25 pm

Sie war noch nicht zu spät gekommen und das Wasser war nicht übergelaufen. Erleichtert seufzte sie und drehte sich dann erschrocken um, als sie eine Hand auf ihrem Rücken spürte.
„Warum so schreckhaft?“, fragte Severus sie und strich mit seinen Händen über ihre Oberarme.
„Ich weiß nicht, vielleicht bin ich das hier, in dieser Umgebung einfach nicht gewohnt“, grinste sie jetzt und legte ihre Handflächen auf seine Brust, über die sie leicht darüber strich.
„Hm, ja vielleicht“, grinste er. „Zeigst du mir jetzt, wie das Ding da funktioniert?“
„Seit wann ist denn der Herr Professor so an Muggeltechnik interessiert?“, fragte Sisilia erstaunt.
„Seit der Herr Professor mit einer gewissen Sisilia Dumbledore Snape verheiratet ist“, erklärte dieser nun.
„Oh, das erklärt natürlich alles.“
Sisilia drehte sich um und schaltete den Wirlpool ein. Sofort begann es in dem Wasser zu blubbern und die Luftblasen quollen an die Oberfläche.
Ohne abzuwarten ließ sich Sisilia in die Wanne gleiten und setzte sich.
„Nun? Wie sieht es aus, kommst du rein, oder hast jetzt doch Bedenken?“, reizte sie ihn, als sie sah, wie er auf das Wasser blickte.
Das ließ sich Severus nicht zweimal sagen und stieg ebenfalls in die Wanne, in der sie zu zweit mehr als genug Platz hatten.
Er setzte sich ihr gegenüber und lehnte sich gegen den Rand der Wanne. Sisilia drehte sich sofort herum und rutschte mit dem Rücken zu ihm. So lehnte sie sich gegen seine Brust und er schlang sofort seine Arme um sie.
„Und?“, fragte sie nur und sah nach hinten zu ihm auf.
„Man könnte sich daran gewöhnen“, gab er genussvoll zurück und schloss für einen Moment die Augen. Auch Sisilia machte die Augen zu und genoss einfach nur das angenehme Wasser, die massierende Wirkung der Luftbläschen und die warme Haut von Severus an ihrem Rücken.
Sachte strich Severus mit seinen Fingern über ihren gewölbten Bauch und zog unsichtbare Muster darauf. Es war ein wunderbares Gefühl und Sisilia fühlte sich in dem Moment sehr geborgen, in seinen Armen. Immer weiter wanderte eine Hand nach oben und er begann, zuerst sehr großzügig mit seinen Fingern um ihre Brust zu streichen, doch dann zog er die Kreise immer enger, bis er ihre Brustwarzen erreicht hatte, die er zu liebkosen begann. Ein leiser Seufzer kam aus Sisilias Mund, was ihn nur noch mehr animierte weiterzumachen. Er wiederholte das Spiel auf der anderen Seite, während seine andere Hand langsam tiefer wanderte, über ihre Schenkel strich und auf der Innenseite wieder nach oben kam. Ohne groß zu überlegen öffnete sie ihre Beine leicht, als er darüber strich und dies nutze er sofort aus, um seinen Finger zwischen ihre Beine zu schieben. Sachte begann er sie zu reiben, was in ihr erneut ein Stöhnen auslöste und sie ihren Kopf nach hinten, gegen seine Schulter presste.
„Was machst du“, fragte sie leise überrascht, doch er legte nur kurz zwei Finger auf ihre Lippen, und anschließend wieder auf ihre Brust.
„Shhhh“, machte er nur leise und reizte sie weiter. Sie fühlte seine forschenden Finger auf sich und das angenehme blubbern auf ihrer Haut. All das zusammen löste ein sehr angenehmes Prickeln in ihr aus, welches sehr schnell unter seinen massierenden Fingern anschwoll.
Immer stärker wurde das Gefühl in ihrem Becken und sie presste sich nun leicht seinen Fingern entgegen, während ihr Atem immer schneller ging.
„Severus“, stöhnte sie kurz auf, als sie zum zweiten Mal der Höhepunkt mitriss und sie in seinen Armen zu zucken begann. Sie schlang einen Arm nach hinten um Severus Genick und presste sich gegen ihn, während sie die andere Hand, welche sie auf seinem Bein liegen hatte, darum verkrampfte. Erst nach einiger Zeit, als sich ihr Körper wieder entspannt hatte drehte sie den Kopf zur Seite und sah zu Severus hoch.
„Du bist unmöglich“, hauchte sie gegen seine Wange und schmiegte ihren Körper enger gegen den seinen, als sie an ihrem Rücken spürte, dass ihn die ganze Sache auch nicht kalt gelassen hatte. Sachte rieb sie sich noch etwas gegen ihn, bevor sie sich umdrehte und sich auf den Knien vor ihm hockte. Er sah sie mit erhobener Augenbraue an, doch sie grinste nur.
„Was hast du jetzt vor?“, fragte er jetzt irritiert.
„Och ich dachte nur, ich könnte dich vielleicht von einem kleinen Problem befreien?“, fragte sie, tauchte ihre Hand unter Wasser und strich über seine Erregung.
„Ich vergesse immer wieder, dass du Hellsehen kannst“, grinste er sie jetzt an und hauchte ihr einen Kuss auf die Lippen.
„Das hat nichts mit Hellseherei zu tun, sondern eher damit, dass ich es gespürt habe“, lächelte sie zurück und legte ihre Hand über seinen Schaft, den sie zu massieren begann. Leicht rutschte Severus etwas tiefer in die Wanne und somit Sisilia entgegen, welche aber nicht aufhörte ihn zu bearbeiten.
„Schließ die Augen“, hauchte sie jetzt, und ohne zu zögern befolgte er ihre Anweisungen. Langsam kam sie ihm näher und hielt kurz vor seinen Lippen inne, sie blickte in sein Gesicht und beobachtete seine Gesichtszüge, während ihre Hand immer noch über seinen Schaft rieb.
Gefühlvoll steigerte sie das Tempo etwas, während sie immer noch mit ihrem Gesicht knapp vor seinem verharrte. Da öffnete er seine Augen wieder, sah sie kurz an und legte dann seine Lippen auf die ihren. Kurz aber heftig küsst er sie und drückt seine Zunge in ihren Mund, doch nach einem kurzen Gerangel löst er sich wieder von ihr und seine schwarze Augen funkelten sie gierig an.
„Was willst du?“, hauchte sie jetzt gegen seine Lippen und blickte ihn fragend an. Doch im Grunde wusste sie es schon, aber sie wollte es von ihm hören.
„Was ich will?“, wiederholte er die Frage mit einem Grinsen.
„Ja, was du willst?“, flüsterte sie erneut und nahm nicht die Augen von ihm.
Doch anstatt ihr eine Antwort zu geben, schob er sie etwas zurück, so dass sie wieder in der Wanne saß und rutschte dann selber auf den Knien zu ihr heran. Sisilia konnte ein Grinsen nicht mehr verhindern, sah noch einmal zu ihm auf und schloss dann sofort ihre Lippen um seinen Schaft. Ohne zu zögern begann sie ihn mit einem harten Rhythmus zu reizen, gleichzeitig mit Mund, Zunge und Hand zu verwöhnen. Severus stöhnte auf, als er ihre Lippen um sich spürte und automatisch suchte er halt am Beckenrand, wo er sich aufstützte.
Sisilia hörte das Stöhnen und grinste in sich hinein, hörte aber nicht auf ihn zu verwöhnen. Immer wieder veränderte sie den Rhythmus... verwöhnte ihn mal härter mit der Hand, während ihre Lippen ihn sanft bearbeiteten... dann begann sie fordernder zu saugen, umkreiste mit der Zunge immer wieder seine empfindliche Spitze, während ihre Hand ein langsameres Tempo beibehielt. Sie legte eine Hand an seine Hüften und hielt diese immer wieder fest, als sie sein leichtes Zucken spürte. Sie bemerkte wie sein Schaft immer mehr zu Pochen begann und erhöhte dann das Tempo noch mehr. Sie warf kurze Blicke zu ihm nach oben, in dem gleichen Moment, als er zu ihr nach unten sah. Sie blickte in seine vollkommen schwarzen Augen, was ihr einen wohligen Schauer über den Rücken jagte.
„Sil, ich...“, begann er, doch in diesem Moment spürte sie, wie ein Zucken durch seinen Körper ging, er aufstöhnte und sich in dem Moment in ihrem Mund ergoss. Sofort schluckte sie alles, was er ihr gab und ließ ihre Zunge noch eine ganze Zeit um die Spitze seines Schaftes kreisen, bis sie merkte, dass er sich wieder beruhigt hatte, dann hob sie den Kopf und sah zu ihn hinauf. Sofort lies er sich auf die Fersen sinken und nahm ihren Kopf zwischen seine Hände, dabei sah er ihr tief in die Augen und nach einem kurzen Moment legte er seine Lippen auf die ihren und küsste sie sanft darauf.
„Ich weiß nicht was ich sagen soll, mir fehlen einfach die Worte“, stotterte er nun leicht.
„Warum bist du dann nicht einfach ruhig und küsst mich noch mal“, murmelte sie gegen seine Lippen und legte nun ihren Mund auf den seinen, schlang ihre Arme um seinen Nacken und zog ihn noch tiefer zu sich hinunter. Er ließ sich vorsichtig in das Wasser zurück gleiten und schmiegte sich küssend gegen sie.
„So ein Whirlpool ist nicht schlecht, vielleicht könnten wir das auch in Hogwarts einbauen?“, grinste er, nachdem sie sich voneinander gelöst hatte und genoss die sanften Luftblasen, die seinen Körper umsprudelten.
„Ja, könnte mir auch gefallen, ich glaube ich würde jeden Tag eine Stunde da drin liegen“, seufzte sie kurz und strich mit der Hand über sein Gesicht.
„Und was machen wir mit der restlichen Zeit? Ich meine bis heute Abend sind es noch fast fünf Stunden?“, überlegte sie mit einem kurzen Blick auf die Uhr, die neben dem Spiegel stand.
„Da wird uns bestimmt noch was einfallen“, grinste er und sie sah ihn fast entsetzt an, doch dann musste sie lachen.
„Du bist...“, begann sie.
„Unmöglich?“, beendete er den Satz.
„Ja, das bist du! Furchtbar schrecklich und unmöglich! Doch gerade deshalb liebe ich dich“, hauchte sie zum Schluss, gab ihm einen Kuss auf die Nase und kletterte aus der Wanne.
„Ich muss jetzt raus, ich bekomme schon langsam Schwimmhäute zwischen den Fingern und außerdem hab ich schrecklichen Hunger“, erklärte sie nahm zwei Handtücher aus dem Schrank und begann sich abzutrocknen.
„Essen? Keine schlechte Idee!“, gab er nachdenklich zurück, ergriff das Handtuch, welches ihm Sisilia reichte und stieg auch aus der Wanne.
Als sie einige Zeit später, wieder angezogen, nachdem sie erst einmal alle Kleider im ganzen Haus zusammensuchen mussten, im Wohnzimmer saßen, überlegten sie, was sie noch bis zum Abend unternehmen könnten.

„Ich hätte eine Idee“, sagte Sisilia dann plötzlich.
„Irgendwie hätte ich jetzt großen Appetit auf Pizza!“
„Pizza? Wie kommst du auf so was?“, fragte er überrascht.
„Das hat zwei Gründe. Zum einen habe ich keine Lust zu kochen. Und zum andern hab ich mich an einen Pizzabäcker hier in der Nähe erinnert, ‚Da Mario’, er macht so wunderbare Pizza Frutti di Mare! Komm lass und dorthin gehen und anschließend zeige ich dir noch etwas von Heidelberg und das Schloss“, schlug sie vor, stand auf und schob den Vorhang des Wohnzimmerfensters etwas zur Seite. Er trat neben sie und sah ebenfalls hinaus.
Unter ihnen lag der Fluss und die Altstadt, und gegenüber konnten sie auf dem Hügel das Schloss sehen.
„Gut warum nicht, zeig mir was von der Gegend“, gab er zurück und Sisilia nickte kurz, nahm seine Hand und zog ihn mit sich in den Flur. Dort zog sie ihre Stiefel an und legte ihren Mantel um die Schulter, in den ihr Severus half, bevor er seine eigene Jacke und Schuhe anzog.
Mit einem Lächeln zog sie Severus mit sich aus dem Haus und zog die Türe hinter sich ins Schloss.
„Oh, mist. Jetzt hab ich den Hausschlüssel vergessen“, fluchte sie kurz auf und starrte auf die verschlossene Türe.
„Seit wann braucht eine Dumbledore einen Schlüssel, um ihn ein Haus zu kommen?“, fragte Severus mit einem Grinsen. Kurz stöhnte Sisilia auf und schlug sich mit der Hand gegen die Stirn. Doch dann strich sie kurz mit der Handfläche über das Schloss und die Türe sprang sofort auf.
„Geht doch“, erklärte sie und zog die Türe erneut zu. Dann drehte sie sich um und sie machten sich auf den Weg. Bei Severus eingehängt, gingen sie die Straße nach unten, eine lange Straße, von der aus man eine wunderbare Aussicht über Heidelberg hatte. Dieser Weg hieß der Philosophenweg, da früher dort viele Dichter und Denker gewandert waren und sich von der Aussicht hatten inspirieren lassen. Als sie unten angekommen waren überquerten sie den Neckar über die Alte Brücke. Sie mussten durch das alte Brückentor gehen und liefen dann in der Sonne, die herrlich vom Himmel schien darüber. Anschließend spazierten sie noch einige Zeit durch die Altstadt von Heidelberg. Genüsslich schlenderten sie einige Zeit über die Fußgängerzone an den alten Häusern entlang und Sisilia blieb ab und an, vor einem Schaufenster stehen. Vor allem, wenn sie an einem der vielen Antiquitätenläden vorbei kamen. Und wahrscheinlich hätte sie es den ganzen langen Kilometer, welche diese Fußgängerzone ohne die vielen Seitenstraßen lang war, durch gemacht, hätte sich nicht ihr Magen gemeldet. So bogen sie, als sie an der Post vorbei kamen in eine Seitenstraße ein und Sisilia deutete auf das Schild, welches über einer großen Glastüre angebracht war.
„Da Mario, der beste Italiener diesseits des Neckars“, kündigte sie an und ging durch die Türe in das alte, gemütlich eingerichtete Restaurant. Zielsicher steuerte sie auf einen Tisch, neben der Theke zu. Nachdem sie beide ihre Jacken ausgezogen hatten setzten sie sich. Nur ein weiteres Paar, saß in der Gaststätte und unterhielt sich, ansonsten war hier nichts los.
„Ist es hier immer so leer?“, fragte Severus erstaunt.
„Mittags ja, da die meisten Deutschen lieber abends Essen gehen“, erklärte sie ihm.
In dem Moment kam ein kleiner, schön etwas ältere Mann, mit angegrautem Haar auf sie zu und begrüßte sie überschwänglich.
„Buon giorno! Willkommen in Da Mario“, begann er und reichte ihnen beiden eine Karte. Doch dann, als er Sisilia ansah, zögerte er kurz.
„Oh, wenn das nicht sein, Lisa, meine Lieblingsgast. Ecco, wo waren du so lange, ich dich haben bestimmt... och bestimmt due Jahre nicht mehr gesehen“, begann er, legte eine Hand auf ihre Schulter und musterte sie.
„Ich bin zurück nach England gegangen und habe dort eine Arbeit angefangen. Ich unterrichte in einem Internat “, erklärte sie lächelnd, während sie ihm die Karte abnahm, sie jedoch nicht öffnete.
„Et sposato, äh.. geheiratet, wie ich sehe?“, fragte er mit einem Augenzwinkern, und mit einem kurzen Blick zu Severus, der mal wieder gar nichts verstand, nickte sie dann.
„Richtig!“, gab sie ebenfalls zwinkernd zurück. Sie sah den Blick von Severus, dessen Augen sich nun leicht verengten.
„Wissen die Herrschaften schon, was sie möchten?“, fragte er sie nun und sah beide abwechselnd an.
„Ich ja, ich werde eine Pizza Marinara nehmen, aber ich fürchte meinem Mann muss ich das erst alles übersetzten, er kann kein Deutsch“, erklärte sie ihm, worauf hin er lächelte und mit einem ‚ich komme dann nachher wieder’ in der Küche verschwand.
„Mir scheint du kennst hier auch jeden?“, fragte er sie musternd.
„Nein, nicht jeden. Aber wir sind hier schon so oft gewesen. Ich kenne Mario schon seit ich zwölf oder dreizehn war. Wir haben fast alle Familienfeste hier gefeiert, wenn es was zu feiern gab“, erklärte sie ihm.
„Aber jetzt hab ich Hunger. Was möchtest du haben? Pizza, Pasta oder lieber einen Fisch?“, fragte sie ihn und sah ihn neugierig an.
„Du weißt, dass ich von diesen Muggeldingen keine Ahnung habe“, gab er zurück und deutete auf die Karte.
„Hm, dann sag mir, auf was du Appetit hast und ich suche dir was passendes raus“, bot sie ihm an.

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BeitragThema: Re: Sisilias Geheimnis Teil 4   Mi Apr 02, 2008 8:29 pm

Mit einem leisen Plopp apparierten sie im Wohnzimmer des Hauses. Sie stellten sehr schnell fest, dass Tante Margret noch nicht zurück war und zogen als erstes ihre Jacken aus. In dem Moment, als Sisilia beide aufgehängt hatte und in die Küche gehen wollte, um Tee zu machen hörte sie, wie die Haustüre ging und ihre Tante eintrat.
„Ah, ihr seid auch wieder da. Oder wart ihr gar nicht weg?“, fragte sie, als sie die Haustüre hinter sich schloss.
„Doch wir sind auch gerade erst zurück. Wir waren beim Schloss oben.“
„Sehr schön. Und wie hat es deinem Mann gefallen?“, fragte Margret neugierig.
„Ich denke ganz gut. Ich hatte jedenfalls den Eindruck“, flüsterte Sisilia, obwohl sie wusste, dass er es sowieso nicht verstehen konnte, da sie deutsch sprachen.
„Sehr schön. Dann werde ich jetzt mal was kochen. Willst du mir dabei helfen?“, fragte ihre Tante nun.
„Sicher gern“, willigte Sisilia ein.
„Gut, ich hab auch schon eine Idee, wie wir Severus solange beschäftigten werden“, zwinkerte sie kurz und ging dann, gefolgt von Sisilia, ins Wohnzimmer. Sie begrüßte Severus kurz und ging dann zum Wohnzimmerschrank und kramte Fotoalben heraus.
„Nein, bitte nicht die ollen Bilder!“, protestierte Sisilia sofort, doch ihre Tante ignorierte ihre Einwände und wandte sich gleich an Severus, den sie auf Englisch ansprach.
„Wie sieht es aus, möchten Sie nicht ein paar Bilder von Lisa sehen, als sie noch klein war?“, fragte sie ihn direkt und erntete einen sehr neugierigen Blick von Severus.
„Aber sicher, gern!“, gab er als Antwort und als er Sisilias Blick sah, kräuselten sich seine Lippen.
„Die sind furchtbar“, versuchte sie noch einmal zu protestieren, doch ihre Tante winkte ab.
„Ach was, die sind klasse“, sagte sie und reicht Severus eines der Alben.
„Wollen wir nicht alle in die Küche gehen, solange ich koche?“, fragte sie in die Runde.
„Ich helfe dir doch, Tante Margret!“, protestierte sie sofort.
„Na, dann lass uns anfangen, sonst sitzen wir in einer Stunde noch immer hungrig da“, lachte sie und ging schon mal in die Küche.
Severus und Sisilia folgten ihr. Er hatte das Album in der einen Hand und nahm Sisilias andere und folgte ihr ebenfalls in die Küche. Er setzte sich an den Tisch und sah den beiden zu, wie sie begannen das Essen zuzubereiten. Dann öffnete er das Album und begann darin zu blättern. Tante Margret, die gerade am Tisch den Salat schnitt, gab hin und wieder einen Kommentar zu den Bildern ab.
„Das war unser erster gemeinsamer Urlaub am Mittelmeer. Sie liebte es immer mit ihrem Boot unterwegs zu sein. Wir mussten sie schon fast immer wieder einfangen, dass sie zum Essen kam“, erklärte sie mit einem Grinsen im Gesicht.
„Hm, da fällt mir ein, der nette Junge, der Franzose, mit dem du in diesen Urlaub immer auf Tour gegangen bist. Hast du mit ihm noch Briefkontakt?“, fragte sie nun frei raus.
Sisilia warf ihr einen kurzen vielsagenden Blick zu, bevor sie in das neugierige Gesicht von Severus blickte und kurz aufstöhnte.
„Nur noch ganz locker, wir schreiben uns vielleicht alle halbe Jahre. Nichtssagende unbedeutende Briefe“ erklärte sie und winkte dann ab.
„Es gab aber auch Zeiten, da hast du ganz anders geredet und wolltest unbedingt nach Frankreich ziehen. Du hast sogar extra Französisch gelernt und gebüffelt wie die Wilde“, grinste Tante Margret jetzt von einem Ohr zum anderen.
„Ach hör auf, das waren Teenager Schwärmereien. Wie sind nur gute Freunde, mehr aber auch nicht“, beendete sie das Thema und als Severus zu einer Frage ansetzten wollte, fiel sie ihm ins Wort.
„Nein, ich hatte nie was mit ihm!“, gab sie gleich zur Antwort.
„Das wollte ich gar nicht wissen. Ich wollte nur sagen, dass da hinten etwas anzubrennen scheint“, erklärte er und deutete auf den Herd.
„Ach nein, verdammt!“, fluchte Sisilia, wendete sich zum Herd und versuchte schnell das Essen zu retten.
„Das war in letzter Sekunde!“, stöhnte sie auf und sah dann leicht zerknirscht zum Tisch, an dem Severus saß.
„Sil, du musst dich nicht vor mir rechtfertigen, das weißt du!“, erklärte Severus nun und versuchte sie aufmunternd anzublicken.
„Wie nennen Sie sie? Sil?“, fragte Tante Margret überrascht nach.
„Ja, eine Abkürzung von Sisilia, ich habe einfach das Mittelstück genommen.“
„Klingt für mich ungewohnt, wir haben sie immer nur, fast 19 Jahre lang, Lisa genannt, wie Albus es uns aufgetragen hat. Ich werde mich wohl nach den vielen Jahren nicht mehr so leicht umgewöhnen können“, sagte sie leise und nachdenklich.
„Ist schon gut, du kannst ruhig weiter Lisa zu mir sagen“, zwinkerte sie und hauchte ihrer Tante einen Kuss auf die Wange.
„Du sollst nicht mich küssen, sondern ihn“, protestierte sie und schob Sisilia zu Severus rüber. Selber ging sie zum Herd und kochte weiter.
„Dein Wunsch ist mir Befehl“, gab sie zurück.
Mit einem Schmunzeln beugte sie sich zu Severus hinunter und hauchte ihm einen Kuss auf die Lippen und ehe sie sich versah, hatte er sie gepackt und auf seinen Schoß gezogen. Erschrocken kiekst sie kurz auf, doch dann presste er erneut seine Lippen auf die ihren. Als er sie dann endlich wieder losließ, jappste sie nach Luft und schlug mit ihrer Hand leicht gegen seine Schulter.
„Hey, was soll das, wenn man dir den kleinen Finger reicht, dann...“
„... nimmt er sich die ganze Frau“, beendete er den Satz und seine Lippen kräuselten sich. Er legte die Hand auf ihren Bauch und strich kurz sanft darüber.
„Wie geht es dir?“, fragte er sehr leise mit einem Blick auf ihren runden Bauch.
„Uns geht es sehr gut“, gab sie zurück, hauchte ihm noch einen Kuss auf die Lippen, bevor sie sich wieder nach oben drückte und zu ihrer Tante ging um ihr zu helfen. Doch die hatte schon soweit alles fertig, dass nur noch der Tisch gedeckt werden musste, was Sisilia dann tat.

Sie redeten noch den ganzen Abend über Sisilias Teenagerzeit, wie sie unbedingt einen Reitkurs machen wollte und dann aber darauf bestanden hatte, ein weißes Pferd zu bekommen, und fast ausgerastet war, als man ihr einen Rappen geben wollte. Oder wie sie und ihr Onkel eine Wanderung unternommen hatten und sie unbedingt bis auf die Spitze des Berges klettern musste, und sich dann nicht mehr getraut hatte herunter zu klettern. Erst nach vielen Überredungskünsten und Versprechungen, war sie wieder bereit gewesen herunter zu kommen. Von da an, hatte sie ihre Angst vor der Höhe verloren und konnte nie genug davon bekommen, irgendwo hinaufzusteigen. Nur der höchste Turm war ihr hoch genug, erklärte Tante Margret ihm.

„Das hat sie heute noch“, gab er zurück, „Nur gut, dass es in Hogwarts so viele hohe Türme gibt, für jeden Wochentag einen neuen“, schmunzelte er, woraufhin Sisilia ihn in den Arm knuffte.
„Sag mal Tante Margret? Hast du für morgen schon irgendwelche Pläne? Ich meine, was das Essen angeht?“, fragte Sisilia.
„Nein, keine konkreten. Warum fragst du?“
„Ich dachte, vielleicht könnten Severus und ich etwas kochen“, sie sah nun zu ihm, „Was meinst du, hättest du Lust?“, fragte sie ihn und er zuckte mit den Schultern.
„Warum nicht, dann komme ich mir wenigstens nicht so nutzlos vor“, antwortete er und sah von Sisilia zu ihrer Tante.
„Kocht ihr oft zusammen?“, fragte sie und sammelte die leeren Teller vom Tisch ein, die sie gleich in die Spülmaschine räumte.
„Leider nein. Im Schloss erledigen das die Elfen. Ich glaube das letzte Mal haben wir...“, sie sah ihn nachdenklich an, „... im Haus deiner Eltern gekocht. Kann das sein?“
„Ja, ich glaube schon“, gab er ebenfalls nachdenklich zurück.
„Was für eine Verschwendung, du kannst doch gut kochen, du solltest es wirklich öfters machen. Schließlich hast du es ja von mir gelernt“, fügte Tante Margret mit einem Augenzwinkern an.
„Nun, dann könnten wir ja morgen gleich mal damit anfangen. Wir werden schon etwas Gutes für euch zusammenbrauen“, lachte Sisilia auf.
„Gut soll mir recht sein, dann kann ich mich um Heinz kümmern“, gab sie zurück.
Dann beschlossen sie noch etwas ins Wohnzimmer zu setzen, wo sie noch weiter über Sisilias Zeit bei in Deutschland sprachen. Eng an ihn gekuschelt hatte Sisilia sich mit Severus auf das Sofa gesetzt und ihre Tante schräg gegenüber in einen Sessel.
Sie hatte ein weiteres Fotoalbum herausgesucht und es Severus vor die Nase gelegt.
„Lisa, erinnerst du dich noch an das Schützenfest, bei dem du dir ein Bein gebrochen hast?“, fragte sie und deutete auf ein Bild, auf dem Sisilia auf der Terrasse im Garten saß, ein Bein, an dem sie einen Gips trug, hochgelegt.
„Hör nur auf. Das musste mir vor der halben Gemeinde passieren, und nur weil Peter und Michael meinten, dass ich unbedingt mit diesem Kerl tanzen sollte, wo sie doch genau wussten, dass ich ihn nicht ausstehen konnte“, sagte sie und verdrehte noch bei der Erinnerung daran die Augen.
„Warst du bei keinem Heiler? Der hätte das doch im nu wieder hinbekommen?“, fragte Severus überrascht.
„Klar und die halbe Stadt hätte mich gefragt, wie das möglich ist, dass ich zwei Tage später wieder herumlaufe“, erklärte sie.
„Albus hatte uns damals immer wieder gewarnt, nichts zu tun, was darauf hindeuten könnte, dass sie eine Hexe ist. Wir hatten einfach Angst und so musste sie es eben sechs Wochen mit dem Gips aushalten“, fügte ihre Tante noch mit an.
„Genau und das auch noch während der Sommerferien. Das einzig positive an dem Ganzen war, ich musste die ganze Zeit nichts arbeiten und außerdem wurde ich von allen rundherum verwöhnt“, grinste Sisilia jetzt.
„Also, der gleiche Zustand wie bei uns“, schmunzelte er nun.
„Klar, wozu hab ich denn meinen Sklaven“, sagte sie leise lachend und hauchte ihm einen Kuss auf die Lippen.
„Das musste ja wieder kommen“, sagte er gespielt genervt, doch dann legte er seinen Arm um ihre Schultern, drückte sie kurz und wandte sich dann wieder dem Album zu.

So verbrachten sie noch einige Zeit und bis Tante Margret sich ins Bett verabschiedete und die beiden alleine ließ.
Sisilia kuschelte sich eng an Severus, legte ihren Kopf in seinen Schoß und sah zu ihm hoch.
„Ich bin so froh, dass du gekommen bist. Der Tag heute war wirklich wunderbar“, sagte sie leise und er begann ihr mit den Fingern durch die Haare zu streichen.
Severus nickte nur und sah ihr in die Augen.
„Ach, bevor ich es vergesse. Wegen morgen. Meine Cousins haben keine Ahnung was ich bin. Ich meine sie wissen nichts über die Zauberer Welt“, erklärte sie ihm.
„Ich verstehe, dann muss ich wohl aufpassen was ich sage?“
„Gut gibt es noch etwas, das ich wissen sollte?“, wollte er dann wissen.
„Hm, ich könnte mir vorstellen, dass sie beiden dich bestimmt auf Herz und Nieren testen wollen, am besten du gehst nicht darauf ein. Sie werden es dann schon irgendwann aufgeben.“
„Mach dir keine Sorgen, mit denen werde ich schon fertig“, grinste er dann.
„Na, stell dir das nicht zu einfach vor, die haben es faustdick hinter den Ohren“, antwortete sie und musste herzhaft gähnen.
„Und du solltest schlafen. Lass uns nach oben gehen“, forderte Severus sie auf, als er sah, wie müde sie war.
„Gute Idee“, gab sie zurück und stand auf, nahm seine Hand und zog ihn mit sich nach oben in ihr Zimmer. Nachdem sie die Türe geschlossen hatte, legte sie die Hände an seine Hüften und sah ihn eindringlich an.
„Weißt du, dass du der erste Mann bist, der hier bei mir im Zimmer mit mir übernachtet?“, fragte sie ihn mit einem Schalk in den Augen.
„Warum sagst du mir das?“, fragte er mit einem Grinsen nach.
„Keine Ahnung, mir war einfach danach“, war ihre Antwort, dann hauchte sie ihm noch einen Kuss auf die Lippen, ergriff ihr Nachthemd vom Bett und verschwand noch kurz im Bad.
Als sie zurückkam, lag Severus schon im Bett, auf der Seite und hatte es sich gemütlich gemacht. Er hatte seinen Kopf auf seine Hand gestützt und sah ihr entgegen.
„Oh, wer liegt denn da so frech in meinem Bett?“, fragte sie, schlüpfte zu ihm unter die Decke und kuschelte sich eng an ihn.
„Ich hab dich vermisst, habe ich dir das schon gesagt?“
„Du warst doch grade mal nur fünf Minuten im Bad“, sagte er erstaunt.
„Das meine ich doch gar nicht. Ich meinte die letzten Tage und vor allem die letzten Nächte“, hauchte sie.
„Jetzt bin ich ja da“, flüsterte er, gab ihr einen Kuss auf die Schläfe und schlang seine Arme um sie.
„Ja, jetzt bist du da“, gab sie leise zurück und schmiegte sich an ihn, schloss ihre Augen und war binnen einer Minute eingeschlafen.

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BeitragThema: Re: Sisilias Geheimnis Teil 4   Mi Apr 02, 2008 8:31 pm

Am nächsten Tag hatte Sisilia Severus einfach mitgenommen und war mit ihm in ein großes Einkaufszentrum zum einkaufen gefahren, um das Abendessen zu besorgen, welches sie beide vorbereiten wollten. Zuerst hatte er sich gesträubt und immer wieder mit einem bösen Blick protestiert, da er in dieses Muggelnest, wie er sagte, nicht wollte. Doch dann war er plötzlich mit Begeisterung dabei gewesen, durch die vielen Einkaufsreihen gegangen, hatte jede Schachtel, jede Dose genauer betrachtet und dann war er es, der die Sache in die Hand genommen und sich hauptsächlich um den Einkauf gekümmert hatte.
Schmunzelnd betrat Sisilia später die Küche und stellte ihre Einkaufstüte auf den Tisch, neben die beiden andern, die Severus getragen hatte.
Sie begannen auch sofort mit den Vorbereitungen für das Essen.
Während Severus sich um den Braten kümmerte, machte Sisilia einen Kuchen. Als sie die Sahne geschlagen hatte, streifte sie mit dem Finger Sahne vom Löffel und hielt diesen Severus hin, der grinsend die Sahne abschleckte.
„Führ mich nicht Versuchung!“, sagte er und hob eine Augenbraue.
„Ich? Was mach ich denn?“, fragte Sisilia mit einem ganz unschuldigen Blick und beschäftigte sich weiter mit dem Kuchen.
„Sei froh, dass ich gerade keine sauberen Hände habe“, erklärte er ihr leicht drohend.
Sisilia lachte nur und deutete auf das Fleisch.
„Streng dich an, mein Onkel ist sehr kritisch“, erklärte sie nun.
„Kümmere du dich lieber um den Kuchen, das Fleisch werde ich schon hinbekommen“, mit einem Augenzwinkern machte er sich wieder daran, es zu würzen und dann für den Backofen fertig zu machen.
Nachdem Sisilia den Kuchen in den kühlen Keller gebracht hatte, da im Kühlschrank kein Platz mehr war und sie wieder die Küche betreten hatte, präsentierte Severus ihr den fertig hergerichteten Braten.
„In den Ofen stecken musst du ihn, ich kenne mich mit den Muggelgeräten da nicht aus“, sagte er zu ihr, während er seine Hände wusch.
Mit einem Nicken packte sie das Fleisch in den Backofen und schaltete diesen ein. Als sie sich wieder aufrichtete, legte Severus von hinten seine Arme um sie und schmiegte seine Wange gegen die ihre.
„Aber hallo, was wird das. Wir haben keine Zeit zum ausruhen. Es gibt noch eine Menge vorzubereiten, bis sie kommen“, protestierte Sisilia, lehnte sich aber gegen ihn und genoss seine Nähe.
„Du bist ein richtiger Sklaventreiber, hat dir das schon mal jemand gesagt“, murrte Severus, ohne sie aber dabei loszulassen.
„Nein, aber da sieht man doch mal wieder, dass du aus der Sklaven Rolle nicht rauskommst, mein Lieber. Also rann an die Arbeit, Kartoffeln schälen“, bestimmte sie nun und drehte sich zu Severus um.
„Ja, Massa, wird gleich erledigt, Massa“, antwortete er mit einem Grinsen und hauchte ihr einen Kuss auf die Nase.
„Gut, dann aber hurtig, hurtig!“, fügte sie noch mit einem Schmunzeln an und schob ihn zum Tisch, wo die Kartoffeln schon darauf warteten, aus ihrer Schale geholt zu werden.
Severus zog seinen Zauberstab aus dem Ärmel seines Hemdes, wo er ihn versteckt hatte und richtete ihn auf die Kartoffeln. Sofort begann der Kartoffelschäler, die Schale von diesen zu schälen.
„Hey, so hatten wir aber nicht gewettet, wenn meine Tante und mein Onkel kommen...“, rief sie empört.
„Zum einen wissen die beiden Bescheid, und zum andern kann ich den Zauber auch jederzeit wieder aufheben“, erklärte er mit einem Grinsen.

Nach fast einer Stunde hatten sie dann alles soweit fertig, dass es entweder auf dem Herd köchelte oder im Kühlschrank kaltgestellt war.
„Das müsste es gewesen sein“, sagte Sisilia, die gerade die Spülmaschine befüllt und angestellt hatte. Sie wischte noch ihre Hände am Geschirrtuch ab und hing es wieder auf. In dem Moment packte Severus sie an der Hand und zog sie zu sich heran. Überrascht blickte sie Severus an, der sie nun angrinste, die Arme um sie legte und ihr einfach einen Kuss auf die Lippen presste.
„Jetzt gibt es keinen Grund mehr, dass ich das nicht machen darf. Wir haben alles fertig und noch Zeit, bis deine Tante und dein Onkel kommen“, grinste er und küsste sie erneut, als sie hörten, wie das Türschloss ging und ihre Tante schon vom Flur aus ihnen zurief, dass sie zurück waren.
„Soviel zu dem Thema Zeit“, grinste Sisilia ihn an. Severus verzog sein Gesicht, zog sie aber noch mal kurz an sich, um ihr noch einen Kuss auf die Lippen zu hauchen. Doch in dem Moment trat Sisilias Onkel in die Türe und klopfte dann gegen den Türrahmen.
„Darf ich stören?“, fragte er mit einem Schmunzeln, sah zu den beiden und sein Blick blieb schließlich auf Severus hängen, der kurz zu ihm nickte. Dann löste sich Severus von Sisilia und sah zu dem Mann, der in der Türe stand und sie beide eingehend musterte.
Der kräftige breitschultrige Mann, mit dem kleinen Kugelbauch, dessen schütteres rotblondes Haar sein markantes Gesicht mit den freundlichen offenen Augen ummalte, blickte ihn neugierig an.
Er war bestimmt genauso groß, wie Severus und trat nun in der Küche auf die beiden zu. Freudig ging Sisilia ihm mit schnellen Schritten entgegen und nahm ihn kurz in den Arm. Sie hauchte ihm einen Kuss auf die Wange und musterte ihn dann.
„Ich freue mich so, dass du wieder zu Hause bist, Onkel Heinz. Wie geht es dir?“, fragte sie ihn worauf er wieder zu ihr sah.
„Mir ging es nie besser, Lis. Ich danke dir noch mal für deine Hilfe“, gab er als Antwort mit einem Zwinkern zurück, wendete sich aber dann Severus zu.
„Endlich darf ich auch mal den Mann kennen lernen, der es geschafft hat, unsere Lisa für sich zu gewinnen. Margret hat die ganze Zeit nur von Ihnen gesprochen, auf der ganzen Fahrt hier her“, begann er und reichte Severus seine Hand, welche dieser ergriff und schüttelte. Das Englisch von Heinz war nicht so gut, wie das von Margret, aber es reichte aus, dass sie sich einigermaßen verständigen konnten.
„Übertreib nicht Heinz, das ist nicht wahr. Ich habe dir nur erzählt, dass die beiden heute kochen wollten“, protestierte Margret, die in dem Moment ebenfalls die Küche betrat.
Leicht irritiert sah Severus von Heinz zu Margret, doch er fing sich sehr schnell wieder.
„Es ist mir eine Ehre Sie kennen zu lernen. Und ich hoffe Ihre Frau hat nichts Schlimmes erzählt“, gab er ihm zurück und die beiden Männer musterten sich einen Moment lang.
In dem Augenblick hielt Sisilia unbewusst die Luft an, denn sie hatte überhaupt keine Ahnung, wie ihr Onkel wohl auf Severus reagieren würde und es war ihr in dem Moment, als würden diese Sekunden darüber entscheiden, ob sie sich verstehen würden oder nicht.
„Ich denke wir sollten das Förmliche lassen, schließlich gehörst du jetzt zur Familie. Sag einfach Heinz zu mir“, forderte dieser ihn mit einem kurzen Augenzwinkern auf und Severus nickte erneut. Doch noch bevor er ihm darauf eine Antwort geben konnte, trat Tante Margret zu ihnen.
„Heinz, du solltest dich noch etwas schonen. Was haltet ihr davon, wenn ihr euch ins Wohnzimmer setzt und ich kann hier in aller Ruhe den Kaffeetisch richten?“
Ohne eine Antwort abzuwarten schob sie Heinz aus der Küche, der mit einem ‚Gute Idee’, den Raum verließ und sich ins Wohnzimmer aufmachte.
Nachdem Severus nicht gleich reagierte, hakte sich Sisilia bei ihm ein und zog ihn mit sich, ebenfalls ins Wohnzimmer hinüber. Ihr Onkel hatte schon an dem kurzen Ende auf dem gemütlichen Ecksofa Platz genommen und sah den beiden freundlich entgegen, die sich nun ebenfalls ihm schräg gegenüber auf der Couch niederließen.
„Severus? Das ist doch richtig ausgesprochen, oder?“, wollte er nun wissen und Severus nickte.
„Ich hätte wirklich nicht gedacht, dass Lisa so schnell unter der Haube sein würde. Sie hat früher immer alle Kerle, die etwas von ihr wollten, zum Teufel gejagt“, begann er zu erzählen.
„Onkel, bitte nicht wieder diese alten Geschichten“, bat Sisilia ihn dann.
„Wieso nicht, es war doch Tatsache! Sie war früher immer ein richtiger ...“, er zögerte, da ihm im Moment nicht das richtige Wort in Englisch einfallen wollte und bat Sisilia es ihm zu übersetzten.
„Wildfang, richtig!“, wiederholte er.
Nach Luft schnappend, wollte Sisilia protestieren, doch Severus fiel ihr mit einem süffisanten Grinsen ins Wort.
„Das ist sie immer noch, mal von ihrem Sturkopf ganz abgesehen“, gab er nun zurück.
„Oh, ja! Sie hat immer alles durchgesetzt, was sie wollte“, hängte Onkel Heinz noch an, was Sisilia dazu veranlasste, kurz aufzuschnauben.
„Hat sie dir von diesem Jungen erzählt, der nicht aufgeben wollte bei ihr und dem sie dann leuchtend grüne Haare verpasst hat?“, fragte Heinz amüsiert zu Sisilia blickend.
Überrascht sah Severus ihn an und warf Sisilia einen kurzen Blick zu.
„Onkel, damals war ich 13 Jahre alt und der Typ wollte unbedingt, dass ich ihn küsse. Dabei war er doch so schrecklich... hässlich. Er war selber schuld, ich hatte ihn gewarnt, doch er wollte einfach nicht aufhören“, verteidigte sie sich. Severus hob kurz seine Hand und machte eine knappe Bewegung und Sisilia verstand sofort, was er fragen wollte. Sie nickte nur und er wusste, dass sie dem Jungen die grünen Haare mit Wandless Magic verpasst hatte.
Severus Grinsen wurde noch breiter und er sah wieder zu Heinz, woraufhin Sisilia ihm mit den Ellenbogen in die Rippen boxte.
„Du bist wieder unmöglich, weißt du das?“, fauchte sie ihn gespielt wütend an.
„Ja ich weiß“, gab er zurück und rieb sich mit der Hand über die getroffene Stelle.
„Ich glaube, ich gehe besser Tante Margret in der Küche helfen. Ich denke ihr beiden kommt ganz gut ohne mich zurecht.“, sagte sie und stand auf, doch Severus packte sie an den Hüften und zog sie auf seine Schoß zurück, woraufhin sie aufkeuchte.
„Vergiss nicht, nach dem Braten zu schauen“, sagte er, während er ihr nun nur wenige Zentimeter von ihrem Gesicht in die Augen blickte und einen Kuss auf die Nase hauchte.
„Oh, Severus Snape, du bist wirklich unausstehlich heute“, schimpfte sie und versuchte ihn ernst anzublicken, was ihr aber nicht wirklich gelang.
Kopfschüttelnd drückte sie sich nach oben und ging dann aber doch lachend in die Küche zu ihrer Tante, die schon so gut wie fertig war, mit dem Tischdecken.
„Und wie sieht es da drüben aus?“, fragte Margret, als sie in Sisilias Gesicht blickte.
„Bestens. Einfach bestens. Die beiden haben sich gegen mich verschworen und Onkel Heinz erzählt ihm gerade die Story von Jochen. Du weißt schon der kleine hässliche Kerl, der mir immer nachgestellt hat“, erklärte sie brummend und setzte sich auf einen Stuhl. Ihre Tante lachte auf und ging zu ihr hinüber.
„Na, dann bin ich beruhigt, dann scheint Heinz ihn zu mögen“, erklärte sie ihr schmunzelnd. Fragend sah Sisilia zu ihr hoch, doch dann musste sie auch lächeln.
„Du hast Recht. Hattest du auch Angst, dass die beiden sich nicht..... ?“, fragte sie nun ihre Tante.
„Etwas ja, weil man bei den Männern nie so recht weiß. Aber ich denke die schwerste Prüfung hat er überstanden“, in dem Moment konnten sie ein Lachen von beiden Männern aus dem Wohnzimmer vernehmen.
„Na prima, jetzt war wohl die Story mit den Reiterferien dran“, verdrehte Sisilia die Augen.
„Ach die Sache, wo du unbedingt beweisen wolltest, dass man einen Esel genauso wie ein Pferd reiten kann, und das sture Tier, nachdem du es endlich geschafft hattest auf seinen Rücken zu steigen, sich keinen Zentimeter mehr bewegte?“, fragte Margret jetzt amüsiert.
„Genau das“, knurrte sie.
„Mach nicht so ein Gesicht, es sind doch nur nette Stories aus deiner Jugend und ich finde sie überhaupt nicht schlimm“, versuchte sie Sisilia zu besämpftigen.
„Du hast ja recht, doch Severus wird mich bestimmt damit aufziehen“, seufzte sie, woraufhin Margret anfing zu lachen.
„Seit wann stört dich so was, du hast dich bisher doch immer ganz gut wehren können.“
„Eigentlich hast du Recht“, gab sie nun zurück und als ihr Blick auf den Backofen fiel, stand sie auf.
„Oh je, ich sollte doch nach dem Braten sehen“, erklärte sie, öffnete die Türe und goss Bratensaft über das Fleisch, bevor sie ihn wieder in den Ofen zurück schob.
Nachdem Sisilia ihrer Tante nichts mehr helfen konnte, wollte sie wieder zurück ins Wohnzimmer gehen, als es an der Türe läutete. Da sie sowieso schon auf dem Weg war, ging sie aufmachen.
Peter und Michael, standen vor der Tür, und beide hielten sich an einem vollen Bierkasten fest.
„Du meine Güte, was habt ihr vor?“, fragte Sisilia überrascht mit einem Blick auf den Kasten.

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BeitragThema: Re: Sisilias Geheimnis Teil 4   Mi Apr 02, 2008 8:33 pm

„Lisa, du weißt, dass Mum und Dad nie ein gescheites Bier zu Hause haben, und ich denke es gibt etwas zu feiern“, grinste Peter und beide Männer drückten sich an Sisilia vorbei in den Flur hinein und stellten den Kasten in eine Ecke.
„Pünktlich wie immer“, sagte Margret, die in der Küchentür stand.
„Klar, Mama. Du weißt doch, wenn es etwas zu festen gibt, sind wir immer pünktlich zur Stelle“, grinste Michael.
„Wenn das beim Arbeiten nur auch funktionieren würde“, gab sie nun zurück.
Ihre beiden Söhne sahen sich nur grinsend an und Margret schüttelte den Kopf. Doch dann wollte sie die beiden Männer aus dem Wohnzimmer rufen, dass sie jetzt zum Kaffee kommen könnten, doch Sisilia winkte ab und ging selber ins Wohnzimmer um ihnen bescheid zu geben.
„Es wäre jetzt angerichtet, soll ich ausrichten“, erklärte sie und sah zu den beiden, die sich köstlich über etwas zu amüsieren schienen. Heinz erhob sich sofort ging an Sisilia vorbei und zwinkerte ihr schmunzelnd zu, doch als Severus ebenfalls hinausgehen wollte hielt sie ihn noch einen Moment lang fest und zog ihn etwas zur Seite.
„Severus warte. Vergiss bitte nicht, dass meine Cousins keine Ahnung haben, was wir sind. Also sei bitte vorsichtig, mit dem was du sagst.“, erklärte sie ihm leise.
„In Ordnung, dann werde ich eben versuchen, ein muggelmäßiges Gespräch zu führen“, gab er leicht zerknirscht zurück und Sisilia merkte, dass die Lockerheit, die er eben noch mit ihrem Onkel gehabt hatte, mit einem Schlag wieder verschwunden war.
„Das wird schon“, flüsterte sie leise, nahm seine Hand und zog ihn mit sich in die Küche, wo die andern noch standen.
Severus blickte zu den beiden Cousins, die ihn um wenige Zentimeter überragten und ihn mit einem skeptischen Blick musterten.
„Michael, Peter, darf ich euch Severus vorstellen?“, es war Sisilia, die nun gesprochen hatte, um diese eisige Situation etwas aufzuwärmen.
Peter war der erste, der reagierte und Severus die Hand reichte, Michael folgte dann dem Beispiel seines Bruders, doch sagten sie nicht viel mehr, als „Hallo“ und ihre Blicke verrieten, dass ihn irgendwie nicht mochten, was sie auch nicht versuchten zu verstecken.
Severus nahm das ganze eher locker, legte, nachdem er beiden die Hand gegeben hatte, seinen Arm um Sisilia und erwiderte den Blick der beiden ebenso kühl.
„Warum setzt ihr euch nicht“, forderte Margret nun alle auf und Sisilia schob Severus zur Eckbank, doch als sie sich neben ihn setzten wollte, fiel ihr noch ein, dass sie etwas vergessen hatte.
Mit einer knappen Entschuldigung machte sie sich auf, in die Speisekammer im Keller, wo sie den Kuchen hingebracht hatte und als sie wieder zurückkam, saßen schon alle, außer ihrer Tante am Tisch.
Margret schnitt noch den Kuchen auf, während Sisilia sich dann neben Severus setzte.
Michael und Peter beäugten Sisilia und Severus immer noch misstrauisch und sprachen kein Wort.
„Wie läuft es im Geschäft?“, fragte Heinz nun Michael, um das Schweigen am Tisch zu brechen.
„Ihr werdet doch nicht heute über die Arbeit reden“, protestierte Margret und stellte den Kuchen mitten auf den Tisch.
„Den hat übrigens Lisa gemacht“, erklärte sie noch auf Englisch, so dass es Severus auch verstehen konnte und wollte anfangen die Stücke auf die Teller zu verteilen.
„Na, dann hoffe ich mal, sie hat nicht irgendwas in den Kuchen gemischt, dass uns eine lange Nase wachsen lässt oder so“, gab Peter grinsend und ebenfalls auf Englisch zurück. Doch bei diesen Worten handelte er sich einen extrem finsteren Blick von Severus ein und Sisilia, die das bemerkte, legte ihre Hand auf die seine und antwortete ihrem Cousin scharf.
„Du hast wohl zu viele Kindersendungen geschaut und außerdem bist du nicht Pinoccio. Obwohl...“
„Bitte nicht heute, lasst das“, Margret sah die beiden strafend an und Peter hob beschwichtigend die Hände.
„Ach Lisa, erzähl mal! Was arbeitet ihr eigentlich genau?“, fragte Michael nach kurzer Zeit und sah zu den beiden.
„Wir unterrichten in einer Schule. In einem Internat, um genauer zu sein“, erklärte sie ihm.
„Dann seid ihr also so was, wie Professoren?“
„Allerdings. Und in England, werden Professoren anders behandelt wie hier. Dort haben die Schüler noch Respekt vor ihren Lehrern“, fügte sie noch an.
„Sieh an. Und was für Fächer unterrichtet ihr?“, wollte Peter jetzt wissen.
„Trän,...“ Als Severus antworten wollte fiel Sisilia ihm in Wort.
„In Deutschland würde man wohl sagen Chemie. Severus unterrichtet Chemie“, erklärte sie.
„Und du?“, hakte Michael nach.
„Ich versuche unseren Kindern alles beizubringen, was sie über die Welt da draußen wissen müssen. Ich würde es mal als eine Mischung aus Biologie und Erdkunde bezeichnen.“
„Klingt sehr interessant. Biologie und Erdkunde, was für eine Mischung“, gab er zurück, „und ausgerechnet du, wo du doch nicht mal Straßenkarten richtig lesen kannst“, gab Peter nun lachend zurück.
„Das ist nicht wahr und das weißt du“, protestierte Sisilia sofort wütend, doch diesmal war es Severus, der ihre Hand nahm und sie zurückhielt.
„Lass dich nicht provozieren“, flüsterte er und drückte kurz ihre Hand.
„Jetzt hört endlich auf. Wir sind hier zum feiern, nicht zum zanken“, mischte Heinz sich nun ein.
„Und ihr beide lasst Lisa endlich zufrieden. Ich verstehe sowieso nicht, warum ihr euch immer noch wie neidische Teenager aufführt, wenn sie bei uns ist. Sie hat euch nie etwas weggenommen. Ihr wart schon beide aus dem Haus, als wir beide...“, er deutete auf Margret und sich, „sie aufgenommen haben und wir waren trotzdem immer für euch da, ihr habt nie etwas vermisst. Also, lasst das jetzt!“, fauchte er sie wütend an.
„Heinz, bitte. Du sollst dich doch nicht aufregen“, beruhigte Margret ihn nun und sah kurz wütend in die Runde.
„Es tut mir leid Onkel Heinz, ich wollte nicht...“, murmelte Sisilia entschuldigend und senkte den Blick, doch in diesem Moment spürte sie ein schmerzhaftes Ziehen in ihrem Bauch, keuchte erschrocken auf und presste die Hände darauf.
„Lisa, was ist mit dir?“, fragte ihre Tante und sprang von ihrem Platz auf.
„Ich weiß nicht, ich...“, begann sie und wieder presste sie ihre Hände gegen den schmerzenden Bauch.
„Severus hilf mir, sie ins Wohnzimmer zu bringen“, forderte sie ihn auf und beide standen auf, wobei Severus sie beim Laufen stützte. Sie legten sie aufs Sofa und Margret schickte ihren Mann und ihre Söhne die ihnen gefolgt waren, zurück in die Küche.
„Severus, du kannst bleiben, wenn du ruhig bist“, sagte sie sehr bestimmend und begann Sisilia zu untersuchen. Severus blieb hinter Sisilia stehen und beobachte Margret besorgt.
„Hast du immer noch Schmerzen?“, fragte sie, während sie über die Bauchdecke strich. „Nein, es wieder alles in Ordnung. Das war bestimmt nur die Aufregung“, versuchte Sisilia zu erklären und drückte sich wieder nach oben.
„Nichts da, du bleibst liegen, solange ich nicht sicher bin, dass es dir und dem Kind gut geht“, befahl sie ihr und nachdem Sisilia auch noch Severus besorgten Blick sah, nickte sie und ließ sich wieder auf das Sofa zurücksinken.
Margret machte noch einige Untersuchungen und setzte sich dann neben Sisilia, wobei sie kurz auch zu Severus sah.
„Sag mal, wann soll der Entbindungstermin sein?“, wollte sie wissen.
„Nun ganz genau, weiß ich es auch nicht, aber ca. fünf oder sechs Wochen. Warum?“, fragte Sisilia nun.
„Weil ich glaube, dass es Senkwehen waren, doch die wären eigentlich noch viel zu früh. Auch scheint mir das Kind schon ganz schön groß zu sein, doch solange dein Bauch, wegen der Senkwehen hart wird, kann ich das nicht untersuchen. Kann es sein, dass du dich vielleicht verrechnet hast und es nicht doch schon in drei oder vier Wochen so weit wäre?“
„Nein, davor kann es eigentlich nicht sein, weil nun...“, sie warf einen kurzen Blick zu Severus, „nun nein, fünf Wochen müssen es mindestens sein“, sagte sie sehr sicher.
„Gut, es kommt manchmal vor, dass das Kind schon sehr früh nach unten ins Becken rutscht, was die Geburt an sich nur erleichtern kann. Ich kann sonst nichts feststellen, es scheint soweit alles in Ordnung zu sein. Aber vielleicht wäre es doch besser, du würdest noch einen Ultraschall bei einem Arzt machen lassen“, schlug sie ihr vor.
„Nein, das ist nicht nötig. Wenn du sagst, dass alles in Ordnung ist.“
„Du solltest damit nicht zu leichtfertig umgehen, Kleines. Es geht hier um das Leben deines Kindes“, mahnte sie sie.
„Tante, mach dir keine Sorgen, wir haben im Schloss eine wunderbare Heilerin, sie wird sich um alles kümmern, wenn es soweit ist“, versuchte sie ihre Tante zu beruhigen.
„Du bist erwachsen und ich denke du weißt, was du tust. Doch ich würde euch beiden raten, in den nächsten Wochen etwas..., nun etwas zurückhaltender und vorsichtiger zu sein. Ich denke, ihr wisst was ich meine“, erklärte sie mit einem Zwinkern und Sisilia warf Severus einen flüchtigen Blick zu, welcher von Sisilia zu Margret sah und stumm nickte.
„Keine Sorge, ich werde auf die beiden aufpassen“, antwortete er ihr bestimmt.
„Das will ich auch hoffen, sonst bekommt ihr es mit mir zu tun, und dann werden euch eure Zauberkräfte auch nicht mehr helfen!“ Sie versuchte ernst zu schauen, doch dann lächelte sie wieder.
Sie erhob sich, ging zur Wohnzimmertür und drehte sich noch einmal um.
„Du wirst dich noch ein paar Minuten hier ausruhen, dann könnt ihr wieder zu uns kommen“, wies sie ihre Nichte an und verschwand wieder in der Küche.
Severus setzte sich zu Sisilia aufs Sofa, die sich aufrichten wollte, doch Severus drückte sie wieder zurück.
„Du sollst dich ausruhen, schon wieder vergessen?“
„Severus, mir geht es doch gut!“
„Und dass es auch so bleibt, wirst du dich an die Anweisungen deiner Tante halten“, befahl er ihr, hauchte ihr einen Kuss auf die Stirn und legte dann eine Hand auf ihren Bauch.
„Und du wirst deiner Mutter keinen Ärger machen, ist das klar“, sagte er mit einem strengen Blick, woraufhin Sisilia lachen musste.
„Was gibt es zu lachen?“, wollte er wissen.
„Ich habe mir nur gerade vorgestellt, wie du versuchst, streng zu unserem Kind zu sein, und wie es dich dann ganz lieb und unschuldig ansieht und du nicht mehr so böse schauen kannst“, lachte sie nun und hielt sich den Bauch.
„Keine Sorge, das kann ich dann schon, wenn es darauf ankommt“, wehrte er sich.
„Abwarten!“, grinste Sisilia ihn nun an.
Sie verbrachten noch ein paar Minuten im Wohnzimmer, bis Severus sie endlich wieder aufstehen ließ. In dem Moment hatte sie das Gefühl, dass er sie am liebsten in Watte gepackt hätte. Doch das war etwas, was sie auf keinen Fall zulassen würde und das machte sie ihm auch sofort deutlich klar.
Als sie wieder zu den anderen an den Tisch kamen, war dieser schon abgedeckt und die Familie Dom unterhielt sich angeregt über einen geplanten Urlaub, den Heinz und Margret wohl im Auge hatten.
Sisilia lehnte sich an gegen Severus und genoss es einfach, dass er seinen Arm um sie gelegt hatte.
Komischerweise versuchten Michael und Peter besonders freundlich zu sein. Doch Sisilia konnte sich schon denken, dass ihre Tante dahinter steckte und die beiden angehalten hatte, sich Mühe zu geben. Doch im Moment war ihr das nur recht, sie hatte absolut keine Lust, sich mit den beiden anzulegen, obwohl ihr das früher fast gar nichts ausgemacht hatte, denn die beiden hatten ja in Endeffekt doch immer den kürzeren gezogen.
„Wenn du mich fragst, würde mir eine Rundreise durch Schottland doch sehr gefallen. Dann könnten wir vielleicht auch Lisa besuchen gehen. Was hältst du davon Heinz?“, fragte Margret nach einigem hin und her.
„Wenn dir soviel daran liegt? Mir ist es im Grunde egal, wohin wir fahren. Einfach nur raus und etwas vom Land sehen. Doch die Aussicht, mal zu sehen, wo Lisa jetzt lebt und arbeitet, wäre natürlich auch reizvoll, vorausgesetzt sie wollen uns überhaupt. Ich denke wir können uns den beiden auch nicht so einfach aufdrängen“, erklärte Heinz und sah Sisilia an.
„Also, ich würde mich sehr freuen, wenn ihr kommen würdet. Am besten wäre es in den Sommerferien, dann hätten wir genug Zeit für euch“, erklärte Sisilia begeistert und sah dann kurz fragend zu Severus, doch dieser zuckte zuerst nur mit den Schultern und nickte dann.
„Warum nicht. Vielleicht könnten wir ein paar Tage nach Morag Manor gehen“, schlug Severus dann vor.
„Das wäre ein wundervolle Idee“, rief Sisilia freudig aus, woraufhin ihr Onkel und ihre Tante nickten und Margret die Hand von Heinz ergriff.
„Dann denke ich, kennen wir unser nächstes Urlaubsziel, und außerdem können wir dann auch euer Kind sehen“, lächelte sie nun, doch die skeptischen Blicke ihrer Söhne beachtete sie einfach nicht.
Die Zeit bis zum Abendessen verging wie im Flug und als es Zeit wurde machte Severus sich daran den Braten zu schneiden, was ihm keine Mühe machte, da er mit dem Schneiden und Zerlegen von Dingen sehr geschickt war.
Innerhalb von einigen Minuten stand dann ein leckeres Essen auf dem Tisch, dessen Geruch schon allen das Wasser im Mund zusammen laufen ließ.
„Zu einem so leckeren Essen gehört auch etwas Gutes zu trinken. Wie sieht es aus Professor, trinken Sie ein Bier mit uns?“, fragte Michael, der aufgestanden war, um aus dem Bierkasten im Flur ein paar Flaschen zu holen.
„Warum nicht“, antwortete Severus ihm und Michael sah grinsend zu seinem Bruder und ging in den Flur.
„Du weißt aber, dass das Bier in Deutschland um einiges stärker ist, als das in England, und gar nicht zu vergleichen mit dem uns bekannten Butterbier“, flüsterte Sisilia Severus warnend ins Ohr.
„Keine Sorge, ich vertrage das schon“, gab er knapp zurück, als der einmeterneunzig große Hüne wieder die Küche betrat und Severus, Peter und sich jedem eine Flasche Bier auf den Tisch stellte. Margret hatte inzwischen Biergläser geholt und reichte sie ihnen.
„Du weißt doch, ich brauche kein Glas“, gab Michael zurück, der die Flaschen inzwischen geöffnet hatte und sie an die Lippen setzte, um einen großen Schluck daraus zu nehmen.
Auch Peter tat es seinem Bruder gleich und lehnte das Glas, welches ihm seine Mutter reichen wollte ab. Angespornt von den beiden, lies es sich Severus nun auch nicht nehmen und trank ebenso einen großen Schluck aus der Flasche. Seufzend stellte Margret die Gläser wieder zurück und setzte sich dann erneut.
Sie begannen mit dem Essen und es schien allen sehr gut zu schmecken, denn es wurde nicht viel währenddessen gesprochen. Als Margret begann den Tisch abzuräumen, nahm Michael die leeren Bierflaschen und tauschte sie gleich wieder gegen volle aus.
„Auf den Familienzuwachs!“, prostete er Severus zu und setzte die Flasche wieder an seinen Lippen. Zuerst zögerte Severus, doch als Sisilias Cousin ihn auffordernd anblickte, nickte er und trank ebenfalls noch etwas. Sisilia sah skeptische an und flüsterte dann in sein Ohr.

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BeitragThema: Re: Sisilias Geheimnis Teil 4   Mi Apr 02, 2008 8:34 pm

„Ich denke du sollest wirklich aufpassen, bei einem deutschen Bier reichen, wenn man es nicht gewohnt ist schon zwei Flaschen aus, um betrunken zu werden.“
„Jetzt übertreib doch nicht gleich, es ist nur Bier“, versuchte er sie beruhigen.
„Ich habe dich gewarnt Severus“, fügte sie noch leise an, da sie die wage Vermutung hatte, dass ihre Cousins die Absicht hatten, ihren Mann abzufüllen. Doch sie hoffte, er wusste was er da tat...

Leider hatte Severus die Wirkung des Bieres unterschätzt und nach der vierten Flasche, wurden er, Michael und Peter schon recht lustig miteinander, sie redeten eine Menge Unfug und machten schlechte Witze. Immer wieder verdrehte Sisilia die Augen und versuchte Severus dazu zu bringen aufzuhören, doch dieser wollte sich vor den beiden nicht die Blöße geben und Schwäche zeigen, so nickte er auch noch, als man ihm die fünfte Flasche hinstellte.
Fast schon wütend wollte Sisilia ihm die Flasche wegnehmen, doch er hielt sie eisern fest und erklärte ihr, dass es doch seine Sache sei, worauf ihm die beiden anderen zustimmten und sie noch einmal klirrend die Flaschen gegeneinander krachen ließen.
„Gut aber um deinen Kater morgen kümmerst du dich alleine mein Lieber“, gab sie dann zerknirscht nach und sah ihre Cousins wütend an. Doch diese lachten nur und zogen sie erneut auf.
„Jetzt gönn doch deinem Mann auch mal etwas. Nur immer Arbeit und lieb zu Hause sitzen, ist für keinen Mann auf Dauer gut“, lallte Peter und kniff ihr in die Wange. Sie zuckte etwas zurück und sah ihn böse an.
Tante Margret winkte Sisilia zu sich und diese setzte sich nun neben sie auf einen freien Stuhl neben sie.
„Lass sie doch einfach, sie haben die Kopfschmerzen morgen“, sagte sie leise zu ihr.
„Nun die beiden sind das gewohnt, aber Severus trinkt selten etwas und das deutsche Bier kennt er nun gar nicht“, gab sie zerknirscht zurück.
„Er wird es überleben“, lächelte sie ihr aufmunternd zu.
„Sag mal Severus, wie hat es Lisa geschafft, dich um den Finger zu wickeln?“, wollte Peter wissen.
„Ganz einfach, sie hat ihre Zauberkraft eingesetzt“, grinste Severus, woraufhin Sisilia ihn warnend anblickte und er seinen Satz noch mal anders zu formulieren begann.
„Ich meine, Sil hat mich mit ihrem Charme und ihrem Liebreiz verzaubert“, verbesserte er sich und zwinkerte ihr kurz zu.
„Dann lass uns mal auf Lisas Charme anstoßen“, lallte Michael jetzt und lies seine Flasche gegen die von Severus krachen, der wieder mit ihnen trank. Die Drei schienen sich mit jedem Schluck Bier immer besser zu verstehen und ihr Lachen wurde immer lauter, bis Peter Severus auf die Schulter klopfte und dieser ihn kurz mit finsterer Miene anblickte und seine Hand zuckte, dass Sisilia schon befürchtete, er würde nach seinem Zauberstab greifen. Sie hob nun selber reflexartig die Hand und plötzlich rutsche Severus Flasche auf ihn zu, die er aber schnell ergriff, so dass sie nicht herunterfiel und hielt diese fest, sah überrascht zu Sisilia
Als nun Peter noch mal eine neue Flasche vor Severus hinstellte wurde es Sisilia zuviel.
„Sagt mal was habt ihr denn vor, wollt ihr mir meinen Mann abfüllen?“, fragte sie die beiden nun wütend.
„Komm wieder runter, liebe Cousine, wir füllen hier gar niemanden ab. Er trinkt das Bier doch ganz alleine“, gaben sie amüsiert lachend zurück.
„Ja, klar. Und ihr wisst genau, dass das deutsche Bier viel stärker ist und er das absolut nicht gewohnt ist“, zischte sie jetzt leise zu den beiden, stand auf und verließ der Küche.
Severus wollte aufstehen und ihr hinterhergehen, doch er hatte nicht mit der Wirkung des Bieres gerechnet und seine Beine wollten absolut nicht so wie er wollte, und hätte Michael ihn nicht abgefangen, wäre er wohl der Länge nach hingefallen.
„Holla, wo willst du denn so schnell hin“, fragte dieser und zog den ziemlich abgefüllten Zaubertränkemeister wieder auf die Beine.
„Ich glaub Sil is mächtig bös und ich muss mit ihr redn“, lallte er schon sehr angeschlagen und versuchte ein paar Schritte zu gehen.
„Warte!“, sagte nun Peter, stellte seine Flasche auf den Tisch und erhob sich nun ebenfalls um Severus zu stützen.
„Wir bringen dich zu ihr“, erklärte er und hielt ihn auf der anderen Seite fest. So brachten sie ihn zu Sisilia ins Wohnzimmer, die am Fenster stand und auf die Lichter der Stadt blickte.
„Sil, sei nich böse... bi... bitte“, brachte Severus noch heraus, als sie die drei hörte und sich zu ihnen herumdrehte, doch dann schienen bei Severus die Lichter auszugehen und hätten Michael und Peter ihn nicht gehalten, wäre es böse ausgegangen.
Mit einem Stöhnen ging Sisilia jetzt auf die drei zu.
„Das habt ihr wirklich toll hinbekommen“, ihre Augen blitzten stinksauer auf und sie überlegte wirklich, ob sie den beiden etwas anhexen sollte, doch dann siegte ihre Vernunft.
„Vielleicht währt ihr dann, so freundlich und bringt ihn wenigstens nach oben? Oder erwartet ihr, dass ich das in meinem Zustand auch noch mache?“, knurrte sie.
„Kein Problem Cousinchen“, antworteten die beiden fast wie aus einem Mund, hievten Severus zwischen sich und brachte ihn die Stufen nach oben in Sisilias Zimmer, wo sie ihn auf das Bett gleiten ließen.
„So, jez gehört er wi... wieder ganz dir“, erklärte Michael mit einem Grinsen.
„Vielen Dank auch“, sagte sie nun leise und blickte von Severus auf ihre Cousins, die ihre Arme auf die Schulter des anderen legten und das Zimmer wieder verlassen wollten, doch dann hielt Peter Michael noch einmal auf.
„Lisa, dein Mann is wirklich schwer in Ordnung... schwer in Ordnung!“, wiederholte er noch mal und dann verschwanden die beiden, mit einem Lied auf den Lippen wieder nach unten.
„Das wusste ich auch schon, bevor ihr ihn abgefüllt habt“, murmelte sie leise und schloss die Türe hintern ihnen.
Sie seufzte und ging zum Bett, zog Severus die Schuhe aus und als sie begann sein Hemd aufzuknöpfen kam er wieder zu sich.
„Was ist passiert?“, fragte er und musterte sie.
„Nicht viel, nur dass du meine Warnung in den Wind geschlagen hast, und dich die sechs Flaschen Bier umgehauen haben“, antwortete sie brummig, obwohl ihr klar war, dass er am nächsten Morgen nichts davon mehr wissen würde. Sie zog ihm noch das Hemd aus, wobei er dabei noch mithalf, doch schon, als sie ihm die Hose auszog, war er wieder eingeschlafen, so dass sie einige Mühe damit hatte. Doch dann ließ sie ihn einfach so liegen, zog sich selber um und legte sich neben ihn ins Bett, zog die Decke über sie beide und legte ihren Kopf auf das Kopfkissen. Doch im Schlaf, drehte sich Severus, schmiegte sich von hinten an sie ran, legte seinen Arm ums sie und murmelte noch so etwas wie „Ich liebe dich“, als sie kurz darauf wieder seinen gleichmäßigen Atem hörte.
„Ich liebe dich auch, aber die Kopfschmerzen morgen, darfst du ganz alleine ertragen“, murmelte sie, legte ihre Hand auf die seine und war dann nach einiger Zeit auch eingeschlafen.


*



Am nächsten Morgen erwachte Severus tatsächlich mit einem dicken schmerzenden Schädel. Doch er versuchte sich so wenig wie möglich anmerken zu lassen, als Sisilia ihn mit den Worten
„Aufstehen, es wird Zeit fürs Frühstück“, aufweckte. Er zuckte zusammen, bei ihren lauten Worten und als er die Augen aufschlagen wollte, presste er ganz schnell seine Hände vor diese.
„Da hat doch nicht jemand einen Kater?“, fragte Sisilia sichtlich amüsiert.
„Ich gestehe, ich bin in allen Punkten schuldig, aber bitte schrei nicht so!“, bat er und wickelte das Kopfkissen um seinen Kopf.
„Nichts da mit verstecken, wer trinken kann, muss auch zu den Folgen stehen“, erklärte sie nun sarkastisch und nahm ihm das Kissen weg.
„Du bist ja gemeiner wie eine Doxie“, stöhnte er nun auf.
„Ich glaube ich sollte den Trank wieder mitnehmen, der dir dagegen hilft, wenn du so gemeine Dinge zu mir sagst“, gab sie zurück und Severus hob den Kopf und sah sie an. Sisilia tat so, als würde sie mit dem Glas in der Hand wieder das Zimmer verlassen wollen, als er sie aufhielt.
„Nein, bitte hab Gnade mit mir“, stöhnte auf und setzte sich im Bett auf und presste die Hände gegen die Schläfen. Mit einem Grinsen ging sie zurück, setzte sich zu ihm aufs Bett und reichte ihm das Glas.
„Was ist da drin?“, wollte wissen.
„Ich dachte du vertraust mir“, antwortete sie ihm, er hob eine Augenbraue, doch dann nahm er das Glas und kippte es in einem Zug runter.
„Schlimmer kann es nicht mehr werden“, sagte er dann, als er das Glas wegstellte.
„Es ist nur eine Ladung Aspirin. Es wird dich wieder auf die Beine bringen“, erklärte sie ihm mit einem Augenzwinkern.
„Ich begebe mich voll und ganz in deine Hände“, erklärte er, nahm ihre Hand und hauchte einen zarten Kuss darauf.
„Weißt du was? Ich kann dir nicht mal böse sein“, flüstert sie, nahm seinen Kopf in ihre Hände und sah ihm in die Augen, dann schlang sie ihre Arme um ihn und presste ihre Wange gegen die seine.
„Ist gestern... Ich meine, was ist gestern noch gewesen?“, wollte er nach einiger Zeit zögernd wissen, woraufhin Sisilia schmunzeln musste.
„Nichts, mach dir keine Gedanken. Michael und Peter haben dich nach oben gebracht, und gemeint, du seiest schwer in Ordnung“, erklärte sie ihm und ihre Augen begannen zu leuchten.
„Ich bin sehr stolz auf dich, weißt du das?“, fragte sie leise und strich mit ihren Fingern über seine Wange.
„Wie? Ich betrinke mich und du bist stolz auf mich?“, fragte er irritiert.
„Nein, das meinte ich nicht. Ich meine wie du dich meiner... nun ja Familie gegenüber verhalten hast. Sie mögen dich, und das macht mich glücklich“, erklärte sie und vor Freude schlichen sich ein paar Tränen in ihre Augen.
„Ich habe gar nichts Besonderes getan, es ist deine Familie, die so großartig ist“, gab er nun zurück und musterte sie einen Moment lang, dann zog er sie zu sich heran, schlang seine Arme um sie und gab ihr einen langen Kuss.
„Ich glaube ich sollte duschen, vielleicht geht es mir dann wieder besser“, murmelte er, als er sich wieder von ihr löste.
„Gute Idee. Du kennst dich ja aus. Geh duschen und komm dann zum Frühstück“, forderte sie ihn auf und erhob sich, doch er hielt sie dann einfach noch fest und küsste sie auf den Bauch.
„Guten Morgen“, murmelte er dem Bauch entgegen und grinste dann Sisilia an, die ihm durch die Haare strich und lächelte.
„Du bist...“
„Unmöglich?“ fragte er.
„Nein, unbeschreiblich. Und jetzt geh duschen“, antwortet sie ihm, drückte noch kurz seine Hand und ging dann hinunter in die Küche, in der ihr Onkel mit einer Zeitung saß und einen Tee trank.
„Wie geht es Severus?“, fragte Heinz und sah von dem Blatt auf.
„Ich denke, nach einer ausgiebigen Dusche wieder bestens.“
„Gut, freut mich, ich hatte schon Angst, er hätte das gute Bier nicht vertragen“, schmunzelte er jetzt.
„Nun ich glaub, künftig wird er vorsichtiger sein, beim Biertrinken“, lachte Sisilia auf und setzte sich ebenfalls an den Tisch, schenkte sich auch einen Tee ein und sah ihren Onkel nachdenklich an.
„Ihr werdet heute wieder nach England gehen, habe ich Recht“, fragte Heinz direkt und Sisilia nickte dann.
„Wir haben morgen wieder unterricht, und ich möchte Albus, diese Zusatzbelastung nicht zu lange auferlegen. Er hat so schon viel zu tun, auch wenn er es nie zugeben würde.“
„Margret wird das nicht gerne hören“, erklärte er, als in dem Moment, ihre Tante in die Küche kam.
„Aber ich glaube, Heinz wird es noch viel schwerer fallen, seine Nichte gehen zu lassen“, fügte sie nun an, und blickte ihren Mann ins Gesicht.
„Vor dir kann man keine Geheimnisse haben, was?“, fragte er gespielt aufgebracht.
„Nein, kann man nicht“, lächelte sie und setzte sich neben ihn. Sie hauchte ihm einen Kuss auf die Lippen und nahm seine Hand.
Sisilia fühlte sich etwas seltsam in dem Moment, da sie es nicht gewohnt war, dass ihre Tante und ihr Onkel Zärtlichkeiten vor anderen austauschten und so sah sie verlegen wieder in ihre Teetasse.
In dem Augenblick kam Severus die Stufen herunter und trat zu ihnen in die Küche.
„Guten Morgen“, sagte er und nickte allen Anwesenden zu.
„Guten Morgen. Frühstück? Tee?“, fragte Margret und deutete auf die Dinge die auf dem Tisch hergerichtet standen.
„Tee? Eine sehr gute Idee!“, antwortete er und setzte sich zu den anderen an den Tisch.

Nach dem Frühstück, ging Sisilia nach oben und begann ihre Sachen zusammen zu packen, Als sie fast fertig war, trat Severus zu ihr in das Zimmer.
„Geht es dir gut?“, fragte er besorgt.
„Mir geht es wunderbar“, erklärte sie und ging ihm entgegen, doch in ihrem Gesicht konnte er sehen, dass sie etwas traurig war.
„Möchtest du noch etwas hier bleiben?“, fragte er vorsichtig.
„Nein. Nein, ich will mit nach Hause gehen. Es ist nur... irgendwie habe ich das Gefühl nun entgültig meine Vergangenheit hier zu lassen. Es wird sich viel ändern in den nächsten Monaten. Irgendwie habe ich auch Angst, verstehst du das?“, sie blickte ihm in die Augen.
„Ich verstehe dich nur zu gut. Glaub nur nicht, dass ich nicht auch Angst habe. Keiner weiß was die Zukunft bringen wird. Aber wir haben uns und wir werden es schaffen, glaube mir. Ich liebe dich, Sil“, seine letzten Worte flüsterte er ihr zu, während er ihr eine Haarsträhne aus dem Gesicht strich. Mit einem Lächeln nickte sie dann und strich mit ihren Händen über seine Arme.
„Ich liebe dich“, hauchte sie zurück, stellte sich auf die Zehenspitzen und gab ihm einen Kuss.
„Nun, ich denke ich habe alles, von mir aus kann es los gehen“, erklärte sie nun, schaute sich noch einmal im Zimmer um, ob sie auch nichts vergessen hatte, nickte dann und nahm ihre Tasche.
„Gib die mir!“, forderte er sie auf und nahm ihr die Tasche ab. Arm in Arm kamen sie dann ins Wohnzimmer, in dem Margret und Heinz saßen und auf sie warteten.

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BeitragThema: Re: Sisilias Geheimnis Teil 4   Mi Apr 02, 2008 8:36 pm

„Ihr wollt los?“, fragte ihre Tante, erhob sich vom Sofa und ging auf die beiden zu.
„Es wird Zeit, ich muss den Unterricht für morgen noch vorbereiten und mich mit Albus absprechen“, erklärte Sisilia leicht geknickt.
„Mach nicht so ein Gesicht Kleines. Wir sehen uns bald wieder, wenn wir unseren Urlaub in Schottland verbringen. Und du kannst uns ja auch jederzeit wieder eine von diesen schrecklichen Eulen schicken“, versuchte sie sie aufzumuntern.
„Sicher das werde ich auch, keine Sorge. Ich muss dir doch auch noch Tee schicken.“
Severus war zu Heinz getreten, der inzwischen auch aufgestanden war, und reichte ihm die Hand, doch dieser zog ihn einfach zu sich heran und klopfte ihm auf die Schulter.
„Alles Gute, Severus. Gib mir auf Lis Acht, hörst du? Nicht, dass sie sich doch noch ihren Dickkopf mal irgendwo gewaltig stößt.“
„Keine Sorge, ich würde mein Leben für sie geben. Ich werde auf sie aufpassen“, gab Severus nun zurück.
„Nichts anderes, erwarte ich von dir“, fügte er noch mit einem Augenzwinkern an. Dann ging er zu Sisilia und nahm diese in seine Arme.
„Und du gib auf das Baby acht. Und schreib, wenn der kleine Schreihals auf der Welt ist!“
„Sicher ich melde mich“, gab sie zurück und erwiderte seine Umarmung.
Tante Margret ging nun ebenfalls auf Severus zu und schloss ihn kurz in ihre Arme. Er zögert kurz, doch dann drückte er sie ebenfalls einen Moment.
„Passt auf euch auf, und sagt Albus viele liebe Grüße von uns.“
Als Sisilia und ihr Onkel sich verabschiedet hatten, nahm ihre Tante sie noch einmal kurz in ihre Arme und drücke sie.
„Ich will alles ganz genau wissen, hörst du. Alles über die Geburt und über das Kind. Wie groß, wie schwer und, und, und. Und vergiss nicht Bilder zu schicken!“, sagte sie und nun standen Tränen in ihren Augen. Sisilia wusste, dass ihre Tante gerne bei der Geburt dabei gewesen wäre, doch war es nicht so einfach. Sie wusste ja nicht, wann das Kind kommen würde, und ob ihre Tante es dann noch rechtzeitig schaffen würde. Außerdem hatte sie ja Madam Pomfrey, die auch schon einige Erfahrung als Hebamme hatte.
„Keine Angst du bekommst einen ganz ausführlichen Bericht und Bilder, ganz viele“, erklärte sie und musst nun selber kämpfen, um die Tränen zurückzuhalten.
Severus wartete noch einen Moment, doch dann nickte er zu Sisilia, die sich dann zu ihm stellte.
„Wir sehen uns bald wieder“, sagte sie zu den beiden und sah dann zu Severus.
„Ich bin bereit“, nickte sie zu ihm. Dieser zog den aktivierbaren Portschlüssel aus seiner Tasche, ein kleines Taschenbuch, das ihn Albus für die Rückreise gegeben hatte, hielt es Sisilia hin, die es ebenfalls ergriff und murmelte dann den Zauberspruch, welches den Portschlüssel aktivierte.
Beide sahen noch zu Margret und Heinz, bevor das Wohnzimmer vor ihren Augen verschwand und sie das Gefühl hatten, sich um sich selber zu drehen. Unwillkürlich ergriff Sisilia Severus Arm und hielt sich daran fest, bevor sie wenige Sekunden später wieder auf hartem Boden aufzuschlagen schienen.
Severus legte in dem Moment seinen Arm um sie und hielt sie fest, damit sie nicht stürzte und so fanden sie sich in ihrem Wohnraum in Hogwarts wieder und sahen sich in die Augen.
„Wieder zu Hause!“, flüsterte Sisilia nun leise und ein Lächeln huschte über ihr Gesicht.

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